Über Baccalà alla vicentina
In Vicenza wird Bacalà alla vicentina aus Stoccafisso – luftgetrocknetem Kabeljau – zubereitet, obwohl der lokale Name Bacalà lautet. Die Venerabile Confraternita del Bacalà alla Vicentina veröffentlicht ein Referenzrezept aus trockenem Stockfisch, Zwiebel, Olivenöl, gesalzenen Sardellen, Milch, Mehl, Grana, Petersilie, Salz und Pfeffer.
Die Zubereitung beginnt zwei bis drei Tage vor dem Kochen. Trockener Stockfisch wird in kaltem Wasser eingeweicht, wobei das Wasser etwa alle vier Stunden gewechselt wird, bis der Fisch vollständig flexibel ist. Anschließend wird er geöffnet, entgrätet und in größere Stücke statt in kleine Flocken geschnitten.
Zwiebel wird in Olivenöl mit gesalzenen Sardellen weich gegart; die Sardellen lösen sich dabei in der Basis auf. Leicht bemehlter Stockfisch wird eng nebeneinander ausgelegt, mit der restlichen Zwiebelmischung, Milch und geriebenem Käse bedeckt und anschließend für die lange Garzeit mit ausreichend Olivenöl umgeben.
Die prägende Vicenza-Technik heißt „pipare“: etwa viereinhalb Stunden bei sehr niedriger Hitze, wobei der Topf gelegentlich sanft kreisförmig bewegt, der Fisch aber nie umgerührt wird. Ziel sind zarte Flocken in einer hellen gebundenen Sauce und kein kräftig kochender Eintopf.
Die Confraternita merkt an, dass das Gericht nach 12–24 Stunden Ruhezeit ausgezeichnet schmeckt. Für die Produktionszeit werden mindestens 48 Stunden Einweichen als passive Zeit gerechnet; eine zusätzliche Ruhezeit nach dem Garen bleibt optional. Weiche Polenta ist die klassische Beilage und entspricht dem zuvor verifizierten Bildsatz.

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