Tarte à l’oignon alsacienne — elsässische Zwiebeltarte mit Speck und Eier-Sahne-Guss
Die elsässische Tarte à l’oignon ist eine gefüllte Zwiebeltarte und keine Tarte flambée. Der Unterschied ist sowohl im Aufbau als auch beim Essen deutlich: Hier trägt ein Mürbeteig eine tiefe Schicht gegarter Zwiebeln und einen Eier-Milch-Guss, während Flammkuchen auf einem sehr dünnen, brotähnlichen Boden flach belegt wird.
Die Zwiebeln machen den größten Teil der Füllung aus und brauchen deshalb geduldige, niedrige Hitze. Sie sollen weich werden, ihre rohe Schärfe verlieren und glänzen, ohne zu einer dunkel karamellisierten, trockenen Masse zu werden. Eine moderate Menge geräucherter Speck bringt Würze; Sahne und Milch binden alles, ohne die Tarte in eine schwere Käsequiche zu verwandeln.
Zwei Temperaturwechsel schützen die Struktur. Zuerst kühlt die Zwiebelmischung ab, bevor sie mit Ei in Kontakt kommt. Danach erhält der 3 mm dünne Boden durch Blindbacken einen Vorsprung vor der feuchten Füllung. Die Tarte ist fertig, wenn die Mitte nur noch leicht wackelt und mindestens 71 °C erreicht; 15 Minuten Ruhezeit ergeben anschließend saubere Stücke.


