Gâteau basque — butterreicher Baskenkuchen mit gekochter Konditorcreme
Gâteau basque ist ein runder, geschlossener Kuchen aus dem französischen Baskenland. Seine butterreiche Teighülle umschließt eine Füllung; hier wird konsequent die gekochte Konditorcreme verwendet. Schwarzkirschfüllung und Creme werden nicht miteinander kombiniert. Ebenso hat dieses Gebäck nichts mit dem krustenlosen, sehr dunkel gebackenen „Basque Cheesecake“ zu tun, der international unter einem ähnlichen Namen bekannt ist.
Der Teig enthält Weizenmehl, Butter, Zucker und frisches Ei. Die Füllung wird klassisch aus Milch, Ei, Zucker und Mehl gekocht. Sie erreicht 85 °C, köchelt etwa 3 Minuten sanft und wird anschließend flach ausgebreitet schnell auf 4 °C oder darunter heruntergekühlt. Diese Kälte ist sowohl für die Lebensmittelsicherheit als auch für sauberes Arbeiten wichtig: warme Creme würde die butterreiche Teighülle weich machen.
Nach 60 Minuten Kühlung wird der Teig 4–5 mm dick ausgerollt. Etwa 60 % bilden Boden und Seiten, rund 40 % schließen die Oberseite. Die vollständig kalte Creme wird lückenlos eingeschlossen, der Deckel mit Ei bestrichen und mit einer Gabel markiert. Bei 160 °C bäckt der Kuchen 40 Minuten, bis die Oberfläche tief goldbraun und die gefüllte Mitte etwa 93 °C heiß und vollständig gesetzt ist. Erst nach 90 Minuten Abkühlzeit wird angeschnitten.


