Daube provençale: in Rotwein mariniertes Rinderschmorgericht
Daube provençale ist ein langsam geschmortes Rindgericht aus der Provence, bei dem die Rotweinmarinade Teil der eigentlichen Garstruktur ist und nicht nur eine abschließende Aromazugabe. Große Rindfleischstücke von etwa 5 cm marinieren zwölf Stunden bei höchstens 4 °C mit Rotwein, Karotte, Zwiebel, Knoblauch, Thymian, Lorbeer und Orangenschale.
Die Marinade, die mit rohem Rindfleisch in Berührung war, muss bewusst weiterverarbeitet werden. Das Fleisch wird herausgenommen, gründlich abgetropft und trockengetupft, damit es bräunen kann. Flüssigkeit und Gemüse werden jedoch aufgehoben. Nach dem Anbraten wird die benutzte Marinade fünf Minuten kräftig gekocht, bevor sie zurück in die Cocotte kommt. So wird die mit rohem Fleisch kontaminierte Flüssigkeit vollständig erhitzt.
Die geschlossene Cocotte schmort anschließend überwiegend bei 150 °C, damit Kollagen langsam weich wird. Schwarze Oliven kommen erst in den letzten 20 Minuten hinzu. Dann kann der Deckel geöffnet oder versetzt werden, damit die Sauce leicht eindickt. Ziel sind gabelzarte Fleischstücke in glänzender, leicht reduzierter Sauce, nicht eine dünne Suppe. Auch nach langer Garzeit wird ein Restalkohol nicht als null angesetzt.


