Französische Rezepte

Clafoutis aux cerises

Kirsch-Clafoutis aus dem Limousin mit entsteinten Kirschen, einfachem Milch-Ei-Teig und 40 Minuten Backzeit in einer 26-cm-Keramikform. Eine 45-minütige Abkühlzeit sorgt für eine weich gestockte, sauber schneidbare Textur.

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Clafoutis aux cerises — mit sichtbarem Anschnitt gezeigt
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Gesamtzeit 105 Minuten
Ertrag 6 Dessertportionen
Einleitung und Überblick

Clafoutis aux cerises — Kirsch-Clafoutis aus dem Limousin

Im Limousin ist Clafoutis vor allem ein Kirschdessert: Die Früchte liegen in einem dünnen Teig, der im Ofen zu einer Konsistenz zwischen Flan und weichem Kuchen stockt. Das Mehl gibt mehr Struktur als bei einer reinen Eiercreme, doch die Mitte soll zart bleiben und nicht brotig oder trocken werden.

Die traditionelle Diskussion um Kirschkerne ist real, weil ältere Zubereitungen die Früchte häufig mit Stein backen. Für eine sichere Haushaltsversion werden die Kirschen hier vor dem Wiegen entsteint. Damit entfallen Verschluck- und Zahnschäden; zugleich tritt beim Entsteinen mehr Saft aus. Deshalb werden die Kirschen nach dem Entsteinen abgetropft und sorgfältig trockengetupft.

Die Form beeinflusst das Ergebnis deutlich. Eine flache Keramikform mit 26 cm Durchmesser lässt die Masse bei 180 °C gleichmäßig stocken. Als Qualitätszeichen dienen ein leicht aufgegangener, zart gebräunter Rand und eine Mitte, die nur noch schwach zittert. Davon getrennt steht die Sicherheitskontrolle: Im Zentrum müssen mindestens 71 °C erreicht werden. Die anschließenden 45 Minuten Abkühlen gehören zur Textur und sind keine überflüssige Wartezeit.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren

  • Genau 600 g Kirschen nach dem Entsteinen und Abtropfen verwenden.
  • Milch schrittweise einrühren, damit keine Mehlnester bleiben.
  • Die weich gestockte Mitte als Qualitätszeichen nutzen und die 71 °C zusätzlich messen.
Zutaten

Zutaten

Früchte und Form

  • 600 g Süßkirschen, entsteint, abgetropft und trockengetupft — Gewicht nach Entsteinen und Abtropfen
  • 25 g ungesalzene Butter, weich, für die Form
  • 20 g Feinzucker, zum Ausstreuen und Fertigstellen

Teig

  • 100 g Weizenmehl
  • 120 g Feinzucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 2 g feines Salz
  • 2 g roße Eier, etwa 100 g ohne Schale
  • 330 ml Vollmilch
Zubereitung

Zubereitung

Zusammensetzen

  1. Form und Kirschen vorbereiten. Die flache 26-cm-Keramikform mit Butter ausstreichen, mit einem Teil der 20 g Feinzucker ausstreuen, die entsteinten und abgetropften Kirschen in einer Lage verteilen und den restlichen Zucker aufbewahren. 10 Minuten einplanen. In der Form darf sich kein Kirschsaft sammeln. Entsteinen beseitigt das Verschluck- und Zahnschadenrisiko ganzer Kerne.

  2. Teig rühren. Mehl, 120 g Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Schneebesen mischen, Eier einarbeiten und die Milch nach und nach einrühren. 10 Minuten einplanen. Der Teig soll glatt, gießfähig und frei von trockenen Mehlnestern sein. Rohe Eiermasse von Lebensmitteln fernhalten, die nicht mehr gegart werden.

Backen und abkühlen

  1. Clafoutis backen. Backofen auf 180 °C vorheizen, Teig über die Kirschen gießen und auf mittlerer Schiene 40 Minuten backen. Der Rand soll aufgegangen und leicht gebräunt sein, die Mitte weich gestockt und beim Bewegen der Form nur noch gering zittern. Im Zentrum mindestens 71 °C messen; Eierspeisen sollen diese Temperatur erreichen.

  2. Auf dem Gitter abkühlen. Form auf ein Kuchengitter stellen, den restlichen Feinzucker noch warm darüberstreuen und 45 Minuten vor dem Anschneiden abkühlen lassen. Der Clafoutis soll sich gesetzt haben, warm statt heiß sein und sich schneiden lassen, ohne dass flüssiger Teig aus der Mitte läuft. Milch- und Eierspeisen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

Praktische Hinweise

Praxis

Servieren

Nach der 45-minütigen Setzzeit warm oder kühl in sechs Stücke schneiden.

Aufbewahren

Abdecken, bei 4 °C oder darunter kühlen und innerhalb von 3 Tagen verwenden.

Vorbereiten

Kirschen früher am Tag entsteinen und trocknen, bis zur Verwendung kalt halten; den Teig möglichst erst kurz vor dem Backen rühren.

Aufwärmen

Nicht erforderlich. Ein gekühltes Stück kann kurz stehen, bis es nicht mehr hart-kalt ist.

Alternative

Sauerkirschen verändern Säure und Zuckerbalance und sind daher kein stillschweigender 1:1-Ersatz für diese Süßkirschfassung.

Fehlerbehebung

Fehlerbehebung

  • Wässrige Mitte oder klumpiger TeigEine wässrige Mitte deutet auf zu feuchte Kirschen oder zu frühes Anschneiden hin; Klumpen entstehen meist, wenn die Milch zu schnell in die Mehl-Ei-Basis gelangt.
Nährwerte pro Portion

Nährwerte pro Portion

  • Portionsgröße1 von 6 Stücken
  • Kalorien315 kcal
  • Kohlenhydrate55 g
  • Protein7 g
  • Fett8 g
  • Ballaststoffe2 g
  • Natrium150 mg
Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene: Ei; Milch; Gluten aus Weizenmehl

Für diese Haushaltsfassung entsteinte Kirschen verwenden, um das Verschluck- und Zahnschadenrisiko zu beseitigen.

Roher Teig enthält Ei und muss im Zentrum auf mindestens 71 °C erhitzt werden.

Milch, Eier und das fertige Dessert bei 4 °C oder darunter lagern, wenn sie nicht gerade verarbeitet oder serviert werden.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Gehören Kirschsteine in traditionellen Clafoutis?

Viele traditionelle Fassungen backen die Kirschen mit Stein. Entsteinen ist jedoch sicherer beim Essen und für diese Ausführung verbindlich.

Warum heißt ein ähnlicher Auflauf mit anderem Obst nicht einfach Clafoutis?

Im Limousin ist die Kirsche identitätsprägend; entsprechende Backdesserts mit anderen Früchten werden häufig als Flognarde bezeichnet.

Abschluss

Abschluss

  • Ergebnis: Ein guter Clafoutis hat einen leicht gebräunten Rand und eine zarte, weich gestockte Mitte.
  • Entscheidende Technik: 600 g Kirschen erst nach dem Entsteinen und Abtropfen abwiegen.