Kebab nach İskender-Art ohne senkrechten Spieß
Bursa-Kebab beruht auf Döner: Fleischlagen garen aufrecht neben Holzkohle und werden als dünne gebräunte Oberflächenstücke abgeschnitten. Diese Geometrie lässt sich nicht durch einen Fleischhaufen in der Pfanne nachbilden. Diese Fassung verspricht deshalb weniger: teilgefrorenes Rind und Lamm werden sehr dünn geschnitten, chargenweise gebräunt und mit den festgelegten Beilagen angeordnet.
Die Reihenfolge auf dem Teller ist ebenso wichtig wie die Zutaten. Pide wird gewürfelt und geröstet, damit seine Ränder dem ersten Saucenguss standhalten. Tomatensauce befeuchtet, ohne Brei zu erzeugen. Fleisch liegt darüber, Joghurt bleibt kalt an der Seite und schäumende Butter kommt zuletzt. Frühzeitiges Vermischen erweicht Brot, erwärmt und trennt Joghurt und macht aus klaren Schichten eine schwere Masse.
Teilfrosten ist zu Hause der Weg zu dünnem Fleisch. 60–90 Minuten festigen die Außenseite, während die Mitte noch nachgibt. So kann ein scharfes Messer quer zur Faser etwa 2 mm schneiden. Rinderlende oder -hüfte bringt klaren Fleischgeschmack, Lammkeule Fülle. Scheiben locker trennen und kalt halten; ein ganzer Haufen würde Wasser abgeben und grau dämpfen.
Geriebene reife Tomaten und wenig Mark köcheln, bis eine Löffelspur bleibt. Es ist keine Pastasauce und braucht keine Kräutermischung. Butter liefert zum Schluss Duft, Hitze und Glanz. Schäumen und leicht nussig werden lassen, aber vor dunklen Milchfeststoffen gießen.
Für sechs große Teller 35 Minuten Vorbereitung, 35 Minuten Garzeit und 90 Minuten Kühlung einplanen. Paprika und Tomaten grillen, Brot rösten, Teller wärmen, Sauce kochen und Joghurt bereitstellen, bevor Fleisch in die Pfanne kommt. Danach soll das Essen binnen etwa zehn Minuten serviert sein, solange Brot kross, Fleisch saftig und Joghurt kalt bleibt.
35 Minuten Vorbereitung, 35 Minuten Garzeit und 90 Minuten Kühlzeit für 6 Portionen.
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