Diyarbakır-Leberkebab saftig über Glut grillen
Diyarbakır Ciğer Kebabı beruht auf Lammleber, Schwanzfett und Feuer. Die regionale Methode verbirgt Leber nicht unter einer aufwendigen Marinade. Sie wird sorgfältig pariert, mit dem Fett in ähnlich große Würfel geschnitten und im wiederkehrenden Verhältnis von zwei Leberstücken zu einem Fettstück aufgefädelt. Beim Drehen schmilzt das Fett über die Leber und schützt ihre Oberfläche vor dem Austrocknen.
Gerade diese schlichte Konstruktion verlangt Präzision. Leber enthält wenig Bindegewebe und gart rasch; kaltes Schwanzfett muss genügend Hitze erhalten, um durchscheinend zu werden, an den Rändern zu bräunen und die Nachbarstücke zu benetzen. 18–20 mm sind zu Hause ein geeigneter Zielwert: groß genug für eine saftige Mitte, klein genug für einen sicheren Endpunkt über sehr heißer Glut.
Die Würzmischung aus Salz, Pul Biber, Koriander und Thymian wird erst nach der ersten Oberflächenbräunung aufgetragen. So zieht Salz keine Feuchtigkeit aus der rohen Leber, und trockene Kräuter verbringen weniger Zeit über direkter Hitze. Öl ist nicht nötig. Schwanzfett liefert die notwendige Benetzung, während eine trockene Leberoberfläche schneller bräunt.
Frische dunkle glänzende Lammleber mit sauberem Geruch wählen. Dünne Außenhaut, große Gefäße und grün verfärbte Stellen vollständig entfernen. Leber und Schwanzfett bis zum Grillen bei höchstens 4 °C halten. Kaltes Fett lässt sich sauber würfeln und auffädeln; warmes Fett schmiert und kann vor dem Auslassen vom Spieß rutschen.
Für sechs Portionen 30 Minuten Vorbereitung und 10 Minuten Grillzeit einplanen. Lavaş, Petersilie, Sumachzwiebeln und Grillgemüse vor den Spießen vorbereiten. Mehrere der dicksten Leberwürfel auf 71 °C prüfen und sofort servieren. Gegarte Leber verliert beim Warten an Zartheit, und das Schwanzfett soll beim Essen noch flüssig sein.
30 Minuten Vorbereitung, 10 Minuten Garzeit und insgesamt 40 Minuten für 6 Portionen.
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