Vranjska banica mit handgerollten Teigblättern, Salzlakenkäse und Schmalz
Vranjska banica ist eine herzhafte Pita aus der Gegend von Vranje. Der Name bleibt im Deutschen sinnvollerweise erhalten, weil die Form und die handgerollten Teigblätter zur Identität des Gerichts gehören. Diese Fassung besteht aus einem schlichten Wasserteig, weißem serbischem Salzlakenkäse und Schweineschmalz; Eier sind in dieser konkreten Teig- und Füllungsfassung nicht enthalten.
Der Teig muss zuerst Elastizität entwickeln und danach wieder entspannen. Nach acht Minuten Mischen und zehn Minuten Kneten wird er in vier Kugeln geteilt und abgedeckt 20 Minuten ruhen gelassen. Erst dann lässt sich jedes Stück mit einer langen dünnen Teigrolle sehr weit ausziehen, ohne ständig zurückzuspringen.
Beim Ausrollen ist die gleichmäßige Dicke wichtiger als eine exakt runde Form. Ein dicker Mittelpunkt bleibt später im gerollten Strang teigig, während sehr dünne Randpartien zu schnell trocken werden können. Etwas von den bereits abgewogenen 600 g Mehl darf zum Bestäuben verwendet werden, aber zusätzliches Mehl würde den Teig unnötig fest machen.
Jedes Blatt erhält nur eine dünne Schicht geschmolzenes Schmalz und zerbröselten Käse. Die Rollen werden zu einer Spirale in die 30-cm-Form gelegt, wobei die Stränge einander berühren dürfen, aber nicht zusammengedrückt werden sollen. Nach weiteren 20 Minuten Ruhe beginnt das Backen bei 200 °C; anschließend wird auf 180 °C reduziert. Fertig ist die Banica erst, wenn nicht nur die Oberfläche kräftig goldbraun, sondern auch der Boden gesetzt und nicht mehr teigig ist.