Serbische Küche · Kleingebäck / Plätzchen

Vanilice

Vanilice sind kleine, mürbe Sandwichplätzchen aus Schweineschmalz, Walnüssen und Weizenmehl. Aprikosenkonfitüre verbindet jeweils zwei helle Plätzchen; Puder- und Vanillezucker bilden die typische trockene Hülle.

Serbische Nationalgerichte
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Vanilice
Ausbeute 40 gefüllte Plätzchen
Vorbereitungszeit 40 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Passive Zeit 90 Minuten
Überblick

Vanilice – serbische Schmalz-Walnuss-Plätzchen mit Aprikosenkonfitüre

Vanilice sind kleine serbische Festtagsplätzchen, die häufig auf Familien- und Slava-Tafeln erscheinen. Ihr Name verweist auf die Vanillenote der Zuckerschicht, nicht auf eine Vanillecreme. Zwei helle, mürbe Plätzchen werden mit Aprikosenkonfitüre zusammengesetzt und anschließend großzügig in Puder- und Vanillezucker gewendet.

Für die besonders kurze, zarte Krume wird in dieser Fassung Schweineschmalz verwendet. Es wird mit Zucker cremig aufgeschlagen, bevor Eier, Eigelb, Zitronensaft und -schale dazukommen. Gemahlene Walnüsse geben Aroma und Struktur. Das Mehl wird nur so weit eingearbeitet, bis ein weicher, zusammenhängender Teig entsteht; ein steifer Teig würde nach dem Backen hart wirken.

Eine Stunde Kühlung bei höchstens 5 °C macht das Fett wieder fest genug zum Ausrollen. Der Teig wird etwa 5 mm dick ausgerollt und mit einem 4-cm-Ausstecher in kleine Kreise geteilt. Die Bleche werden nacheinander bei 175 °C gebacken. Die Oberseiten sollen blass bleiben, nur Unterseite und Ränder dürfen leicht goldfarben werden.

Erst vollständig abgekühlte Plätzchen werden mit Konfitüre zusammengesetzt und gezuckert. In einer geschlossenen Dose verändert sich die Textur in den nächsten Stunden positiv: Die Füllung macht die mürben Plätzchen etwas weicher, ohne sie feucht werden zu lassen.

Praxis

Praxis

  • Servieren, Planung und AufbewahrungBei Raumtemperatur servieren. Ein oder zwei Vanilice reichen meist neben Kaffee oder einer größeren Auswahl an Festtagsgebäck. Die gefüllten Plätzchen können 1–3 Tage im Voraus zusammengesetzt werden und werden in der geschlossenen Dose etwas weicher. Kühl und trocken bis zu 7 Tage lagern; bei sehr warmer Raumtemperatur kühlen und vor dem Servieren wieder temperieren. Hagebuttenkonfitüre kann Aprikose ersetzen; ungesalzene Butter kann Schweineschmalz in gleicher Masse ersetzen, ergibt jedoch ein butterigeres und weniger typisch kurzes Gebäck.
Zutaten

Zutaten

Teig

  • 250 g Schweineschmalz, weich, aber nicht geschmolzen
  • 140 g Zucker
  • 2 große Eier
  • 1 großes Eigelb, etwa 18 g
  • 100 g gemahlene Walnüsse
  • 500 g Weizenmehl
  • 20 ml Zitronensaft
  • 5 g fein abgeriebene Zitronenschale

Füllung und Zuckerschicht

  • 180 g Aprikosenkonfitüre
  • 150 g Puderzucker
  • 8 g Vanillezucker
Zubereitung

Zubereitung

Teig herstellen und kühlen

  1. Schmalz und Zucker aufschlagen250 g weiches, nicht geschmolzenes Schweineschmalz mit 140 g Zucker etwa 8 Minuten cremig und leicht luftig schlagen. 2 große Eier, 1 großes Eigelb, 20 ml Zitronensaft und 5 g fein abgeriebene Zitronenschale einarbeiten.

  2. Teig zusammenführen100 g gemahlene Walnüsse einrühren, danach 500 g Weizenmehl portionsweise zugeben und etwa 7 Minuten nur so lange mischen, bis ein weicher, geschlossener Teig ohne trockene Mehlstellen entsteht. Rohteig wegen der Eier nicht probieren.

  3. Teig kühlenTeig zu zwei flachen Scheiben formen, abdecken und 60 Minuten bei höchstens 5 °C kühlen. Danach soll er fest genug sein, um ohne Schmieren ausgerollt zu werden.

Ausstechen, backen und zusammensetzen

  1. Ausrollen und ausstechenBackofen auf 175 °C vorheizen. Jeweils nur eine gekühlte Teigscheibe etwa 5 mm dick ausrollen und in insgesamt etwa 15 Minuten kleine Kreise mit 4 cm Durchmesser ausstechen. Teigreste nur so oft wie nötig erneut ausrollen; unbenutzten Teig kühl halten.

  2. Hell backenKreise auf mit Backpapier belegten Blechen bei 175 °C nacheinander insgesamt etwa 30 Minuten backen. Die Oberseiten sollen blass bleiben; nur Ränder und Unterseiten dürfen leicht goldfarben werden. Heiße Bleche vorsichtig handhaben und die Plätzchen auf Gittern abkühlen.

  3. FüllenPlätzchen vollständig 30 Minuten abkühlen lassen. Danach jeweils zwei mit insgesamt 180 g Aprikosenkonfitüre zusammensetzen; die kalten Plätzchen sollen beim Füllen fest genug sein und nicht brechen.

  4. In Vanillezucker hüllen150 g Puderzucker mit 8 g Vanillezucker mischen und jedes gefüllte Plätzchen großzügig darin wenden. Etwa 10 Minuten einplanen; die Zuckerschicht soll trocken und gleichmäßig sein. Erst anschließend in eine saubere, trockene, geschlossene Dose geben.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Plätzchen laufen auseinanderHinweis: Ursache: Das Schweineschmalz war vor dem Backen zu warm.Anpassung: Korrektur: Teig vollständig durchkühlen und weich gewordene ausgestochene Kreise nochmals kurz kühlen.
  • Harte VaniliceHinweis: Ursache: Zu viel Mehl, zu häufiges Ausrollen der Reste oder zu langes Backen.Anpassung: Korrektur: Teig weich halten, Reste nur minimal erneut ausrollen und Plätzchen blass aus dem Ofen nehmen.
Nährwerte

Nährwerte

  • Portionsgröße1 gefülltes Plätzchen (etwa 34 g)
  • Kalorien165 kcal
  • Kohlenhydrate20 g
  • Eiweiß2 g
  • Fett8 g
  • Ballaststoffe1 g
  • Natrium10 mg

Die Werte sind Näherungswerte und können je nach Produkt, Abtropfverlust, Aufnahme und tatsächlicher Portionsgröße abweichen.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Rohen Eierteig nicht essen und die Plätzchen vollständig backen, bevor sie gefüllt werden. Fertige Vanilice trocken und sauber in einer geschlossenen Dose lagern und bei sichtbarem Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch entsorgen. Allergene: Ei, Weizen/Gluten und Walnüsse.

Ergebnis: Kleine, helle, mürbe Vanilice mit Aprikosenkern und trockener Vanille-Puderzuckerhülle.

Schlüssel: Teig kühl und weich halten, nur blass backen und erst vollständig abgekühlt füllen.