Vanilice – serbische Schmalz-Walnuss-Plätzchen mit Aprikosenkonfitüre
Vanilice sind kleine serbische Festtagsplätzchen, die häufig auf Familien- und Slava-Tafeln erscheinen. Ihr Name verweist auf die Vanillenote der Zuckerschicht, nicht auf eine Vanillecreme. Zwei helle, mürbe Plätzchen werden mit Aprikosenkonfitüre zusammengesetzt und anschließend großzügig in Puder- und Vanillezucker gewendet.
Für die besonders kurze, zarte Krume wird in dieser Fassung Schweineschmalz verwendet. Es wird mit Zucker cremig aufgeschlagen, bevor Eier, Eigelb, Zitronensaft und -schale dazukommen. Gemahlene Walnüsse geben Aroma und Struktur. Das Mehl wird nur so weit eingearbeitet, bis ein weicher, zusammenhängender Teig entsteht; ein steifer Teig würde nach dem Backen hart wirken.
Eine Stunde Kühlung bei höchstens 5 °C macht das Fett wieder fest genug zum Ausrollen. Der Teig wird etwa 5 mm dick ausgerollt und mit einem 4-cm-Ausstecher in kleine Kreise geteilt. Die Bleche werden nacheinander bei 175 °C gebacken. Die Oberseiten sollen blass bleiben, nur Unterseite und Ränder dürfen leicht goldfarben werden.
Erst vollständig abgekühlte Plätzchen werden mit Konfitüre zusammengesetzt und gezuckert. In einer geschlossenen Dose verändert sich die Textur in den nächsten Stunden positiv: Die Füllung macht die mürben Plätzchen etwas weicher, ohne sie feucht werden zu lassen.