Urmašice mit Walnusskern, geriffeltem Teig und Zitronensirup
Urmašice, regional auch hurmašice genannt, werden stärker über Form und Sirupstruktur erkannt als über eine einzige feste Teigrezeptur. Diese Variante verwendet einen Teig aus Öl und Milch mit etwas Weichweizengrieß sowie ein Walnussstück im Inneren. Die Oberfläche wird an einer groben Reibe geformt und erhält dadurch die typischen Rillen.
Der Teig soll weich bleiben, aber eine Kugel halten können. Zu viel zusätzliches Mehl macht die gebackene Hülle dicht und bremst später die Sirupaufnahme. Ist der Teig dagegen zu weich, verliert die Rillenstruktur im Ofen ihre Kontur. Backpulver und Grieß werden deshalb zuerst gleichmäßig mit dem Mehl verteilt.
Gleich große Stücke sind wichtig, weil alle 30 Gebäckstücke gemeinsam backen und später gemeinsam Sirup aufnehmen. Jedes Stück wird an der Reibe flachgedrückt, mit einem Walnussstück belegt und so geschlossen, dass die Rillen außen liegen. Der Walnusskern bleibt deutlich erkennbar, ohne die Naht aufzureißen.
Der Sirup kocht nur kurz. Nach 7 Minuten Köcheln mit etwas Zitronensaft bleibt er klar und fließfähig. Ein zu stark reduzierter Sirup legt sich eher außen an, statt in den Teig einzuziehen. Die vollständig ausgekühlten Gebäckstücke erhalten den Sirup nach einer kurzen fünfminütigen Ruhe außerhalb der Hitze.
Nach dem Übergießen folgt die lange Ruhe im Kühlschrank bei 4 °C. Vollständig getränkte Urmašice sind deutlich schwerer als direkt nach dem Backen, bewahren aber ihre geriffelte Form. Beim Anschneiden soll kein trockener, mehliger Kern mehr sichtbar sein.