Serbische Küche · Dessert / Gebäck

Šampita

Dünner Blätterteigboden mit sehr hoher Baiserschicht aus pasteurisiertem Eiweiß und Zuckersirup, der exakt auf 118 °C gekocht wird.

Serbische Nationalgerichte
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Šampita
Ergibt 12 Quadrate (1 Quadrat aus einem Blech von 20 × 30 cm)
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Garzeit 25 Minuten
Passive Zeit 120 Minuten
Überblick

Šampita – Blätterteig mit hoher Heißsirup-Baisermasse

Šampita lebt vom Kontrast zwischen einem dünnen, knusprigen Boden und einer sehr hohen, leichten Eiweißmasse. In dieser Fassung besteht der Boden aus Butter-Blätterteig, der zwischen zwei Blechen relativ flach gebacken wird. Ein roher oder stark aufgegangener Boden würde die hohe Baiserschicht schlecht tragen.

Für die Schaumstruktur wird ein heißer Zuckersirup verwendet. Zucker und Wasser werden nach dem Auflösen nicht mehr gerührt und bis 118 °C gekocht; Zitronensaft kommt gegen Ende dazu. Die Temperatur wird mit einem Zuckerthermometer gemessen, nicht aus der Größe der Blasen geschätzt.

Parallel wird pasteurisiertes Eiweiß bis zu weichen Spitzen aufgeschlagen. Der 118 °C heiße Sirup läuft in einem dünnen Strahl an der Schüsselwand in das schlagende Eiweiß. Pasteurisiertes Eiweiß ist dabei die Sicherheitsgrundlage; die heiße Siruptechnik ist vor allem für Struktur und Stabilität zuständig.

Nach dem Einlaufen des Sirups wird weitergeschlagen, bis die Schüssel nur noch leicht warm ist und tiefe Spuren stehen bleiben. Die Masse muss sofort auf den vollständig kalten Blätterteig, denn in der Schüssel beginnt sie bereits zu setzen.

Die fertige Šampita wird abgedeckt, ohne die Oberfläche zu berühren, und 100 Minuten bei 4 °C gekühlt. Erst wenn die Masse durchgehend kalt ist und ein sauberes Messer eine definierte Schnittkante hinterlässt, wird sie in 12 Quadrate geteilt.

Praxis

Praxis

  • KontrollpunktMit pasteurisiertem Eiweiß beginnen; Siruphitze ist kein Ersatz dafür.
  • KontrollpunktDen Sirup mit Thermometer exakt auf 118 °C bringen.
  • KontrollpunktSirup an der Schüsselwand einlaufen lassen und die Drähte des Schneebesens vermeiden.
  • KontrollpunktVor dem Schneiden vollständig kühlen.
Zutaten

Zutaten

Für den Blätterteigboden

  • 500 g Butter-Blätterteig — gekühlt
  • 20 g Puderzucker — zum abschließenden Bestäuben

Für die Heißsirup-Baisermasse

  • 250 g pasteurisiertes Eiweiß — gekühltes Produkt
  • 500 g Zucker
  • 150 ml Wasser
  • 15 ml Zitronensaft — abgeseiht
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Blätterteigboden bei 200 °C backen500 g gekühlten Butter-Blätterteig auf 20 × 30 cm ausrollen, dicht einstechen und zwischen Backpapier, dem Blech und einem zweiten leichten Blech 15 Minuten bei 200 °C backen. Der Boden muss gleichmäßig goldbraun und bis zur Mitte knusprig sein; darunter darf keine blasse rohe Schicht bleiben.

  2. Boden vollständig abkühlenDen gebackenen Boden 20 Minuten vollständig im Blech abkühlen lassen. Vor dem Belegen darf in der Mitte keine Wärme mehr vorhanden sein.

  3. Sirup exakt auf 118 °C kochen500 g Zucker mit 150 ml Wasser bei mittlerer Hitze erhitzen. Nach dem Auflösen nicht mehr rühren und insgesamt etwa 10 Minuten bis exakt 118 °C kochen; gegen Ende 15 ml abgeseihten Zitronensaft zugeben. Entscheidend ist das Zuckerthermometer, nicht die Blasengröße.

  4. Pasteurisiertes Eiweiß mit 118 °C heißem Sirup schlagenWährend der Sirup sich 118 °C nähert, 250 g pasteurisiertes Eiweiß zu weichen Spitzen schlagen. Den 118 °C heißen Sirup in dünnem Strahl an der Schüsselwand einlaufen lassen und dabei ununterbrochen weiter schlagen; dafür etwa 10 Minuten einplanen.

  5. Baisermasse abkühlen und stabilisierenWeitere 10 Minuten schlagen, bis die Schüssel nur noch leicht warm ist und die Baisermasse deutliche tiefe Spuren hält. Die Masse ist streichbereit, wenn sie feste Spitzen bildet und die Schüssel nicht mehr heiß wirkt.

  6. Auf den Boden streichenDie Baisermasse sofort in etwa 10 Minuten hoch und gleichmäßig auf dem kalten Blätterteig verteilen, ohne die Luft herauszudrücken. Mit 20 g Puderzucker bestäuben; die Oberfläche soll hoch, eben und bis in die Ecken geschlossen sein.

  7. 100 Minuten bei 4 °C kühlenDie Oberfläche abdecken, ohne sie zu berühren, und die Šampita 100 Minuten bei 4 °C kühlen. Sie ist schnittbereit, wenn die Masse vollständig kalt ist und ein sauberes Messer eine klar definierte senkrechte Kante hinterlässt.

Praxis

Praxis

Servieren

Mit einem sauberen, leicht angefeuchteten Messer in 12 Quadrate schneiden und gekühlt servieren. Übrige Stücke sofort wieder kühlen.

Vorbereiten

Šampita kann mehrere Stunden vor dem Servieren fertiggestellt und abgedeckt bei 4 °C oder darunter aufbewahrt werden.

Aufbewahren

Abgedeckt bei 4 °C oder darunter lagern und innerhalb von 2 Tagen für die beste Schaumqualität verwenden. Nicht einfrieren und nicht aufwärmen.

Austausch

Ein anderer neutraler handelsüblicher Blätterteig ähnlicher Dicke kann verwendet werden. Ein fettreicherer oder dickerer Teig verändert die Bodenhöhe und kann einige zusätzliche Backminuten benötigen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Schaum nässt nach dem KühlenHinweis: Der Sirup war zu wenig konzentriert oder nach dem Einlaufen wurde zu kurz weitergeschlagen.Anpassung: 118 °C exakt messen und weiter schlagen, bis die Schüssel nur noch leicht warm ist.
  • Harte Zuckerfäden am SchüsselrandHinweis: Der Sirup traf den laufenden Schneebesen.Anpassung: In dünnem, stetigem Strahl an der Schüsselwand entlang gießen.
Nährwerte

Nährwerte

  • Portionsgröße1 von 12 Quadraten
  • Kalorien345 kcal
  • Kohlenhydrate59 g
  • Eiweiß4 g
  • Fett10 g
  • Ballaststoffe0 g
  • Natrium170 mg

Die Angaben sind Näherungswerte und können je nach Produktmarke, Abtropfverlust, Fettaufnahme und tatsächlicher Portionsgröße abweichen.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Ei und Weizen/Gluten sowie Milch, wenn der Blätterteig Butter enthält; Produktetikett prüfen. Pasteurisiertes Eiweiß verwenden. Den Zuckersirup auf gemessene 118 °C kochen, ohne Glanz oder feste Spitzen als Sicherheitsnachweis für unpasteurisiertes Eiweiß zu interpretieren. Die fertige Šampita zügig auf 4 °C oder darunter kühlen; länger als 2 Stunden ungekühlte Portionen entsorgen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum sind pasteurisierte Eiweiße vorgeschrieben?

Die Siruptechnik dient der Struktur und ist kein Ersatz für den sicheren Ausgangsstoff. Deshalb beginnt die Baisermasse mit pasteurisiertem Eiweiß.

Wie lässt sich harter Zucker am Schüsselrand vermeiden?

Den 118 °C heißen Sirup in dünnem, stetigem Strahl an der Schüsselwand entlang einlaufen lassen und die laufenden Schneebesen nicht direkt treffen.

Ergebnis: Hohe, kalte und standfeste Baiserschicht auf einem dünnen, knusprigen Blätterteigboden.

Schlüssel: Pasteurisiertes Eiweiß verwenden, den Sirup exakt auf 118 °C bringen und die fertige Šampita vollständig auf 4 °C kühlen.