Šampita – Blätterteig mit hoher Heißsirup-Baisermasse
Šampita lebt vom Kontrast zwischen einem dünnen, knusprigen Boden und einer sehr hohen, leichten Eiweißmasse. In dieser Fassung besteht der Boden aus Butter-Blätterteig, der zwischen zwei Blechen relativ flach gebacken wird. Ein roher oder stark aufgegangener Boden würde die hohe Baiserschicht schlecht tragen.
Für die Schaumstruktur wird ein heißer Zuckersirup verwendet. Zucker und Wasser werden nach dem Auflösen nicht mehr gerührt und bis 118 °C gekocht; Zitronensaft kommt gegen Ende dazu. Die Temperatur wird mit einem Zuckerthermometer gemessen, nicht aus der Größe der Blasen geschätzt.
Parallel wird pasteurisiertes Eiweiß bis zu weichen Spitzen aufgeschlagen. Der 118 °C heiße Sirup läuft in einem dünnen Strahl an der Schüsselwand in das schlagende Eiweiß. Pasteurisiertes Eiweiß ist dabei die Sicherheitsgrundlage; die heiße Siruptechnik ist vor allem für Struktur und Stabilität zuständig.
Nach dem Einlaufen des Sirups wird weitergeschlagen, bis die Schüssel nur noch leicht warm ist und tiefe Spuren stehen bleiben. Die Masse muss sofort auf den vollständig kalten Blätterteig, denn in der Schüssel beginnt sie bereits zu setzen.
Die fertige Šampita wird abgedeckt, ohne die Oberfläche zu berühren, und 100 Minuten bei 4 °C gekühlt. Erst wenn die Masse durchgehend kalt ist und ein sauberes Messer eine definierte Schnittkante hinterlässt, wird sie in 12 Quadrate geteilt.