Popara – warmes serbisches Brotgericht mit Kajmak und Salzlakenkäse
Popara ist ein einfaches warmes Brotgericht, dessen Qualität fast vollständig von der richtigen Hydration abhängt. Altbackenes Weißbrot ist dafür günstiger als frisches, weiches Brot: Es nimmt die kochende Flüssigkeit auf, ohne sofort zu einer homogenen Paste zu zerfallen. In dieser Fassung wird Wasser verwendet, nicht Milch; Kajmak und Salzlakenkäse liefern Fett, Säure und Salz.
Der Ablauf ist bewusst kurz. Wasser, Salz und die Hälfte des Kajmaks werden vollständig aufgekocht, erst dann kommt das gesamte Brot in den Topf. Bei mittlerer bis niedriger Hitze wird kräftig, aber nicht endlos gerührt. Sobald die Stücke weich sind und die Masse dick, jedoch noch löffelbar ist, ist der richtige Punkt erreicht. Zu langes Rühren macht die Struktur klebrig.
Der Käse wird nur so weit untergehoben, dass er warm wird und kleine Stücke sichtbar bleiben. Der restliche Kajmak kommt auf die einzelnen Portionen und schmilzt in der heißen Popara. Dadurch bleibt das Gericht cremig, ohne dass seine Bestandteile völlig verschwinden.
Popara wird unmittelbar serviert. Beim Stehen saugt das Brot weiter Flüssigkeit auf; deshalb ist die frisch gekochte Konsistenz lockerer als die endgültige auf dem Teller. Reste lassen sich sicher kühlen und aufwärmen, werden aber deutlich weicher als frisch zubereitet.