Poderane gaće – geschlitztes serbisches Fettgebäck
Poderane gaće erkennt man nicht nur daran, dass der Teig frittiert wird, sondern an der aufgeschnittenen Form. Rechtecke aus aufgegangenem Hefeteig erhalten in der Mitte einen Schlitz, während der äußere Rand geschlossen bleibt. Beim Ausbacken öffnet sich diese Struktur und erzeugt die typische unregelmäßige Form.
Die Krume soll leicht sein, ohne hohl oder roh zu bleiben. Dafür bekommt der Teig zwei klar getrennte Gehzeiten: zunächst als ganze Teigmasse und anschließend nach dem Schneiden. Werden die Stücke zu früh frittiert, bleiben sie schwer und nehmen leichter Fett auf.
Auch hier steuert die Öltemperatur das Verhältnis von Kruste und Innenraum. Etwa 8 mm Teigdicke und 175 °C geben dem Inneren genug Zeit zum Durchgaren, bevor die Oberfläche zu dunkel wird. Das erste Stück wird an der dicksten Stelle aufgerissen; es darf dort kein feuchter Rohteig sichtbar sein.
Puderzucker kommt erst nach dem Frittieren auf die Stücke. Die Süße bleibt damit an der Oberfläche, während der Teig selbst nur moderat gesüßt ist und sein Hefearoma sowie die leichte Säure des Joghurts behält.