Serbisch · Würzbeilage

Pinđur

Bei diesem Pinđur bleiben geröstete rote Paprika als erkennbare Streifen erhalten und werden erst nach dem separaten Reduzieren der Tomaten mit Knoblauch, Petersilie, Öl und Essig verbunden. Gelagert wird ausschließlich gekühlt oder gefroren.

Serbische Nationalgerichte
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Pinđur
Ergibt etwa 2,0 kg Aufstrich
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Garzeit 90 Minuten
Passive Zeit 120 Minuten
Überblick

Pinđur mit gerösteten Paprikastreifen in dicker Tomatenbasis

Pinđur hat je nach Region unterschiedliche Zusammensetzungen. Diese serbische Version setzt auf rote Paprika und Tomaten und lässt Aubergine weg. Der wichtigste Unterschied in der fertigen Textur ist, dass die Paprika nicht zu einem glatten Püree verarbeitet werden, sondern als sichtbare Streifen in einer dichten Tomatenbasis bleiben.

Die Paprika werden bei 220 °C geröstet, bis die Haut Blasen wirft und das Fruchtfleisch weich wird. Nach kurzem Abdecken lassen sie sich schälen. Anschließend werden sie in schmale Streifen gerissen oder geschnitten und eine Stunde abgetropft. Dieser Schritt entfernt Röstwasser, ohne die Struktur der Paprika zu zerstören.

Die Tomaten kochen mit etwas Zucker zunächst allein. Das ist technisch wichtig, weil die Paprikastreifen sonst zu lange in der Flüssigkeit liegen und zerfallen. Erst wenn die Tomaten dick und breiig statt suppig sind, kommen Paprika, Öl, Salz, Knoblauch und Petersilie in den Topf.

Ab diesem Zeitpunkt wird die Masse eher gefaltet als kräftig gerührt. So bleibt der grobe Charakter erhalten. Der Weinessig mit 5 % Säure kommt ganz am Ende dazu und köchelt nur kurz mit. Die fertige Oberfläche soll glänzen; am Rand darf sich kein freier wässriger Ring absetzen.

Wie bei Ljutenica wird auch dieser Pinđur nicht als ungekühlte Vorratskonserve behandelt. Die heiße Masse kommt in flache saubere Behälter, wird innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder darunter gebracht und im Kühlschrank 3–4 Tage verwendet. Zusätzliche Portionen werden eingefroren und im Kühlschrank aufgetaut.

Praxis

Praxis

  • KontrollePaprikastreifen sichtbar erhalten und nicht glatt pürieren.
  • KontrolleTomaten vor der Zugabe der Paprika deutlich reduzieren.
  • KontrolleNach der Paprikazugabe nur sanft falten.
  • KontrolleAusschließlich Kühlschrank- oder Gefrierlagerung verwenden.
Zutaten

Zutaten

Pinđur

  • 2000 g fleischige rote Paprika, gewaschen und getrocknet
  • 1000 g reife Tomaten, geschält und gewürfelt
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 80 ml Weinessig, 5 % Säure
  • 40 g Zucker
  • 25 g Knoblauch, fein gehackt
  • 20 g glatte Petersilie, fein gehackt
  • 20 g feines Salz
Zubereitung

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rote Paprika rösten2000 g rote Paprika 30 Minuten bei 220 °C rösten und nach Bedarf wenden. Die Häute sind großflächig blasig und die Paprika zusammengefallen, behalten aber noch deutlich Fruchtfleisch.

  2. Paprika in Streifen abtropfen lassenKurz abdecken, schälen, entkernen, in schmale Streifen reißen oder schneiden und 60 Minuten in einem Sieb ruhen lassen. Die Streifen sind weich, bleiben aber erkennbar und überschüssige Flüssigkeit ist abgetropft.

  3. Tomatenbasis reduzieren1000 g geschälte, gewürfelte Tomaten mit 40 g Zucker 30 Minuten kochen, bis der freie Saft weitgehend verdampft ist. Die Tomaten sind dick und breiig statt suppig.

  4. Paprikastreifen einarbeitenDie Paprikastreifen mit 100 ml Sonnenblumenöl, 20 g Salz, 25 g Knoblauch und 20 g glatter Petersilie zugeben und 25 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze sanft falten. Der Pinđur ist zusammenhängend und glänzend, zeigt aber weiterhin deutlich einzelne Paprikastreifen.

  5. Essig einarbeiten80 ml Weinessig mit 5 % Säure einrühren und 5 Minuten sanft köcheln lassen. Der Essiggeruch ist eingebunden und am Rand trennt sich keine wässrige Flüssigkeit.

  6. Kühlen und lagernDen heißen Pinđur in flache saubere Behälter verteilen, zügig abkühlen, abdecken und innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder darunter bringen. Der Aufstrich kühlt gleichmäßig und erreicht ohne lange Warmhaltephase Kühlschranktemperatur.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Pinđur mit einem Löffel servieren und nach dem Kühlen nicht erneut pürieren, damit die Streifenstruktur erhalten bleibt. Extra Portionen in kleinen Behältern einfrieren, etwas Platz für Ausdehnung lassen und im Kühlschrank auftauen. Aufgetaute Portionen wie gewöhnliche gekühlte Lebensmittel behandeln und nicht lange auf dem Tisch stehen lassen.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Der Pinđur wird zu glattem PüreeHinweis: Die Paprika wurden gemahlen oder zu kräftig gerührt.Anpassung: Paprika in Streifen lassen und nur sanft unter die reduzierte Tomatenbasis falten.
  • Nach dem Kühlen bildet sich ein WasserringHinweis: Paprika wurden schlecht abgetropft oder Tomaten zu wenig reduziert.Anpassung: Noch einmal sanft in einem breiten Topf reduzieren und anschließend zügig erneut kühlen.
Nährwerte

Nährwerte

  • Portionsgröße60 g
  • Kalorienetwa 55 kcal
  • Kohlenhydrateetwa 6 g
  • Proteinetwa 1 g
  • Fettetwa 3 g
  • Ballaststoffeetwa 2 g
  • Natriumetwa 240 mg

Die Werte sind Näherungen und können sich je nach Produktmarke, Abtropfgrad, tatsächlichem Ertrag und Portionierung verändern.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Die Basiszutaten enthalten kein inhärentes Hauptallergen; Kreuzkontakt hängt von der Küche ab. Dieser Pinđur ist kein Vorratsprodukt für den Schrank. Innerhalb von 2 Stunden kühlen, bei 4 °C oder darunter lagern und innerhalb von 3–4 Tagen verwenden oder einfrieren.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Enthält Pinđur immer Aubergine?

Nein. Regionale Varianten unterscheiden sich. Diese serbische Version verwendet Paprika und Tomaten ohne Aubergine.

Warum bleiben die Paprika in Streifen?

Die grobe Streifenstruktur ist eine festgelegte Eigenschaft dieser Version und unterscheidet sie von glatten Paprikapasten.

Ergebnis: Der fertige Pinđur ist glänzend und grob, mit klar erkennbaren gerösteten Paprikastreifen in einer reduzierten Tomatenbasis und zurückhaltender Essigsäure.

Schlüssel: Tomaten zuerst reduzieren und die Paprikastreifen danach nur sanft unterheben.