Pileća kapama mit Hähnchen, Spinat und Reis
Kapama ist kein einzelnes, überall gleich definiertes Gericht. Der Name wird im Balkanraum für verschiedene geschmorte oder gebackene Speisen verwendet. Serbische Hähnchenformen verbinden Geflügel häufig mit Blattgemüse; Reis kommt in einem Teil der Haushaltszubereitungen dazu. Hier bilden Hähnchenbrust, Spinat und Langkornreis ein geschlossenes Gericht, ohne Milchprodukt in der Pfanne.
Die Flüssigkeitskontrolle beginnt beim Spinat. 500 g frischer Spinat werden gründlich gewaschen, sehr gut abgetropft und grob gehackt. Bleibt viel Waschwasser an den Blättern, verändert es das Verhältnis zum später abgemessenen Wasser. Zwiebel und Knoblauch werden in 50 ml Sonnenblumenöl weich gegart, bevor die Hähnchenstücke nur an der Oberfläche angebraten werden.
Das Anbraten entwickelt Geschmack, beendet aber nicht die Sicherheitsprüfung. 140 g gespülter Langkornreis werden kurz im Öl und Bratensaft bewegt, damit die Körner glänzend und getrennt bleiben. Danach kommt der Spinat in mehreren Portionen hinzu, bis alle Blätter zusammengefallen sind. Erst dann werden die vollständigen 900 ml heißes Wasser, 8 g Salz und 1 g Pfeffer zugegeben.
Im 190 °C heißen Ofen garen Reis und Hähnchen 35 Minuten zusammen. Für das Ende gelten zwei unterschiedliche Kriterien. Der Reis soll weich sein und nur wenig freie Flüssigkeit behalten; das ist die Qualitätskontrolle. Das dickste Hähnchenstück muss mit einem Lebensmittelthermometer, ohne Kontakt zur heißen Pfanne, mindestens 73,9 °C erreichen; das ist die Sicherheitskontrolle.
Nach 10 Minuten Ruhe nimmt der Reis oberflächliche Restfeuchte auf und lässt sich sauberer portionieren. Als Hauptgericht braucht die Kapama keine eingearbeitete Milchkomponente; Joghurt oder ein anderes Milchprodukt kann separat am Tisch stehen. Reste werden innerhalb von 2 Stunden bei 4 °C oder kälter gekühlt und beim Aufwärmen vollständig auf 73,9 °C gebracht.