Pihtije aus Schweinefüßen und Schweinshaxe mit natürlicher Gelierung
Pihtije lassen sich für deutschsprachige Leser als serbische Schweinesülze einordnen, ohne dass der Originalname ersetzt werden muss. Die feste Struktur entsteht hier aus dem Kollagen von Schweinefüßen und Schweinshaxe. Es wird kein zusätzliches Gelatinepulver verwendet. Deshalb sind sowohl das lange sanfte Garen als auch die anschließende Kühlzeit technisch notwendig.
Die Fleischstücke starten mit 3 Litern kaltem Wasser, Lorbeer und Pfefferkörnern. Nach dem langsamen Aufkochen wird der Schaum abgeschöpft und die Hitze auf ein sehr ruhiges Köcheln reduziert. Über 220 Minuten sollen Gelenke weich werden und der Sud spürbar klebrig werden. Starkes Sprudeln würde Fett stärker einarbeiten und die Flüssigkeit trüber machen.
Nach dem Garen werden Fleisch und Haut von den Knochen gelöst. Dieser Schritt braucht Sorgfalt: Vor dem Einlegen in die Form dürfen keine kleinen Knochenstücke zurückbleiben. Gleichzeitig wird der Sud fein abgeseiht. Danach kocht er weitere 20 Minuten, bis eine kleine Probe auf einer kalten Unterlage beim Abkühlen klebrig wird und zu gelieren beginnt.
Knoblauch und Salz kommen erst am Ende in den konzentrierten Sud. Fleisch und Haut werden in einer flachen Form von 30 × 20 cm verteilt, mit heißem Sud bedeckt und zügig heruntergekühlt. Innerhalb von 2 Stunden gehört die Form bei 4 °C oder kälter in den Kühlschrank. Nach 12 Stunden soll die Sülze so fest sein, dass sie sich sauber schneiden lässt.