Paprika u pavlaci mit gegarter Paprika und saurer Sahne
Paprika u pavlaci bezeichnet im serbischen und weiteren Balkanraum mehrere kalte Zubereitungen aus Paprika und gesäuerter Milchkomponente. Es gibt frische, eingelegte und länger gereifte Formen. Hier werden ganze grüne Gemüsepaprika in einer Pfanne weich gegart, anschließend abgekühlt und mit pasteurisierter saurer Sahne und Knoblauch verbunden. Eine warme Gärphase gehört nicht zum Ablauf.
Die Paprika wird vor dem Garen gewaschen, gründlich getrocknet und an mehreren Stellen eingestochen. Die kleinen Öffnungen lassen Dampf entweichen. In 30 ml Sonnenblumenöl garen die Schoten zugedeckt bei mittlerer Hitze insgesamt 30 Minuten; regelmäßiges Wenden ist wichtiger als starke Oberflächenfarbe. Die Wände sollen vollständig weich werden, bevor die Haut nur punktuell bräunt.
Nach dem Garen ruhen die Paprika 15 Minuten auf einem sauberen Teller. Erst wenn kein kräftiger Dampf mehr aufsteigt, kommt die kalte Milchkomponente dazu. Das verhindert nicht nur eine unerwünschte Verdünnung, sondern schützt auch die frische Textur der pasteurisierten sauren Sahne. Eingeschlossene Garflüssigkeit darf durch vorsichtiges Längsöffnen entweichen.
Die Creme besteht aus 400 g pasteurisierter saurer Sahne, 12 g fein gehacktem Knoblauch, 6 g Salz und 1 g schwarzem Pfeffer. Nach dem Übergießen und Einbetten der Paprika wird die Schale 30 Minuten bei 4 °C oder kälter gekühlt. Etwas Paprikasaft darf die Sahne lockern; eine getrennte, wässrige Schicht ist dagegen ein Zeichen für zu heiße oder zu nasse Paprika.
Als kalte Vorspeise passt das Gericht zu Brot oder Maisbrot. Weil die Sicherheit hier auf pasteurisierter Milch und durchgehender Kühlung beruht, wird es innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank gestellt, bei 4 °C oder kälter gelagert und innerhalb von 3 Tagen verbraucht. Langes warmes Stehen ist keine Reifemethode für diese Zubereitung.