Nasuvo sa makom mit selbst gemachten Nudeln und warmer Mohnmischung
Nasuvo sa makom ist eine süße Nudelzubereitung aus der Vojvodina, bei der breite Eiernudeln und Mohn gleich wichtig sind. In dieser Fassung werden die Nudeln nicht gekauft, sondern aus 250 g Weizenmehl, einem Ei und bis zu 100 ml des abgemessenen Wassers selbst hergestellt. Die warme Mohnmischung besteht aus gemahlenem Mohn, Puderzucker und Vollmilch.
Der Nudelteig soll deutlich fester sein als ein weicher Brotteig. Zehn Minuten Kneten entwickeln eine glatte, elastische Struktur; 30 Minuten Ruhe entspannen sie wieder, damit sich der Teig dünn ausrollen lässt. Zu wenig Ruhe führt dazu, dass die Bahnen beim Ausrollen zurückspringen und schwer gleichmäßig dünn werden.
Nach dem Ausrollen trocknen die Bahnen nur kurz an. Sie sollen sich sauber schneiden lassen, aber noch biegsam sein. Weitere fünf Minuten Trocknen nach dem Schneiden reichen, damit die breiten Streifen getrennt bleiben. Eine lange Trocknung würde die frische, elastische Nudeltextur verlieren lassen.
Die Nudeln werden in reichlich kochendem Wasser gegart, bis kein roher Mehlkern mehr vorhanden ist. Parallel werden 200 g gemahlener Mohn, 100 g Puderzucker und 150 ml Milch nur so weit erhitzt, dass die Mischung heiß und leicht gebunden ist. Sie muss feucht genug sein, die Nudeln zu überziehen, ohne dass freie Milch im Topf steht.
Das Vermengen erfolgt unmittelbar nach dem Abgießen. Stehen die Nudeln trocken, kleben sie zusammen; ist die Mohnmischung kalt oder zu trocken, bleibt sie staubig. Warm serviert verbindet sich der Belag am gleichmäßigsten mit den breiten Nudeln. Diese Fassung enthält Ei und Milch und ist deshalb nicht mit den ebenfalls vorkommenden Fastenvarianten gleichzusetzen.