Mekike — Luftiges serbisches Frittiergebäck aus Hefeteig
Mekike gehören zu jenen Teiggebäcken, bei denen die Qualität weniger von einer langen Zutatenliste als von der Konsistenz des Teigs und der Temperatur des Öls abhängt. Die hier festgelegte Variante bleibt bewusst schlicht: Weizenmehl, Hefe, Wasser, Salz, etwas Zucker und Sonnenblumenöl. Das Ergebnis soll deshalb nicht kuchenartig oder schwer sein, sondern innen luftig und außen nur dünn knusprig.
Der Teig darf nach dem Kneten leicht klebrig bleiben. Wird er mit zusätzlichem Mehl trocken korrigiert, lässt er sich zwar leichter anfassen, verliert aber einen Teil seiner Dehnbarkeit und kann nach dem Frittieren dichter wirken. Die erste Gehzeit liefert den größten Teil der Lockerung; die kurze Ruhe nach dem Schneiden entspannt die Stücke noch einmal, bevor sie ins Öl kommen.
Beim Ausbacken ist 177 °C der zentrale Steuerwert. Unterhalb dieser Temperatur braucht die Oberfläche länger, um sich zu setzen, und der Teig kann mehr Öl aufnehmen. Bei deutlich höherer Temperatur färbt die Außenseite zu schnell, während die Mitte noch Zeit benötigt. Nach jeder Charge sollte das Öl deshalb wieder auf 177 °C kommen, bevor weitere Stücke hineingegeben werden.
Die breiten Stücke müssen nicht millimetergenau gleich aussehen. Entscheidend ist eine ähnliche Dicke von etwa 1 cm, damit sie in vergleichbarer Zeit garen. Beim Schneiden die Ränder nicht zusammendrücken; saubere Schnittkanten lassen dem Teig beim Frittieren mehr Raum, sich auszudehnen.
Serviert werden Mekike am besten warm. Joghurt, Weißkäse oder Kajmak passen zur neutralen Teigbasis, ebenso Konfitüre, Honig oder ein anderer süßer Aufstrich. Diese Begleiter bleiben bewusst außerhalb des Grundrezepts, sodass ein und dieselbe Charge sowohl herzhaft als auch süß auf den Tisch kommen kann.