Medenjaci – serbische Honigkekse mit Zimt und Ingwer
Medenjaci gehören zur großen Familie der mit Honig und Gewürzen aromatisierten Kekse, die in Serbien und anderen Teilen Mittel- und Südosteuropas in vielen Hausrezepten vorkommen. Manche Formen sind glasiert, andere enthalten Kakao oder zusätzliche Gewürze. Hier stehen Honig, Butter, Zimt und etwas Ingwer im Vordergrund; die Kekse werden ausgestochen und ohne Überzug gebacken.
Honig beeinflusst den Teig stärker als reiner Kristallzucker. Er hält Feuchtigkeit, fördert die Bräunung und sorgt dafür, dass die Mitte nach dem Abkühlen weicher bleibt. Deshalb ist ein dunkler Keks kein sinnvolles Ziel. Bei 4–5 mm Teigdicke und 180 °C reichen 9 Minuten pro Blech, wenn die Ränder leicht Farbe bekommen und die Mitte bereits gesetzt, aber noch etwas weich ist.
Die einstündige Kühlung gehört zum Ablauf. Direkt nach dem Mischen ist der Butter-Honig-Teig weich und klebrig; im Kühlschrank wird das Fett fester und das Mehl kann Feuchtigkeit aufnehmen. Dadurch lässt sich die Platte gleichmäßiger ausrollen und die ausgestochenen Konturen bleiben im Ofen sauberer. In einer warmen Küche dürfen weich gewordene Rohlinge vor dem Backen kurz erneut gekühlt werden.
Zimt liefert mit 6 g die Hauptwürze, während 2 g Ingwer einen zurückhaltenden zweiten Akzent setzen. Natron und Backpulver werden gleichmäßig mit dem Mehl verteilt, damit keine einzelnen Stellen übermäßig aufgehen. Der Teig soll nur zusammenkommen und nicht lange geknetet werden, weil übermäßige Bearbeitung die Kekse härter machen kann.
Nach dem Backen werden die Medenjaci vollständig auf einem Gitter abgekühlt. Während dieser 20 Minuten festigt sich die Mitte, ohne spröde zu werden. Luftdicht und erst nach vollständigem Auskühlen verpackt bleiben sie bei kühler Raumtemperatur etwa 4 Tage gut; in sehr warmer oder feuchter Umgebung ist der Kühlschrank die bessere Lagerung.