Lenja pita sa jabukama — Zarter serbischer Apfel-Blechkuchen
Lenja pita sa jabukama ist keine Filo-Pita. Zwei zarte Teigplatten umschließen eine vorgekochte Apfelfüllung, wodurch das Gebäck eher als Blechkuchen beziehungsweise mürbe Apfelpita erscheint. Der Name bleibt erhalten, weil er die serbische Identität des Gebäcks trägt; eine bloße Übersetzung zu „Apfelkuchen“ würde die Einordnung zu stark verallgemeinern.
Für den Teig wird kalte Butter in Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker und Salz eingearbeitet. Ei und saure Sahne verbinden die Mischung zu einem weichen Teig. Er wird nur so lange bearbeitet, bis keine trockenen Mehlspuren mehr vorhanden sind. Elastisches, lange geknetetes Gluten wäre hier unerwünscht, weil es die gebackenen Schichten fester und weniger mürbe machen würde.
Die Apfelfüllung wird separat gekocht. Grob geriebene Äpfel verlieren zunächst einen Großteil ihrer freien Flüssigkeit, ohne zu Püree zu zerfallen. Erst danach kommen Zucker, Vanille, Zimt, Zitronensaft und Grieß hinzu. Der Grieß nimmt den restlichen Saft auf und sorgt dafür, dass die Füllung beim Schneiden als zusammenhängende Schicht stehen bleibt.
Der kritischste Übergang ist das Abkühlen: Heiße Äpfel würden die Butter im unteren Teig schon vor dem Backen schmelzen und könnten eine schmierige, kompakte Unterlage erzeugen. Die Füllung soll deshalb höchstens Raumtemperatur haben und einen kleinen Hügel halten, statt zu verlaufen.
Im 20 × 30 cm großen Blech wird eine Teigplatte unten, die ausgekühlte Apfelschicht in der Mitte und die zweite Teigplatte oben angeordnet. Bei 180 °C reichen etwa 40 Minuten Backzeit innerhalb der insgesamt 55 Minuten Garzeit, bis die Oberfläche hell bis mittel goldbraun und die Ränder fest sind. Nach 10 Minuten Ruhe wird leicht mit Puderzucker bestäubt und in 16 Quadrate geschnitten.