Kupus salata – serbischer Weißkohlsalat mit Weinessig und Sonnenblumenöl
Kupus salata zeigt, wie viel Technik in einem sehr kurzen Rezept stecken kann. Weißkohl, Salz, Sonnenblumenöl und Weinessig sind die einzigen Bestandteile. Entscheidend sind Schnittstärke, der Druck beim Salzen und die kurze Ruhezeit. Sehr dünne Streifen nehmen Würze schnell an und müssen deshalb nicht kräftig geknetet werden.
Nach dem Entfernen des harten Strunks wird der Kohl möglichst fein und gleichmäßig geschnitten. Das Salz wird etwa eine Minute mit sauberen Händen eingearbeitet; einige Handvoll dürfen leicht gedrückt werden, aber der Kohl soll nicht zerquetscht werden. Er soll biegsamer werden und zugleich hörbar und spürbar knackig bleiben.
Erst dann kommen Essig und Öl dazu. Die 15 Minuten Ruhezeit geben dem Salz Zeit, etwas Zellsaft freizusetzen, wodurch sich Säure und Salz harmonischer verteilen. Wer den Essig sofort nach dem Mischen beurteilt, kann die Säure zu aggressiv finden und unnötig nachjustieren.
Dieser klare, nicht cremige Krautsalat passt besonders zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch und zu Bohnengerichten. Er kann kühl oder bei Raumtemperatur serviert werden; für längere Wartezeiten gehört er in den Kühlschrank.