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Krompir čorba – serbische Kartoffel-Čorba

Kartoffeln, Zwiebel, Karotte, rote Paprika und Tomate köcheln in einer leichten Gemüsebasis. Eine kleine Paprika-Mehlschwitze bindet die Suppe erst zum Schluss, ohne sie schwer oder cremig zu machen.

Serbische Nationalgerichte
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Krompir čorba – serbische Kartoffel-Čorba
Ergibt 6 Schalen mit jeweils etwa 400 g
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Garzeit 48 Minuten
Passive Zeit 0 Minuten
Überblick

Serbische Kartoffel-Čorba mit Gemüse und leichter Paprika-Mehlschwitze

Krompir čorba steht für eine unkomplizierte, gemüsebetonte Form der serbischen Kartoffelsuppe. Diese Fassung enthält Kartoffeln, Zwiebel, Karotte, rote Gemüsepaprika und Tomate, aber weder Fleisch noch Milchprodukte. Ihre leichte Bindung kommt erst gegen Ende aus einer kleinen Mehlschwitze mit mildem Paprikapulver. Dadurch bleibt die Brühe fließend und die Gemüsewürfel bleiben sichtbar, statt in einer schweren Creme zu verschwinden.

Die Größe der Kartoffelstücke steuert die Textur des ganzen Topfes. Würfel von ungefähr 2 cm garen in einem ähnlichen Zeitfenster wie die klein geschnittene Karotte. Werden einzelne Stücke deutlich kleiner, zerfallen sie früh und geben zu viel Stärke an die Brühe ab. Sind sie wesentlich größer, brauchen sie länger als Zwiebel, Paprika und Tomate. Die Vorbereitung zielt deshalb auf einen möglichst gleichmäßigen Schnitt und nicht auf dekorative Genauigkeit.

Zwiebel und Karotte werden zunächst in 30 ml Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze angeschwitzt. Danach kommen Paprika und Tomate dazu. Die Basis ist bereit, wenn die Zwiebel glasig, die Karottenränder weicher und die Tomate nicht mehr roh-wässrig wirkt. Erst dann folgen Kartoffeln, 1500 ml Wasser, 8 g Salz und 2 g schwarzer Pfeffer. Bei sanftem Köcheln brauchen die Kartoffeln etwa 30 Minuten.

Die Mehlschwitze bleibt bewusst klein. 20 ml Sonnenblumenöl und 20 g Weizenmehl werden kurz bei mittlerer bis niedriger Hitze erhitzt. Das Mehl soll leicht geröstet riechen, aber hell bleiben. Erst dann wird die stärkste Hitze weggenommen und 5 g mildes Paprikapulver eingerührt. Paprikapulver darf nicht dunkel werden, weil verbrannte Paprika die gesamte Suppe bitter und hart schmecken lässt.

Eine Kelle Suppe wird in die Mehlschwitze gerührt, bevor alles zurück in den großen Topf kommt. Nach 5 Minuten bei niedriger Hitze soll die Brühe den Löffel leicht überziehen, ohne pastös zu wirken. 10 g Petersilie kommen ganz zum Schluss dazu. Für Reste gelten getrennte Sicherheitsregeln: in flachen Behältern innerhalb von 2 Stunden auf 4 °C oder darunter kühlen, innerhalb von 3–4 Tagen verwenden und vor dem Servieren vollständig auf 73,9 °C erhitzen.

Praxis

Praxis

  • Kartoffelwürfel ähnlich groß schneidenSo werden die Stücke gleichzeitig weich und geben nur so viel Stärke ab, dass die Suppe leicht gebunden bleibt.
  • Paprikapulver vor starker Hitze schützenDas Mehl kurz rösten, die Hitze reduzieren und erst dann Paprika einrühren; dunkel gewordene Paprika schmeckt bitter.
Zutaten

Zutaten

Suppe

  • 800 g Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 150 g Zwiebel, fein gewürfelt
  • 120 g Karotte, gewürfelt
  • 150 g rote Gemüsepaprika, gewürfelt
  • 200 g reife Tomate, gerieben oder sehr fein gehackt
  • 1500 ml Wasser
  • 30 ml Sonnenblumenöl
  • 8 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 10 g glatte Petersilie, gehackt

Mehlschwitze

  • 20 g Weizenmehl
  • 5 g mildes Paprikapulver
  • 20 ml Sonnenblumenöl
Zubereitung

Zubereitung

Suppenbasis

  1. Gemüse gleichmäßig vorbereitenGemüse in gleichmäßige Stücke schneiden und die geschälten Kartoffeln nur während der restlichen Vorbereitung in kaltem Wasser halten. Für diesen Schritt 15 Minuten einplanen. Bereit zum Kochen ist das Gemüse, wenn die Kartoffelwürfel etwa 2 cm groß sind und Zwiebel, Karotte sowie Paprika klein genug geschnitten sind, um im gleichen Zeitfenster weich zu werden.

  2. Zwiebel und Karotte anschwitzen150 g Zwiebel und 120 g Karotte in 30 ml Sonnenblumenöl bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten anschwitzen, dann 150 g rote Paprika und 200 g Tomate zugeben. Die Basis ist fertig, wenn die Zwiebel glasig, die Karottenränder weich und die Tomate nicht mehr roh-wässrig wirkt.

  3. Kartoffeln sanft garen800 g Kartoffeln, 1500 ml Wasser, 8 g Salz und 2 g schwarzen Pfeffer zugeben und etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen. Bereit für die Bindung ist die Suppe, wenn ein Kartoffelwürfel unter leichtem Löffeldruck bricht, seine Form aber noch erkennbar bleibt.

Mehlschwitze und Fertigstellen

  1. Helle Paprika-Mehlschwitze herstellen20 ml Sonnenblumenöl mit 20 g Weizenmehl 5 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze erhitzen. Sobald das Mehl leicht geröstet riecht, aber noch hell ist, die stärkste Hitze wegnehmen und 5 g mildes Paprikapulver einrühren. Das Fett darf rot werden, die Paprika aber nicht dunkel.

  2. Suppe leicht binden und Petersilie zugebenEine Kelle heiße Suppe mit dem Schneebesen in die Mehlschwitze rühren, die verdünnte Mischung in den Suppentopf geben und 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. 10 g Petersilie unterrühren. Fertig ist die Čorba, wenn die Brühe einen Löffel leicht überzieht, ohne klebrig zu werden, und die Gemüsewürfel voneinander unterscheidbar bleiben.

Praxis

Praxis

Praktische Hinweise

Für sofortiges Servieren die Suppe heiß halten und direkt in tiefe Schalen geben. Reste nicht im großen heißen Topf lange stehen lassen, sondern auf flache Behälter verteilen. Die aktive Rezeptzeit enthält keine passive Kühlzeit; das Abkühlen betrifft ausschließlich die spätere Resteverwertung. Eine genehmigte Alternative für 20 g Weizenmehl sind 12 g Maisstärke. Die Stärke zuerst in kaltem Wasser lösen und erst dann in die Suppe geben. Die Brühe wird dadurch klarer gebunden und verliert die leicht geröstete Mehl-Note.

Kontrollpunkte

Kontrollpunkte

  • Suppe wird klebrigHinweis: Zu viele Kartoffelstücke sind zerfallen oder die Bindung ist zu stark geworden.Anpassung: Kartoffeln nur bis zur vorgesehenen Zartheit garen und die abgemessenen 20 g Mehl verwenden.
  • Paprika schmeckt bitterHinweis: Das Paprikapulver wurde in zu heißem Fett dunkel.Anpassung: Nach dem kurzen Rösten des Mehls die Hitze reduzieren und Paprika nur kurz einrühren, bevor Flüssigkeit dazukommt.
Nährwerte

Nährwerte

  • Portionsgröße1 Schale, etwa 400 g
  • Kalorien230 kcal
  • Kohlenhydrate39 g
  • Eiweiß5 g
  • Fett7 g
  • Ballaststoffe6 g
  • Natrium560 mg

Die Werte sind Näherungswerte und können je nach konkreten Produkten, Zuschnitt, Flüssigkeitsaufnahme und Portionierung abweichen.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergen: Weizen/Gluten. Gekochte Suppe innerhalb von 2 Stunden in flachen Behältern bei 4 °C oder darunter kühlen. Reste vor dem Servieren vollständig auf 73,9 °C erhitzen. Sichtbarer Dampf allein ist kein verlässlicher Sicherheitsendpunkt für das Wiedererwärmen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Kann die Mehlschwitze weggelassen werden?

Dann bleibt die Suppe dünner. Diese Fassung verwendet bewusst eine kleine Mehlschwitze, damit die Brühe leicht bindet, ohne cremig zu werden.

Warum kommt das Paprikapulver erst nach dem Mehl dazu?

Paprika verbrennt in sehr heißem Fett schnell. Das Mehl wird zuerst kurz erhitzt, dann wird die Hitze reduziert und die Paprika unmittelbar vor dem Verdünnen eingerührt.

Ergebnis: Eine leicht rötliche Kartoffel-Čorba mit zarten Gemüsewürfeln und einer Brühe, die den Löffel nur dünn überzieht.

Entscheidend: Kartoffelgröße und Paprika-Mehlschwitze getrennt kontrollieren, damit die Suppe weder wässrig noch klebrig wird.