Krempita mit knusprigem Blätterteig und thermometergeprüfter Vanillefüllung
Krempita ist eine Cremeschnitte, deren Charakter aus dem Gegensatz von trocken-knusprigem Blätterteig und einer hohen, luftigen Vanillefüllung entsteht. Die Füllung dieser Fassung kombiniert einen mit Maisstärke gebundenen Milchpudding mit pasteurisiertem Eigelb und pasteurisiertem Eiweiß. Das Eiweiß wird separat aufgeschlagen und in die noch heiße Creme eingearbeitet, damit die Füllung leichter wird, ohne sich allein auf ungegartes Ei zu stützen.
Der Blätterteig wird getrennt gebacken. Beide Platten müssen in der Mitte trocken und knusprig sein; eine weiche oder ledrige Mitte würde unter der feuchten Füllung rasch nachgeben. Starkes Aufgehen wird durch gründliches Einstechen gebremst. Die obere Platte wird vor der endgültigen Kühlung in 12 Stücke vorgeschnitten. Dadurch lässt sich die fertige Schnitte später portionieren, ohne dass ein ganzes sprödes Deckblatt den gesetzten Pudding zusammendrückt.
Bei der Vanillecreme gelten zwei verschiedene Endpunkte. Für die Textur soll die Masse langsam blubbern und hinter dem Schneebesen eine deutlich sichtbare Spur zurücklassen. Für die Lebensmittelsicherheit wird die bewegte Creme mit einem Thermometer geprüft und muss mindestens 71 °C erreichen. Der Fühler bleibt von Topfboden und -wand weg, weil Metall einen höheren Wert anzeigen kann als die eigentliche Masse.
Die 180 g Kristallzucker werden vollständig, aber in zwei getrennten Mengen eingesetzt. 90 g Zucker gehören in die Eigelb-Stärke-Mischung des Puddings. Die übrigen 90 g werden mit dem gut gekühlten pasteurisierten Eiweiß aufgeschlagen, bis glänzende mittlere Spitzen entstehen. Diese Trennung ist wichtig für die Ausführung: Beide Mengen sind exakt und ergeben zusammen unverändert 180 g Zucker.
Das geschlagene Eiweiß wird in drei Zugaben unter die heiße Creme gehoben. Die erste Zugabe lockert die dichte Basis, die späteren sollen möglichst viel Luft bewahren. Anschließend wird die Füllung sofort zwischen die beiden Blätterteigplatten gegeben. Es folgen 60 Minuten passives Abkühlen und 180 Minuten Kühlschrankzeit bei 4 °C oder darunter. Erst wenn die Füllung vollständig kalt und schnittfest ist, wird entlang der vorgeschnittenen Deckstücke portioniert.