Karađorđeva šnicla mit Schweinefleisch und Kajmak
Karađorđeva šnicla ist ein fest etabliertes Gericht der serbischen Restaurantküche. Die verbreitete Entstehungsgeschichte verbindet es mit dem Koch Milovan Mića Stojanović und Belgrader Gastronomie der 1950er-Jahre; diese Zuordnung wird als kulinarische Überlieferung behandelt, nicht als hier neu zu beweisende Archivgeschichte.
Für diese Fassung werden vier Schweinekotelett- bzw. Lendenstücke ohne Knochen verwendet. Kalter Kajmak ist die einzige Füllung. Schinken und Hartkäse, die in modernen Restaurantvarianten vorkommen können, bleiben außerhalb dieses Rezepts. Dadurch ist die innere Struktur klar: dünnes Schweinefleisch um eine weiche, fettreiche Milchfüllung, außen eine klassische dreistufige Panierung.
Das Fleisch wird auf etwa 5 mm geklopft. Entscheidend ist Gleichmäßigkeit, nicht maximale Dünne. Ein Loch im Fleisch ist der häufigste Weg für auslaufenden Kajmak. Deshalb vom Zentrum nach außen arbeiten und die Ränder nicht hart schlagen.
Pro Schnitzel kommen etwa 45 g kalter Kajmak an eine kurze Seite. Die seitlichen Ränder werden eingeschlagen, dann wird das Fleisch zu einem geschlossenen Zylinder gerollt. Anschließend folgen exakt 100 g Mehl, 2 verquirlte Eier und 150 g feine trockene Brotbrösel für die gesamte Charge. Die Panierung muss überall geschlossen sein, wird aber nicht fest zusammengedrückt.
Frittiert wird portionsweise bei etwa 170 °C. Zwei Rollen gleichzeitig begrenzen den Temperaturabfall im Öl. Die goldbraune Kruste zeigt den gewünschten äußeren Zustand, die Sicherheit wird jedoch im Schweinefleisch gemessen: mindestens 63 °C im Fleischanteil, gefolgt von mindestens 3 Minuten Ruhe. Die Sonde gehört nicht in die heiße Kajmakfüllung.