Bundevara — Gerollte Kürbis-Filo-Pita mit Zimt
Bundevara ist eine süße Pita, bei der geriebener Kürbis in dünnem Filo zu langen Rollen verarbeitet wird. In deutschen Suchergebnissen taucht dafür gelegentlich die Erklärung „Kürbisstrudel“ auf, doch diese Bezeichnung dient hier nur als Orientierung: Die Zubereitung bleibt eine serbische Bundevara mit Filo, nicht ein mitteleuropäischer Strudelteig.
Der Kürbis bringt von sich aus viel Wasser mit. Sobald Zucker dazukommt, tritt zusätzliche Flüssigkeit aus den geriebenen Fasern aus. Deshalb wird feiner Grieß direkt in die Füllung gegeben und die Mischung 10 Minuten stehen gelassen. Er bindet einen Teil des Safts, bevor die Füllung auf das Filo kommt, sodass die Unterseite eher knusprig als feucht wird.
Die Mischung aus Sonnenblumenöl und Mineralwasser wird nicht zu einer Emulsion verarbeitet. Sie dient nur als dünne Feuchtigkeitsschicht zwischen den Filo-Blättern. Zu viel davon würde die Rollen beschweren; zu wenig kann das Filo beim Formen spröde machen. Nicht verwendete Blätter während der Arbeit abdecken, damit sie nicht austrocknen.
Die Füllung wird in schmalen Bahnen aufgetragen und ohne starkes Zusammendrücken eingerollt. Dicke, fest gepackte Rollen garen ungleichmäßiger und halten mehr Dampf im Inneren. Bei 200 °C sollen Ober- und Unterseite gleichmäßig goldbraun werden, während der Kürbis weich wird und beim Anschneiden keine freie Flüssigkeit mehr ausläuft.
Nach dem Backen 10 Minuten warten, bevor die Rollen geschnitten und mit Puderzucker bestäubt werden. In dieser Zeit setzt sich der Dampf, der Grieß bindet weiter und die Scheiben halten sauberer. Der Puderzucker ist nur eine leichte Schlussnote und kein Ersatz für die kontrollierte Süße der Füllung.