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Modena / Emilia-Romagna · Brot

Tigelle (Crescentine Modenesi) — Fladenbrote aus Modena von der Grillplatte

Tigelle, auch Crescentine modenesi genannt, sind kleine runde Brote aus Modena mit zarter Krume und gerösteter Oberfläche, die traditionell heiß mit Salumi, Käse oder Lardo gegessen werden.

Mittel — gleichmäßige Dicke, vollständiges Gehen und eine richtig erhitzte Grillplatte bestimmen die Krume12 Tigelle / 4 Portionen · 3 Std. 10 Min. Gesamtzeit
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Tigelle o crescentine modenesi: weite Ansicht kleiner runder goldener modenesischer Brote von der Grillplatte mit leicht gebräunten Flächen, bereit zum Aufschneiden und Füllen
Vorbereitung35 Min.
Garzeit25 Min.
Gesamtzeit3 Std. 10 Min.
Ergibt12 tigelle / 4 Portionen
Das Gericht

Über Tigelle oder Crescentine modenesi

Das moderne modenesische Brot, das meist Tigella genannt wird, heißt genauer Crescentina; die historische Tigella war dagegen die Tonscheibe, auf der es gebacken wurde. Der Name ist inzwischen untrennbar mit dem Gebäck verbunden, und heute gehören die kleinen runden Brote fest zur Tafelkultur Modenas.

Das lokale Rezept von VisitModena verwendet Mehl, Olivenöl, Milch und Hefe und lässt den Teig anschließend zwei bis drei Stunden gehen. Diese Version behält diesen praktischen Aufbau bei und ergänzt nur so viel warmes Wasser, dass ein weicher, dehnbarer Teig entsteht, der sich ohne Risse ausrollen lässt.

Die Teigscheiben sollen vor dem Backen etwa 5 mm dick sein. Eine spezielle Tigelliera sorgt für gleichmäßigen Druck und die typische gemusterte Bräunung; eine schwere gusseiserne Grillplatte oder Pfanne funktioniert ebenfalls, wenn die Brote gewendet und leicht angedrückt werden, damit die Mitte gart, bevor die Oberfläche verbrennt.

Tigelle schmecken direkt von der Grillplatte am besten. Sie werden warm aufgeschnitten und am Tisch mit Prosciutto, Mortadella, Parmigiano Reggiano oder der traditionellen modenesischen Lardo-Creme mit Knoblauch und Rosmarin gefüllt.

Bigoli nehmen beim abschließenden Schwenken Sauce auf. Das zurückbehaltene Kochwasser wird nach und nach statt auf einmal zugegeben, bis Zwiebel und Olivenöl jeden Strang glänzend überziehen. Unter der Pasta soll die Pfanne am Ende fast trocken sein, ohne separate Öllache.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Vollständig gehen lassen. Ein entspannter, luftiger Teig ergibt eine zarte Krume statt eines dichten, keksartigen Inneren.
  • Scheiben bei etwa 5 mm halten. Gleichmäßige Dicke lässt die Mitte durchgaren, während beide Seiten bräunen.
  • Heiß servieren. In den ersten Minuten nach dem Backen auf der Grillplatte ist die Krume am weichsten und aromatischsten.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Zutaten

Teig

  • 500 gitalienisches Mehl 00 oder Weizenmehlplus etwas zum Ausrollen
  • 150 mlVollmilchlauwarm
  • 120 mlwarmes Wasseretwa 30 °C, plus nur bei Bedarf etwas mehr
  • 30 mlnatives Olivenöl extra
  • 7 gInstant-Trockenhefeoder 20 g frische Hefe
  • 5 gZucker1 TL
  • 10 gfeines Meersalz

Zum Servieren

  • 120 gProsciutto di Parma oder Mortadelladünn geschnitten
  • 80 gParmigiano Reggianogehobelt oder in kleine Stücke geschnitten
  • 60 gLardo-Cremeoptional, mit Knoblauch und Rosmarin gemischt
Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig mischen und gehen lassen

  1. Hefe aktivieren und Teig mischen. Hefe und Zucker in das warme Wasser rühren und 5–10 Minuten stehen lassen. Mehl, Milch, Hefemischung und Olivenöl vermengen, dann Salz zugeben und 8–10 Minuten kneten.

    Der Teig soll glatt, weich und nur leicht klebrig sein.
  2. Bis zur Luftigkeit gehen lassen. Abdecken und bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat und der Teig sichtbar luftig ist.

    Eine Fingerdelle soll sich langsam zurückbilden und nicht sofort zurückspringen.

Tigelle formen

  1. Gleichmäßig ausrollen. Teig auf eine leicht bemehlte Fläche geben und auf etwa 5 mm Dicke ausrollen.

    Am Rand der Teigbahn soll kein dicker Wulst stehen.
  2. Ausstechen und entspannen lassen. Runde Scheiben von 8–9 cm ausstechen, Reste einmal neu ausrollen, abdecken und die Scheiben 10–15 Minuten ruhen lassen, während die Backfläche aufheizt.

    Die Scheiben sollen leicht aufgegangen und entspannt wirken.

Auf der Grillplatte backen und servieren

  1. Gründlich vorheizen. Tigelliera oder schwere gusseiserne Pfanne mehrere Minuten bei mittlerer Hitze erhitzen.

    Ein Wassertropfen soll über die Fläche huschen und rasch verdampfen, ohne dass die Pfanne raucht.
  2. Durchgehend goldbraun backen. Scheiben portionsweise etwa 3–4 Minuten pro Seite backen. Bei Verwendung einer Pfanne nach dem Wenden mit einem Pfannenwender nur sehr leicht andrücken.

    Beide Seiten sollen kräftig goldene Stellen haben und die Ränder sollen fest statt teigig wirken.
  3. Warm halten und füllen. Gebackene Tigelle locker in ein sauberes Tuch wickeln. Aufschneiden und heiß mit Salumi, Parmigiano oder Lardo-Creme servieren.

    Das Innere soll zart und brotig sein, die geröstete Oberfläche leicht knusprig.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Ersatz für die Tigelliera

Eine schwere gusseiserne Pfanne oder Grillplatte ist der beste Ersatz im Haushalt. Mittlere Hitze ist sicherer als hohe, weil die Mitte mehrere Minuten zum Garen braucht.

Gehzeit

In kühlen Räumen können eher 3 Stunden nötig sein. Der Zustand des Teigs ist wichtiger als die Uhr.

Vorbereiten

Der Teig kann die erste Gare über Nacht im Kühlschrank abschließen; vor dem Ausrollen wieder in Richtung Raumtemperatur kommen lassen.

Servieren

Füllungen vor dem Backen auf den Tisch stellen, damit die Brote noch heiß gegessen werden können.

Problemlösung

Problemlösung

  • Die Brote sind dicht. Der Teig war nicht ausreichend gegangen oder wurde zu dick ausgerollt. Sichtbar luftig werden lassen und die Scheiben nahe 5 mm halten.
  • Die Oberfläche verbrennt, bevor die Mitte gar ist. Die Grillplatte ist zu heiß. Auf mittlere Hitze reduzieren und länger sowie gleichmäßiger backen.
  • Die Scheiben ziehen sich beim Ausrollen zusammen. Der Teig ist zu straff. Abdecken und 10 Minuten ruhen lassen, bevor weitergearbeitet wird.
  • Nach dem Backen werden sie trocken. Sie wurden zu lange gebacken oder offen liegen gelassen. Locker in ein Tuch wickeln und rasch servieren.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 3 Tigelle mit mäßiger Füllung
  • Kalorien: etwa 510 kcal
  • Kohlenhydrate: 72 g
  • Eiweiß: 19 g
  • Fett: 16 g
  • Ballaststoffe: 3 g
  • Natrium: etwa 980 mg

Die Werte schwanken deutlich je nach Art und Menge von Salumi, Käse und Lardo.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen/Gluten und Milch; optionale Füllungen können Schweinefleisch und weitere Milchbestandteile enthalten.

Milch und Füllungen aus gepökeltem Fleisch bis zur Verwendung gekühlt halten.

An einer heißen Tigelliera trockene Ofenhandschuhe verwenden und Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Sind Tigelle und Crescentine dasselbe?

Im heutigen Sprachgebrauch in Modena werden die kleinen Brote häufig Tigelle genannt, obwohl historisch die Tigella die Backscheibe und das Brot die Crescentina war.

Kann man sie ohne Tigelliera backen?

Ja. Eine schwere gusseiserne Pfanne oder Grillplatte liefert gute Ergebnisse, wenn die Hitze moderat ist und die Scheiben gleichmäßig gewendet werden.

Was ist die klassische Füllung?

Salumi und Käse sind üblich; eine traditionelle modenesische Variante ist eine Creme aus Lardo, Knoblauch und Rosmarin.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Kleine, warme Brote aus Modena mit gerösteten goldenen Seiten, weicher Krume und genug Struktur zum Aufschneiden und Füllen.
  • Schlüssel: Bis zur Luftigkeit gehen lassen, gleichmäßig auf 5 mm ausrollen und bei stetiger mittlerer Hitze backen, statt die Oberfläche zu versengen.