Über Erbazzone reggiano
Erbazzone ist untrennbar mit Reggio Emilia und seiner Provinz verbunden. Emilia-Romagna Tourism beschreibt das g.g.A.-Produkt als doppelte Lage aus Mehl, Schmalz, Wasser und Salz, die Blattgemüse, Zwiebel, Paniermehl, Parmigiano Reggiano und Schmalz umschließt.
Mangold ist das historische Blattgemüse, obwohl auch Spinat in der lokalen Praxis vorkommt. Technisch entscheidend ist Trockenheit: Nach dem Garen muss das Gemüse seine Feuchtigkeit abgeben, bevor der Kuchen zusammengesetzt wird; sonst dämpft der untere Teig, statt knusprig zu backen.
Der Teig ist bewusst schlicht und dünn. Schmalz sorgt für Zartheit und das charakteristische herzhafte Aroma, während die Füllung den größten Teil des Geschmacks trägt. Paniermehl bindet Restsaft, Parmigiano liefert Salz und Tiefe.
Eine flache rechteckige Form ergibt die bäckereitypische Platte, die in Stücke geschnitten wird. Die Oberseite wird vor dem Backen eingestochen und dünn mit Schmalz bestrichen, damit sie knusprig, gesprenkelt und kräftig gebräunt aus dem Ofen kommt.
Bigoli nehmen beim abschließenden Schwenken Sauce auf. Das zurückbehaltene Kochwasser wird nach und nach statt auf einmal zugegeben, bis Zwiebel und Olivenöl jeden Strang glänzend überziehen. Unter der Pasta soll die Pfanne am Ende fast trocken sein, ohne separate Öllache.
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