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Langhe / Piemont · Erster Gang

Tajarin al tartufo — Piemonteser Eigelb-Pasta mit Butter und frischem Trüffel

Tajarin al tartufo verbindet außergewöhnlich dünne piemontesische Eigelb-Pasta mit einer zurückhaltenden Butteremulsion und frischem Trüffel, sodass die feinen Nudeln und das Trüffelaroma im Mittelpunkt bleiben.

Mittel — der Teig ist reichhaltig und fest; dünnes Ausrollen und eine zurückhaltende Vollendung sind entscheidend4 Portionen · 1 Std. 33 Min. Gesamtzeit
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Tajarin al tartufo: breite weite Ansicht goldener, sehr dünner Tajarin in einer breiten hellen Schale, leicht glänzend und großzügig mit frischen dunklen Trüffelspänen bedeckt
Vorbereitung55 Min.
Garzeit8 Min.
Gesamtzeit1 Std. 33 Min.
Ergibt4 Portionen
Das Gericht

Über Tajarin al tartufo

Tajarin gehören zu den bekanntesten frischen Pastasorten des Piemont: feine, schmale Stränge aus einem ungewöhnlich eigelbreichen Teig. Diese Reichhaltigkeit soll jedoch keinen schweren Teller ergeben. Die Teigbahnen werden sehr dünn ausgerollt, schmal geschnitten und nur so lange gekocht, bis der rohe Mehlgeschmack verschwindet und ein sauberer, elastischer Biss bleibt.

Die Langhe und Alba sind eng mit Trüffeln verbunden, und Tajarin bilden dafür bewusst eine ruhige Grundlage. Butter überzieht die Pasta, ohne dass Tomate, Knoblauch oder kräftige Kräuter mit dem Trüffel konkurrieren. Die verifizierten Fotos zeigen goldene Stränge, großzügig mit dunklen Trüffelspänen bedeckt; deshalb verwendet diese Produktionsversion frischen schwarzen Trüffel, während weißer Alba-Trüffel in der Saison eine ebenso traditionelle Alternative bleibt.

Der hohe Eigelbanteil macht den Teig beim ersten Mischen fest. Er braucht ausdauerndes Kneten und eine abgedeckte Ruhezeit vor dem Ausrollen; zusätzliches Wasser würde die Pasta weicher machen, zugleich aber die charakteristische Farbe und feine Textur abschwächen. Die fertige Teigbahn sollte etwa 1 mm dick sein, bevor sie in 2–3 mm breite Streifen geschnitten wird.

Frische Tajarin garen extrem schnell. Ein großer Topf und ein sanftes, aber aktives Sieden verhindern, dass die empfindlichen Stränge zusammenkleben. Die Butter wird separat mit etwas Pastawasser geschmolzen, damit die Nudeln von einem glänzenden Film überzogen werden und nicht in einer Fettlache liegen.

Der Trüffel kommt ganz zum Schluss. Langes Erhitzen treibt einen großen Teil seines Aromas aus; deshalb wird der gereinigte Trüffel erst über die Pasta gehobelt, nachdem die Pfanne von starker Hitze genommen wurde. Der Teller sollte deutlich nach Trüffel duften, bevor über weitere Würzung nachgedacht wird.

Technik

Drei Dinge, auf die es ankommt

  • Eigelbanteil hoch halten. Der konzentrierte Eierteig verleiht Tajarin ihre goldene Farbe, den feinen Biss und genug Festigkeit für sehr dünnes Ausrollen.
  • Gleichmäßig ausrollen und schneiden. Eine Teigbahn nahe 1 mm und schmale Streifen von 2–3 mm garen in der sehr kurzen Kochzeit gleichmäßig.
  • Trüffel abseits starker Hitze hobeln. Frischer Trüffel ist am aromatischsten, wenn ihn die heiße Pasta erwärmt, statt ihn in der Pfanne zu braten.
Gericht zubereiten

Zutaten

Alles, was für das Gericht benötigt wird, übersichtlich vor dem Kochen angeordnet.

Zutaten

Tajarin-Teig

  • 300 gitalienisches Mehl 00plus etwas zum Bestäuben
  • 180 gEigelbetwa 9–11 große Eigelb, ohne Eiweiß gewogen
  • 5 gnatives Olivenöl extrafür den Teig
  • 3 gfeines Meersalzfür den Teig

Butter- und Trüffel-Finish

  • 80 gungesalzene Butterin kleine Stücke geschnitten
  • 30 gfrischer schwarzer Trüffelsorgfältig gereinigt und sehr dünn gehobelt; in der Saison kann weißer Trüffel verwendet werden
  • 5 gfeines Meersalzfür das Pastawasser; nur ein Teil verbleibt im Gericht
  • 1 gfrisch gemahlener schwarzer Pfefferoptional und sparsam verwenden
Schritt für Schritt

Zubereitung

Eigelbteig herstellen und ruhen lassen

  1. Festen, goldenen Teig kneten. Mehl anhäufen, Eigelb, Olivenöl und Salz zugeben, zusammenarbeiten und 10–12 Minuten glatt kneten. Wirkt der Teig anfangs krümelig, vor der Zugabe von Flüssigkeit weiterkneten.

    Der Teig soll fest, aber zusammenhängend sein, mit satinierter Oberfläche und ohne trockene Mehltaschen.
  2. Teig abgedeckt ruhen lassen. Fest einwickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    Nach dem Ruhen soll sich der Teig ausrollen lassen, ohne stark zurückzufedern.

Tajarin ausrollen und schneiden

  1. Auf etwa 1 mm ausrollen. Teig in vier Stücke teilen. Ein Stück flach drücken und durch zunehmend dünnere Stufen der Nudelmaschine führen, nur sehr leicht mit Mehl bestäuben und den übrigen Teig abgedeckt halten.

    Der Schatten einer Hand soll durch die Teigbahn schwach sichtbar sein, sie darf beim Anheben jedoch nicht reißen.
  2. Feine Stränge schneiden. Jede Teigbahn 10 Minuten an der Luft antrocknen lassen, dann in etwa 2–3 mm breite Streifen schneiden. Sehr leicht mit Mehl vermengen und zu lockeren Nestern formen.

    Die Stränge sollen sich frei voneinander lösen und nicht zu einem festen Bündel verkleben.

Kochen und mit Trüffel vollenden

  1. Butteremulsion herstellen. Butter in einer breiten Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen. 60 ml heißes Pastawasser zugeben und schwenken, bis die Mischung cremig ist; warm halten, ohne sie zu bräunen.

    Die Pfanne soll glänzend und milchig aussehen, nicht ölig oder nussbraun.
  2. Tajarin kurz kochen. Frische Pasta in sanft siedendem Salzwasser etwa 2 Minuten kochen, bis sie zart, aber noch elastisch ist. Mit einer Zange direkt in die Pfanne geben.

    Die Stränge sollen durchgegart sein, ohne weich oder aufgequollen zu werden.
  3. Überziehen und Trüffel hobeln. 30–60 Sekunden schwenken und bei Bedarf noch einen Schuss Pastawasser zugeben, dann vom Herd nehmen. Auf warme Teller verteilen und den Trüffel großzügig darüberhobeln. Pfeffer nur nach Wunsch zugeben.

    Jeder Strang soll einen dünnen Butterglanz tragen und das Trüffelaroma klar und unmittelbar bleiben.
Praktische Hinweise

Praktische Hinweise

Trüffelwahl

Die fotografierte Version zeigt dunkle Trüffelspäne. Frischer schwarzer Trüffel passt zu dieser Darstellung; weißer Alba-Trüffel kann in der Saison verwendet werden und sollte ebenfalls erst beim Servieren gehobelt werden.

Teigfeuchtigkeit

Eigelbreicher Teig fühlt sich deutlich fester an als gewöhnliche Eierpasta. Vor einer Wasserzugabe zuerst ausgiebig kneten und ruhen lassen, denn Wasser kann die fertigen Stränge zu weich machen.

Antrocknen

Ein kurzes Antrocknen der Oberfläche von 10 Minuten erleichtert das Schneiden, ohne die Pasta spröde werden zu lassen.

Vorbereiten

Tajarin können mehrere Stunden im Voraus geschnitten, leicht bestäubt und in lockeren Nestern gekühlt werden. Den Trüffel erst kurz vor dem Servieren reinigen und hobeln.

Problemlösung

Problemlösung

  • Der Teig krümelt und verbindet sich nicht. Länger kneten und kräftig zusammendrücken; bleibt er nach mehreren Minuten wirklich trocken, nur wenige Gramm verquirltes Eigelb statt Wasser zugeben.
  • Die geschnittenen Stränge kleben zusammen. Die Teigbahnen waren zu feucht oder zu stark gestapelt. Kurz an der Oberfläche antrocknen lassen und nur leicht mit Mehl bestäuben.
  • Die Pasta schmeckt fettig. Zu viel Butter blieb unemulgiert. Vor der Zugabe der Nudeln mit Pastawasser verrühren oder schwenken.
  • Das Trüffelaroma wirkt schwach. Der Trüffel wurde zu lange erhitzt oder zu früh gehobelt. Frische Späne erst nach dem Anrichten der Pasta zugeben.
Nährwertangaben pro Portion

Nährwertangaben pro Portion

  • Portionsgröße: 1 Pastagang
  • Kalorien: etwa 600 kcal
  • Kohlenhydrate: 58 g
  • Eiweiß: 18 g
  • Fett: 32 g
  • Ballaststoffe: 2 g
  • Natrium: etwa 520 mg

Trüffelmenge und die an der Pasta haftende Buttermenge können die Endwerte verändern.

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Allergene und Lebensmittelsicherheit

Enthält Weizen/Gluten und Ei; Butter enthält Milch.

Getrennte Eigelb bis zum Mischen des Teigs gekühlt halten, nach dem Umgang mit rohem Ei Hände und Küchenutensilien waschen und die frische Pasta zeitnah garen.

Erde vorsichtig vom frischen Trüffel abbürsten, ihn gekühlt aufbewahren und gegarte Reste innerhalb von 2 Stunden kühlen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Kann weißer Trüffel schwarzen Trüffel ersetzen?

Ja. Weißer Alba-Trüffel wird im Piemont besonders geschätzt und sollte roh über die heiße Pasta gehobelt statt mitgegart werden.

Warum enthalten Tajarin so viel Eigelb?

Der eigelbreiche Teig verleiht der Pasta ihre kräftige Farbe, feine Textur und genug Festigkeit, um extrem dünn ausgerollt zu werden.

Ist Käse notwendig?

Nein. Butter und Trüffel genügen; ein zurückhaltendes Finish lässt dem Trüffel mehr Raum, das Aroma zu bestimmen.

Abschluss

Worauf es ankommt

  • Ergebnis: Sehr feine goldene Pasta, leicht mit Butter glänzend und mit duftenden frischen Trüffelspänen bedeckt.
  • Entscheidend: Dünn ausrollen, kurz kochen und das Finish zurückhaltend halten, damit der Trüffel das prägende Aroma bleibt.