Kroatische Nationalgerichte

Pflaumen-Pekmez und Sauerkirschkompott

Rezept auf einen Blick

Pflaumen-Pekmez und Sauerkirschkompott

Die wichtigsten Angaben aus dem strukturierten Rezept.

KategorieObstkonserven
KücheKroatien
SchwierigkeitMittel
Gesamtzeit3 Std.
Ergibt
5 Gläser
Vorbereitung
40 Min.
Kochzeit
2 Std. 20 Min.
Kalorien
≈ 125 kcal

Kroatische Küche · Küchenpraxis · Rezept

Pflaumen-Pekmez und Sauerkirschkompott nach kroatischer Art mit ganzen Früchten

Zwei kroatische Formen der Obstkonservierung in einem Ablauf: dichter, dunkelvioletter Pflaumen-Pekmez und ganze Sauerkirschen in leichtem rubinrotem Kompottsirup.

Kroatischer Pflaumen-Pekmez und Sauerkirschkompott mit Brot auf hellem Holztisch
Die breite Aufnahme zeigt das offene Pekmezglas, eine bestrichene Brotscheibe und eine Glasschale mit ganzen Sauerkirschen auf gefaltetem gestreiftem Tuch.

01 · Überblick

Überblick

Pekmez und Kompott stehen für zwei verschiedene Ziele der kroatischen Vorratsküche. Pflaumen-Pekmez konzentriert die Frucht so lange, bis ein dunkler, dichter Aufstrich entsteht, der nicht wie ein helles, festes Gelee wirkt. Sauerkirschkompott bewahrt dagegen die einzelne Frucht. Die Kirschen liegen in einem klaren, rubinroten Sirup und sollen beim Öffnen noch als ganze oder nahezu ganze Früchte erkennbar sein. Beide Zubereitungen nutzen Sommerobst für die kälteren Monate, doch Hitze, Zucker und Bewegung werden völlig unterschiedlich geführt.

Pekmez bewahrt Konzentration; Kompott bewahrt die Form der Frucht.

Für Pekmez eignen sich sehr reife, aromatische Pflaumen. Ihr hoher Fruchtanteil trägt die Konsistenz; Gelierzucker oder zugesetztes Pektin sind nicht nötig. Der Zucker bleibt bewusst niedrig und wird erst nach dem Zusammenfallen der Früchte beurteilt. Süße Pflaumen brauchen weniger, säuerliche etwas mehr. Ein breiter Topf vergrößert die Verdunstungsfläche. Die Masse kocht zunächst mit Deckel an, danach offen und ruhig. Regelmäßiges Rühren wird gegen Ende wichtiger, da der Wasseranteil sinkt und Fruchtzucker am Boden schneller ansetzt.

Die Farbe des Pekmez entwickelt sich durch Konzentration und lange Wärme. Sie bewegt sich von violettrot zu dunkelbraun-violett. Dieser Ton ist erwünscht, solange kein verbrannter Geruch entsteht. Der Aufstrich ist fertig, wenn ein Löffel eine Spur über den Topfboden zieht, die sich erst langsam schließt. Auf einem kalten Teller darf die Probe nicht wässrig auslaufen. Nach dem Abkühlen wird die Masse noch fester, daher soll sie im Topf nicht trocken oder schnittfest werden.

Sauerkirschen werden anders behandelt. Zu langes Kochen löst die Haut, macht die Früchte faltig und färbt den Sirup trüb. Die entsteinten Kirschen kommen direkt in warme, saubere Gläser. Ein leichter Sirup aus Wasser und Zucker wird kurz gekocht und heiß darübergegossen. Luftblasen werden mit einem sauberen Spieß gelöst, der Glasrand wird abgewischt, danach folgen Deckel und Wasserbad. Das Wasser soll die Gläser um mindestens drei Zentimeter bedecken. Die Verarbeitungszeit beginnt erst, wenn das Wasser wieder kräftig kocht.

Saubere Gläser und korrekt schließende Deckel sind keine dekorative Einzelheit. Sie entscheiden über die Haltbarkeit. Nach dem Wasserbad stehen die Gläser zwölf Stunden ungestört. Ein eingezogener Deckel bewegt sich bei Druck nicht. Gläser mit losem Deckel werden nicht in den Vorrat gestellt, sondern gekühlt und rasch verbraucht. Nach dem Öffnen gehören sowohl Pekmez als auch Kompott in den Kühlschrank. Das Rezept liefert zwei kleine Gläser Pekmez und drei größere Gläser Kompott; auf dem Tisch passen ein Löffel dunkler Aufstrich auf Brot und eine Schale Sauerkirschen gut nebeneinander, bleiben aber geschmacklich klar getrennt.

Obstkonserven werden vor dem Einlagern beschriftet. Inhalt und Herstellungsdatum gehören auf jedes Glas, da dunkler Pekmez nach einigen Monaten kaum von anderen Fruchtaufstrichen zu unterscheiden ist. Beim Kompott ist eine leichte Farbveränderung möglich, doch trüber, gärender Sirup, austretende Flüssigkeit oder ein gewölbter Deckel sind Gründe zum Entsorgen. Eine Kostprobe ersetzt keine Sicherheitsprüfung. Saubere Arbeitsweise, korrektes Wasserbad und intakte Deckel bleiben die verlässlichsten Kontrollen für den häuslichen Vorrat.

Die angegebenen Mengen orientieren sich an Standardgläsern. Tatsächlicher Ertrag schwankt mit Wassergehalt und Reife der Früchte. Ein zusätzliches kleines, warmes Glas steht deshalb bereit. Restmengen werden nicht bis zum Rand in ein zu großes Glas verteilt, da der vorgeschriebene Kopfraum und die Verarbeitungszeit zur Glasgröße passen müssen.

02 · Zutaten

Zutaten

Für zwei Gläser Pflaumen-Pekmez

1,5 kg
reife dunkle Pflaumen gewaschen, entsteint und geviertelt
120 g
Zucker nach Süße der Früchte anpassen
20 ml
Zitronensaft für Säure und klare Fruchtnote

Für drei Gläser Sauerkirschkompott

1 kg
Sauerkirschen gewaschen, entstielt und entsteint
750 ml
Wasser für den leichten Sirup
200 g
Zucker vollständig im Wasser lösen
10 ml
Zitronensaft für den Sirup

03 · Zubereitung

Zubereitung

Gläser und Früchte

  1. Gläser vorbereiten

    Zwei 250-ml-Gläser und drei 500-ml-Gläser samt passenden Deckeln heiß spülen. Gläser bis zum Füllen warm halten; beschädigte Deckel aussortieren.

  2. Obst vorbereiten

    Pflaumen entsteinen und vierteln. Sauerkirschen entstielen, entsteinen und weiche oder beschädigte Früchte entfernen.

Pekmez kochen

  1. Pflaumen zusammenfallen lassen

    Pflaumen mit Zucker und Zitronensaft in einen breiten Topf geben. Zugedeckt 15 Minuten bei mittlerer Hitze erhitzen, bis Saft austritt.

  2. Offen reduzieren

    Deckel abnehmen und 75–100 Minuten ruhig kochen. Zunächst alle 10 Minuten, in den letzten 30 Minuten alle 2–3 Minuten umrühren.

  3. Konsistenz prüfen

    Eine Spur mit dem Holzlöffel über den Topfboden ziehen. .

    Sie soll sich langsam schließen; eine kalte Tellerprobe darf nicht wässrig auslaufen
  4. Pekmez abfüllen

    Kochend heißen Pekmez bis 1 cm unter den Rand in zwei warme Gläser füllen. Lufttaschen lösen, Ränder sauber abwischen und Deckel schließen.

Kompott und Wasserbad

  1. Kirschen einfüllen

    Sauerkirschen locker bis 2 cm unter den Rand in die drei 500-ml-Gläser füllen.

  2. Sirup kochen

    Wasser, Zucker und Zitronensaft 3 Minuten kochen, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Heißen Sirup über die Kirschen gießen und 1,5 cm Kopfraum lassen.

  3. Luftblasen lösen

    Mit einem sauberen Kunststoff- oder Holzspieß am Glasrand entlangfahren, Luftblasen lösen, Füllstand korrigieren und Ränder abwischen.

  4. Im Wasserbad verarbeiten

    Alle verschlossenen Gläser auf ein Gitter in einen hohen Topf stellen, mit Wasser mindestens 3 cm bedecken und nach erneutem Aufkochen 10 Minuten verarbeiten. Danach 5 Minuten im ausgeschalteten Topf stehen lassen.

  5. Deckelsitz prüfen

    Gläser herausheben und 12 Stunden ungestört abkühlen. .

    Nur fest eingezogene, unbewegliche Deckel kommen in den Vorrat

04 · Nährwerte

Nährwerte

Kalorien
≈ 125 kcal
Kohlenhydrate
≈ 31 g
Eiweiß
≈ 1 g
Fett
≈ 0 g
Ballaststoffe
≈ 2 g
Natrium
≈ 5 mg

Wichtige Allergene: keine der häufigsten kennzeichnungspflichtigen Allergene. Die Werte sind Näherungen aus üblichen Referenzwerten; Marken, Zuschnitt, Ölbindung und Portionierung verändern das Ergebnis.

Ein Glas hält die Frucht dicht, das andere lässt sie ganz.

Pekmez und Kompott zeigen zwei Seiten derselben Vorratsarbeit. Geduld konzentriert die Pflaume; kurze Hitze und sauberes Abfüllen schützen die Sauerkirsche. Beide brauchen intakte Gläser und einen geprüften Deckelsitz.