Kroatische süße Käsepita

Quadratische Stücke mit goldener Teigdecke und hoher

Kroatische Küche · Süße Pita · Backrezept

Kroatische süße Käsepita mit Frischkäsefüllungzwischen zwei mürben Teigschichten

Goldbraune kroatische Käsepita mit einer hohen, cremig-körnigen Frischkäsefüllung, dünnen Mürbeteigschichten und wenig Puderzucker.

  • Kategorie: Dessert
  • Küche: Kroatisch
  • Methode: Backen
  • Schwierigkeit: Mittel
Menge
12 Stück
Vorbereitung
45 Min.
Garen
50 Min.
Ruhe
1 Std. 30 Min.
Gesamt
3 Std. 5 Min.
Pro Portion
≈ 430 kcal
Vier Stücke kroatische Käsepita mit goldener Oberfläche und heller Frischkäsefüllung auf weißer Servierplatte
Die dünnen Teigschichten halten eine hohe, saftige Füllung aus frischem Käse und Eiern.

Teigführung, Füllung und sauberer Anschnitt

Süße Käsepita wird in kroatischen Haushalten in unterschiedlichen Formen gebacken: mit gezogenen Teigblättern, mit Filoteig oder, wie in dieser Version, zwischen zwei dünnen Lagen eines mürben Rahmteigs. Entscheidend ist nicht die Dicke des Teigs, sondern das Verhältnis zur Füllung. Der Anschnitt soll eine hohe, saftige Käsemasse zeigen, die von einer knappen unteren und oberen Schicht gehalten wird. Die Stücke werden meist vollständig ausgekühlt, in Quadrate geschnitten und nur leicht mit Puderzucker bestäubt. Dadurch bleibt der Geschmack des frischen Käses im Vordergrund.

Die Pita wird nicht durch mehr Mehl stabil, sondern durch gut abgetropften Käse und vollständiges Auskühlen.

Für die Füllung eignet sich ein trockener, leicht körniger Frischkäse oder gut abgetropfter Quark mit etwa 20 Prozent Fett in der Trockenmasse. Sehr cremiger Speisequark enthält oft zu viel freie Flüssigkeit und kann den unteren Teig aufweichen. Der Käse wird deshalb mindestens 30 Minuten in einem feinen Sieb abgetropft. Grieß nimmt während des Backens überschüssige Feuchtigkeit auf, ohne die Masse mehlig zu machen. Eier sorgen für Bindung, saure Sahne hält die Füllung geschmeidig, und Zitronenschale gibt Frische, ohne das Gebäck in einen Zitronenkuchen zu verwandeln.

Der Teig wird aus Mehl, kalter Butter, saurer Sahne, Ei und wenig Backpulver zügig zusammengesetzt. Kalte Butterstücke bleiben zunächst sichtbar und schmelzen erst im Ofen. So entsteht eine mürbe, leicht blättrige Struktur. Langes Kneten würde Gluten entwickeln und die dünnen Platten zäh machen. Der Teig ruht im Kühlschrank, damit sich die Feuchtigkeit verteilt und die Butter wieder fest wird. Anschließend wird jede Hälfte zwischen Backpapier auf die Größe der Form ausgerollt. Diese Methode vermeidet zusätzliches Mehl und erleichtert das Übertragen.

Die untere Teigplatte wird mehrfach mit einer Gabel eingestochen und kurz vorgebacken. Fünfzehn Minuten reichen, um eine trockene Oberfläche zu bilden; sie soll noch blass bleiben. Die Füllung kommt auf den warmen Boden und wird bis in die Ecken verteilt. Die obere Platte liegt locker auf, ohne die Käsemasse zu verdichten. Einige kleine Einstiche lassen Dampf entweichen. Bei 175 °C backt die Pita, bis der Rand tief goldfarben ist und die Mitte nur noch leicht zittert.

Direkt nach dem Backen ist die Füllung weich und wirkt unter dem Messer instabil. Während des Abkühlens setzt sich das Eiweiß, der Grieß bindet Restfeuchte und der Teig verliert überschüssigen Dampf. Die Form bleibt deshalb zunächst 30 Minuten auf einem Gitter stehen. Danach wird das Gebäck aus der Form gehoben und mindestens eine weitere Stunde ausgekühlt. Erst dann entstehen glatte Kanten. Ein Sägemesser durchtrennt die obere Kruste, ohne die Füllung zusammenzudrücken; anschließend führt ein glattes Messer durch den unteren Boden.

Die fertige Pita schmeckt leicht warm oder bei Raumtemperatur, doch für die saubersten Stücke wird sie kalt geschnitten. Puderzucker kommt unmittelbar vor dem Servieren auf die Oberfläche, sonst löst er sich in der Restfeuchte. Eine Tasse Kaffee oder ungesüßter Tee passt besser als zusätzliche Sauce. Im Kühlschrank wird der Teig etwas fester; nach 20 Minuten bei Raumtemperatur kehrt ein Teil seiner Mürbheit zurück. Die Pita bleibt zwei bis drei Tage saftig, wenn sie gut abgedeckt wird.

Die rechteckige Form erleichtert gleich große Stücke und hält das Verhältnis von Teig und Füllung konstant. Eine Metallform leitet Hitze schneller als Glas und bräunt den unteren Boden zuverlässiger. In einer Glasform kann die Vorbackzeit um einige Minuten verlängert werden. Der Puderzucker wird durch ein feines Sieb gegeben, sodass nur eine dünne Schicht entsteht und die goldene Oberfläche sichtbar bleibt.

Zutaten

Für den Teig

  • 450 g Weizenmehl Type 405
  • 250 g kalte Butter, gewürfelt
  • 120 g saure Sahne
  • 1 Ei, Größe M
  • 8 g Backpulver
  • 4 g Salz

Für Füllung und Abschluss

  • 1 kg körniger Frischkäse oder gut abgetropfter Quark
  • 4 Eier, Größe M
  • 180 g Zucker
  • 150 g saure Sahne
  • 40 g Weichweizengrieß
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL fein geriebene Zitronenschale
  • 20 g Puderzucker

Zubereitung Schritt für Schritt

Teig vorbereiten

  1. Käse abtropfen lassen

    Geben Sie den Frischkäse in ein feinmaschiges Sieb und lassen Sie ihn mindestens 30 Minuten abtropfen. Drücken Sie ihn nicht trocken, damit die Füllung cremig bleibt.

  2. Mürbeteig mischen

    Vermengen Sie Mehl, Backpulver und Salz. Arbeiten Sie die kalte Butter krümelig ein, geben Sie saure Sahne und Ei dazu und fügen Sie den Teig nur so lange zusammen, bis keine trockenen Stellen bleiben.

  3. Teig kühlen

    Teilen Sie den Teig in zwei gleich große Stücke, formen Sie flache Rechtecke und kühlen Sie sie 30 Minuten.

Boden und Füllung

  1. Untere Teigplatte vorbacken

    Heizen Sie den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Rollen Sie eine Teighälfte zwischen Backpapier auf etwa 30 × 22 cm aus, legen Sie sie in die Form, stechen Sie sie ein und backen Sie sie 15 Minuten.

  2. Käsemasse rühren

    Verrühren Sie Frischkäse, Eier, Zucker, saure Sahne, Grieß, Vanille und Zitronenschale langsam zu einer gleichmäßigen Masse. Schlagen Sie keine Luft ein.

  3. Pita zusammensetzen

    Verteilen Sie die Füllung auf dem vorgebackenen Boden. Rollen Sie die zweite Teighälfte aus, legen Sie sie auf und stechen Sie die Oberfläche an mehreren Stellen ein.

Backen und Schneiden

  1. Goldbraun backen

    Backen Sie die Pita 45–50 Minuten auf mittlerer Schiene. Der Rand soll goldbraun sein; die Mitte darf beim Bewegen der Form nur noch leicht zittern.

  2. Vollständig auskühlen

    Lassen Sie die Pita 30 Minuten in der Form und anschließend mindestens 60 Minuten auf einem Gitter auskühlen.

  3. In Quadrate teilen

    Schneiden Sie zuerst mit einem Sägemesser durch die obere Kruste und dann mit einem glatten Messer bis zum Boden. Teilen Sie die Pita in 12 Stücke und bestäuben Sie sie mit Puderzucker.

Servieren, Aufbewahren und Varianten

Servieren und passende Begleiter

Die Stücke werden bei Raumtemperatur serviert. Ungesüßter Kaffee, schwarzer Tee oder ein Glas Milch begleiten die milde Käsefüllung; Fruchtsauce würde die feine Zitronen- und Vanillenote überdecken.

Aufbewahren und Wiedererwärmen

Abgedeckt hält sich die Pita bis zu 3 Tage bei höchstens 4 °C. Vor dem Servieren 20 Minuten temperieren. Einzelne Stücke können bis zu 2 Monate eingefroren und über Nacht im Kühlschrank aufgetaut werden; erneutes Backen ist nicht nötig.

Vier praktikable Varianten

  • 50 g Zucker durch milden Honig ersetzen und den Grieß auf 50 g erhöhen.
  • 40 g Rosinen 15 Minuten in warmem Wasser einweichen, gut trocknen und unter die Füllung heben.
  • Zitronenschale durch fein geriebene Orangenschale ersetzen.
  • Die Pita in einer runden 28-cm-Form backen und in schmale Stücke schneiden.

Drei Hinweise aus der Testküche

  1. Der Käse muss abtropfen, sonst bleibt der untere Boden weich.
  2. Teig nur kurz bearbeiten; sichtbare Butterspuren sind erwünscht.
  3. Erst vollständig ausgekühlt schneiden, weil die warme Füllung noch nicht stabil ist.

Benötigte Ausrüstung

  • Rechteckige Backform etwa 30 × 22 cm
  • Feinmaschiges Sieb
  • Backpapier und Teigrolle
  • Küchenwaage
  • Säge- und Kochmesser

Nährwerte pro Portion

Kalorien
≈ 430 kcal
Kohlenhydrate
≈ 43 g
Protein
≈ 14 g
Fett
≈ 23 g
Ballaststoffe
≈ 1 g
Natrium
≈ 330 mg

Portion: 1 Stück (etwa 135 g). Allergene: Enthält Gluten, Milch und Ei. Laktosefreie Butter, saure Sahne und Quark funktionieren ohne Mengenänderung; glutenfreier Mürbeteig benötigt eine speziell abgestimmte Mehlmischung. Die Werte sind eine ungefähre Berechnung nach Standardreferenzen; tatsächliche Werte variieren durch Marken, Zuschnitt, Flüssigkeitsaufnahme und Portionierung.

Abschließender Eindruck

Mürber Teig rahmt eine hohe Käsefüllung, die saftig bleibt und dennoch sauber schneidet.

Die kurze Vorbackzeit schützt den Boden, während Abtropfen und Grieß die Füllung kontrollieren. Geduld beim Auskühlen ist der letzte technische Schritt, nicht bloß eine Servierpause.

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