Pastéis de Mandioca

Die quadratische Aufnahme zeigt mehrere goldbraune Halbmonde

Angolanische Küche · Warme Vorspeisen · Rezept

Pastéis de Mandioca aus Maniokteig mit Rindfleisch in dünner goldbrauner Kruste

Warme angolanische Teigtaschen aus Maniok, gefüllt mit würzigem Rindfleisch und in einer dünnen goldbraunen Kruste frittiert.

Kategorie: Vorspeisen und Snacks>Warme Vorspeisen/Küche: Angola/Schwierigkeit: Mittel/Methode: Kochen, Formen und Frittieren

Portionen12 Stück, 6 Portionen
Vorbereitung50 Min.
Garzeit35 Min.
Gesamtzeit1 Std. 25 Min.
Kalorien≈ 525 kcal
MethodeKochen, Formen und Frittieren
Breite Aufnahme goldbrauner Pastéis de Mandioca mit geöffnetem Stück und Limette

Der breite Ausschnitt betont die dünne Kruste und die trockene Rindfleischfüllung im geöffneten Stück.

I.

Trockene Füllung schützt den Maniokteig

Pastéis de Mandioca sind warme gefüllte Stücke aus gekochtem Maniokteig. Die Wurzel liefert eine weiche, leicht elastische Hülle, die anders arbeitet als Weizen- oder Kartoffelteig. In dieser Fassung umschließt sie eine Füllung aus Rindfleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Gindungo. Der Erfolg hängt vor allem von Feuchtigkeit ab: Der Maniok muss trocken ausdampfen, und die Füllung wird so weit reduziert, dass kein Saft den Verschluss aufweicht.

Die Hülle hält nur dann, wenn Maniok und Füllung vor dem Formen trocken genug sind.

Maniok wird dick geschält, in Stücke geschnitten und vollständig weich gekocht. Die harte Mittelfaser wird entfernt. Nach dem Abgießen bleibt die Wurzel einige Minuten im warmen Topf, damit Dampf entweicht. Heiß lässt sie sich fein zerdrücken. Ei und Maniokstärke werden erst eingerührt, wenn die Masse etwas abgekühlt ist. Zu viel Stärke macht die Hülle zäh, zu wenig lässt sie beim Frittieren aufbrechen.

Die Fleischfüllung muss vollständig abkühlen. Zwiebeln und Knoblauch werden weich, Rinderhack bräunt, und Tomaten kochen ein, bis der Pfannenboden beim Schieben kurz sichtbar bleibt. Diese Trockenheit ist kein Verlust, sondern Schutz für den Teig. Gindungo und schwarzer Pfeffer sollen Wärme geben, nicht die Süße von Tomate und Zwiebel überdecken.

Der Teig wird in zwölf gleiche Portionen geteilt. Jede Portion wird zwischen geölten Händen flachgedrückt, mit wenig Füllung belegt und halbmondförmig geschlossen. Die Naht wird fest zusammengedrückt, ohne den Rand auszudünnen. Vor dem Frittieren ruhen die Stücke zehn Minuten kalt. Öl bei 175 °C gibt rasch eine dünne Kruste. Niedrigere Temperatur erhöht die Fettaufnahme; höhere Temperatur färbt zu schnell und kann Nähte sprengen.

Frittierte Pastéis ruhen kurz auf einem Gitter, nicht lange auf Küchenpapier, damit die Unterseite nicht weich wird. Sie werden warm mit Limettenspalten oder einer kleinen Menge Gindungo-Sauce serviert. Die Füllung erreicht mindestens 71 °C, und wieder erwärmte Stücke werden bis 74 °C erhitzt.

Ablauf im Überblick

0:00Maniok kochen
0:25Füllung kochen
0:55Pastéis formen
1:10Frittieren

Ablauf im Überblick. Maniok 20–25 Minuten vollständig weich kochen, abgießen, Mittelfaser entfernen und heiß zerdrücken. Etwas abkühlen, Ei, Maniokstärke und Salz einarbeiten. Für die Füllung Zwiebeln und Knoblauch weich garen, Rindfleisch bräunen und Tomaten, Chili, Pfeffer und Salz 12–15 Minuten trocken einkochen; vollständig kühlen. Teig in zwölf Portionen teilen, flachdrücken, füllen und als Halbmonde schließen. Zehn Minuten kalt stellen und in 175 °C heißem Öl portionsweise goldbraun frittieren.

II.

Zutaten

Zutaten

  • 1 kg geschälter süßer Maniok
  • 1 großes Ei
  • 80 g Maniokstärke
  • 6 g Salz für den Teig
  • 400 g Rinderhackfleisch
  • 150 g gelbe Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 220 g reife Tomaten
  • 1 kleine Gindungo-Chili
  • 15 ml Pflanzenöl
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 4 g Salz für die Füllung
  • Etwa 1,5 l Frittieröl, mit 90 ml Aufnahme berechnet
  • 2 Limetten
  • 60 ml Gindungo-Sauce, optional
Wichtige Allergene. Ei. Bei gekaufter Sauce Etikett auf weitere Allergene prüfen. Rindfleisch bis mindestens 71 °C garen; Frittieröl nie unbeaufsichtigt lassen.
III.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Maniok kochen

    Maniok in kaltem Wasser 20–25 Minuten kochen, bis eine Gabel leicht eindringt. Abgießen und die harte Mittelfaser entfernen.

  2. Teig herstellen

    Heiß fein zerdrücken, etwas abkühlen und Ei, Stärke sowie 6 g Salz einarbeiten. Abdecken.

  3. Füllung kochen

    Zwiebeln und Knoblauch in Öl weich garen, Rinderhack bräunen. Tomaten, Chili, Pfeffer und 4 g Salz zugeben und 12–15 Minuten trocken reduzieren.

  4. Füllung kühlen

    Fleisch auf einem Teller ausbreiten und vollständig abkühlen lassen.

  5. Pastéis formen

    Teig in zwölf Portionen teilen, flachdrücken, füllen und halbmondförmig schließen. Nähte fest zusammendrücken.

  6. Kalt stellen

    Geformte Pastéis zehn Minuten kühlen, während das Öl auf 175 °C erhitzt wird.

  7. Frittieren

    In kleinen Portionen 3–4 Minuten goldbraun frittieren, einmal wenden und auf einem Gitter abtropfen lassen.

IV.

Servieren, Aufbewahren und Varianten

Servieren

Warm mit Limettenspalten und wenig Gindungo-Sauce servieren. Zwei Stück ergeben eine großzügige Vorspeisenportion.

Aufbewahren und Erwärmen

Gekühlt bis zu zwei Tage lagern. Auf einem Gitter bei 200 °C 10–12 Minuten bis 74 °C erhitzen. Mikrowelle macht die Kruste weich.

Varianten und Ersatz

  • Rindfleisch durch gegarten zerpflückten Fisch ersetzen.
  • Eine vegetarische Füllung aus Bohnen und gebratenen Zwiebeln verwenden.
  • Statt Frittieren mit Öl bestreichen und bei 220 °C backen.
  • Gindungo weglassen und mit geräuchertem Paprika würzen.

Küchentipps

  • Füllung vollständig abkühlen und trocken halten.
  • Ränder gleichmäßig dick lassen.
  • Öltemperatur zwischen den Chargen wieder auf 175 °C bringen.

Benötigte Ausrüstung

Großer Topf, Kartoffelstampfer oder Presse, breite Pfanne, Küchenthermometer, tiefer Frittiertopf, Schaumlöffel und Gitter.

V.

Nährwerte pro Portion

Kalorien
≈ 525 kcal
Kohlenhydrate
≈ 72 g
Eiweiß
≈ 20 g
Fett
≈ 18 g
Ballaststoffe
≈ 4 g
Natrium
≈ 550 mg

2 Pastéis. Die Werte sind Näherungen auf Grundlage üblicher Lebensmitteldaten; Marken, Zuschnitt, Aufnahme und Portionierung verändern das Ergebnis.

Trockene Füllung, dichte Naht und stabiles Öl geben die dünne Kruste.

Pastéis de Mandioca bleiben innen weich und außen klar, wenn Feuchtigkeit und Temperatur kontrolliert werden.

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