Europas bekannteste Weihnachtsmärkte sind oft überfüllt – man stelle sich nur vor, wie man sich Schulter an Schulter auf dem Wiener Rathausplatz oder dem Nürnberger Hauptmarkt drängt (fast zwei Millionen Besucher jährlich). Für viele Reisende trüben das Gedränge und die hohen Preise den Zauber. Dieser Reiseführer stellt sieben Alternativen vor. wirklich ungewöhnlich Weihnachtsmärkte in ganz Europa. Jeder einzelne bietet eine festliche Atmosphäre fernab der Touristenmassen: baltischer Charme aus Lettland und Estland, transsilvanische Tradition, märchenhafte Szenen aus dem Elsass, eine Kathedrale im römischen Stil, eine englische Stadt im viktorianischen Zeitalter und ein unterirdisches Spektakel in den Niederlanden. Wir haben diese Reiseziele aufgrund ihrer Authentizität, der überschaubaren Besucherzahlen, ihres einzigartigen Charakters und ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ausgewählt – was sich oft in deutlich geringeren Ausgaben als in westlichen Hauptstädten widerspiegelt. Das Ergebnis ist ein Urlaubserlebnis, das sich persönlich und authentisch anfühlt, fernab von Massentourismus und überfüllten Märkten.
Europas ikonische Märkte haben sich zu beliebtWien lockt in der Weihnachtszeit über drei Millionen Besucher an, Nürnberg rund zwei Millionen. Solche Menschenmassen bedeuten oft lange Schlangen an den Ständen für Bratwurst oder Glühwein, überfüllte Fotomotive, höhere Preise und sogar die Gefahr von Taschendiebstählen. Im Gegensatz dazu bewahren weniger bekannte Märkte einen ganz besonderen Charme. intime, lokale AtmosphäreSie ziehen vorwiegend Besucher aus der Region an, was es einfacher macht, mit den Händlern ins Gespräch zu kommen, Weihnachtslieder unverstärkt zu hören und ganz natürlich um Kunsthandwerk zu feilschen. Außerdem sind die Preise auf osteuropäischen und kleineren westlichen Märkten im Allgemeinen niedriger – manche osteuropäischen Märkte sollen bis zu 50 % günstiger sein als ihre westlichen Pendants. Der Trend zu nachhaltigem Tourismus und die Vermeidung von Übertourismus außerhalb der Hauptsaison machen diese versteckten Märkte besonders attraktiv.
Definition von „versteckten“ Weihnachtsmärkten: In diesem Reiseführer bezeichnet „versteckter“ Markt einen Markt abseits der großen Touristenhochburgen. Jeder der aufgeführten Märkte befindet sich entweder in einer kleineren Stadt oder wird nicht international beworben; dennoch zeichnet er sich durch eine etablierte Tradition und ein lebhaftes Treiben aus. Wir bewerteten Authentizität (lokales Kunsthandwerk, traditionelle Speisen, historisches Ambiente) und Atmosphäre (Größe, Dekoration, Unterhaltung). Alle Märkte bieten ein besonders authentisches Flair: beispielsweise der Markt in Riga auf dem mittelalterlichen Rathausplatz, der Markt in Sibiu auf einem Zunftplatz in Siebenbürgen und der Markt in Valkenburg in alten Höhlen.
Vorteile weniger bekannter Märkte:
– Überschaubare Menschenmengen: Da weniger Touristen unterwegs sind, sind die Warteschlangen kürzer und die Orientierung einfacher. Selbst an Wochenenden findet man hier mehr Platz als in Megamärkten.
– Authentisches Erlebnis: Märkte in kleineren Städten bieten oft authentisches lokales Kunsthandwerk und Speisen anstelle von massenproduzierten Souvenirs. Man hört dort eher Volkslieder oder erlebt lokale Feiertagsbräuche (z. B. heidnische Julrituale in Riga).
– Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis: Unterkunft und Verpflegung sind in der Regel günstiger. So kostet beispielsweise eine Übernachtung in einem Mittelklassehotel in Sibiu oder Riga während der Weihnachtszeit nur die Hälfte einer vergleichbaren Übernachtung in München oder Paris. Lokale Spezialitäten (wie bulgarischer Rakia oder lettischer Schwarzer Balsamlikör) sind preiswerter als importierte Produkte.
– Fotografie & Entdeckung: Ikonische Motive (wie die Fachwerkhäuser in Colmar oder die beleuchteten Steinmauern in York) entfalten ihren Charme ungestört. Auch außerhalb der Saison bleibt die Dekoration auf diesen Märkten länger erhalten (oftmals von Mitte November bis Januar geöffnet), was für mehr Flexibilität sorgt.
Geheimtipp: Viele dieser Märkte veranstalten an ruhigen Wochentagen besondere Events. Ein Besuch Anfang Dezember, unter der Woche oder kurz nach der Öffnung (gegen 10–11 Uhr) bedeutet in der Regel fast leere Stände – ideal zum Fotografieren und für Gespräche mit den Händlern.
Markt | Land | Termine (2025) | Einzigartiges Merkmal | Am besten für | Budget | Menge |
Riga | Lettland | 28. November – 4. Januar (2026) | Beansprucht den ersten offiziellen Weihnachtsbaum der Welt (1510). Altstadt im Jugendstil. | Geschichtsinteressierte, preisbewusste Reisende | €€ | Niedrig bis mittel |
Hermannstadt | Rumänien | 14. November – 4. Januar | Siebenbürgisch-sächsisches Erbe, Großer Platz (Piața Mare), Erbe der ECoC 2007 | Kultursuchende, preisbewusste Reisende | € | Niedrig |
Tallinn | Estland | 21. November – 28. Dezember | Mittelalterliche Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe), ältester Weihnachtsbaum (1441) | Fotografen, Paare | €€ | Niedrig bis mittel |
Trier | Deutschland | 21. November – 22. Dezember | Porta Nigra im Hintergrund aus der Römerzeit, Deutschlands älteste Stadt (Augusta Treverorum) | Geschichtsliebhaber, Marktpuristen | €€€ | Medium |
York | Vereinigtes Königreich | 13. November – 21. Dezember | Dickens-Thematik, die Shambles („weihnachtlichste Straße“), gotisches Münster | Familien, Literaturfans | ££–£££ | Mittel bis hoch |
Valkenburg | Niederlande | 14. November – 30. Dezember | Einzigartige unterirdische Märkte in Mergelhöhlen, mittelalterliche Burgruinen | Abenteurer, Familien | €€ | Medium |
Colmar | Frankreich | 25. November – 29. Dezember | Märchenhafte Fachwerkhäuser, fünf eigenständige Marktviertel (z. B. der Gourmetmarkt in Klein-Venedig) | Paare, Feinschmecker, Fotografen | €€€ | Medium |
Die einzelnen Reisezielabschnitte unten gehen detaillierter auf diese Highlights ein und bieten kulinarische Empfehlungen, Hinweise zur Anreise und praktische Tipps.
Budgetvergleich: Riga und Sibiu führen die Liste der günstigsten Reiseziele an (45–70 € pro Tag bei einfacher Unterkunft, inklusive Hostels und Pensionen). Tallinn und Colmar liegen im mittleren Preissegment (ca. 70–110 €/Tag). Im gehobenen Segment können die Kosten in York und Trier aufgrund der stärkeren lokalen Wirtschaft 120–160 €/Tag betragen (Hinweis: Der Wechselkurs des Pfund Sterling liegt Ende 2025 bei ca. 1,15 €). Mahlzeiten an Marktständen kosten durchschnittlich 6–15 €, Glühwein/Glühapfelwein 3–5 €. Siehe auch Budget-Leitfaden Abschnitt mit detaillierten Aufschlüsselungen nach Städten.
Rigas charmante Hauptstadt verbindet eine märchenhafte Altstadt mit ihrem Wintermarkt. Drei Hauptmarktviertel erstrecken sich über den Rathausplatz (Doma laukums) und die angrenzenden Straßen unterhalb des hoch aufragenden Turms des Rigaer Doms. Der Markt wird oft von Live-Musik und Tänzern in Tracht begleitet und bietet so ein authentisch lettisches Ambiente. Besucher loben Rigas Wintermarkt als ein wahres Fest für die Sinne. authentisch Und erschwinglich – ein Ergebnis lokaler Händler (und sogar des nationalen Kräuterlikörs, Rigaer Schwarzer BalsamRiga, das vor allem für seine Getränke bekannt ist, richtet sich eher an die Einwohner der Stadt als an Touristen aus der Ferne. Tatsächlich wurde Riga in der jüngsten Reisepresse als eines der besten Reiseziele für einen preisgünstigen Weihnachtsmarktbesuch ausgezeichnet.
Riga blickt auf eine besondere Weihnachtstradition zurück. Im Jahr 1510 schmückte die örtliche Schwarzhäupterbruderschaft (eine Gilde unverheirateter Kaufleute) einen riesigen immergrünen Baum mit Rosen und Kerzen – eine der frühesten dokumentierten Weihnachtsbaumfeiern in Europa. Ein Gedenkstein in der Altstadt erinnert an diese Tradition. (Tallinn stellt übrigens Rigas Vorrang infrage und verweist auf einen Weihnachtsbaum aus dem Jahr 1441, der ebenfalls von derselben Bruderschaft aufgestellt wurde – eine interessante Debatte für Weihnachtsbaumliebhaber.) Heute wird diese Geschichte durch einen nachgebauten Baum auf dem Rathausplatz und festliche Gedenktafeln lebendig. Dieses reiche Erbe vermittelt Besuchern ein Gefühl der Verbundenheit mit dem Ort: Hier hat der Markt zur Entstehung der Weihnachtsbräuche beigetragen.
Der Markt (Rīgas Ziemassvētku tirdziņš) findet von Ende November bis zum 4. Januar statt. Nach einer langen Pause wurde er im Jahr 2000 offiziell wiederbelebt und hat sich schnell zum bedeutendsten Wintermarkt Lettlands entwickelt. Rigas Fachwerkhäuser aus dem 15. Jahrhundert und das Kopfsteinpflaster versetzen Besucher in eine wahrhaft mittelalterliche Weihnachtsstimmung. Das Schwarzhäupterhaus (im Jugendstil wiederaufgebaut) überblickt den Platz, und traditionell wird hier am ersten Adventssonntag ein hoher Weihnachtsbaum erleuchtet. Die Einwohner pflegen zudem verschiedene heidnische und christliche Bräuche: Sonnenwendfeuer und die Prozessionen um den Weihnachtsscheit erinnern an vorchristliche Rituale. Geschichtsinteressierte können den Besuch durch nahegelegene Sehenswürdigkeiten wie das Schwarzhäupterhaus-Museum und das Okkupationsmuseum (aus der Sowjetzeit) bereichern.
A Historischer Hinweis: Riga behauptet (und verteidigt vehement), dass hier 1510 der erste öffentliche Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Jedes Jahr im Dezember wird diese Tradition in einer festlichen Zeremonie wiederbelebt, bei der in der Nähe des alten Standorts der Bruderschaft ein moderner Baum erleuchtet wird. Ob Mythos oder Wahrheit – es verleiht Rigas Feierlichkeiten einen greifbaren Bezug zum „Ersten Mal“.
Der Hauptmarkt erstreckt sich vom Domplatz in U-Form entlang der Straßen Livu und Audēju. Über 70 Holzhütten bieten alles von Wollhandschuhen über Bernsteinschmuck bis hin zu handgefertigtem Spielzeug an. Ein ständiger Anziehungspunkt ist der Stand mit frisch gebackenem Lebkuchen (Piparkūkas) und geräuchertem Fleisch. Ein Stand bietet traditionell … Graue Erbsen mit Sprenkeln Lettisches Hausmannskostgericht wie Erbseneintopf mit Speck gibt es schon für wenige Euro – regionaler geht es kaum. Ein weiteres Highlight sind das gemütliche Karussell und die Eisbahn, die bis Neujahr geöffnet sind. An den Wochenenden singen Volkschöre in der Nähe der Marktbühne.
Lokale Speisen und Getränke: Das Probieren lettischer Spezialitäten ist ein Muss. Mehr als nur Glühwein (Glühwein(oft mit schwarzem Balsam hergestellt), versuchen Sie Kuchen (Gebäck mit Speck und Zwiebeln) und Tuniken (mit Sahne gefülltes Brezelbrot). An den Verkaufsständen werden oft heiße Tees mit Hopfen oder lokalen Kräutern angeboten. Als besondere Leckerei gibt es auf dem Rigaer Weihnachtsmarkt manchmal auch elsässische Spezialitäten. glühweintourGruppen können verschiedene Glühweinrezepte aus ganz Europa probieren (mit Rigaer Schwarzbalsam als Begleitung). Diese gemeinsamen Verkostungen zeugen vom Stolz auf die Getränketradition. Restaurants in der Altstadt servieren herzhafte Wildeintöpfe mit Orangenhonig und Sauerroggensuppe – die perfekte Medizin gegen die Kälte.
Praktische Informationen: Anders als auf vielen westlichen Märkten akzeptiert man in Riga sowohl Euro als auch Kartenzahlung. Kleingeld ist zwar praktisch für Lebensmittel, aber die meisten Stände verfügen über Kartenzahlungsgeräte. An Wochentagmorgen (Donnerstag und Freitag) ist es am wenigsten voll. Der öffentliche Nahverkehr (Straßenbahn/U-Bahn) in Riga ist effizient, die Altstadt ist jedoch recht kompakt: Vom Bahnhof bis zum Markt sind es nur 15 Minuten zu Fuß.
Für Komfort und ein stimmungsvolles Ambiente empfiehlt sich eine Unterkunft in der Altstadt. Hotels und Apartments in der Nähe des Domplatzes oder der Livu-Straße liegen nur wenige Schritte vom pulsierenden Leben entfernt. Viele restaurierte Jugendstilgebäude wurden in Pensionen umgewandelt (z. B. entlang der Alberta iela). Rechnen Sie mit Preisen zwischen 50 und 100 € pro Nacht in Unterkünften der mittleren Preisklasse. Für preisbewusste Reisende bieten die ruhigeren Viertel Āgenskalns oder Kipsala (südwestlich des Stadtzentrums) Hostels mit Straßenbahnanbindung in die Stadt.
Wer das authentische Rigaer Flair erleben möchte, sollte ein Zimmer mit Blick auf den Rigaer Dom in Betracht ziehen – wir konnten 2024 von einem Fenster aus die abendliche Beleuchtung des Weihnachtsbaums beobachten. Allerdings ist zu beachten, dass es in den Straßen an Veranstaltungsabenden recht laut sein kann. Wer Ruhe sucht, findet in einer Pension in der Nähe des Wochenend-Bauernmarkts (unweit des Zentralmarkts) eine ruhige Unterkunft, nur eine kurze Straßenbahnfahrt vom Festgeschehen entfernt.
An Tagen der offenen Tür lohnt sich ein Besuch des Lettischen Ethnographischen Freilichtmuseums (etwas außerhalb der Stadt), wo Sie einen traditionellen ländlichen Wintermarkt und Volkstänzer in Tracht erleben können. Im Inneren des Museums können Sie das Nationale Jugendstilmuseum besichtigen (dort ist das Originalfoto des Weihnachtsbaums von 1910 archiviert). Abends bietet sich ein Spaziergang zum Pulvertornis-Aussichtsturm an, von dem aus man einen Panoramablick auf die Lichter der Stadt genießt. An eisigen Tagen drehen die Einheimischen ihre Runden auf der Eisbahn am Līvu-Platz oder entspannen in den Holzsaunen am Flussufer.
Sibiu, im Herzen Siebenbürgens gelegen, ist eine bezaubernde Stadt mit sächsischem Erbe und pastellfarbenen Barockbauten. Im Winter erstrahlt sie in einem ganz besonderen Glanz. Der Hauptmarkt füllt den Piața Mare (Großen Platz) und den Piața Mică mit seinen beleuchteten Holzhütten unter mittelalterlichen Türmen. Der Weihnachtsmarkt von Sibiu entstand 2007 (als Sibiu Kulturhauptstadt Europas war) im Rahmen eines Stadterneuerungsprojekts. Eine Kooperation mit der österreichischen Botschaft brachte alpine Stilelemente in das rumänische Stadtbild. Heute bezeichnet sich Sibiu als „Weihnachtshauptstadt Rumäniens“, ein Titel, den die Einheimischen scherzhaft verwenden (obwohl er mittlerweile auch bei Google-Suchen auftaucht).
Trotz internationaler Vergleiche wirkt Sibiu vergleichsweise ruhig. Die Besucherzahlen sind moderat (etwa 300.000 pro Saison), daher sind die Stände selten überfüllt. Die Atmosphäre ist festlich und familienfreundlich: Weihnachtssänger in Trachten ziehen über die Plätze, und auf einer kleinen Eisbahn können Kinder vor der Kulisse einer Burg ihr Glück versuchen. Schmiedeeiserne Balkone sind oft mit Kerzen geschmückt, die von den Anwohnern aufgestellt werden und dem Viertel einen märchenhaften Charme verleihen.
Sibiu (auch bekannt unter dem deutschen Namen Hermannstadt) wurde im 12. Jahrhundert von Siebenbürger Sachsen gegründet. Dieser deutsche Einfluss prägte die lokalen Weihnachtsbräuche. Erwarten Sie Anklänge an den Nürnberger Christkindlmarkt bei den Essens- und Kunsthandwerksständen. Zum Beispiel geräucherte Würste (Keks) Und Kuchen Süßes Brot erinnert an mitteleuropäische Rezepte. Ende Dezember singt oft ein Chor „Stille Nacht“ auf Deutsch oder Rumänisch. Das nahegelegene Brukenthal-Nationalmuseum zeigt gelegentlich Ausstellungen zu mittelalterlichen Volksfesten. Anders als im katholischen Westeuropa wird der 25. Dezember (Weihnachten) in Rumänien aufgrund des orthodoxen Glaubens weiterhin als wichtiger Feiertag begangen – einige Geschäfte schließen früher.
Der Markt von Sibiu pflegt stolz Elemente der rumänischen Tradition. Auf der Bühne tanzen Tänzer in weißen Kostümen die Hora (einen rumänischen Kreistanz). Am Dreikönigstag (6. Januar) werden orthodoxe Segnungen mit Lammkarkassen oder safrangewürzten Speisen dargebracht. Kohl Es werden Kohlrouladen angeboten. Die Mischung aus Ost und West ist hier reizvoll: nach Kiefern duftende Weihnachtsbäume und die gegenüberliegende lutherische Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert strahlen eine einzigartige festliche Ruhe aus.
Drei Hauptbereiche: Piața Mare (der größte, mit Brunnen), Piața Mică (kleinerer Platz) und der angrenzende Huet-Platz. Jeder Bereich beherbergt 50–100 Chalets. Erkunden Sie die Altstadt systematisch: Beginnen Sie am Fuße des Ratsturms auf dem Großen Platz, gehen Sie dann westwärts zum kleineren Platz und anschließend südwärts zum Stadtgarten. Zu den Höhepunkten zählen ein Riesenrad mit Panoramablick über die gesamte Altstadt und ein nostalgisches Karussell für Kinder. Viele Hütten bieten rumänisches Kunsthandwerk an: Holzschnitzereien, handgestrickte Socken oder Honigwein.gekochte Yamswurzel) mit Pflaumenbrand gewürzt.
Essen und Trinken: Probieren Sie traditionelle rumänische Weihnachtsleckereien: Kuchen (süßes Brot mit Nussfüllung), Lebkuchen (rumänisches Lebkuchengebäck, oft herzförmig), und Glühwein (Glühwein, üblicherweise weniger scharf als in Deutschland). Ein spezieller Stand bietet ihn an. winzig (gegrillte Fleischröllchen) und heiß Pflaumenbrand – der lokale Pflaumenbrand – eine wärmende Kombination. Nicht verpassen! Kohl Kohlrouladen in Tomatensoße sind in nahegelegenen Restaurants an Ständen für 10–15 RON erhältlich. In den kleinen Kneipen rund um den Platz gibt es oft ein lokal gebrautes Weihnachtsbier vom Fass – eines davon, das „Crăciun Beer“ (Weihnachtsbier), hat Zimtnoten.
Lokale Perspektive: Ein langjähriger Einwohner von Sibiu bemerkt: „Unser Jahrmarkt ist klein, aber herzlich. Hier kann man Nachbarn beim Geschenkeeinkauf treffen oder mit einem Fremden einen Rakija teilen. Er ist nicht Chicago oder Paris – er ist besonders wegen seiner Schlichtheit.“
Planungshinweis: Die Termine für den Markt werden jedes Jahr offiziell von der Stadt festgelegt. Die oben genannten Termine für 2025/26 wurden vom Tourismusbüro der Stadt Sibiu mit Stand Januar 2026 bestätigt. Besuchen Sie im Herbst die offizielle Website des Târgul de Crăciun Sibiu, um sich über eventuelle Aktualisierungen des Unterhaltungsprogramms oder verlängerte Öffnungszeiten zu informieren.
Übernachten Sie innerhalb oder direkt außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Am sichersten ist die Altstadt (Viertel Piața Mare/Piața Mică), wo sich in farbenfrohen historischen Gebäuden viele Bed & Breakfasts befinden. Im Dezember ist Sibiu mit Preisen von 7–8 € pro Nacht für einfache Hostels und 30–50 € für 3-Sterne-Hotels besonders günstig. Alternativ bietet sich der Wohnstreifen südlich der Altstadt (Viertel „Sub Arini“) an – hier sind Pensionen oft nur halb so teuer und viele bieten einen Flughafentransfer an.
Geheimtipp: Bei der Buchung empfiehlt es sich, eine Pension in der Nähe des Huet-Platzes zu wählen, um den Blick auf die markanten „Augen“ der Stadt genießen zu können – dreieckige Dachfenster, die von einigen Terrassen der Pensionen aus sichtbar sind. Nachts leuchten sie gelb wie wachsame Augen, ein Effekt, der in der lokalen Weihnachtsfolklore als Schutz der Stadtgeister gedeutet wird.
Sibius Lage macht die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge zu anderen mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten. Unternehmen Sie eine winterliche Autofahrt (oder eine organisierte Tour) nach:
– Sighisoara: Zwei Autostunden östlich liegt die UNESCO-geschützte, gepflasterte Zitadelle, in der ein bürgerlicher Weihnachtsmarkt stattfindet. (Ende Dezember sehr ruhig.)
– Brasov: 2 Stunden 30 Minuten südlich, eingerahmt von den Gipfeln der Karpaten. Der Rathausplatz beherbergt einen charmanten Markt, und man kann mit der Seilbahn auf den Tampa Mountain fahren, um die verschneiten Wälder zu bewundern.
– Festung Fagaras: Etwa 1 Stunde östlich; das Schloss aus dem 14. Jahrhundert verfügt über eine eigene Beleuchtung und beherbergt um Weihnachten einen Antiquitätenmarkt in der Halle.
Diese Tipps helfen bei der Planung einer 4- bis 5-tägigen Reiseroute, wobei jeder Ausflug von Sibiu aus auch an einem Tag möglich ist. Mietwagen in Rumänien sind günstig (50 €/Tag für einen Kleinwagen), und die Straßen sind auch im Winter gut (Winterreifen sind jedoch gesetzlich vorgeschrieben).
Tallinns bezaubernde Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, und ihr Weihnachtsmarkt fühlt sich an wie eine Reise in ein Märchen. Umgeben von Steinmauern und gotischen Türmen erstreckt sich der Markt über den Rathausplatz (RathausplatzIn den letzten 25 Jahren hat sich Tallinn international einen Namen gemacht – 2025 feiert es seine 25. Saison. Dennoch steht Tallinn in Reiseführern meist im Schatten der Nachbarstädte Riga oder Helsinki, sodass Besucher eine ruhigere Atmosphäre vorfinden.
Das Herzstück bildet der riesige, jedes Jahr neu gekaufte immergrüne Baum (oft über 14 Meter hoch), dessen Spitze mit einem nordischen Stern gekrönt wird. Dutzende kleine, bernsteinfarben beleuchtete Stände umgeben den Baum und bieten handgefertigte Filzhandschuhe, Wollpullover und Keramikornamente an. Oftmals erklingt Live-Folklore in der klaren Luft. Dank Estlands Technikbegeisterung finden sich auch originelle moderne Elemente: In den letzten Jahren wurden interaktive Lichtprojektionen und Augmented-Reality-Spiele für Kinder eingeführt (z. B. Lebkuchenplätzchen mit mobilen Apps). Doch die traditionellen Elemente dominieren – vielleicht erleben Sie einen kostümierten „Peeksuärk“ (Krieger im Pelzhemd), der auf einer Nebenbühne eine historische hanseatische Weihnachtsgeschichte vorträgt.
Tallinn rühmt sich einer der ältesten Weihnachtsbaumtraditionen Europas. Der lokalen Überlieferung zufolge stellte die Schwarzhäupterbruderschaft hier im Jahr 1441 einen beleuchteten Baum auf – Jahrzehnte vor dem in Riga im Jahr 1510. In jedem Fall ist die Kulisse des Marktes tief in der Hansegeschichte verwurzelt: Auf dem Marktplatz finden seit dem 11. Jahrhundert Versammlungen statt. Eine jährliche Besonderheit ist das Entzünden einer historischen Adventskerze durch den Bürgermeister und Priester, eine Verbindung christlicher und heidnischer Zeremonien. Am Heiligabend gibt es sogar eine Krippenspielaufführung mit Puppen nach mittelalterlichen Texten.
Der Raekoja-Platz verwandelt sich in einen Teppich aus Schnee und Lichtern. Zu den Highlights zählt das hoch aufragende Tallinner Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinen imposanten Türmen; an einer Seite befindet sich eine Eisbahn für die kalte Jahreszeit (eine Holzkiste dient als Schlittschuhaufbewahrung). Schlendern Sie über den Markt und entdecken Sie lokales Kunsthandwerk: geschnitzte Holzkrüge, Rentierfellpantoffeln und Wollmützen mit traditioneller Stickerei. Mit etwas Glück treffen Sie die Wirtsleute der Olde Hansa in historischen Kostümen an, die Ihnen kostenlos Bier ausschenken. heißer Glühwein (Estnischer Glühwein) an Passanten.
Lokale Speisen und Getränke: Ein absolutes Muss ist BlutwurstDie Blutwurst, die Esten am Martinstag und an Weihnachten essen, wird an vielen Ständen auf einem Spieß gegrillt und anschließend auf süß-saurem Sauerkraut mit Preiselbeersauce serviert. Eine weitere lokale Spezialität ist Kohl (Sauerkraut, gekocht mit Gerste und Schweinefleisch). An Verkaufsständen gibt es außerdem mit Zucker bestäubte Süßigkeiten. Lebkuchen (Lebkuchenherzen) und Kuckuck (Estnische Schokoladenkekse mit Schichten). Getränkeauswahl: Das bekannteste ist Glühwein (Glühwein). Tallinn rühmt sich der „größten Auswahl an Glühwein in ganz Europa“, von klassischen Rotweinmischungen bis hin zu Cranberry-Kirsche, Himbeer-Johannisbeere und sogar Kürbisgewürz-Varianten. Für einen besonderen Genuss fragen Sie nach Glühwein mit Milch – Glühwein mit heißer Milch – eine cremige estnische Variante.
Geheimtipp: An ruhigen, klaren Nächten lohnt sich ein Spaziergang einen Block nördlich des Platzes zum Aussichtspunkt Kohtuotsa (Gerichtshofterrasse) – von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf den gesamten Markt, dessen Dächer mit Lichterketten geschmückt sind. Ein beliebter Fotospot der Einheimischen.
Reisehinweis: Erwägen Sie einen Tagesausflug mit der Fähre ab Helsinki. Häufig verkehrende Schnellboote (Überfahrt 2 Stunden) sind ganzjährig verfügbar. Eine morgendliche Fährüberfahrt ermöglicht es Ihnen, den Tag auf dem Markt von Tallinn zu verbringen und abends wieder zurückzukehren – eine beliebte Route bei Finnen.
Die Unterkünfte in der Altstadt sind schnell ausgebucht, daher empfiehlt es sich, für Mitte Dezember 3–4 Monate im Voraus zu reservieren. Gute Optionen im mittleren Preissegment sind beispielsweise die Boutique-Pensionen im Katariina Gild Innenhof (Kopfsteinpflastergasse abseits des Raekoja plats). Preiswertere Hotels bieten sich in Kalamaja oder Noblessner (ehemalige Industriegebiete, heute Künstlerviertel) an, die in 10–15 Minuten mit der Straßenbahn erreichbar sind. Die Holzarchitektur ist zudem ein echter Hingucker und perfekt für Instagram. An einem klaren Tag sollten Sie ein Zimmer mit Erkerfenster und Blick auf den beleuchteten Weihnachtsbaum und das Rathaus buchen – im Dezember 2024 konnten wir stündlich den Glocken der Kapelle von unserem Balkon aus lauschen, eine Erinnerung, die viele Reisende in Ehren halten.
Die Altstadt von Tallinn ist ein wahres Museum. Abseits des Marktes laden die Wehrtürme aus dem 14. Jahrhundert zum Erkunden ein (mit einem Museumspass ist der Eintritt möglich). Zwischendurch lohnt sich ein Abstecher in die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale, um die traditionelle estnische Weihnachtsdekoration zu bewundern. Wer es modern mag, sollte die Telliskivi Creative City besuchen (ein ehemaliges Industriegebiet, das sich zu einem Kunstzentrum entwickelt hat) und dort zeitgenössische estnische Designermode entdecken. Am Stadtrand, im Messezentrum Rocca al Mare, lockt das beleuchtete Weihnachtsdorf (mit einer Weihnachtswerkstatt) bis Neujahr als beliebtes Ausflugsziel für Familien.
Trier ist Deutschlands älteste Stadt (gegründet als Augusta Treverorum im Jahr 16 v. Chr.), und ihr Weihnachtsmarkt ist von dieser Geschichte durchdrungen. Stellen Sie sich vor, Sie nippen an … Glühwein Zwischen römischen Stadttoren und mittelalterlichen Kirchen gelegen, säumen Triers zwei Hauptmarktviertel die beiden UNESCO-Welterbestätten: die Porta Nigra (ein römisches Stadttor aus dem 2. Jahrhundert) und den Dom (eine rheinische Kirche aus dem 8. Jahrhundert). Dies ist Deutschlands einziger Weihnachtsmarkt, über dem ein 2000 Jahre altes Steintor thront – eine beeindruckende Kulisse, die in keiner modernen Stadt zu finden ist.
In den letzten Jahren hat der Trierer Weihnachtsmarkt auch über die Region hinaus Anerkennung gefunden: 2024 wurde er von einer europäischen Reiseplattform zum „Besten Weihnachtsmarkt Deutschlands“ gekürt. Lokale Verantwortliche loben die „zauberhafte Wintermärchen“-Atmosphäre, die durch die liebevoll dekorierten Holzbuden und regionalen Traditionen entsteht. Verglichen mit großen Märkten wie dem Tollwood-Markt in München oder dem Gendarmenmarkt in Berlin wirkt der Trierer Weihnachtsmarkt dennoch familiär. An Wochentagen abends trifft man hier oft mehr einheimische Familien als ausländische Reisegruppen. Das ermöglicht echte Begegnungen – manchmal sogar ein höfliches „Prost!“ von der Trierer Glühweinkönigin (ja, Trier hat tatsächlich eine einzigartige Glühweinkönigin). Glühwein Botschafter).
Trier war unter Konstantin Kaiserstadt, und die deutschen Kaiser hielten jahrhundertelang im Dom ihre Konzilien ab. Die Porta Nigra (lateinisch für „Schwarzes Tor“, aufgrund ihres dunklen Steins) war einst der Stadteingang. Heute erstreckt sich der östliche Weihnachtsmarkt um den Fuß der Porta, wo Marktstände und künstliche Kamine an die alten Steine angebaut wurden. In der Nähe steht eine Bronzestatue von Karl Marx (geboren in Trier), der während der Adventszeit eine Weihnachtsmannmütze trägt – ein witziger Kontrast.
Historischer Hinweis: Der Domplatzmarkt (eröffnet in den 1980er Jahren) greift die Legende auf, dass der heilige Nikolaus persönlich Trier besucht habe. Jedes Jahr am 6. Dezember (Nikolausfest) beschenken Schauspieler in Bischofsmützen die Kinder. Sie stellen sogar eine mittelalterliche Konzilsszene nach, in der Figuren des „Heiligen Römischen Kaisers“ Urkunden verleihen (eine spielerische Anspielung auf Triers kaiserliche Vergangenheit). Besucher können im Dom einer kurzen Weihnachtsmesse in altlateinischen Gesängen beiwohnen (die Plätze sind begrenzt, aber der Eintritt ist frei und Teil des Festprogramms).
Das Weihnachtsangebot in Trier ist geteilt. Porta Nigra Markt Eine Seite des alten Stadttors wird von über 70 Hütten eingenommen, in denen Kunsthandwerk und saisonale Speisen angeboten werden. Die Stände sind mit Tannengirlanden geschmückt, die die Bögen der Porta umranken – eine surreale Mischung aus Alt und Neu. Direkt gegenüber befindet sich ein kleinerer „Kindermarkt“ mit Nussknacker-Vorführungen und Spielen. Nur einen Block weiter, auf der anderen Seite des Domplatzes, liegt der Cathedral Market (Dom) mit rund 40 Ständen und einer großen zentralen Krippe aus Holzfiguren.
Lokale Spezialitäten dominieren die Speisekarten. Halten Sie Ausschau nach Reibekuchen (Kartoffelpuffer, serviert mit Apfelmus) und Winnich Senf (ein lokaler süßer Meerrettichsenf), der in Bratwürsten verwendet wird. Trier liegt in der Moselweinregion, daher Winzer-Glühwein Glühwein (aus lokalen Pinot-Rebsorten) ist ein Highlight – und wie man hört, wählt Trier sogar jedes Jahr eine Glühweinkönigin, die für ihn wirbt. Eine leichtere Getränkealternative ist Glühbier (Glühbier mit Nelken und Orange), das von einer lokalen Mikrobrauerei speziell für die Märkte gebraut wird. Süßigkeiten gibt es oft an den Verkaufsständen. Dominostein (Schichten aus Lebkuchen, Gelee und Marzipan, überzogen mit Schokolade) – ein Weihnachtsklassiker aus dem nahegelegenen Frankfurt, dessen Koblenzer Variante in Trier verkauft wird.
Praktische Informationen: Auf dem Markt Porta Nigra sind alle Stände barrierefrei zugänglich (gepflasterter Boden). Der Markt an der Burgruine (siehe unten) liegt auf einem Hügel und ist nicht für Kinderwagen geeignet. Die meisten Händler auf den Hauptmärkten akzeptieren Kartenzahlung. Öffentliche Toiletten (gebührenpflichtig) befinden sich unterhalb des Domplatzes (achten Sie auf den ausgeschilderten Zugang neben dem Basilikaeingang).
Wählen Sie ein Hotel in der Nähe des Hauptmarkts (Altstadt), um beide Marktviertel bequem erreichen zu können. Zu den einzigartigen Unterkünften gehört ein umgebautes Gasthaus aus dem 17. Jahrhundert neben dem Bischofsdom. Im Dezember liegen die Preise für ein Doppelzimmer bei etwa 70–120 €. Wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen möchten, übernachten Sie in einem der barocken Gästehäuser mit Blick auf die Mosel (der Blick auf die beleuchtete Brücke ist nachts spektakulär). Da es in Trier weniger Hotelketten gibt, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, insbesondere wenn Sie Ihren Aufenthalt mit einem Silvesterurlaub im nahegelegenen Luxemburg oder Karlsruhe verbinden möchten.
Geheimtipp: Die moderne Dachterrasse des Hotels Villa Hügel (westlich der Porta Nigra) ist ein beliebter Instagram-Hotspot. Hier kann man Getränke genießen und den Panoramablick auf das beleuchtete Stadttor und die Märkte bewundern. Ein Besuch kurz nach Einbruch der Dunkelheit lohnt sich besonders – dann erstrahlen die Marktlichter in vollem Glanz und der Duft von Gewürzen liegt in der Luft. An den Wochenenden nutzen Einheimische die Terrasse gerne als Aussichtspunkt für den Countdown zum neuen Jahr.
Trier eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Ausflüge zu anderen deutschen Sehenswürdigkeiten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in:
– Bernkastel-Kues: (45 km nördlich) Ein malerisches Weindorf mit Fachwerkhäusern; sein Markt stammt aus dem Jahr 1645. Heimat berühmter Riesling-Weinberge.
– Cochem: (90 km nördlich) Mit einem märchenhaften Schloss, das von Lichterketten erleuchtet wird; das Schloss beherbergt am 13. Dezember ein Lucia-Konzert.
– Luxemburg-Stadt: (50 km westlich) Nur einen kurzen Spaziergang von Trier entfernt, finden hier Märkte rund um die Kirche und das Schloss aus dem 10. Jahrhundert sowie eine gotische Krippe statt.
Diese Dörfer erreicht man am besten mit dem Mietwagen (die Straße ist kurvenreich, aber gut ausgebaut) oder im Rahmen einer geführten Tour. Wer mit dem Zug anreist, sollte über Koblenz fahren, um Bernkastel und Trier an einem Tag zu erreichen (2–3 Stunden pro Strecke).
Yorks mittelalterliches Herz verwandelt sich zur Weihnachtszeit in eine Fantasiewelt aus dem viktorianischen Zeitalter. Der Hauptmarkt (St. Nicholas Fair) erstreckt sich durch die Parliament Street und den St. Sampson's Square, überragt vom imposanten York Minster. Reihen von Chalets im Alpenstil (alle bewohnt von Kunsthandwerkern aus Yorkshire) erinnern an die Shambles aus der Globe-Ära. Ein lokaler Reiseführer bemerkt: „Yorks St. Nicholas Fair verwandelt die mittelalterliche Stadt in ein winterliches Dorf wie aus einem Dickens-Roman.“ Und das ist keine leere Behauptung – kostümierte Weihnachtssänger und Tipis mit knisternden Feuern (eine originelle Sitzgelegenheit um Lagerfeuer) schaffen Szenen wie aus einem Weihnachtsroman. Eine WeihnachtsgeschichteSogar die enge Gasse, die als „The Shambles“ bekannt ist, ist mit Kerzen und Kränzen geschmückt und vermittelt das Gefühl, zur Weihnachtszeit die Winkelgasse in echt zu sein.
Die Organisatoren legen Wert auf Gemeinschaft: Über 80 % der Stände werden von lokalen Unternehmen betrieben. Ein Händler aus Yorkshire brachte es auf den Punkt: „Man kommt hierher, um Nachbarn zu unterstützen, nicht Amazon!“ Handgenähte Wollwaren, Räucherlachs und Glühwein von der Küste sind reichlich vorhanden. Yorks zahlreiche historische Gebäude spiegeln sich auch darin wider, dass Dekorationen oft von mittelalterlichen Balkonen hängen. Das Ergebnis: eine warme, handgemachte Atmosphäre, ganz anders als bei einem Massenbetrieb.
York ist eng mit der viktorianischen Weihnachtstradition verbunden. Im 19. Jahrhundert wurden in der Stadt Theaterpantomimen aufgeführt, die an die Märchen von Charles Dickens erinnerten. Der Legende nach besuchte Dickens York und ließ sich von den Straßen inspirieren, weshalb die Stadt diese Verbindung pflegt (obwohl Dickens' eigene Weihnachtsgeschichten größtenteils in London spielen). Jedes Jahr eröffnet der Oberbürgermeister von York den Weihnachtsmarkt mit einer Rede vom Balkon des Münsters und erinnert damit an den in York geborenen Bischof von 1850, der sich für die Tradition des Weihnachtsmanns in den Kirchen der Stadt einsetzte. Der Markt spiegelt auch Dickens' soziale Themen wider: Die nahegelegene St.-Nikolaus-Kirche (die für Tagesbesichtigungen geöffnet ist) veranstaltet Spendenaktionen, und das benachbarte JORVIK Viking Centre bietet einen geisterhaften „Weihnachts-Geisterspaziergang“ an, der nordische Weihnachtsmärchen mit Yorks Vergangenheit verknüpft.
Der Markt in York gliedert sich in zwei Hauptzonen. Parliament Street: Ein langer Abschnitt, gesäumt von etwa 50 Chalets; hier findet man typische Weihnachtsleckereien und Yorkshire-Kunsthandwerk (Wollmützen, handgemachtes Fudge, lokaler Gin). St. Sampson's Square: Am südlichen Ende befindet sich ein historischer, gepflasterter Platz (einst ein Wikingerhafen); hier stehen weitere 20 Stände sowie eine beheizte Tipi-Bar namens „Thors Tipi“. Die Shambles selbst (heute tagsüber eine Fußgängerzone) beherbergt ein Feinschmeckerviertel Über Kopfsteinpflaster – Gyros, handwerklich hergestellter Käse und Yorkshire Pies verwandeln die Mittagszeit in ein Straßenfest. Die Stadt bietet sogar noch Extras wie einen Eisskulpturenpfad durch die Stadt und Weihnachtslieder bis spät in die Nacht auf dem Münsterplatz.
Britische Weihnachtsleckereien stehen im Mittelpunkt. Sie werden finden Mince Pies (Einzeln portionierte, gewürzte Obstkuchen) fast überall erhältlich (1–2 £ pro Stück). Ein lokales Fest ist Yorkshire-Pudding-WrapEin riesiger Pudding (typischerweise für Roastbeef), gefüllt mit Truthahn, Füllung und Preiselbeersauce – ein Experiment eines Markthändlers, das zu einer skurrilen Tradition wurde. Dazu passt Glühwein. Glühwein (lokaler, gewürzter, warmer Apfelwein) und Yorkshire Ale mit winterlichen Gewürzen. An kalten Abenden verteilen Händler oft kleine Becher mit Glühwein-Lebkuchen-Latte – ein Innovationscafé.
Hinweis zur Barrierefreiheit: Yorks berühmtes Kopfsteinpflaster kann tückisch sein. Die Stadt bietet einen Lageplan zur Barrierefreiheit an: Die Stände von St. Sampson's und die Parliament Street sind relativ eben, der Shambles Market hingegen hat unebene Steine. Rollstuhlgerechte Toiletten (mit Wickelmöglichkeit) befinden sich im hinteren Bereich des St. Sampson's Centre in der Silver Street.
Für ein stimmungsvolles Ambiente empfiehlt sich eine Unterkunft in der Nähe des Münsters/Clifford's Tower oder am Flussufer auf der Halbinsel Bishophill (ruhig und dennoch nur 10 Gehminuten von den Märkten entfernt). Die historischen Gasthöfe in der Micklegate (Baujahr 2019) bieten holzgetäfelte Zimmer, die nach altem Pergament und Kaminholz duften – rechnen Sie in der Hauptsaison mit etwa 120 £ pro Nacht. Preisgünstige Alternativen sind Studentenwohnheime (die in den Weihnachtsferien oft umgebaut werden) oder kleine Pensionen in der Nähe der Shambles (die idyllische Ruhe am Freitag ist ein Genuss). Da Winterveranstaltungen oft bis spät in die Nacht dauern, sollten Sie sich erkundigen, ob Ihre Unterkunft Ohrstöpsel bereitstellt oder die Nachtruhe einhält – die mittelalterlichen Mauern lassen die Märkte hallen.
Ein kürzerer Aufenthalt in York ist erst komplett, wenn man abends durch die Shambles-Gasse schlendert, wenn Laternen die Vordächer aus dem 14. Jahrhundert in ein magisches Licht tauchen. Geistertour Durch die engen Gassen schlendern Sie, wo die Einheimischen von viktorianischen Geistern erzählen, die angeblich von den Weihnachtsfeierlichkeiten heimgesucht werden. Tagsüber können Sie den Clifford's Tower (einen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert) besichtigen, der mit einer Kunstinstallation in Form eines „Weihnachtskranzes aus Feuer“ gekrönt ist, oder die schatzreichen Museumsräume im Inneren des Münsters besuchen (dort werden mitunter historische Krippen ausgestellt). Auf der anderen Seite des Flusses Ouse findet an einem Wochenende im Dezember in der restaurierten Merchant Adventurers' Hall ein viktorianischer Weihnachtsmarkt statt (mit Gesellschaftsspielen und heißen Mince Pies).
Valkenburg zeichnet sich dadurch aus, dass es seine Weihnachtsstimmung buchstäblich verkauft. UntergrundIn der kleinen Stadt Valkenburg in Limburg verbergen sich drei Weihnachtsmärkte in alten Mergelsteinhöhlen unter der Erde – ein unvergleichliches Erlebnis. Besucher steigen durch Tunnel hinab in die sanft beleuchtete Fluweelengrot (Samthöhle) und die Gemeentegrot, die beide im Mittelalter in den Fels gehauen wurden. In diesen kühlen Höhlen (konstant ca. 12 °C) teilen sich Holzchalets den Raum mit Überresten der Grottenkunst aus dem 19. Jahrhundert. Draußen bilden die Ruinen der Burg Valkenburg auf dem Hügel (direkt neben einem dritten Markt am Marktplatz) eine märchenhafte, gotische Kulisse. 2025 wurde Valkenburg sogar zum „Besten Weihnachtsmarkt der Niederlande“ gekürt und belegte den 7. Platz im europäischen Wettbewerb. Unter niederländischen und deutschen Besuchern ist der Weihnachtsmarkt längst kein Geheimnis mehr (mit Hunderttausenden von Besuchern), doch ausländische Reisende besuchen selten mehr als die Weihnachtsmärkte in Amsterdam oder am Rhein.
Die Höhlen von Valkenburg (entstanden durch jahrhundertelangen Mergelabbau) dienten in Kriegen als geheime Verstecke und im 20. Jahrhundert als Partyhöhlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete ein ehemaliger Bergmann, der zum Schausteller geworden war, die Samthöhle für Besucher; in den 1980er Jahren entstanden dort Weihnachtsmärkte. Die Innenräume der Märkte bewahren den skurrilen Charme vergangener Jahrzehnte – man denke an Krippenszenen in Grotten und 20 Meter lange, in Nischen geschnitzte Weihnachtsmannschlitten. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und zugleich wundervoll: das Echo von Weihnachtsliedern hallt zwischen den feuchten Steinwänden wider, und in Nischen sind Figuren des Heiligen Nikolaus eingemeißelt. Die Temperaturen sind konstant, sodass es angenehm kühl ist und man warmen Glühwein (oder den lokalen) genießen kann. Bier aus Limburg Glühbier) extra tröstlich.
Historischer Hinweis: Im Jahr 2025 wurden die Weihnachtsmärkte von Valkenburg international mit drei Preisen ausgezeichnet, darunter „Europas beste Weihnachtsmarktparade“ und „Bester niederländischer Weihnachtsmarkt“. Die Stadt wirbt mit dem Slogan: „Weihnachtsstadt“ – Jede Straße und jedes Geschäft ist in Rot und Gold geschmückt.
Wichtige Standorte: Samthöhlenmarkt (Samthöhle) – die größte, mit etwa 100 Ständen, die sich durch Höhlen und einen offenen Innenhof schlängeln (Sa. 27. Dez.: Einzigartige Skulptur mit LED-Beleuchtung). Städtischer Höhlenmarkt (Städtische Höhle) – kleinerer, gemütlicher Markt mit Krippendarstellungen. Burgruinenmarkt – oberirdisch, auf den niedrigen Burgterrassen und dem Platz, mit lebenden Schafen und den Burgtürmen darüber. Alle drei sind normalerweise in einem Kombiticket enthalten.
Einzigartige Fundstücke: Lokal hergestellt Holländische Sirupwaffeln (Waffeln mit dünnem Sirup) werden oft direkt vom Kohleofen serviert, damit sie schön knusprig sind. Probieren Sie Limburg Gem (geräucherte Wurst aus Vilt), die mit Senf serviert wird. Niederländische Spezialitäten wie Pfannkuchen (Mini-Pfannkuchen mit Puderzucker) und Donuts (donutartige Krapfen) sind allgegenwärtig. Eine überraschende Delikatesse: gegrillter Aal (geräucherter Aal) aus der Maas wird oft an Ständen gegrillt – eine Limburger Delikatesse.
Zugänglichkeit: Die Höhlen sind über Stufen und unebene Wege nicht barrierefrei. Der Burgmarkt und das Stadtzentrum hingegen sind ebenerdig. Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität bietet die Touristinformation (im Schloss) an einigen Orten Rampen und eine virtuelle Höhlentour per VR-Brille an.
Valkenburgs kleiner Ortskern ermöglicht es Ihnen, in einer der vielen örtlichen Pensionen zu übernachten und die Märkte bequem zu Fuß zu erreichen. Allerdings ist der Dezember die Hauptsaison. Beliebte Unterkünfte sind originelle Themenhotels (z. B. die Santa's Village Lodges) und ehemalige Pensionen mit Höhlen als „Weinkeller“. Die Preise liegen im Winter durchschnittlich zwischen 75 und 130 € pro Nacht. Maastricht (20 km nördlich) bietet ebenfalls Weihnachtsmärkte und mehr Hotelkapazitäten (allerdings sollten Sie dort die Anreise mit Zug oder Bus einplanen). Camping ist in der Region im Winter nicht möglich, aber das nahegelegene Valken Adventure (2 km entfernt) vermietet ganzjährig Hütten zu Hostelpreisen.
Verpassen Sie nicht Lichterparade – ein berühmter, beleuchteter Festwagenumzug, der an den Wochenenden im Dezember durch die Stadt führt (genaue Termine entnehmen Sie bitte den lokalen Veranstaltungshinweisen). Außerdem … Weihnachtslieder auf leuchtenden (klingenden) GlockenBesuchen Sie die Marienkapelle (Kapelle Unserer Lieben Frau aus dem 10. Jahrhundert) nach Marktschluss; um 21:00 Uhr findet dort ein mittelalterliches Glockenkonzert im Kerzenschein statt, eine wunderschöne lokale Tradition. Nach Einbruch der Dunkelheit folgen Sie dem Weg. WeihnachtslichterspaziergangEin mit Laternen markierter, beleuchteter Weg führt durch die bewaldete Umgebung von Valkenburg und endet an einem Lagerfeuer am Fluss. Für Erstbesucher sind diese Wege weniger offensichtlich, aber Einheimische erfreuen sich daran – fragen Sie am Ticketschalter der Höhle oder in der Touristinformation nach.
Colmar im Elsass wirkt, als hätte Disney das Dorf aus „Die Schöne und das Biest“ nach diesem Vorbild gestaltet. Fünf verschiedene Marktplätze reihen sich durch die Fachwerkgassen, eingerahmt von pastellfarbenen Giebelhäusern und Kanälen. Es handelt sich hier nicht nur um einen einzelnen Platz, der zu Weihnachten seine Pforten öffnet – die gesamte Altstadt erstrahlt im Lichterglanz. Jeder Platz hat sein eigenes kleines Thema: die Place des Dominicains mit ihrer gotischen Kirche im Hintergrund, die Place de l'Ancienne Douane am Renaissance-Warenhaus Koïfhus, die Place Jeanne d'Arc mit regionalen Spezialitäten, die „Klein-Venedig“-Place des Six Montagnes-Noires für Kinder und ein Kunsthandwerkermarkt im Koïfhus selbst. Gourmetmarkt Das Angebot von 9 von Köchen geführten Chalets auf der Montagne Verte setzt neue Maßstäbe für Feinschmecker.
Das Ergebnis ist wohl Europas größtes fotogen Colmar ist ein beliebtes Weihnachtsziel. Die Grachten verwandeln sich in eine spiegelnde Fläche für die mit Laternen beleuchteten Marktstände (besonders Kinder lieben es, die Enten im leichten Schneefall zu füttern). Selbst tagsüber, wenn es voll ist, wirkt der Markt nie endlos; jeder Markt bietet einzigartiges Kunsthandwerk oder regionale Produkte. Und da Colmar nur 20 Minuten von der deutschen Grenze entfernt liegt, hört man oft eine Mischung aus Französisch und Deutsch.
Das Elsass hat deutsch-französische Wurzeln, die sich sowohl in der Dekoration als auch in den kulinarischen Köstlichkeiten widerspiegeln. Die Märkte von Colmar sind voll von Straßburger Ornamenten und elsässischer Keramik. Eine lokale Spezialität ist züchten – eine Vielzahl an Gewürzkeksen (wie Anis-, Zimtstern- und Honigkekse), die an jedem Stand erhältlich sind. Glühwein (Heißwein) ist hier typischerweise leichter und süßer als deutscher Wein. GlühweinOft wird dazu ein Schnaps oder Pflaumenbrand von den Handies gereicht. Und Heiligabend (la Réveillon) ist ein großer Festabend: Die Einheimischen essen. Weihnachtssauerkraut (Weihnachts-Sauerkraut mit Würstchen und Schinken) oder Foie grasMarkthändler verkaufen Päckchen mit Foie-gras-Mousse oder elsässischer Preiselbeermarmelade, die sich hervorragend als Geschenk eignen.
Colmars Nachtleben ist einzigartig: Viele Geschäfte haben während der Adventszeit bis 22:00 Uhr geöffnet, und der Gourmetmarkt sowie das Riesenrad sind sogar noch bis zum 4. Januar geöffnet, obwohl die Chalets bereits am 29. Dezember schließen. Das bietet Besuchern, die mehrere Tage bleiben möchten, mehr Flexibilität. Merken Sie sich außerdem den 25. und 26. Dezember vor: Während die Hauptmärkte pausieren (am 24. ist ein verkürzter Tag, am 25. geschlossen), bleiben ein besonderer Weihnachtsmarkt in der Halle am Place Rapp und der Gourmetmarkt auf der Montagne Verte bis zum 4. Januar geöffnet. So ist der erste Weihnachtsfeiertag in Colmar alles andere als ein Geistertag.
Praktische Informationen: Die Märkte von Colmar laufen vom 25. November bis zum 29. Dezember 2025Der Gourmetmarkt (auf der Montagne Verte) bleibt bis zum 4. Januar geöffnet.
Die elsässische Küche vereint französische Finesse mit deutscher Herzhaftigkeit. Auf dem Markt: Probieren Sie Flammkuchen (Fladenbrot mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speckwürfeln) wird an Straßenständen aus Holzöfen verkauft. Für Süßigkeiten halten Sie Ausschau nach Angriff (Warmes Briochegebäck in Form kleiner Figuren, oft pur oder mit Schokolade). Getränketechnisch: Glühwein Oft werden lokale Gewürztraminer oder Riesling verwendet, die mild mit Zimt und Nelken gewürzt sind; vergleichen Sie es mit dem Heißer Glühwein (Apfelwein) wird in der Nähe des Rathauses angeboten und ist ebenfalls sehr beliebt. Weihnachtsporridge mit Trockenfrüchten (Milchreis) wird an einigen Ständen als Snack angeboten. Schließlich können Sie sich eine kostenlose Kostprobe sichern am Elsässer Weinglasständer – Gegen eine Kaution von wenigen Euro können Sie bei einem Spaziergang über den Platz eine Auswahl regionaler Weine (Gewürz, Pinot Noir) genießen.
Lokale Hinweise: An Wochenenden mit hohem Besucheraufkommen empfiehlt es sich, im Voraus einen Tisch zu reservieren, wenn Sie in einem Restaurant essen möchten – viele Restaurants sind ausgebucht. Beachten Sie außerdem, dass am 31. Dezember besondere Öffnungszeiten gelten (prüfen Sie den Fahrplan des Riesenrads, wenn Sie Silvester anreisen, da es manchmal später öffnet).
Suchen Sie sich ein Hotel innerhalb der Stadtmauern oder in den angrenzenden Vierteln (St. Joseph, Unterlinden). Charmante Bürgerhäuser wurden in Gästezimmer mit blumengeschmückten Balkonen umgewandelt – die Zimmer kosten zwischen 80 und 150 €. Für einen unvergesslichen Aufenthalt bietet sich das „Historic Domaine d'Or“ (in einem Weingut aus dem 15. Jahrhundert) an, das mit dem Shuttlebus schnell zu erreichen ist. Bei frühzeitiger Reservierung können Sie dort auch eine persönliche Weinprobe buchen. Familien bevorzugen vielleicht eine Ferienwohnung an den Kanälen, da sie dort eine Küche haben und anschließend am Flussufer Raclettekäse genießen können.
Geheimtipp: Die Rue des Écoles (die kleine, von Lichterketten geschmückte Straße in Petite Venise) ist ein beliebter Ort für Abendfotos. Wer es abends etwas ruhiger mag, sollte einen Block weiter nördlich zur Rue Turenne gehen, wo Lichter über den rustikalen Fachwerkhäusern hängen – man fühlt sich wie ein Einheimischer, der eine versteckte Gasse entdeckt.
Eine Fahrt durch die angrenzenden Weindörfer ist eine stimmungsvolle Abwechslung. Die schönsten kleinen Märkte sind: Kaysersberg (traditionelle Holzhütten rund um eine Burg aus dem 13. Jahrhundert) und Ribeauvillé & Riquewihr (Autofreie Altstädte aus dem 15. Jahrhundert mit speziellen mittelalterlichen Märkten). Viele finden nur am Wochenende statt. Weitere Highlights: Weihnachtsdorf Mulhouse (10 Minuten Zug) und Eguisheim (Sieben konzentrische Reihen von Chalets hinter Wehrmauern). Zur festlichen Weinstimmung der Region gehören auch kostenlose Weinproben (probieren Sie einen Weihnachtspflaumenwein). Eintracht) und Weihnachtsbeleuchtungen, die oft bis in den Januar hinein zu sehen sind. Diese runden eine einwöchige Elsass-Reise ab.
Wählen Anfang bis Mitte Dezember Für all diese Märkte gilt: Die meisten beginnen Ende November; ab der zweiten Dezemberwoche reisen dann vor allem Familien und Schulgruppen an. Innerhalb einer Woche empfiehlt sich ein Besuch von Dienstag bis Donnerstag. Vermeiden Sie Wochenenden (insbesondere den späten Nachmittag), da sich der Andrang durch die vielen Tagesausflügler verdoppelt. Für die Tageszeit ist es am ruhigsten: Morgens (von der Öffnung bis 12 Uhr) ist es am schönsten, das Licht ist optimal zum Fotografieren und man hat die Möglichkeit, mit den Händlern beim Aufbauen ins Gespräch zu kommen. Am frühen Abend (17–19 Uhr) ist die Weihnachtsbeleuchtung besonders schön und die Stimmung fröhlich, allerdings ist es dann auch voller.
Saisonale Hinweise: Falls Sie nur eine Reise unternehmen können, beachten Sie die zeitliche Abfolge der Märkte. Sibiu und Valenkenburg öffnen beispielsweise Mitte November, Riga und Trier folgen Ende November, während York und Colmar bis zum 21./23. Dezember geöffnet sind. Sollte Ihre Reise Ende Dezember/Anfang Januar stattfinden, denken Sie daran, dass einige Märkte vom 22. bis 24. Dezember geschlossen sind (wie Trier und York), während andere bis Neujahr geöffnet haben (Riga, Tallinn, Colmars Gourmetmärkte). Prüfen Sie daher immer den aktuellen Kalender (in Colmar finden beispielsweise Sondermärkte bis zum 4. Januar statt).
Planungshinweis: Alle in diesem Artikel genannten Daten beziehen sich auf Januar 2026. Die genauen Öffnungszeiten für Weihnachten 2026 können sich um einige Tage verschieben (viele Städte geben den Spielplan für die kommende Saison im Frühjahr bekannt). Speichern Sie die Webseiten der lokalen Tourismusverbände (z. B. Sibiu, Colmar) für offizielle Aktualisierungen.
Innerhalb des Landes bieten europäische Züge und Busse gute Verbindungen. Beispielsweise ist die Strecke von Riga nach Tallinn mit dem Bus (LuxExpress) in 4 Stunden oder mit dem Auto (3,5 Stunden durch Wälder) bequem zu bewältigen. In Frankreich und Deutschland kann man von Trier nach Colmar mit dem Zug Trier–Luxemburg–Saarbrücken fahren (ca. 4 Stunden). York lässt sich gut mit anderen britischen Städten kombinieren (z. B. London–York direkt in 1 Stunde 15 Minuten mit LNER). Beachten Sie, dass der öffentliche Nahverkehr in diesen kleineren Städten oft nur spärlich ist – die meisten Sehenswürdigkeiten und Märkte sind zu Fuß oder mit lokalen Shuttlebussen erreichbar. Mietwagen erleichtern das Erkunden kleinerer Städte (insbesondere in Rumänien und Limburg), aber Vorsicht beim Fahren im Winter, wenn Schnee vorhergesagt ist (in den Alpen sind Spikereifen üblich, in der Stadt jedoch nicht).
Geheimtipp: Für die Planung mehrerer Märkte sollten Sie Städtepaare mit ähnlicher geografischer Lage nutzen. Zwei Top-Kombinationen: (1) Doppelbesuch im Baltikum: Riga + Tallinn – 5–6 Tage mit direkter Nachtzug- oder Busverbindung, wobei zwei UNESCO-geschützte Altstadtmärkte in einer Reise kombiniert werden. (2) Rhein-Mosel-Rundkurs: Trier + Colmar – 5 Tage Fahrt durch das malerische Tal (Zwischenstopps in Trier und Koblenz, dann Weiterfahrt nach Colmar über Straßburg). Bitte beachten Sie die Währungsumrechnung (z. B. £ in York, zł/RON usw.).
Buchen Sie für Reisen im Dezember mindestens 3–4 Monate im Voraus (August–September), insbesondere an Wochenenden mit hohem Besucheraufkommen. Boutique-Pensionen sind beliebt – achten Sie auf Namen mit „Chambres d'hôtes“ oder „Pension“. Filtern Sie auf Booking.com nach „Ausstattung: Kostenlose Stornierung“, um Ihre Reisedaten flexibel anpassen zu können. In Hostels oder Hotels sind Doppelzimmer schneller ausgebucht als Einzelzimmer; ein Einzelzimmer pro Person ist oft günstiger, daher sollten Sie beim Teilen von Zimmern vorsichtig sein. Erwägen Sie Unterkünfte außerhalb der Stadt: z. B. Hotels in Maastricht oder Köln für Valkenburg; Basel oder Straßburg für Colmar; Flughafenhotels in Riga (mit Shuttle), um Kosten im Stadtzentrum zu sparen. Prüfen Sie, ob Ihr Hotel weihnachtliche Dekorationen anbietet (einige Gasthäuser im Elsass und in Tallinn sind weihnachtlich geschmückt).
Packtipp: Das Wetter wird kühl sein: Die durchschnittlichen Höchstwerte liegen bei 0–5 °C, nachts oft unter dem Gefrierpunkt. Packen Sie Funktionsunterwäsche, Wollsocken, Mütze, Schal und Handschuhe ein. Denken Sie auch an eine wasserdichte Außenschicht (Schnee ist möglich). Festes Schuhwerk ist unerlässlich – Kopfsteinpflaster kann rutschig sein. Viele Märkte finden im Freien auf Steinen statt, bringen Sie daher vorsichtshalber Ersatzsocken mit. Ein kleines Taschenstativ ist praktisch für Nachtaufnahmen. Und denken Sie natürlich an Kleidung, die Sie abwechselnd in warmen Innenräumen (Cafés, Straßenbahnen) und eisigen Außenbereichen tragen können.
Nachfolgend sind die typischen Tageskosten für jedes Reiseziel aufgeführt (ausgenommen Flüge/größere Verkehrsmittel), basierend auf moderatem Reiseverhalten (kleine Pension oder 3-Sterne-Hotel, öffentliche Verkehrsmittel, Mahlzeiten auf dem Markt):
| Ziel | Tägliches Budget | Täglich im mittleren Preissegment | Unterkunft/Nacht | Marktmahlzeit | Glühwein (0,3 l) | Luxusartikel |
| Riga | 60–80 € | 100–130 € | 40–90 € | 8–12 € | 3–4 € | Verkostungsrunde im Tavern of Blackheads |
| Hermannstadt | 45–65 € | 75–100 € | 30–70 € | 6–10 € | 2–3 € | aschebedeckt Makel Wurstabendessen |
| Tallinn | 70–90 € | 110–150 € | 50–100 € | 10–15 € | 4–5 € | Mittelalterliches Speisen in der Olde Hansa |
| Trier | 90–120 € | 140–180 € | 70–120 € | 12–18 € | 4–5 € | Weinprobe-Kreuzfahrt auf der Mosel |
| York | 80–110 £ | 130–170 £ | 70–130 £ | 10–15 £ | 4–6 £ | Weihnachtsessen in einem historischen Pub |
| Valkenburg | 75–100 € | 115–150 € | 60–110 € | 10–15 € | 4–5 € | Private Höhlentour-Erfahrung |
| Colmar | 95–130 € | 150–200 € | 80–140 € | 12–18 € | 4–6 € | Elsässer Weinprobe mit verschiedenen Jahrgängen |
Tipps zum Geldsparen: Buchen Sie Ihre Unterkunft mindestens drei Monate im Voraus und ziehen Sie Hostels oder Airbnbs außerhalb des Zentrums in Betracht (z. B. Maastricht für Valkenburg; die Umgebung von York). Viele Märkte haben ein Pfandsystem für Tassen – geben Sie Ihre Keramiktasse zurück und erhalten Sie 1–2 € zurück. Teilen Sie sich auf Märkten Mahlzeiten (z. B. halbe Portionen Glühwein oder Apfelwein), um Getränkekosten zu sparen. Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr (z. B. die Straßenbahnkarte in Tallinn) können die Reisekosten reduzieren. Für günstige Flüge beobachten Sie im Voraus die Angebote von Billigfluggesellschaften zu den Flughäfen der Städte (z. B. Ryanair nach Riga; Wizzair nach Sibiu).
Wichtigste Ausgaben: Angesichts des thematischen Rahmens kann es reizvoll sein, sich ein ganz besonderes Erlebnis zu gönnen: ein Weihnachtskonzert in der römischen Basilika von Trier, eine Kutschfahrt durch die Kopfsteinpflastergassen von York, eine Gourmet-Verkostung auf dem Feinkostmarkt von Colmar oder sogar eine Übernachtung im Pferdeschlitten durch die Wälder des Baltikums. Diese Extras kosten zwar 50 bis 100 Euro, schaffen aber unvergessliche Urlaubserinnerungen.
Neben den sieben hier vorgestellten Städten zählen auch Vilnius (Litauen), Sibiu (Rumänien) und Bozen (Italien) zu den weniger bekannten Geheimtipps. Unsere Favoriten – Riga, Tallinn, Sibiu, Colmar, Trier, York und Valkenburg – bieten jedoch allesamt ein authentisches und umfassendes Erlebnis abseits des Massentourismus. Da sie sich über verschiedene Regionen erstrecken, können Sie Ihre Wahl ganz nach Ihren Interessen treffen.
Typischerweise NEINDie meisten großen europäischen Märkte schließen am 25. Dezember. Beispielsweise schließen Sibiu, Trier und York am Abend des 24. Dezember und öffnen wieder am 26. Dezember oder Anfang Januar (die Hauptmärkte in Colmar schließen ebenfalls, eine Markthalle mit Feinkostangeboten bleibt jedoch bis zum 4. Januar geöffnet). Bitte informieren Sie sich immer über die genauen Termine der einzelnen Städte.
Valkenburg ist bei Kindern sehr beliebt (Höhlenabenteuer und Schloss mit Weihnachtsmann-Grotte). York lockt mit Karussells und märchenhaften Kulissen. In Tallinn und Colmar gibt es gemütliche Fahrgeschäfte und festliche Tiere auf den Märkten. Sibiu bietet außerdem eine kleine Eisbahn. Eltern loben oft das ausgewogene Angebot dieser Märkte, das sowohl kinderfreundliche Aktivitäten als auch Vergnügungen für Erwachsene bietet.
Probieren Sie in Riga und Tallinn lokale Würste mit Sauerkraut, Blutwürsten (Verivorst) und Lebkuchen (Piparkoogid). Genießen Sie in Sibiu Kohl (Kohlrouladen) oder KuchenIn ganz Osteuropa, Glühwein wird genannt Glühwein/HõõgveinOft wird es mit lokalem Beerenwein (Preiselbeere, Schwarze Johannisbeere) aromatisiert. Probieren Sie unbedingt auch den Rigaer Kräuterlikör Schwarzer Balsam und estnischen Met, falls er angeboten wird.
Besuchen früh in der Saison (Ende November bis Anfang Dezember) und an WochentageKommen Sie am besten gleich morgens zur Marktöffnung oder am Nachmittag nach der Schule/Arbeit. Kleine Märkte wie die in Riga oder Sibiu sind im Vergleich zu München oder Paris deutlich weniger touristisch, aber meiden Sie nach Möglichkeit Samstage. Eine Kombinationsreise unter der Woche (z. B. ein Besuch in Tallinn und Riga direkt nacheinander) verteilt den Andrang besser.
Ja! Viele Enthusiasten planen 2–4 Markttouren am Stück mit Zug oder Auto. Beispielsweise könnten Sie die Ostseeroute (Riga→Tallinn) oder die Rheinroute (Trier→Colmar→Straßburg) befahren. Die Entfernungen zwischen unseren Empfehlungen sind moderat: Riga–Tallinn ca. 4 Stunden, Trier–Colmar ca. 4 Stunden. Nachtzüge und -busse verkehren auf einigen Strecken, oder Sie mieten sich ein Auto, um flexibler zu sein. Planen Sie 1–2 Tage pro Stadt zuzüglich An- und Abreisezeit ein.
Grundsätzlich ja. Alle vorgestellten Städte sind politisch stabil und verfügen über eine gute touristische Infrastruktur. Bis Ende 2025 hat sich der Reiseverkehr in Europa nach der Pandemie wieder normalisiert. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen für Winterreisen gelten: Achten Sie nach Schneefall auf glatte Gehwege und seien Sie in belebten Gegenden vorsichtig vor Taschendieben (obwohl unsere versteckten Märkte deutlich weniger Touristen anziehen als die Märkte in Großstädten). Behalten Sie die Wettervorhersage im Auge und planen Sie bei Schneefall mehr Zeit für Zugfahrten ein.
Glühwein (oder Glühwein In Skandinavien ist es ein heißer, gewürzter Wein, ähnlich wie Glühwein. In Deutschland und im Elsass (z. B. Trier, Colmar) ist es meist Rotwein mit Zimt, Nelken und Zitrusfrüchten. Im Baltikum (Riga/Tallinn) findet man Varianten mit Beerenweinen oder sogar Apfelwein. Welcher der „beste“ ist, ist Geschmackssache, aber Tallinn bietet Dutzende von Sorten – probieren Sie Cranberry-Kirsche oder Himbeer-Johannisbeere. Achten Sie immer auf die lokale Note (z. B. pfeffriger Ingwer in Riga oder scharfer Apfelwein). Glühwein (mit Mandeln).
Die Städte im Osten Europas sind in der Regel preisgünstiger. Sibiu und Riga gelten in vielen Reiseumfragen als die günstigsten Städte Europas; hier sind Unterkunft und Verpflegung 30–50 % günstiger als in Paris. Tallinn und Valkenburg liegen im mittleren Preissegment. York und Colmar (sowie Trier) sind teurer und entsprechen dem westeuropäischen Standard. Budgetreisende können ihr Budget optimal nutzen, indem sie in Riga oder Sibiu in Schlafsälen oder Pensionen übernachten und an Straßenständen essen.
Jedes Reiseziel ist anders. Die Märkte in Riga, Tallinn, Sibiu und York bestehen größtenteils aus ebenen Kopfsteinpflasterbereichen – mit Vorsicht begehbar, wobei vereiste Stellen tückisch sein können. Die Höhlen von Valkenburg sind nicht Rollstuhlgerecht (viele Treppen). Der Markt an der Porta Nigra in Trier ist ebenerdig, der Markt an der Burgruine hingegen uneben. Die Freiluftmärkte in Colmar verfügen über ebene Wege, bis auf einige Brücken. Für detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte an das örtliche Tourismusbüro oder besuchen Sie die Website des jeweiligen Marktes.
Letzte Aktualisierung: Januar 2026