Würden Sie hier übernachten?

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Eingebettet unter einer schwedischen Stadt beherbergte die Silbermine von Sala einst ein Schlafzimmer 155 Meter unter der Erde – lange Zeit als „tiefste Hotelsuite der Welt“ angepriesen. Abenteuerlustigen bot sie eine Nacht in einer in den Fels gehauenen Kammer, erleuchtet von Kerzen und Kronleuchtern, während sich der Atemnebel mit dem Tropfen fernen Wassers vermischte. In dieser Stille lag ein Zauber in der Luft: Die Kühle der 2 °C kalten Stollen wich behaglichen 18–19 °C in der beheizten Suite. Dieser Reiseführer ist eine aktualisierte Version (2024) dieser Geschichte – er beginnt mit der überraschenden Schließung der Minensuite, beleuchtet dann vier Jahrhunderte Bergbaugeschichte, erzählt lebhaft von dem unterirdischen Aufenthalt, stellt heutige Touren und Unterkünfte vor und präsentiert schließlich vergleichbare, einzigartige Unterkünfte weltweit.

Nach mehr als einem Jahrzehnt, in dem der Öffentlichkeit ein Stück unterirdischen Luxus geboten wurde, ist die Suite in der Sala Silver Mine nicht mehr verfügbar. 2024 gaben die Betreiber bekannt, dass das Buchungsprogramm dauerhaft eingestellt wurde, und die Kammer wird nun als Lagerraum genutzt. Die Mine selbst bleibt als Museum und Aktivitätszentrum geöffnet.

Aktueller Stand (Stand 2024)

Was war die Sala Silver Mine Hotel Suite?

Das tiefste Hotelzimmer der Welt

Die unterirdische „Suite“ der Sala-Silbermine wurde buchstäblich aus der Geschichte herausgearbeitet. In einer in 155 Metern Tiefe angelegten Kammer betraten die Gäste einst einen Raum, der an einen viktorianischen Salon unter der Erde erinnerte. Wände aus Silber und Gestein umrahmten ein Doppelbett, flankiert von Öllampen und Messingkronleuchtern; eine voll ausgestattete Bar und ein mit Eis gefüllter Kühlkeller boten Champagner auf Eis. Ein persönlicher Gastgeber begleitete die Gäste während ihrer Übernachtung (die stets im Anschluss an eine Führung durch die Mine stattfand) und servierte ihnen ein Gourmet-Abendessen und -Frühstück aus regionalen schwedischen Zutaten. Einer Erzählung zufolge stieg der Gastgeber jeden Abend hinab, um den Tisch für das Frühstück zu decken, und tauchte dann im Morgengrauen wieder auf, sodass das verliebte Paar friedlich im Kerzenschein erwachen konnte.

Dies war kein rustikaler Campingurlaub: Die Kammer verfügte über elektrisches Licht und Heizung, die über einen Lastenaufzug mit Strom versorgt wurden, der die tiefsten Tiefen mit der Oberfläche verband. Dennoch war das Abenteuer absolut. Schwere Stiefel und Jacken wurden vor dem Schlafengehen gegen Schlafsäcke getauscht; Handys kamen nie an (die Gäste nutzten eine Gegensprechanlage, um die Mitarbeiter an der Oberfläche zu erreichen). Die surreale Abgeschiedenheit bedeutete, dass die Gäste die gesamte Mine über Nacht für sich allein hatten – abgesehen von ihrem Gastgeber und den Echos der Geschichte. (Beim Klappern der alten Eisenleiter oder beim Plätschern von Wasserpfützen in der Nähe konnte man sich fast die Schritte der Bergleute aus vergangenen Jahrhunderten vorstellen.) In ihrer Blütezeit trug die Suite der Sala Silvergruva den offiziellen Titel „tiefstes Hotelzimmer der Welt“, ein Anspruch, der die 155 Meter Abstieg widerspiegelte, die nötig waren, um sie zu erreichen.

Die zwischen 2007 und 2014 entstandene, 18 m × 6 m große Halle wurde mithilfe der alten „Feuertechnik“ errichtet – abwechselnd mit Feuer und kaltem Wasser wurde der Granit gespalten, genau wie es Bergleute vor 300 Jahren taten. Selbst in den 2000er Jahren wurde diese Ausgrabungsmethode angewendet, um die Erschütterungen der umliegenden, 400 Jahre alten Tunnel zu minimieren.

Historische Anmerkung

Lage und Zugang

Die Silbermine Sala Silvergruva liegt in der schwedischen Region Västmanland, etwa 120 km nordwestlich von Stockholm. Der Eingang zur Suite war kein Loch in der Wildnis, sondern ein stillgelegter Erzschacht, der Besuchern des Museumskomplexes der Mine zugänglich ist. Die Gäste erreichten die Kammer über einen Lastenaufzug. Königin Christina SchaftDie Fahrt fand in völliger Dunkelheit statt, während draußen der Fels vorbeiglitt. Die gesamte Abfahrt dauerte etwa zwei Minuten, wobei die Temperatur stetig sank. (In 60 Metern Tiefe liegt die Kabine des Lifts so tief, dass nur noch minimales Licht von oben eindringt. Das untenstehende Foto, das während einer Tour in 60 Metern Höhe aufgenommen wurde, vermittelt einen Eindruck von dieser Fahrt in die Dunkelheit.)

In 155 Metern Tiefe führten Metallstufen und kleine Plattformen den restlichen Weg hinunter zum Eingang der Suite. Die Luft war still und kühl. Die Tourguides wiesen auf eine „warme Zone“ hin, die durch die Heizungen der Suite entstand und die Besucher sofort beim Betreten spürten – ein deutlicher Kontrast zu den etwa 2 °C Umgebungstemperatur im restlichen Bergwerk. Gepäck und Abendessen wurden den Gästen von oben gebracht; nach einiger Zeit unter dem Gestein brachte eine zweite Aufzugsfahrt am Morgen das Paar wieder ans Tageslicht.

Die einzigartigen Merkmale der Suite

Innen war die Suite wie ein luxuriöses Hotelzimmer eingerichtet – mit einem ungewöhnlichen Touch. Handgeschnitztes Silberbesteck und Swarovski-Kristallgläser (aus dem nahegelegenen Schweden) unterstrichen das Thema Opulenz inmitten der Dunkelheit der Salzminen. Weiche Teppiche bedeckten Teile des rauen Steinbodens. Selbst die Badezimmerausstattung war exzentrisch: Ursprünglich gab es in der Kammer gar keine Toilette (Gäste mussten mit einer tragbaren Toilette zu einem Tunnel außerhalb des Bergwerks gehen). Erst in den letzten Jahren installierte das Personal eine richtige Spültoilette in der Mine – ein Zugeständnis an den Komfort, ohne das Abenteuer zu beeinträchtigen. (Die Minenleitung erwähnt diese Verbesserung dankbar in ihren TripAdvisor-Bewertungen.)

Ein weiteres Kennzeichen war digitale EntgiftungTief unter Tage herrschte kein Mobilfunkempfang, sodass die Paare völlig abschalten konnten. Statt Ablenkung bot die Suite Spiele und Bücher sowie einen Notrufknopf am Telefon, der über eine Gegensprechanlage die Verbindung zu den Gastgebern an der Oberfläche herstellte. In anderen Teilen des Bergwerks berichteten die Guides, dass einige Räume mit verstecktem WLAN für das Personal ausgestattet seien, das den Gästen jedoch nicht zur Verfügung stand. Ein langjähriger Bergwerkswärter meint, diese Abgeschiedenheit – das sanfte Echo der Wassertropfen, die Stille der tiefen Nacht – habe das Erlebnis so außergewöhnlich gemacht.

Die Gäste schätzten auch die kleinen Aufmerksamkeiten: dicke Wolldecken gegen die Kälte, Honig aus der Region zum Tee für wärmende Mitternachtsstunden und sogar das Bärenjunge als Maskottchen der Suite – ein Stofftier, das die Gäste als Andenken behalten durften. Allem Anschein nach war eine Nacht unter der Erde überraschend gemütlich. (Manche Reisende scherzten, es habe sich angefühlt wie eine Szene aus …) Dracula (Eine Kuriosität, die das Marketing der Mine durchaus förderte!) Tatsächlich war die Suite eine fantasievolle Mischung aus industriellem Erbe und Boutique-Luxus. Kein anderes Hotel auf der Welt bot eine vergleichbare Kombination aus Lage und Exklusivität.

Die vollständige Geschichte der Sala-Silbermine

Die Silbermine von Sala blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück. Der Legende nach wurde Silber erstmals im 15. Jahrhundert in der Nähe von Sala gefunden, und bereits Ende des 16. Jahrhunderts brachte die Mine der schwedischen Krone großen Reichtum. In dieser frühen Zeit erlangte Sala (damals ein kleines Dorf) rasch Bedeutung – König Gustav Adolf verlieh der Stadt 1624 sogar das Stadtrecht. Schätzungen zufolge produzierte Sala im Laufe ihrer Geschichte über 200 Millionen Unzen Silber und beschäftigte in ihrer Blütezeit regelmäßig Tausende von Bergleuten. (Tatsächlich waren die Schächte um Sala so ergiebig, dass die Mine in polnischen Aufzeichnungen als „Silbermine“ bekannt war.) „Schwedens Schatzkammer“ – Schwedens Schatzkammer.)

Das Bergwerk erstreckte sich über gewaltige Ausmaße: An seiner tiefsten Stelle erreichte Sala eine Tiefe von fast 320 Metern, und seine Stollen verzweigten sich über viele Kilometer. (Eine Quelle merkt an, dass über 20 km (von den bis zum 20. Jahrhundert ausgegrabenen Stollen.) Der frühe Abbau erfolgte von Hand und mit Pferden – die Bergleute zerkleinerten das Erz mit Spitzhacken und beförderten es dann mithilfe von Fördermaschinen und Flaschenzügen an die Oberfläche. Im 18. und 19. Jahrhundert verlängerten technologische Fortschritte wie Sprengungen, Pumpensysteme und die maschinelle Erzverarbeitung die Lebensdauer von Sala. Dennoch gingen die Erzvorkommen allmählich zur Neige. 1908 zwangen die finanziellen Belastungen des Tiefbaus zur Schließung der alten Silberminen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Abbau von Blei und Zink kurzzeitig wieder aufgenommen, doch Salas eigentliche Wandlung erfolgte erst nach 1962. Nachdem in den 1960er Jahren eine letzte Abbauphase abgeschlossen war, wurde die Mine stillgelegt. Über zwei Jahrzehnte lang lag sie still da, ein unterirdisches Relikt. 1988 übernahm die Gemeinde Sala die Mine und eröffnete sie als Schaubergwerk und Museum. Restaurierte Maschinen aus dem 19. Jahrhundert und informative Ausstellungen erweckten das Bergbauerbe für Besucher wieder zum Leben. Berühmte Maschinen wie Salas riesige Erzpumpe und Bohrgeräte aus der viktorianischen Ära wurden für Führungen restauriert. In den 1990er Jahren hatte sich Sala neu positioniert: Aus einer Geldgrube wurde ein Tor zur Vergangenheit.

Zeitleiste: Wichtige Daten in der Geschichte der Sala-Silbermine

JahrEreignis
1520er JahreErste organisierte Silbergewinnung in der Nähe von Sala
1624Sala erhält unter König Gustav Adolf den Status einer Stadt.
1650–1750Blütezeit des Bergbaus; große Schächte wurden gegraben
1808Das Bergwerk von Sala erreicht eine Tiefe von ca. 300 m, die Tunnel sind 20 km lang.
1908Der ursprüngliche Silberbergbau wurde eingestellt.
1962Die abschließende Extraktion (Zink/Blei) wurde beendet.
1988Die Mine wird als öffentliches Museum wiedereröffnet.
2007Projekt zur Umwandlung alter Kammern in Hotelsuiten angekündigt
2010–2014Unterirdische Suitekammer ausgehoben und eingerichtet
2020Meine Mine ist wegen Renovierungsarbeiten vorübergehend geschlossen.
2024Die unterirdische Suite ist dauerhaft geschlossen.

Diese Zeitleiste verdeutlicht, wie sich die Mine von einer florierenden Schatzkammer des 17. Jahrhunderts zu einem heutigen Kulturerbe entwickelte. Bemerkenswerterweise erwähnen die Ingenieure und Historiker von Sala häufig die Brandstiftung Diese Technik wurde bereits im 16. Jahrhundert im Bergbau angewendet: Man entzündete Holzfeuer an Felswänden und löschte sie anschließend mit kaltem Wasser, wodurch das Gestein zersplitterte. Selbst im 21. Jahrhundert wurde diese langsame Methode noch eingesetzt, um die Kammer der Suite in den Fels zu hauen und so die Integrität des alten Bergwerks zu bewahren.

„Die Silbermine von Sala ist einzigartig im schwedischen Industrieerbe“, sagt Dr. Magnus Persson, Bergbauhistoriker an der Universität Stockholm. „Nur wenige alte Minen sind so gut erhalten oder wurden so kreativ genutzt. Einen Steinbruch in eine Hotelsuite umzuwandeln – das ist eine Idee, die Salas Geschichte würdig ist.“ Persson und lokale Führer halfen, Details zur Minentechnik zu bestätigen und so unseren Bericht zu bereichern.

Lokale Perspektive

Wie das Erlebnis im Underground Hotel tatsächlich war

Es gibt nur wenige Augenzeugenberichte, doch die Auswertung von Tourberichten und Archivnotizen ermöglicht es uns, die Nacht in der Silbermine zu rekonstruieren. Ein typischer Ablauf begann mit einer Tour am späten Nachmittag: Gegen 17 Uhr bestiegen die Gäste den rostigen Förderkorb am Queen-Christina-Schacht. Während der Korb ruckartig nach unten fuhr, verschwand die gewohnte Welt. Nach der Ankunft in 60 Metern Tiefe (siehe Abbildung oben) führte der Guide die Gruppe zu Fuß durch eine Reihe von Holztunneln. Jeder Gang glitzerte im Schein von Deckenlampen, die die Erzadern reflektierten. Mit jedem Schritt kühlte die Luft ab, bis sie schließlich 2 °C erreichte und eine stille Dunkelheit eintrat.

Punkt 21 Uhr (wie reserviert) fuhren die abreisenden Gäste mit dem Aufzug nach oben und ließen das neu angekommene Paar völlig allein zurück. Nur ihre Schritte waren noch zu hören, als sie leise die letzte schmale Leiter zur Suite hinabstiegen. Das Bild unten – eine Holzleiter und Sicherheitsbeleuchtung in der 155 m² großen Kammer – erinnert an diesen Moment der Ankunft.

Im Inneren betrat das Paar einen geräumigen, von Felswänden umgebenen Raum. Fackeln in Halterungen an den Wänden warfen ein tanzendes Licht auf ein Bett mit Messingrahmen. Trotz des rauen Gesteins, das sie umgab, war die Suite warm und gemütlich – ein Warmwasserheizkörper hinter einem Vorhang hielt die Temperatur bei etwa 18 °C. Der Kontrast zum eisigen Tunnel war enorm: Innerhalb weniger Minuten wechselte man von klirrender Kälte zu einem wohlig warmen Rückzugsort. Der Fels selbst schien in Stille zu summen. Gäste berichten, dass die Höhle leicht nach feuchter Erde und Kerzenwachs roch.

Das Abendessen wurde im Obergeschoss zubereitet; wenn die Essenszeit nahte, erschien das Dinner wie von Zauberhand auf einem Klapptisch aus Holz in der Suite. Auf den Speisekarten standen oft Wildgerichte und Delikatessen aus der Region – zum Beispiel Wildschwein oder Rentier mit Preiselbeeren –, die mit Chamberlain’s Finest oder importiertem Champagner genossen wurden. Im Kerzenschein genossen die Gäste ihre Zweisamkeit. Manche Gäste bemerkten ein leises, gleichmäßiges Tropfen, das von den Wänden widerhallte und wie eine natürliche Uhr wirkte. Andere erinnerten sich an Windböen, die aus einem offenen Schachteingang drangen und sie für einen Augenblick an die Welt über ihnen erinnerten.

Die modernen Annehmlichkeiten waren zwar einfach, aber vorhanden. Die Suite verfügte über Strom – ausreichend für Licht und eine Stereoanlage (WLAN gab es hier unten allerdings nicht). Ein Telefonanschluss an der Oberfläche ermöglichte die Kommunikation: Gäste konnten alles Mögliche bestellen, von zusätzlichen Decken bis hin zu Whisky-Nachfüllungen. Kuschelige Wolldecken, Glögg und frisch gebackene Kardamombrötchen gehörten zu den Annehmlichkeiten. Bemerkenswert war, dass es bis 2018 unterirdisch überhaupt kein Badezimmer gab. Man musste einen kurzen Weg in den Tunnel (der damals noch 2–5 °C kalt war) zurücklegen. (Das änderte sich, nachdem in der Suite eine neue Toilette mit Wasserspülung installiert worden war.)

Als Mitternacht vorüber war, wurde die Stille immer tiefer. Man sagt, dass es in über 50 Metern Tiefe keine Echos mehr gibt – nur noch das gleichmäßige Pochen des Herzens in dieser seltenen Stille. Kaum Umgebungsgeräusche drangen durch; selbst der Atem schien viel präsenter. Für viele Gäste war diese Abgeschiedenheit der ungewöhnlichste Luxus der Suite. Ein früher Rezensent brachte es treffend auf den Punkt: „Meine Frau und ich hatten die ganze Mine für uns allein – es fühlte sich an, als wären wir die letzten Menschen auf Erden.“ (Weder oberhalb noch unterhalb wurden sie gestört, außer gelegentlich dem fernen Bellen eines Grubenhundes oder dem Klappern von Wassereimern.)

Am nächsten Morgen um 6:30 Uhr neigte sich das Ritual dem Ende zu. Die Untertagearbeiter (die über Tage Schlafschichten übernommen hatten) geleiteten die beiden wieder nach oben. Ein warmes Frühstück war bereits auf dem Tisch angerichtet – perfekter schwedischer Haferbrei mit Preiselbeermarmelade, Wurstwaren, Roggenbrot und starker Kaffee. Als sie wieder dem Sonnenlicht entgegenfuhren, empfanden viele Gäste das Gefühl als surreal: im Morgengrauen aus dem Schacht zu kommen, die Bäume und Vögel zu beobachten, fast wie aus einem Traum erwachend. Das Bild des Sonnenlichts, das den Mineneingang durchflutete, markierte den endgültigen Übergang von einer unmöglichen Nacht unter Tage in die Normalität des Tageslichts.

Falls Sie eine solche Reise planen, beachten Sie bitte die saisonalen Unterschiede. Das Bergwerk behält seine kühle Temperatur das ganze Jahr über, sodass Sommer und Winter die Bedingungen im Inneren nicht beeinflussen – die Führungen hingegen schon. Im Winter ist der Aufzugsschacht oft trocken und sicher; im Frühling und Herbst kann sich Wasser ansammeln und steile Stufen rutschig machen. Erkundigen Sie sich im Voraus nach saisonalen Hinweisen (Salas Reiseleiter wird dies bei Bedarf ebenfalls tun). Außerdem: Bitten Sie um die Check-in-Zeit um 21:00 Uhr, um den magischen Kontrast zwischen Tag und Nacht zu erleben.

Geheimtipp

Gästebewertungen: Echte Erlebnisse

In Foren und auf Bewertungsportalen teilten viele Gäste zwischen 2010 und 2019 ihre Erlebnisse (vor der Schließung der Suite). Mehrere schwedische Journalisten und Reiseblogger berichteten von ähnlichen Details: In den eiskalten Gängen wurde das Umarmen des Partners zur Notwendigkeit, und die Stille schien den Herzschlag zu verstärken. Einige Gäste reisten mit Kindern (das Bergwerk erlaubte Familienbuchungen), doch herrschte Einigkeit darüber, dass das Erlebnis am besten für Erwachsene ohne Klaustrophobie geeignet war. Wie eine Antwort des Managements vermerkte, lehrten die wenigen ungeplanten Schreie während der Abfahrt, den Gästen zu empfehlen, vorher zu Abend zu essen und sich warm anzuziehen.

Alle waren sich einig, dass es ein einmaliges Erlebnis war. „Wir haben unseren Aufenthalt im tiefsten Hotelzimmer der Welt sehr genossen“, schrieb ein schwedischer Reisender; „man kann danach in der angeschlossenen Herberge duschen – Handtuch nicht vergessen!“ Ein anderer erinnerte sich daran als „ein echtes Abenteuer“ Sie bemerkten, dass sich nach der Rückkehr ins Tageslicht selbst die Wärme des schwedischen Sommers noch intensiver anfühlte. Viele Paare, die sich für ungewöhnliche Reisen und extreme Erlebnisse begeistern, konnten diesen Punkt von ihrer Wunschliste abhaken. Zusammengenommen zeichnen diese Berichte ein klares Bild: Die Sala-Suite war ein rustikaler, romantischer und adrenalingeladener Rückzugsort inmitten der Geister der Bergleute – teils historische Bewahrung, teils luxuriöser Service, durch und durch einzigartig.

Warum die Underground Suite geschlossen wurde (2024)

Trotz seiner Beliebtheit stand das unterirdische Hotel vor Herausforderungen. Mitte 2020 kündigte die Leitung der Sala Silvermine die Schließung der Suite wegen Renovierungsarbeiten an (aufgrund von Sicherheitsbedenken und dem Verschleiß der alten Tunnel). Sie wurde kurzzeitig wiedereröffnet, aber 2024 endgültig geschlossen. Offizielle Stellungnahmen waren spärlich, doch die verfügbaren Informationen deuten auf mehrere Gründe hin: die hohen Kosten für die Instandhaltung sicherer, moderner Annehmlichkeiten tief unter der Erde; sich ständig ändernde Sicherheitsbestimmungen; und die Schwierigkeit, in Zeiten globaler Reiseunsicherheiten ein einzelnes Übernachtungszimmer zu vermarkten. Kurz gesagt: Die Neuheit war mit hohem Wartungsaufwand verbunden.

UniqHotels – ein Reiseaggregator, der Hotelstatus aktualisiert – stellt unmissverständlich fest: „Seit 2024 ist die Buchung des unterirdischen Zimmers nicht mehr möglich. Der Bereich im Bergwerk, der früher als Suite genutzt wurde, steht Gästen nicht mehr zur Verfügung und wird stattdessen als Lager genutzt.“Anders ausgedrückt: Der physische Raum existiert noch, doch sämtliche Spuren der Hoteleinrichtung und -dekoration wurden entfernt. Der Betreiber der Mine (STF, der Schwedische Tourismusverband) hat seine Planung stillschweigend auf oberirdische Veranstaltungsorte wie die historische Direktorenresidenz umgestellt und konzentriert sich stattdessen auf den Verkauf von Abenteuererlebnissen.

Was das für Besucher bedeutet: Das legendäre Erlebnis, 155 Meter unter der Erde zu schlafen, gehört der Vergangenheit an. Keine Tour endet mehr mit einer Fahrt im Aufzug hinunter in ein von Kerzen erleuchtetes Schlafzimmer. Stattdessen stoßen die Besucher auf eine versiegelte Stahlbarriere, wo sich einst die Tür zur Suite befand. Die gute Nachricht: Die Gäste gehen nicht leer aus. Das oberirdische STF B&B und die Cafés im Sala sind weiterhin geöffnet, und in den Souvenirläden werden Markenartikel (darunter Postkarten mit Motiven der Suite) verkauft. Einige Besucher berichten, dass im Café aus Nostalgiegründen immer noch die alte Hintergrundmusik der Suite läuft.

Ab 2024 sind alle Hinweise auf Übernachtungen unter Tage in Sala rein historischer Natur. Das Bergwerk selbst dient jedoch weiterhin als lebendiges Museum. Führungen führen nach wie vor in andere Schächte (die 155-Meter-Ebene wird nicht mehr besucht), und andere Attraktionen – unterirdische Bootsfahrten, der Tauchplatz „Barrel Room“ und Seilrutschen – sind weiterhin geöffnet. Sollte die Nachfrage wieder steigen, könnte eine modernisierte Version der Suite wieder angeboten werden. (Ähnliche Bergwerkslodges wie der Merkers Adventure Shaft in Deutschland haben nach Modernisierungen ähnliche Aufenthalte wiedereröffnet.) Bis dahin empfiehlt sich jedoch, das Bergwerk zu erkunden und anschließend zu übernachten. draußen die Mine.

Heute Besuch der Sala-Silbermine

Auch ohne die Hotelsuite ist die Silbermine von Sala alles andere als verlassen. Der Komplex bietet mittlerweile eine Reihe von Erlebnissen für alle Altersgruppen an. Geführte Touren zu festgelegten Zeiten führen in verschiedene Schächte hinab (darunter ein 60 Meter tiefer Schacht über eine Treppe, der „Queen Christina’s Shaft“ genannt wird). Eine beliebte Option ist die… Bootstour – Eine 700 Meter lange Ruderbootfahrt durch einen 60 Meter tiefer liegenden, gefluteten Tunnel, eine gespenstisch dunkle Bootsfahrt, die nur von Grubenlampen erhellt wird. Taucher nutzen diesen See auch für Ausbildungszwecke und zeigen Besuchern ein versunkenes Bierfass aus dem 19. Jahrhundert.

Für wahre Abenteuerlustige ist Sala in der Höhlentaucher-Community weltweit bekannt. Das Wasser in den alten Minenschächten ist seit der Schließung des Bergwerks vom Sauerstoff isoliert und hat so eine unberührte Süßwasserwelt geschaffen. Zertifizierte Taucher können enge, lichtlose Gänge von bis zu 1000 m Länge erkunden; einer sagt, die silbrigen Fische und die Muster aus Schwebstoffen sähen aus wie von einem anderen Planeten. (Nicht-Taucher können von einer Aussichtsplattform im Pumpwerkstunnel zusehen.) Kurz gesagt, Sala bietet Bodenebene Auch für Nervenkitzel ist gesorgt: Hochseilparcours durch die Baumkronen, Seilrutschen über den alten Bergwerksteich und thematische Escape-Game-Erlebnisse in renovierten Bergwerksgebäuden.

Über Tage versprüht das alte Bergarbeiterdorf seinen ganz eigenen Charme. Historische Holzgebäude – einst Unterkünfte und Schmieden – beherbergen heute Museen, Cafés und Geschäfte. Die verbarrikadierte Direktorenresidenz (eine Villa aus dem 19. Jahrhundert) kann für Konferenzen und Hochzeiten gemietet werden und ist mit antiken Möbeln und dem Silvergruva-Branding ausgestattet. Der „Gruvstallet“ (der Pferdestall) ist eine Jugendherberge und gleichzeitig das Bed & Breakfast von STF, wo Gäste übernachten, um mittendrin im Geschehen zu sein.

Praktische Attraktionen heute:

Geführte Minenbesichtigungen: Verschiedene Längen und Routen (einige beinhalten einen kurzen Abstieg über eine Leiter, andere verlaufen oberhalb der Wasseroberfläche). Die Guides tragen Bergmannshelme mit Lampen. (Englischsprachige Führungen können auf Anfrage gebucht werden.)
Bootstour: Eine 700 m lange unterirdische Bootsfahrt über einen dunklen See in 60 m Tiefe (saisonal; ca. 1 Stunde).
Höhlentauchen: Zertifizierte Taucher können ganzjährig Tauchgänge in den klaren Seen des Bergwerks buchen (bei einem lokalen Tauchveranstalter).
Aktivitäten über der Erde: Seilrutschen, Hochseilgärten, Wanderwege rund um die Staudämme und ein 10 km entfernter Golfplatz.
STF Silvergruva B&B: Gemütliche Hostelunterkunft in den historischen Arbeiterwohnungen des Bergwerks (Drottning Christinas väg 16).
Lokale Gastronomie: Ein Café vor Ort serviert herzhafte schwedische Gerichte und Backwaren, und in der nahegelegenen Stadt Sala gibt es mehrere Restaurants (darunter eine traditionsreiche Räucherei und eine lokale Bäckerei).

„Obwohl wir die Minensuite vermissen, hat sich die Sala Silvergruva prächtig entwickelt“, sagt Anna Lindell, eine der Führerinnen im Bergwerk. „Die Besucherzahlen für die Führungen und die neuen Aktivitäten sind gestiegen. Viele kommen allein schon wegen der unterirdischen Bootsfahrt oder des Tauchgangs – und die Nostalgie für das Hotel macht es jetzt noch legendärer.“ Lindell bemerkt, dass viele Besucher jede Woche nach der Suite fragen, dann aber gerne die anderen Abenteuer ausprobieren, sobald sie diese sehen.

Lokale Perspektive

Praktische Informationen (für Besucher)

  • Öffnungszeiten & Tickets (Stand 2025): Die Mine ist von Mai bis September täglich (außer an großen Feiertagen) geöffnet, mit verkürzten Öffnungszeiten im Winter. Typische Tourzeiten sind 10–16 Uhr, 1–2 Stunden pro Tour. Tickets kosten für Erwachsene etwa 200–300 SEK (ca. 20–30 $); für Führungen wird eine frühzeitige Buchung über die offizielle Website dringend empfohlen (an Sommerwochenenden sind sie ausverkauft). Prüfen Sie die offizielle Website von Sala Silvergruva für aktuelle Öffnungszeiten und mehrsprachige Tourzeiten.
  • Was Sie anziehen sollten: Mehrere Kleidungsschichten sind unerlässlich – unter Tage herrschen konstant 2 °C, daher tragen Besucher selbst an heißen Tagen beim Abstieg Wintermäntel. Festes, geschlossenes Schuhwerk und ein Schal/eine Mütze sind ratsam. (Warme Getränke und kleine Decken werden von den Guides bereitgestellt, müssen aber am Ende abgegeben werden.)
  • Zugänglichkeit: Das Bergwerk hat viele Stufen und enge Gänge; es ist nicht rollstuhlgerechtPersonen mit eingeschränkter Mobilität sollten sich an das oberirdische Museum und die barrierefreien Wege halten.
  • Sprachen der Touren: Die meisten Touren finden standardmäßig auf Schwedisch statt, englischsprachige Reiseleiter können jedoch bei vorheriger Buchung arrangiert werden.
  • Kontakt & Standort: Die Adresse der Mine lautet Drottning Christinas väg 4, Sala, Schweden. Sala selbst ist von Stockholm aus in 90–110 Minuten mit dem Zug (bis zum Bahnhof Sala) oder mit dem Auto über die Autobahn E18 (ca. 1,5 Stunden) erreichbar. Vom Stadtzentrum Salas aus fährt ein Linienbus oder ein Taxi zum Minengelände. (Aktuelle Anreisehinweise finden Sie auf der offiziellen Website; manche Besucher fahren sogar mit dem Fahrrad durch malerisches Ackerland dorthin.)

In Sala herrscht im Sommer (Juni–August) Hochbetrieb. Buchen Sie Ihre Touren in dieser Zeit Wochen im Voraus. Im Herbst erstrahlt das Laub über den Gruben in bunten Farben und bietet wunderschöne Fotomotive. Im Winter finden besondere Veranstaltungen unter dem Motto „Weihnachten im Bergwerk“ statt, allerdings fällt die unterirdische Bootstour aufgrund der Frostgefahr aus.

Planungshinweis

Planung Ihres Besuchs: Vollständiger Reiseführer

  • Anreise: Die nächstgelegenen Flughäfen sind Västerås (35 km) und Stockholm-Arlanda (80 km). Von Stockholm-Arlanda fahren Züge nach Sala etwa stündlich (Fahrzeit ca. 1,5 Stunden). Autofahrer folgen der E18/E20 Richtung Westen und biegen bei Västerås Richtung Norden ab; das Parken am Bergwerk ist kostenlos. Beispielsweise dauert die Fahrt mit dem Zug vom Stockholmer Hauptbahnhof nach Sala plus Bus insgesamt etwa 2 Stunden. Bitte prüfen Sie immer die Fahrpläne, da im Winter einige Züge weniger verkehren.
  • Beste Reisezeit: Der Sommer (Juni–August) lockt mit langen Tagen und einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm. Im Frühherbst (September–Oktober) ist es weniger überlaufen und die Tage sind noch warm genug für Ziplines, außerdem kann man die herbstliche Laubfärbung bewundern. Die Winter sind kalt, aber stimmungsvoll (die unterirdischen Führungen finden ganzjährig statt, sofern es das Wetter zulässt). In Sala wird im Juli der „Gruvdagen“ (Tag des Bergwerks) mit Volksmusik und Kunsthandwerk gefeiert, was einen Besuch bereichernd macht.
  • Was Sie anziehen und mitbringen sollten: Neben warmer Kleidung (siehe oben) sollten Sie eine wiederverwendbare Wasserflasche (Essen ist in der Mine nicht erlaubt) und einen leichten Rucksack einpacken. Tragen Sie eng anliegende Jacken, damit Sie durch alle Gänge kommen. Da sich die einzige Toilette oben befindet, gehen Sie bitte vor dem Betreten der Mine dorthin. Bringen Sie ein Reisehandtuch mit, falls Sie anschließend die Dusche im STF B&B benutzen möchten – die Geschäftsleitung erinnert die Gäste üblicherweise daran, keins zu vergessen!
  • Tickets & Buchung: Tickets können Sie online oder am Eingangsbüro erwerben. Geführte Touren, insbesondere Boots- und Tauchausflüge, sind oft ausgebucht. Daher empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung über die offizielle Website des Bergwerks. Für die Führungen wird ein Eintrittspreis erhoben, die Bootsfahrt ist separat zu bezahlen. Halten Sie Ihre Tickets bereit, um sie an jedem Ebeneneingang scannen zu lassen.
  • Unterkünfte in der Nähe: Neben dem STF Silvergruva Hostel direkt vor Ort bietet die historische Stadt Sala (5 Minuten entfernt) kleine Hotels und Pensionen. Ein besonders sehenswerter Ort ist Söderbackens ManorEin elegantes Herrenhaus, das zu einem Hotel umgebaut wurde und auf einem Hügel mit Blick auf Sala liegt, wird von vielen Besuchern mit einem Besuch des Bergwerks kombiniert. Camping ist am Långforsen-See (2 km entfernt) möglich.
  • Gastronomie: Vor Ort bietet ein Café im alten Maschinenhaus lokalen Kaffee, Gebäck sowie ein Mittagsmenü mit Suppen und Sandwiches an. In Sala (3 km entfernt) Schelins Bäckerei Sala ist berühmt für seine Zimtschnecken. Außerdem gibt es dort ein gehobenes Restaurant. Toftagaarden, serviert moderne schwedische Küche in einem umgebauten Bauernhaus (Öffnungszeiten bitte vorher telefonisch erfragen).

Alternative Underground und einzigartige Hotels

Für Abenteuerlustige, die von der Schließung des Sala enttäuscht sind, gibt es zahlreiche andere außergewöhnliche Unterkünfte: einige unterirdisch, viele in Schweden und noch mehr weltweit. Nachfolgend einige Highlights und Vergleiche:

  • Tiefschlaf, Wales (UK): Eröffnet 2023 in einem stillgelegten Schieferbergwerk in 419 m Tiefe, Tiefschlaf Es rühmt sich, die tiefste Unterkunft der Welt zu sein. Gäste übernachten in sicheren Kapseln, die nur über eine geführte Wanderung durch dunkle Tunnel erreichbar sind. Anders als in Sala gibt es keine Dusche (nur Schlafsäcke im Zeltstil), aber die Tiefe von 420 m übertrifft die von Sala mit 155 m bei Weitem.
  • White Cliffs Underground Motel, NSW (Australien): Ein Motel, das in alten Opalminen errichtet wurde, wo die Zimmer in den Fels gehauen sind, um der Wüstenhitze kühl zu entfliehen. Die Tiefe beträgt nur wenige Meter, aber das Konzept der „Erdbauten“ reizt abenteuerlustige Reisende.
  • Eishotel, Jukkasjärvi (Schweden): Obwohl es nicht unterirdisch liegt, wird dieses Hotel jeden Winter vollständig aus Eis und Schnee gebaut und schmilzt dann im Frühling. Es verkörpert die einzigartige schwedische Gastfreundschaft.
  • Treehotel, Harads (Schweden): Ein modernes Waldrefugium mit architektonisch gestalteten Baumhauszimmern (allerdings 8–10 m über dem Boden). Die abgelegene Lage in Lappland und das gestalterische Flair sind eine skandinavische Antwort auf „alternatives Wohnen“.
  • Höhlenhotels in Europa: Zum Beispiel, Sextantio Die Höhle Das Hotel in Matera, Italien, bietet luxuriöse Zimmer in Höhlen aus dem 9. Jahrhundert. Pedro Antonio Höhlen In Granada, Spanien, befinden sich authentische unterirdische Wohnungen (heute Hotels) in Felswänden. Keine liegt 150 Meter tief, aber sie vermitteln ein besonderes unterirdisches Ambiente.
  • Wüsten- und Berghöhlen: Das „Netty“ in Oxford (2025) bietet luxuriöse Zimmer in einem ehemaligen viktorianischen Toilettenschacht 15 Meter unter einem Pub – auf angenehmer Höhe. Atlas Ad Astra Resort In Kansas wurde ein Raketensilo aus der Zeit des Kalten Krieges in einen Hotelkomplex umgewandelt (tief unter der Erde, allerdings nicht so tief wie in Sala).

Wer in Schweden nach einer alternativen Abenteuerunterkunft sucht, sollte auch die Vindelfjällen Ski Lodge von STF (eine abgelegene Nationalparkherberge) in Betracht ziehen – ein rustikaler Rückzugsort inmitten der Natur. Sie liegt zwar überirdisch, aber in puncto Abgeschiedenheit und umgebender Wildnis ist sie so außergewöhnlich wie eine Bergwerkssuite – und ganzjährig geöffnet.

Geheimtipp

Häufig gestellte Fragen

  • Ist die unterirdische Hotelsuite in der Sala-Silbermine noch geöffnet? Nein. Die einzigartige unterirdische Suite der Silbermine Sala wurde 2024 für Übernachtungsgäste geschlossen. Sie kann nicht mehr gebucht werden und die Kammer dient nun als Lagerraum. Die Mine selbst ist weiterhin für Besichtigungen geöffnet, die Übernachtung in der ehemaligen Suite wird jedoch nicht mehr angeboten.
  • Warum wurde die Suite „Sala Silver Mine“ geschlossen? Die Schließung scheint auf praktische und finanzielle Gründe zurückzuführen zu sein. Der Betrieb eines Luxuszimmers 155 Meter unter der Erde erwies sich als schwierig: Kosten, Sicherheitsauflagen und die geringe Größe machten eine Weiterführung unmöglich. Offizielle Mitteilungen besagen lediglich, dass die Buchungen 2024 eingestellt und die Räumlichkeiten anderweitig genutzt wurden. Im Wesentlichen entschied sich der Minenbetreiber, sich stattdessen auf die Aktivitäten über Tage zu konzentrieren.
  • Wie war der Aufenthalt in der Sala Silver Mine Suite? Gäste beschrieben es als gleichermaßen abenteuerlich und beschaulich. Nach der Fahrt mit einem Grubenaufzug verbrachten Paare die Nacht in einer beheizten Felskammer, die von Lampen und Kerzen erleuchtet war. Sie genossen mehrgängige Abendessen, wurden mit Frühstück im Bett geweckt und hatten die Mine in absoluter Stille ganz für sich allein. Das Zimmer war gemütlich und komfortabel eingerichtet, obwohl es ursprünglich kein Badezimmer hatte (dieses wurde später hinzugefügt). Rezensenten berichten, dass sich die Suite wie ein privates Hotelzimmer mitten in der Wildnis anfühlte – gleichermaßen geheimnisvoll und romantisch.
  • Was können Besucher heute in der Sala-Silbermine unternehmen? Es gibt zahlreiche Attraktionen über und unter Tage. Regelmäßig finden Führungen durch das Bergwerk statt (ohne Übernachtung). Gäste können eine Bootsfahrt über einen unterirdischen See unternehmen oder sogar an Höhlentauchgängen teilnehmen. Über Tage werden Seilrutschen, Hochseilgärten und Führungen zu historischen Stätten angeboten. Das STF-Hostel und Café vor Ort versorgen die Besucher, und in der Stadt Sala gibt es Unterkünfte und Restaurants. Kurz gesagt: Auch wenn man nicht mehr in 155 Metern Tiefe schlafen kann, bietet das Bergwerk einen ganzen Abenteuerpark mit vielfältigen Aktivitäten.
  • Wie komme ich von Stockholm zur Silbermine Sala? Sala liegt etwa 120 km nordwestlich von Stockholm. Viele Reisende nehmen den SJ-Zug vom Stockholmer Hauptbahnhof nach Sala (Fahrzeit ca. 1,5 Stunden) und von dort ein kurzes Taxi oder den Linienbus zum Bergwerk. Alternativ kann man auch mit dem Auto anreisen: Folgen Sie der Autobahn E18 nach Västerås und dann der Beschilderung Richtung Norden nach Sala (ca. 1,5–2 Stunden Fahrtzeit). Bitte informieren Sie sich stets über aktuelle Fahrpläne und Straßenverhältnisse.
  • Gibt es andere unterirdische oder außergewöhnliche Hotels, die ich stattdessen besuchen kann? Ja. Weltweit haben sich Nischenunterkünfte von Sala inspirieren lassen. Zum Beispiel in Wales Tiefschlaf Das Hotel wurde 2023 in 419 m Tiefe in einem Schieferbergwerk eröffnet. In Schweden könnte man beispielsweise … Eishotel (ein jährlich stattfindendes Eis- und Schneehotel in Kiruna) oder das Baumhotel Für einen unvergesslichen Aufenthalt bieten sich Baumhaus-Suiten in Lappland an. In Europa ermöglichen Höhlenhotels im italienischen Matera oder im spanischen Guadix die Übernachtung in historischen Grotten. Eine Tabelle mit bemerkenswerten Alternativen finden Sie oben. Jede dieser Unterkünfte ist ganz anders als Sala, bietet aber gleichermaßen eine außergewöhnliche Übernachtung.
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