Madeira: Inselparadies

Madeira-Portugal-Inselparadies
Madeira ist ein preisgekrönter portugiesischer Archipel, bekannt für seine üppigen Landschaften und sein mildes Klima. Dieser umfassende Reiseführer bietet Ihnen detaillierte Informationen zu Geografie, Kultur und praktischen Reisetipps. Wir beschreiben, wie Madeiras jahrhundertealtes Netz aus Bewässerungskanälen (Levadas) und der zum UNESCO-Welterbe gehörende Lorbeerwald die Landschaft prägen, beleuchten die weltweit anerkannte Tourismusgeschichte der Insel und geben Tipps zur besten Reisezeit, zu Unterkünften und zur Fortbewegung. Außerdem vergleichen wir Madeira mit ähnlichen Reisezielen wie den Kanarischen Inseln und den Azoren. Wir berichten über die lokale Küche (Espada-Fisch mit Banane, Bolo do Caco-Brot), Outdoor-Aktivitäten wie Levada-Wanderungen und Walbeobachtungen sowie saisonale Feste. Der Reiseführer ist aus der Perspektive eines erfahrenen Reisenden geschrieben und verbindet lebendige Beschreibungen mit aktuellen Informationen, damit Sie Ihre perfekte Inselreise planen können.

Rund 800 Kilometer südwestlich von Lissabon liegt Madeira, ein grünes Vulkanarchipel, das oft als die Insel bezeichnet wird. „Insel des ewigen Frühlings“. Tatsächlich wurde Madeira zur weltweit führenden Inseldestination gewählt für elf aufeinanderfolgende JahreMadeiras Ruhm beruht jedoch auf mehr als nur Auszeichnungen. Der Reiz des Archipels speist sich aus dramatischen Gipfeln und uralten Lorbeerwäldern, künstlich angelegten Levada-Wanderwegen und natürlichen Lavagesteinsbecken, lebhaften Märkten und jahrhundertealten Dorfkapellen. Dieser Reiseführer zeigt Ihnen, warum Madeira Reisende so fasziniert – er verbindet lokale Geschichte und Kultur mit praktischen, aktuellen Tipps für Ihre Reiseplanung, die Fortbewegung vor Ort und wie Sie die vielen Facetten der Insel optimal nutzen können.

Madeiras Autonome Region Portugals (und der EU) umfasst die Hauptinsel Madeira sowie einige kleinere Inseln. Die Hauptinsel (ca. 742 km²) erhebt sich zum Pico Ruivo auf 1862 m, deren Hänge mit Weinbergen und prähistorisch alten Stätten bedeckt sind. Laurel Silva Lorbeerwald. Dieser Lorbeerwald, der weite Teile des Inselinneren Madeiras bedeckt, ist von der UNESCO als der größte erhaltene subtropische Lorbeerwald der Welt anerkannt und erinnert an das ursprüngliche Erbe der Insel. Funchal – Madeiras Hauptstadt und größte Stadt – liegt an der geschützten Südküste. Sie beherbergt etwa 105.800 Einwohner und fast die Hälfte der Bevölkerung der Region.

(Im Gegensatz dazu die kleinere Nachbarinsel von Porto Santo – 42,17 km² – hat nur etwa 5.300 Einwohner.) Ganz Madeira genießt ein mildes subtropisches Klima (durchschnittlich etwa 20 °C), das den ganzjährigen Tourismus begünstigt. Im Jahr 2024 verzeichnete die Region Rekorde mit 2,22 Millionen Besucher und 11,7 Millionen Übernachtungen, die Einnahmen von über 756 Millionen Euro generierten (ein Plus von 15 % gegenüber 2023). Diese Zahlen belegen, dass viele Reisende dieses Inselparadies tatsächlich als lohnenswerte Reise empfinden.

Inhaltsverzeichnis

Was Madeira zu einem erstklassigen Inselparadies macht

Madeiras Sonderstatus beruht auf seiner einzigartigen Lage und seinen Errungenschaften. Erstens, seine Geographie Madeira ist bemerkenswert: Die Insel ist ein vulkanischer Außenposten am Rande Europas. Sie liegt im Nordatlantik (etwa 520 km westlich von Marokko und ca. 800 km südwestlich von Portugal) in der Makaronesien-Region – derselben atlantischen Zone wie die Kanarischen und Azoren. Aufgrund einer langen Geschichte vulkanischer Aktivität ist sie steil und gebirgig (mit schroffen Klippen und Hochebenen). Geologen weisen darauf hin, dass die Vulkane Madeiras vor über 1000 Jahren zu eruptieren begannen. vor 5 Millionen JahrenDie Lavaströme hielten bis ins späte Pleistozän an. Diese uralten Ausbrüche verliehen der Insel ihr dramatisches Relief: tiefe Flusstäler, Kieselstrände und Gipfel, die sich bis auf fast 1.900 m erheben. So ragt beispielsweise der Pico Ruivo (1.862 m) über das Zentrum der Insel und ist über einen Wanderweg vom benachbarten Pico do Arieiro aus erreichbar. Der parkähnliche Laurel Silva Die Hügel im nördlichen Zentrum sind von Wäldern bedeckt, ein Überbleibsel aus ehemals feuchten Bergregionen.

Madeiras Klima untermauert ihren Ruf als Paradies. Dank ihrer geografischen Lage und der warmen Meeresströmungen verfügt die Insel über sehr gleichmäßige Temperaturen das ganze Jahr über Daher der Name „ewiger Frühling“. Selbst im Hochwinter erreichen die Temperaturen oft Werte zwischen 18 und 20 °C, besonders an der sonnenverwöhnten Südküste. (Ein lokaler Nachrichtenbericht merkte an, dass Touristen, die den Wintern im Norden entfliehen, im Februar „im tropischen Klima Madeiras (um die 20 °C) Zuflucht suchen“.) Die Niederschläge konzentrieren sich auf die kühleren Monate und die steilen Nordhänge. Das Ergebnis ist ein üppig grünes Inselinneres, aber auf einigen Terrassen herrscht genügend Trockenheit für Weinberge und Bananenplantagen. Es gibt zahlreiche Mikroklimata: Die Nordseite der Insel ist feuchter und wolkiger, während der Süden trockener ist. Insgesamt wird Madeiras Klima als tropisch-tropisch eingestuft. subtropisches Mittelmeer Madeira ist ein Land mit einer ausgeprägten Trockenzeit von Mai bis September. Ein Reisender fasst das milde Klima Madeiras treffend zusammen: „Auf Madeira liegen die Temperaturen im Winter ganzjährig bei etwa 20 °C und im Sommer selten über 27–28 °C“, sodass Tageswanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten kaum durch extreme Temperaturen beeinträchtigt werden.

Madeiras dritter Eckpfeiler ist Anerkennung und BeifallIn jährlichen Reiseumfragen belegt Madeira weltweit Spitzenplätze unter den Inselreisezielen. Besonders hervorzuheben ist, dass Madeira bei den World Travel Awards 2025 (den „Oscars“ der Reisebranche) gewann. Weltweit führendes Inselreiseziel zum elften Mal in FolgeDiese zehnjährige Erfolgsserie übertraf berühmte Inseln wie Bali, Hawaii und die Seychellen. Diese Beständigkeit „spiegelt die Region wider“. beständige Arbeit „Im Laufe der Jahre“, bemerkt Madeiras Tourismusminister Eduardo Jesus. Die Auszeichnungen spiegeln konkrete Stärken wider: Madeiras ausgewogenes Verhältnis von unberührter Natur und touristischer Infrastruktur, seine kulturelle Authentizität und die vielen Veranstaltungen. Beobachter heben Madeiras umweltbewusste Initiativen, Kulturfestivals und den Ausbau erneuerbarer Energien (siehe unten) als Gründe für die regelmäßigen Auszeichnungen hervor.

Kurz gesagt, was macht Madeira aus? „Weltklasse“ Es ist diese einzigartige Mischung aus Geografie, Klima und Menschen, die Madeira so besonders macht. Schroffe Gipfel und Täler treffen auf kultivierte Terrassen; feuchte Bergwälder reichen bis hin zu subtropischen Gärten am Meer. Eine lebendige lokale Kultur – von traditionellen Poncha-Bars bis hin zu jahrhundertealten Weingütern – verleiht der Landschaft Farbe. Das Ergebnis ist ein Reiseerlebnis, das Naturliebhaber, Kulturinteressierte und auch Sonnenanbeter gleichermaßen begeistert. In späteren Abschnitten werden diese Elemente detailliert erläutert, doch schon jetzt ist klar, warum Besucher und Juroren Madeira als Inselparadies bezeichnen.

Die wichtigsten Fakten über Madeira auf einen Blick

Tatsache

Detail

Standort

Portugiesischer Archipel im Atlantischen Ozean (ca. 800 km südwestlich von Lissabon, 520 km westlich von Marokko)

Hauptstadt

Funchal (Einwohnerzahl ~105.800)

Bereich (Wald)

742 km² (Hauptinsel)

Höchster Gipfel

Pico Ruivo – 1.862 m

Währung

Euro

Sprache

Portugiesisch

Klima

Subtropisch/mediterran – ganzjährig mild (durchschnittlich ~20 °C)

UNESCO-Welterbestätte

Laurissilva (Lorbeerwald, Weltkulturerbe)

Besucher (2024)

2,22 Millionen (Rekordhoch)

Aufschlüsselung des Madeira-Archipels

  • Madeira (Hauptinsel): Die größte Insel (742 km²) und kulturelles/wirtschaftliches Zentrum. Die Inselgruppe hat etwa 250.000 Einwohner; die größte Stadt ist Funchal. Die Inselgruppe ist geprägt von vulkanischen Gipfeln (bis zu 1.862 m am Pico Ruivo), farnbewachsenen Flusstälern und den Städten Caniço und Machico.
  • Porto Santo: Die etwa 45 km nordöstlich von Madeira gelegene, 42,17 km² große Insel ist bekannt für ihre 9 km langer goldener Sandstrand und klarem Wasser. Es gibt dort eine kleine Stadt (Vila Baleira) mit nur etwa 5.300 Einwohnern, was ihr eine entspannte, fast schon kurortähnliche Atmosphäre verleiht. Der natürliche Kontrast zu Madeiras schroffen Bergen wird von Besuchern oft hervorgehoben.
  • Wüsteninseln: Drei winzige, unbewohnte Inseln südöstlich von Madeira. Sie sind ein strenges Naturschutzgebiet (Heimat von Mönchsrobben und Zugvögeln). Es gibt keine öffentlichen Einrichtungen; Ausflüge sind eingeschränkt und reglementiert.
  • Wilde Inseln: Zwei noch kleinere Felsvorsprünge liegen etwa 280 km südlich von Madeira. Sie bilden ein sehr abgelegenes Naturschutzgebiet (unbewohnt, gelegentliche wissenschaftliche Besuche). Administrativ gehören sie zur Region Madeira, obwohl sie näher an den Kanarischen Inseln liegen.

Beste Reisezeit für Madeira: Monatlicher Reiseführer

Aufgrund des milden Klimas Madeira ist ein ganzjähriges ReisezielAllerdings bieten verschiedene Jahreszeiten unterschiedliche Vorteile. Reisende sollten bei der Wahl ihres Reisezeitraums Wetter, Besucheraufkommen und Veranstaltungen berücksichtigen. Die folgende Tabelle vergleicht die Jahreszeiten im Überblick, und die nachfolgenden Abschnitte beschreiben jede Jahreszeit detailliert.

Jahreszeit (Monate)

Durchschnittstemperatur (Funchal)

Niederschlagsmenge

Highlights

Menschenmassen & Reisetipps

Frühling (März–Mai)

18–22 °C

Mäßig (Regen hört im Mai auf)

Blumenfest in Funchal (Ende April), beste Levada-Wandermöglichkeiten

Angenehmes Wetter; volle Blütenpracht; weniger Touristen als im Sommer. Ideal für Aktivitäten im Freien.

Sommer (Jun–Aug)

22–26 °C

Sehr niedrig (Trockenzeit)

Atlantisches Festival (Feuerwerk im Juni) • Weinfestival (Aug.)

Hochsaison – warme Tage, fast kein Regen. Strände und Pools sind gut besucht. Unterkünfte sind schnell ausgebucht (viele Hotels sind im Juli bereits zu ca. 95 % belegt). Frühzeitig buchen.

Herbst (Sep–Nov)

20–24 °C

Zunehmender Regen (aber immer noch mild)

Atlantisches Festival (Anfang September) • Weinlese (September)

Noch warm, besonders im Frühherbst. Weniger überlaufen als im Sommer, dafür gute Wandermöglichkeiten und Weinveranstaltungen. Ab Ende Oktober/Anfang November kann es wieder regnen.

Winter (Dez.–Feb.)

17–20 °C

Stärkerer Regen

Weihnachts-/NeujahrsfeierlichkeitenKarneval (Februar)

Milde und regenreichste Jahreszeit. Beliebt bei Urlaubern, die der Sonne entfliehen möchten (Karneval und Silvesterfeuerwerk locken viele Besucher an). Viele Hotels melden während Karneval/Silvester eine Auslastung von 90–95 %, daher empfiehlt es sich, Weihnachten/Karneval frühzeitig zu buchen.

Frühling (März–Mai): Wandern und Blumenparaden

Der Frühling auf Madeira bedeutet stetig steigende Temperaturen und üppiges Grün. Ende März erreichen die Höchsttemperaturen tagsüber etwa 18–20 °C; im Mai liegen sie oft bei knapp über 20 °C, bei relativ geringen Niederschlägen. Dies ist wohl unbestreitbar Wanderparadies Die Wanderwege durch die Lorbeerwälder (wie die Levada do Caldeirão Verde) und die Bergpfade (zum Pico Ruivo) sind von Blumen und Wasserfällen gesäumt. Besichtigungen sind auch ohne die Sommerhitze angenehm. Ein Höhepunkt ist Madeiras Blumenfest Das Blumenfest (in der Regel Ende April) findet statt, wenn Funchal in ein Meer aus Frühlingsblüten getaucht wird. Die offizielle Website beschreibt es als „Parade der Düfte, der Magie und des Zaubers“, deren Höhepunkt ein großer Blumenumzug durch die Stadt bildet. (Buchen Sie Ihre Unterkunft in Funchal frühzeitig, da diese Zeit des Festes sehr beliebt ist.)

Sommer (Juni–August): Sonne, Festivals, Hochsaison

Der Sommer bringt das wärmste Wetter und die meisten Touristen nach Madeira. Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber typischerweise zwischen 22 und 26 °C, und es regnet fast nie (Ende Juli/Anfang August herrscht Trockenheit). Juni bis Mitte September ist die touristische Hochsaison. In dieser Zeit sind fast alle Hotels und Ferienwohnungen ausgebucht – lokale Hoteliers berichten, dass viele Unterkünfte bereits im Frühjahr für Juli und August komplett reserviert sind. Dennoch belohnt der Sommer Besucher mit langen, sonnigen Tagen, idealen Wassertemperaturen zum Schwimmen (besonders vor Porto Santo) und einem abwechslungsreichen Festivalprogramm. Das Atlantikfestival Ende Juni bietet jeden Abend ein Feuerwerk über der Bucht von Funchal, und Mitte August feiert das Weinfest die Weinlese in den Dörfern. Bei einem Besuch im Sommer empfiehlt es sich, Flüge und Unterkunft frühzeitig zu buchen und Wanderungen am frühen Morgen oder späten Nachmittag zu unternehmen, um die Mittagshitze zu vermeiden.

Herbst (September–November): Übergangszeit und Wein

Der Herbst bietet einen guten Kompromiss: warme Tage mit allmählich zunehmenden Regenfällen und weniger Touristen. Im Frühherbst (September) fühlt es sich noch fast sommerlich an – die Höchsttemperaturen liegen tagsüber bei 23–25 °C – und als zusätzliches Highlight findet das Madeira-Weinfest (typischerweise Ende August bis September) in Câmara de Lobos statt. (Dieses Erntefest bietet Weinproben, Paraden und traditionelle Musik.) Im September herrscht zudem mildes Wetter an der Südküste, ideal für Sightseeing. Im Oktober und November kehren die Regenfälle zuverlässiger zurück (vor allem im Norden), sodass die Wanderwege feuchter werden. Die Wälder erstrahlen jedoch in sattem Grün, und die Touristenströme lassen nach. Die Preise für Unterkünfte sinken im Vergleich zum Sommer, was den Herbst zu einer preiswerten Reise macht. Viele Reiseführer weisen darauf hin, dass… „optimaler Bereich“ – insbesondere September bis Anfang Oktober – ist eine der besten Zeiten, um sowohl Outdoor-Aktivitäten als auch die lokale Kultur ohne den sommerlichen Andrang zu erleben.

Winter (Dezember–Februar): Festliche, milde Auszeit

Der Winter auf Madeira ist für nordische Verhältnisse sehr mild (durchschnittliche Höchsttemperaturen 17–20 °C), aber er ist die regenreichste Jahreszeit. Der Regen fällt oft in kurzen Schauern statt in langen, heftigen Regengüssen, und die Passatwinde sorgen dafür, dass die höher gelegene Nordseite beständig neblig ist. Südküste Madeira (Funchal, Fajã da Ovelha usw.) ist relativ trocken und bietet eine attraktive Alternative zu den nordeuropäischen Wintern. Dezember und Januar sind außerhalb der Hauptreisezeit ruhig, daher gilt diese Zeit als „Grüne Saison“ mit günstigeren Preisen, außer um Weihnachten/Neujahr. Ende Januar und im Februar findet Madeiras berühmter Karneval statt (die Termine variieren jährlich). Die Karnevalswoche in Funchal ist lebhaft mit Umzügen und Partys. Einheimische berichten, dass viele europäische Besucher dem kalten Klima entfliehen, um den warmen Februar auf Madeira zu genießen. Tatsächlich sind Madeiras Hotels Ende Januar oft schon zu 90–95 % für die Karnevalswoche ausgebucht. Das spektakulärste Ereignis der Insel ist das Silvesterfeuerwerk in Funchal – eine so grandiose Feuerwerksshow, dass sie 2006 den Guinness-Weltrekord für das größte Feuerwerk der Welt erhielt. Wenn Sie im Winter reisen, packen Sie eine leichte Regenjacke ein und genießen Sie die Sonne an der Südküste oder auf den trockeneren, nach Süden ausgerichteten Terrassen der Berge.

Anreise nach Madeira und Fortbewegung vor Ort

Internationaler Zugang: Madeiras wichtigstes Tor zur Welt ist der internationale Flughafen Cristiano Ronaldo Madeira (FNC) bei Funchal. Er bietet ganzjährige Flüge von Lissabon und Porto (Portugal) sowie saisonale Flüge aus Großbritannien (London, Manchester), Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Städten. Die Flugzeit beträgt etwa 1,75 Stunden von Lissabon und unter 4 Stunden von den meisten westeuropäischen Städten. In der Hochsaison gibt es allein nach Lissabon bis zu zwölf Flüge täglich. Porto Santo verfügt über einen eigenen kleinen Flughafen (PXO), der hauptsächlich Anschlussflüge zum und vom FNC abwickelt. Im Jahr 2024 verzeichneten die beiden Flughäfen Madeiras zusammen ein Passagieraufkommen von über 100 Millionen US-Dollar. 5 Millionen Passagiere, ein neuer Höchststand, sodass mittlerweile Dutzende von Fluggesellschaften (darunter auch Billigfluggesellschaften) die Inseln anfliegen.

Auf dem Seeweg: Zwischen Funchal und Porto Santo verkehrt regelmäßig eine Passagierfähre. Die Fahrpläne variieren je nach Saison, ein Betreiber bietet jedoch bis zu acht Hin- und Rückfahrten pro Woche an, wobei jede Überfahrt etwa [Zeitangabe fehlt im Originaltext]. 2½ StundenDie Fähre ist oft die günstigste Möglichkeit, ein Auto nach Porto Santo zu bringen oder eine Tageskreuzfahrt zu unternehmen (beachten Sie, dass sie in der Regel zwischen den Wintermonaten wegen der Stürme geschlossen ist und im Frühling wieder in Betrieb geht). Kreuzfahrtgäste können über den Hafen von Funchal anreisen (der 2024 über 700.000 Kreuzfahrtpassagiere zählte), doch für Langzeitreisende sind Flüge meist deutlich bequemer.

Auf der Insel: Madeiras Straßennetz ist gut ausgebaut, insbesondere im Süden und im Haupttal zwischen Funchal und Santana. Mietwagen sind am Flughafen und in Funchal leicht zu finden. Mit dem Auto lässt sich die Insel am flexibelsten erkunden (Levada-Wanderwege, Strände, Aussichtspunkte). Die Straßen sind im Allgemeinen gut, allerdings können die ländlichen Bergstraßen eng und kurvenreich sein. Viele erfahrene Reisende empfehlen daher, zumindest für einen Teil der Reise ein Auto zu mieten, vor allem, wenn man Ausflüge in abgelegene Täler oder in die Berge plant – Taxis und geführte Touren können schnell teuer werden. Wer lieber nicht selbst fahren möchte, kann auf Madeira auch das gute öffentliche Busnetz (betrieben von Horários do Funchal) nutzen, das Funchal mit vielen Orten (z. B. Câmara de Lobos, Santa Cruz, Calheta) verbindet. Allerdings ist der Fahrplan sonntags und in abgelegene Dörfer eingeschränkt. Taxis und Flughafen-Shuttles stehen in Funchal in großer Zahl zur Verfügung.

Der Fähre Madeira–Porto Santo Bei Reisen mit dem Auto oder in der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung. Ein praktischer Tipp: Fliegen Sie nach Funchal und von Porto Santo zurück (oder umgekehrt), wenn Sie beide Inseln besuchen möchten, ohne einen Umweg zu machen. Zudem gibt es mehrmals täglich Inlandsflüge zwischen Funchal (FNC) und Porto Santo (PXO) (Flugzeit: 20 Minuten), oft zu günstigeren Preisen als die Fähre.

Unterkünfte auf Madeira: Vollständiger Reiseführer

Die Unterkunftsmöglichkeiten auf Madeira variieren je nach Region. Die Wahl hängt von Ihren Vorlieben ab: Stadtleben, Strandnähe oder ländliche Ruhe. Hier ein kurzer Überblick:

  • Funchal (Hauptstadt, südliches Zentralgebiet): Funchal bietet die größte Dichte an Hotels, Apartments, Restaurants und Nachtleben. Die Stadt blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück (ihre Altstadt „ist geschichtsträchtig und voller Charme“, wie ein Reiseführer beschreibt) und lässt sich dennoch sehr gut zu Fuß erkunden. Von Funchal aus erreichen Sie bequem Museen, botanische Gärten und den berühmten Mercado dos Lavradores (Obst- und Fischmarkt). Die Unterkünfte reichen von luxuriösen Hotels direkt am Meer im Lido-Viertel bis hin zu Boutique-Hotels in der historischen Zona Velha. In Funchal gibt es außerdem Meerwasserpools (öffentliche Salzwasserbecken) zum Schwimmen wie am Strand. Dank seiner zentralen Lage ist Funchal ein idealer Ausgangspunkt für Inselrundfahrten. (Hinweis: Die Stadt liegt an steilen Hängen, daher kann es in einigen Gebieten zu Anstiegen kommen.)
  • Câmara de Lobos (Südwestküste, 10 km westlich von Funchal): Ein kleines Fischerdorf, berühmt für seinen malerischen Hafen und LandschaftEs erlangte Berühmtheit, als Winston Churchill diesen Hafen in den 1950er Jahren malte. Auch heute noch versprüht er den Charme vergangener Zeiten: bunte Fischerboote (insbesondere größere, thunfischartige „SchneiderKleine Boote schaukeln in der Bucht, und in den Cafés der Insel wird Poncha (Rumpunsch) serviert. Entlang der Uferpromenade reihen sich Hotels und Pensionen. Das Dorf ist über eine Küstenstraße mit Funchal verbunden (ca. 15 Autominuten). Hoch oben auf den Klippen von Câmara de Lobos befindet sich der Cabo Girão Skywalk – eine der höchsten Meeresklippen Europas (580 m) und ein Aussichtspunkt, den man mit dem Auto erreichen kann. Für Reisende, die malerische Dörfer, frische Meeresfrüchte und eine ruhigere Atmosphäre als in Funchal schätzen, ist Câmara de Lobos ideal.
  • Ponta do Sol / Ribeira Brava (Zentral-West-Südküste): Diese beiden benachbarten Orte liegen 20–30 Autominuten westlich von Funchal. Sie sind sonniger und ruhiger als Funchal und bieten eine Mischung aus alten Kirchen und modernen Häusern. Ponta do Sol beispielsweise zeichnet sich durch den geringsten Sonneneinfall der Insel aus und zählt oft zu den wärmsten Orten (daher der Name „Sonnenspitze“). Die Hotels hier sind meist neuere Apartments oder Resorts entlang der steil abfallenden Küste. Der Ort ist ein idealer Zwischenstopp, wenn man ruhige Strände (wie den goldenen Sandstrand von Calheta, der durch importierten Sand entstanden ist, 15–20 Minuten westlich) und kurze Fahrten nach Funchal oder in den äußersten Westen wünscht. Beide Orte verfügen über malerische Promenaden. (Tipp: In Ponta do Sol geht die Sonne im Winter aufgrund eines nahegelegenen Hügels früh unter – ein einzigartiger Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten.)
  • Porto Moniz / São Vicente (Nordwestküste): Die beiden nördlichsten Gemeinden, die am weitesten von Funchal entfernt liegen, sind landschaftlich bemerkenswert, aber auch abgelegener. Porto Moniz ist bekannt für seine natürliche vulkanische Becken Ruhige Salzwasserbecken, die sich in den Lavafelsen gebildet haben (siehe Abbildung unten), locken selbst im Winter Badegäste an. Der Ort ist klein und bietet Unterkünfte in Form einiger Hotels/Hotels an den Klippen sowie einiger Pensionen. São Vicente, etwas südlich von Porto Moniz, besticht durch seine zerklüftete Küste und eine beliebte vulkanische Höhle mit Museum. Die Straßen an der Nordküste sind eng, und aufgrund der Mikroklimata regnet es dort häufiger und die Tage sind kühler. Daher ist diese Gegend besonders für Wanderfreunde und alle, die dramatische Landschaften suchen, attraktiv. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sowie Sonnenuntergänge über dem Meer genießen möchte, sollte diese Dörfer in Betracht ziehen; ansonsten bevorzugen die meisten Besucher die Südküste, da sie dort wärmer und bequemer gelegen ist.
  • Santana (Nordosten): Hoch oben im Lorbeerwald auf dem Weg nach São Jorge liegt Santana, berühmt für seine traditionellen, strohgedeckten A-förmigen Häuser (gelb und weiß gestrichen). Diese historischen Häuser beherbergen heute meist Restaurants, Geschäfte oder touristische Attraktionen. Im Ort gibt es einige Berghütten und Pensionen. Ein Aufenthalt hier ermöglicht ein intensives Eintauchen in Madeiras ländliche, bergige Seite. Wanderungen von Santana aus führen in hoch aufragende Lorbeerwälder (UNESCO-Welterbe). Wenn Sie landschaftliche Ruhe, unberührte Kultur und Wanderungen suchen (und nicht etwa Strände oder pulsierendes Stadtleben), ist Santana eine hervorragende Wahl – beachten Sie jedoch, dass Sie mindestens eine Stunde von Funchal und dem Meer entfernt sind.
  • Porto Santo (Schwesterinsel): Wenn Sie Ihrer Reise eine zweite Insel hinzufügen können, sollten Sie Porto Santo in Betracht ziehen. Die Insel besteht nur aus einem Hauptort (Vila Baleira) und einigen Hotels und Pensionen entlang ihrer langen Sandbucht. Hier dreht sich alles ums Strandleben. Für Reisende, die von Sonne und Strand nicht genug bekommen können, ist sie die perfekte Ergänzung. Funchal und Porto Santo sind nur eine kurze 2,5-stündige Fährfahrt (vorab gebucht) oder ein 20-minütiger Flug voneinander entfernt. Viele Reisepläne beinhalten einige Nächte in Funchal und anschließend einige Nächte auf Porto Santo, um den 9 km langen Strand zu genießen. (Hinweis: Obwohl es auf Porto Santo einige Geschäfte und einen Golfplatz gibt, sollten Sie für die meisten Erledigungen nach Funchal zurückkehren.)

Einen schnellen Vergleich der Gebiete finden Sie in der folgenden Tabelle:

Bereich

Highlights

Perfekt für

Funchal

Stadtkultur, Museen, Märkte, vielfältige Gastronomie, Freibäder, Seilbahn nach Monte

Erstbesucher, Nachtleben, kulturelle Ausflüge, große Hotelauswahl

Câmara de Lobos

Charme eines Fischerdorfes, Fischrestaurants, Poncha-Bars, Blick auf Cabo Girão

Malerische Aussichten, Tagesausflügler, alle, die in der Nähe von Funchal ein ruhigeres Leben suchen

Ponta do Sol/Ribeira Brava

Sonnige Zentralküste, neue Ferienorte, ruhige Strände in der Nähe

Kombinierte Strand- und Wandertouren, gut für Familien

Porto Moniz/São Vicente

Lavaseen (Porto Moniz), wilde Klippen, Waldwege im Landesinneren

Abenteuerreisende, Fotografen, Entspannung in der Einsamkeit

Santana

Lorbeerwald, traditionelle Reetdachhäuser, Bergwanderungen

Ökotouristen, Wanderer, Reisende, die das ländliche Leben vor Ort suchen

Porto Santo

9 km langer goldener Strand, klares Wasser

Strandliebhaber, Wassersportler, Familien, die Sonne suchen

Die 25 besten Aktivitäten auf Madeira

Madeiras Hauptattraktion ist seine Naturlandschaft und Outdoor-AktivitätenAber es gibt auch viel Kultur und Entspannung. Hier ist eine kategorisierte Liste der Top-Erlebnisse (die 25 besten in den verschiedenen Kategorien):

Naturwunder und Landschaften (1–8):

1. Sonnenaufgang am Pico Ruivo: Wandern (oder zelten) Sie zum Pico Ruivo (1862 m), um den Sonnenaufgang über den Wolken zu erleben. Ein früher Start vom Pico do Arieiro oder einem nahegelegenen Pass ist erforderlich.
2. Lorbeerwald: Erkunden Sie Wanderwege wie die Vereda do Areeiro oder die Levada Fajã do Rodrigues in diesem UNESCO-Welterbe-Lorbeerwald. Die Flora ist hier uralt und üppig.
3. Lavabecken von Porto Moniz: Schwimmen Sie in den natürlichen Meerwasserbecken von Porto Moniz (Nordwest-Madeira) – ruhiges, klares Meerwasser in vulkanischen Gesteinsbecken. Der Blick über den Atlantik ist einfach magisch.
4. Cabo Girão Skywalk: Stehen Sie auf der Aussichtsplattform mit Glasboden auf dem Gipfel des Cabo Girão (580 m). Es ist Europas höchster Skywalk und bietet schwindelerregende Ausblicke hinunter auf die Bananenplantagen.
5. St. Lawrence Point: Wandern Sie auf dem windgepeitschten Pfad der östlichen Halbinsel. Die kargen Klippen und der Meerblick erinnern hier mitunter an eine Mondlandschaft.
6. Curral das Freiras (Nonnental): Besuchen Sie dieses beeindruckende Tal, umgeben von tausend Meter hohen Gipfeln. Einst Zufluchtsort für geflüchtete Nonnen, bietet es heute einen Aussichtspunkt mit Panoramablick auf das darunterliegende, landwirtschaftlich genutzte Tal. Probieren Sie die hier hergestellten Kastanienspezialitäten.
7. Leuchtturm im Wald: Im Nordwesten besticht der nebelverhangene Lorbeerwald von Fanal (nahe dem Plateau Paul da Serra) mit moosbedeckten Baumwurzeln und einer ätherischen Atmosphäre – besonders wenn Nebel aufzieht.
8. Pico do Arieiro Gipfel: Fahren Sie mit dem Auto oder einem Kleinbus hinauf zum Pico do Arieiro (1818 m) und genießen Sie den Panoramablick auf Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Die asphaltierte Straße macht den zerklüfteten Gipfel leicht erreichbar.

Wandern & Outdoor-Abenteuer (9–15):

9. 25 Brunnen (Rabaçal) Levada: Eine der bekanntesten Levada-Wanderungen. Rundweg von etwa 11 km von Rabaçal zum Wasserfall 25 Fontes, vorbei an üppig grüner Landschaft und kleineren Wasserfällen.
10. Levada Caldeirão Verde: Ein malerischer Pfad führt durch Tunnel und Wald zu einem von Grün gesäumten Wasserfall. (Für die Tunnel sollte eine Stirnlampe mitgebracht werden.)
11. King's Drift: Eine leichte Wanderung durch Lorbeerwälder an der Nordküste mit Farnhöhlen und vereinzelten Bananenhainen. Für alle Schwierigkeitsgrade geeignet.
12. Areeiro Trail (PR1): Die spektakuläre Gratwanderung zwischen Pico do Arieiro und Pico Ruivo (ca. 7 km einfache Strecke) ist anspruchsvoll, bietet aber einige der spektakulärsten Bergpanoramen der Insel.
13. Canyoning in Ribeira do Inferno: Erleben Sie die Bergschluchten Madeiras beim Ziplining, Rodeln oder Abseilen an Wasserfällen (Buchung bei Anbietern in Funchal).
14. Mountainbiken: Mieten Sie ein Mountainbike und erkunden Sie die anspruchsvollen Trails auf dem Paul da Serra Plateau oder fahren Sie bergab vom Miradouro do Véu da Noiva (Schleier der Braut).
15. Spaziergänge an der Küste: Spazieren Sie entlang der malerischen Levadas oder gepflasterten Wege am Meer entlang, z. B. an der Promenade von Calheta oder am Hafen von São Vicente. Eine einfache, aber lohnende Bewegung am Meer.

Kulturelle und historische Erlebnisse (16–20):

16. Altstadt von Funchal: Schlendern Sie durch die gepflasterten Straßen der Zona Velha. Halten Sie Ausschau nach dem Projekt „Bemalte Türen“ in der Rua de Santa Maria (bunte Kunst auf Garagentoren) und besuchen Sie kleine Kunstgalerien.
17. Bauernmarkt: Besuchen Sie den Bauernmarkt von Funchal. Im Obergeschoss erwarten Sie tropische Früchte wie Passionsfrüchte und Cherimoyas, und im Untergeschoss können Sie sich am lebhaften Fischmarkt (mit frischen Espada und Napfschnecken) erfreuen. Ein Fest für die Sinne!
18. Monte Palace Tropical Garden: Fahren Sie mit der Seilbahn hinauf nach Monte und schlendern Sie durch diesen 70.000 m² großen Garten. Er beherbergt orientalische Gärten, einen nachgebildeten Lorbeerwald, Springbrunnen und exotische Vögel (Pfauen und Flamingos). Versäumen Sie nicht das kunstvoll gestaltete Innere des Monte-Palastes.
19. Monte-Seilbahn: Auch wenn man die Gärten auslässt, ist die Fahrt mit der Seilbahn von Funchal nach Monte (3,2 km, 15 min) ein Erlebnis – man sieht, wie die Bucht unten zurückweicht und sich die terrassenförmig angelegten Gärten von Funchal ausbreiten.
20. Rodelbahn: Von Monte aus geht es mit den traditionellen Korbschlitten („Carreiros“) die steilen Gassen hinunter nach Livramento (Fußgänger in von zwei Männern mit Strohhüten gelenkten Korbschlitten). Ein skurriles, typisch Madeira-Erlebnis.

Essen, Wein & Lokale Spezialitäten (21–25):

21. Madeira-Weinprobe: Besuchen Sie eines der historischen Weingüter in Funchal (wie Blandy's oder Pereira d'Oliveira) und nehmen Sie an einer geführten Verkostung trockener und süßer Weine teil. Madeiras Likörweine (die unter Hitzeeinwirkung reifen) blicken auf eine lange Geschichte zurück und zeichnen sich durch ihren einzigartigen Geschmack aus. Die Weinkeller von Blandy's stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
22. Schwert mit Banane: Probieren Sie Madeiras berühmtes Gericht, den schwarzen Degenfisch mit Banane. Ein lokaler Reiseführer beschreibt, wie man sich in einem Fischrestaurant einen Tisch aussucht, den Fang des Tages (Espada) genießt und dazu Poncha (einen Cocktail aus Zuckerrohrrum) trinkt. In der Tat, Poncha – hergestellt aus Zuckerrohr-Aguardente, Honig und Zitronensaft – ist eine Inselspezialität, die man unbedingt probieren muss.
23. Es war in Caco: Probieren Sie diese warmen, mit Knoblauch eingeriebenen, süßen Fladenbrote, die oft mit einem Stück Knoblauchbutter serviert werden. Sie sind eine Beilage zu vielen lokalen Gerichten (insbesondere zu Espetadas, Rindfleischspießen). Sie sind ein einfaches, aber weit verbreitetes Grundnahrungsmittel.
24. Lapas (Gegrillte Napfschnecken): Probieren Sie gegrillte Napfschnecken mit Knoblauchbuttersauce; oft werden sie auf Spießen mit Steinsalz serviert. Man findet sie in Tavernen an der Küste von Fischerdörfern wie Câmara de Lobos.
25. Bauernmarkt-Tour & Abendessen: Besuchen Sie ein lokales Restaurant, das sich auf die Küche Madeiras (Espada, Espetadas, Poncha) spezialisiert hat, oder nehmen Sie an einer kulinarischen Tour teil. Die Inselküche kennenzulernen, die Mais, Süßkartoffeln, tropische Früchte und lokale Fleischsorten so besonders macht, ist ein ganz eigenes kulturelles Abenteuer.

Nach Ihrer rasanten Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten helfen Ihnen die folgenden Beispielrouten, aus dieser langen Liste realistische Pläne zu machen. Doch zunächst wollen wir uns Madeiras berühmtester Attraktion – den Levadas – und anderen Naturwundern genauer widmen.

Die legendären Levadas: Madeiras einzigartige Wanderwege

Kein Reiseführer für Madeira ist vollständig ohne seine BewässerungskanäleLevadas sind schmale, durch Schwerkraft gespeiste Wasserleitungen, die in die Berghänge gehauen wurden. Ursprünglich von Siedlern und späteren Generationen erbaut, leiteten sie Wasser aus den regenreichen nördlichen Bergen in die trockeneren südlichen Felder. Die ersten Levadas entstanden im 15. und 16. Jahrhundert; im 19. Jahrhundert war bereits ein riesiges Netz entstanden. Heute durchziehen über 3.100 km Levadas die Insel (davon etwa 800 km Hauptkanäle und Tausende kleinere Nebenkanäle). Wanderungen entlang der Wartungswege an diesen Levadas sind eine beliebte Möglichkeit, Madeiras abwechslungsreiche Landschaft zu entdecken. Die Wege reichen von leichten Spaziergängen durch Bananenhaine und Eukalyptuswälder (wie die Levada do Rei) bis hin zu anspruchsvollen Klippenpfaden (wie einige Abschnitte des Rabaçal).

Diese Bewässerungskanäle sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern waren und sind lebenswichtig. Einem Umweltbericht zufolge decken Madeiras Levadas zusammen mit kleinen Wasserkraftwerken heute rund 33 % des Strombedarfs der Insel. Derselbe Bericht hebt hervor, wie „Steinrohre aus dem 15. Jahrhundert“ noch immer über mehr als 3.000 km Quellwasser aus den Bergen leiten, um Landwirtschaft, Trinkwasser und Energie auf der Insel zu versorgen. Kurz gesagt: Eine Wanderung auf einem Levada-Pfad lässt Sie Madeiras Kultur des Lebens im Einklang mit der steilen Landschaft hautnah erleben.

Madeiras atemberaubende Naturattraktionen

Neben den Levadas verdienen einige besondere Naturstätten besondere Beachtung:

  • Pico Ruivo (1862 m): Der höchste Punkt Madeiras. Eine Wanderung hierher (oft vom Pico do Arieiro aus) führt über die Wolken. An klaren Tagen reicht der Blick bis nach Porto Santo. Der Aufstieg ist anstrengend, aber gut ausgeschildert.
  • Pico do Arieiro (1818 m): Wer nicht wandern geht, sollte zumindest über die ER103 zum Gipfel fahren. Der Sonnenaufgang ist dort sehr beliebt (es ist kalt). Von Arieiro führen Wanderwege für abenteuerlustige Wanderer nach Ruivo.
  • Lorbeerwald (UNESCO-Welterbe): Tief im Landesinneren wirkt der Lorbeerwald urwüchsig. Die Wanderwege hier (z. B. Vereda do Larano) sind neblig und kühl. Ein starker Kontrast zu den sonnigen Küsten.
  • Natürliche Becken von Porto Moniz: Geschützt durch Landzungen ermöglichen diese dunklen Gezeitenbecken in Porto Moniz sicheres Schwimmen im Meer, selbst an rauen Tagen. Mit jeder Flut werden die Becken vom Meerwasser erneuert. (Badekleidung ist ganzjährig empfehlenswert; in der Hauptsaison ist Rettungsschwimmer im Einsatz.)
  • Cabo Girão: Eine der höchsten Meeresklippen Europas (580 m). Eine Aussichtsplattform mit Glasboden ragt über den Abgrund hinaus. An klaren Tagen erstreckt sich die Küste von Funchal weit unten. (Achtung: Starke Winde sind zu erwarten; der kurze Weg zum Skywalk ist einfach, seien Sie jedoch vorsichtig mit Kameras auf dem Glasboden.)
  • St. Lawrence Point: Die östliche Halbinsel Madeira bildet einen starken Kontrast: zerklüftete, fast wüstenartige Klippen fallen steil in blaugrünes Wasser ab. Der Pfad entlang des Gebirgskamms bietet unvergessliche Ausblicke.
  • Curral das Freiras (Nonnental): Erreichbar über eine kurvenreiche Bergstraße oder einen Wanderweg, war dieses kesselförmige Tal einst von Banditen heimgesucht und später Heimat von Nonnen (daher der Name). Heute ist es eine abgeschiedene Bauerngemeinde. Der Aussichtspunkt Pico dos Barcelos (etwa 10 Minuten von Funchal entfernt) bietet ein klassisches Panorama hinunter ins Tal. Probieren Sie unbedingt die hier hergestellten Kastanienbonbons und den lokalen Beerenlikör.

Jeder dieser Orte sollte mindestens einen halben Tag in Anspruch nehmen, um ihn richtig zu erkunden. Informieren Sie sich vor Ort über eventuelle Zugangssperrungen (z. B. sind einige Wanderwege aufgrund von Sicherheitsarbeiten gesperrt). Doch alle belohnen Sie mit der unberührten Schönheit, die Madeira zu einem wahren „Inselparadies“ macht.

Strände und Bademöglichkeiten auf Madeira

Trotz ihres Inselstatus weist Madeiras Küste aufgrund ihres vulkanischen Ursprungs relativ wenige Sandstrände auf. Die meisten natürlichen Küstenabschnitte bestehen aus Klippen oder Kieselstränden. Wassersportbegeisterte haben jedoch Alternativen:

  • Strand von Porto Santo: Wer unbedingt weiße Sandstrände sehen möchte, sollte nach Porto Santo fahren (9 km goldener Sand). Die Fähr- oder Flugreise lohnt sich für diesen einzigartigen Sand – viele halten ihn für den schönsten Strand Portugals.
  • Seixal Beach: Dieser Strand an der Nordküste hat dunklen Vulkansand; er ist oft ruhig und malerisch, aber an rauen Tagen kann das Wasser unruhig sein.
  • Calheta Beach: Im Südwesten von Calheta befindet sich ein künstlich angelegter, goldener Sandstrand (mit importiertem Sand). Er ist zwar künstlich, aber er erfüllt seinen Zweck – ruhiges Wasser und Annehmlichkeiten (Duschen, Restaurants).
  • Natürliche Felsenbecken: Wie bereits erwähnt, bietet Porto Moniz sichere Salzwasserbecken. Auch bei São Vicente gibt es ein kleines Felsenbecken, und in den Meerwasseranlagen von Funchal (insbesondere Doca do Cavacas und Formosa Lido) findet man solche Becken. Die Lidos von Funchal funktionieren wie öffentliche Schwimmbäder mit Meerwasser, Leitern und Rettungsschwimmern. Sie sind ein beliebter Ort für Familien und ältere Besucher, die unkompliziert schwimmen möchten.
  • Baden: Der Atlantik kann kühl sein (etwa 18–22 °C, selbst im Sommer), daher bevorzugen viele Schwimmbäder. An warmen, windstillen Tagen (besonders im August und September) ist das Schwimmen von den Felsen oder in geschützten Buchten (Machico, Mole von Calheta oder Porto Santo) jedoch erfrischend. Ein Neoprenanzug ist in der Regel nicht nötig.

Hinweis: In offenen Bereichen können starke Strömungen auftreten. Beachten Sie daher stets die Warnflaggen. Rettungsschwimmer sind nur an den ausgewiesenen Freibadbecken und an den Hauptstränden anwesend.

Funchal: Das Herz von Madeira

Funchal an der geschützten Südküste ist die lebhafte Hauptstadt und der wichtigste Anlaufpunkt für Besucher. Die im 15. Jahrhundert gegründete Stadt vereint städtischen Komfort mit inseltypischem Charme und ist daher für viele ein idealer Ausgangspunkt. Einige Highlights:

  • Altstadt Ein Gewirr aus Kopfsteinpflastergassen mit historischen Gebäuden. Hier kann man über Plätze schlendern und Türen mit Wandmalereien entdecken. Die Kathedrale Sé (1470) ist ein bedeutendes Wahrzeichen. Entlang der Rua Santa Maria haben Künstler Hunderte von blauen Türen bemalt, jede mit einem einzigartigen Muster.
  • Bauernmarkt: Der Bauernmarkt von Funchal (ein Art-déco-Gebäude aus den 1940er-Jahren) ist ein Kaleidoskop der Farben und Düfte. Im Obergeschoss findet man exotische Früchte (Passionsfrüchte, Zimtäpfel, Drachenfrüchte und vieles mehr) sowie Stände mit lokalen Blumen. Im Erdgeschoss herrscht reges Treiben auf dem Fischmarkt – Händler bieten Spezialitäten aus Madeira an, wie zum Beispiel Schwert (Schwarzer Degenfisch) und Napfschnecken. Ein Reiseführer beschreibt es als „ein Fest für die Sinne … perfekt, um ein Glas Poncha zu genießen, das Rumgetränk der Fischer der Insel“. (Espada mit Banane, ein Madeira-Klassiker, wird oft auf Anfrage in der Nähe zubereitet.)
  • Monte & Gärten: Fahren Sie mit der Seilbahn vom alten Hafen Funchals nach Monte (15–20 Minuten). Der Ausblick aus der Luft ist spektakulär und bietet einen atemberaubenden Blick über tropische Gärten. In Monte können Sie durch den berühmten Tropengarten des Palastes von Monte schlendern – eine 70.000 m² große botanische Oase mit orientalischen Gärten und einem künstlich angelegten Lorbeerwald. (Die Sammlung exotischer Pflanzen, Koiteiche, Pfauen und Flamingos macht diesen Garten zu einer einzigartigen Attraktion.) Ebenfalls in Monte befindet sich die Kirche Notre-Dame de Monte, in der der letzte Kaiser von Österreich begraben liegt.
  • Seilbahn und Rodelbahn: Neben der Monte-Seilbahn kann man auch mit dem traditionellen Korbsessel fahren. Korbschlitten Korbschlitten fahren die steilen Straßen von Monte hinunter zurück nach Funchal. Zwei Männer mit Strohhüten steuern die Schlitten – eine nervenaufreibende (aber sehr beliebte) Fahrt.
  • Seilbahn zum Botanischen Garten: Nicht zu verwechseln mit dem Monte Palace: Der Botanische Garten von Madeira liegt unterhalb des Monte (erreichbar mit einer kürzeren Seilbahn von Funchal aus). Er beherbergt eine umfangreiche Pflanzensammlung und bietet einen herrlichen Blick auf die Stadt.
  • Museen und Kultur: Funchal beherbergt mehrere kleine Museen – das Madeira Story Centre (Geschichte), ein Cristiano-Ronaldo-Museum (für Fußballfans) und das Museum für zeitgenössische Kunst. Weinliebhaber sollten Blandy's Wine Lodge besuchen, um die alten Weinkeller (17. und 18. Jahrhundert) zu besichtigen und Madeirawein zu verkosten.
  • Nachtleben & Gastronomie: Als größte Stadt bietet Funchal die beste Restaurant- und Barszene. Von Tapas-Bars in der Altstadt bis hin zu Michelin-Sternerestaurants an der Bucht spiegelt die Gastronomie atlantische und portugiesische Aromen wider. Frische Meeresfrüchte, Fleischspieße (Spieße), und vegetarisch Spitze Kuchen sind weit verbreitet. Abends zieht es manche in die Zona Velha, andere in die neuen Straßenbars in Santa Maria oder in Cafés am Hafen.

Die meisten Touristen wählen Funchal oder die nähere Umgebung als Ausgangspunkt, da dies praktisch und übersichtlich ist. Jedes Viertel der Stadt hat jedoch seinen eigenen Charakter – von den modernen Vierteln bis hin zu den modernen Stadtvierteln. Lido vom Gebiet mit Hotels und Strandpools bis hin zu ruhigeren Wohngebieten Saint Martin und lebhaft Heiliger Petrus Viertel voller Restaurants. Die untenstehende Karte (von EarthTrekkers) zeigt die Aufteilung von Funchal nach Stadtteilen.

Madeirawein und lokale Küche

Madeiras Kultur spiegelt sich in seinen Speisen und Getränken wider. Das Aushängeschild des Archipels ist MadeiraweinMadeira ist ein Likörwein, der für seine Langlebigkeit und seinen reichen Geschmack geschätzt wird. Es gibt ihn in verschiedenen Stilen, von trocken (Sercial, Verdelho) bis süß (Bual, Malmsey). Die einzigartige Reifung erfolgt durch Erhitzen des Weins (Estufagem), wodurch Madeira seine charakteristischen Karamellnoten erhält. Ein Besuch in einem Weingut (wie Blandy’s oder Burmester in Funchal) bietet Einblicke in traditionelle Reifungsmethoden (Fässer lagern auf warmen Dachböden) und natürlich die Möglichkeit zur Verkostung.

Was das Essen angeht, dreht sich die Ernährung vieler Madeiraner um Spieße (große Rindfleischspieße, über Holz gegrillt), Schwert mit Banane (Fisch mit Banane) und herzhaft Tomaten-Zwiebel-Suppe (Tomaten-Zwiebel-Suppe). Ein Reiseschriftsteller beschreibt das Erlebnis so: Man sitzt in einem Fischtaverne In Câmara de Lobos genießen die Gäste den fangfrischen Fisch des Tages am Spieß und trinken dazu Poncha, ein lokales Getränk aus Zuckerrohr. BrandyHonig und Zitrone – das ist das spritzige Nationalgetränk der Insel. Weitere typische Getränke sind: Wie war es?, ein warmes, mit Knoblauch eingeriebenes Fladenbrot (oft mit Butter oder als Sandwichbrot gegessen) und Blätter – Napfschnecken, gegrillt mit Knoblauchbutter auf der Schale.

Auch lokale Produkte verleihen der Küche Geschmack: Passionsfrucht (Passionsfrucht), Zimtäpfel (WasPitangabeeren sind in Desserts weit verbreitet. Käse und Wurstwaren (vom Ziegen- oder Schweinefleisch) findet man auf Dorfmärkten. Unbedingt probieren! Madeira schwarzes Schweinefleisch (oft in Eintöpfen) und das süße, weinbasierte Dessert WindradsuppeAufgrund Madeiras portugiesischer Wurzeln findet man dort auch Gerichte wie Bacalhau (Stockfisch), die nach Inselart zubereitet werden.

Neben Wein und Poncha bietet Madeira eine lebendige Craft-Beer-Szene (mit mehreren Mikrobrauereien in der Hauptstadt) und verwendet tropische Früchte in Cocktails. Auch Kaffee wird an der Nordküste angebaut – hier können Sie Plantagenkaffee probieren. Viele der besten kulinarischen Erlebnisse bietet schließlich familiengeführte Tavernen: Suchen Sie nach Lokalen, in denen sich Einheimische treffen, und Sie genießen herzhafte, authentische Gerichte und vielleicht ein Glas Grappa aus der Region zum Abschluss.

Abenteueraktivitäten jenseits des Wanderns

Madeira ist abseits der Wanderwege ein wahres Abenteuerparadies. Hier sind einige der Top-Aktivitäten:

  • Wal- und Delfinbeobachtung: Der umliegende Atlantik ist reich an Meereslebewesen. Von Funchal oder Calheta aus starten Bootstouren, um Delfine (Gemeine Delfine) und gelegentlich Wale (Grindwale ganzjährig, wandernde Wale im Winter) zu beobachten. Dank der Lage der Insel sind Sichtungen häufig; über 20 Walarten wurden in diesen Gewässern bereits gesichtet. (Keine konkrete Quelle, aber lokale Anbieter finden Sie in den Häfen.)
  • Canyoning und Höhlenforschung: Madeiras Flussbetten bieten Canyoning-Touren an, bei denen man Wasserfälle hinabseilt und in natürliche Becken springt. Beliebte Canyoning-Gebiete sind Ribeira das Cales und Ribeira do Inferno in der Nähe von Machico. Höhlenforscher finden in den Vulkanhöhlen von São Vicente Einblicke in die Lavatunnel-Geologie der Insel.
  • Küstenklettern und Felsklettern: An ruhigen Tagen kann man schwimmen und an den felsigen Küsten entlangklettern, besonders in der Nähe von São Vicente. Außerdem locken die imposanten Steilwände von Porto da Cruz und Ponta do Sol Kletterer an (es gibt einige eingerichtete Routen).
  • Gleitschirmfliegen: Die Gipfel Madeiras sind ideale Startplätze. Mehrere Anbieter bieten Tandem-Gleitschirmflüge von Orten wie Ponta do Sol oder Funchal (Region Monte) an, bei denen man mit Panoramablick auf die Insel hinabgleitet.
  • Mountainbiken: Die Wege reichen von Waldrouten bis hin zu Mountainbike-Parks. Viele Berg- und Wanderwege befinden sich auf dem Paul-da-Serra-Plateau. Für längere Touren durch hügeliges Gelände können auch E-Bikes gemietet werden.
  • Tauchen und Schnorcheln: Die Meeresumwelt ist überraschend vielfältig. Das Naturschutzgebiet Reserva do Garajau (Südküste) ist ein beliebtes Tauchgebiet, wo man Zackenbarsche, Rochen und die farbenprächtige Rifffauna beobachten kann. Vor der Küste (z. B. bei Machico) gibt es außerdem einige Wracktauchplätze. Beim Schnorcheln vom Kajak oder Ufer aus lassen sich Anemonen und Fische zwischen den Felsenriffen entdecken.
  • Deep-Sea Fishing: Für Angler sind Madeiras tiefe Gewässer ein wahres Paradies. Hochseefischerboote jagen Marlin, Thunfisch und Schwertfisch nur wenige Kilometer vor der Küste (besonders von Juni bis Herbst).
  • Stand-Up-Paddling / Kajakfahren: An ruhigen Tagen bietet sich Stand-Up-Paddling oder Seekajakfahren vor der Südküste (Funchal, Caniço oder Ponta do Sol) als entspannende Möglichkeit an, die Küste zu erkunden. Einige Anbieter offerieren auch SUP-Yoga-Kurse.

Die meisten dieser Aktivitäten werden von lokalen Abenteueranbietern organisiert. Achten Sie bei der Buchung auf die Sicherheitsvorkehrungen und die Ausrüstung. Einige Aktivitäten sind saisonabhängig (beispielsweise können Winterwellen Surf- oder Kajaktouren unmöglich machen, und der Spätsommer eignet sich am besten zum Angeln).

Madeira für jeden Reisenden

Madeira spricht viele verschiedene Reisende an. Die Mischung aus Natur, Sicherheit und Infrastruktur sorgt dafür, dass unterschiedliche Gruppen hier ihren Platz finden:

  • Familienfreundliches Madeira: Die Insel ist sehr sicher und sauber und bietet viele ruhige Strände (Porto Santo, Calheta), Aquarien (z. B. das Madeira Aquarium bei Porto Moniz) und Sehenswürdigkeiten (Höhlenführungen, Gärten). Shuttlebusse und organisierte Touren erleichtern den Transport von Kindern zwischen den Attraktionen. Viele Hotels sind kinderfreundlich, und viele Wanderwege sind auch für ältere Kinder geeignet. Hinweis: Einige Bergwanderwege sind nicht kinderwagentauglich. Planen Sie daher für Familien leichtere Wanderungen im Tal oder entlang der Levadas. Dank des milden Klimas können sich auch Babys das ganze Jahr über im Freien wohlfühlen. Aufgrund der kühlen Meeresluft sollten Sie jedoch Badekleidung für Kinder mitbringen.
  • Romantische Kurzurlaube & Flitterwochen: Paare werden Madeiras atemberaubende Ausblicke und romantische Abendessen zu schätzen wissen. Es gibt eine Auswahl an luxuriösen Resorts mit Spa-Angeboten und Weinbergtouren. Sonnenuntergangsfahrten und Gourmet-Dinner (mit passenden Menüs zu Likörweinen) sind sehr beliebt. Die relative Abgeschiedenheit von Orten wie Ponta do Sol oder ein Picknick im Monte Palace versprechen unvergessliche Momente.
  • Alleinreisende: Alleinreisende (insbesondere Frauen) loben häufig die Sicherheit Madeiras. Dank der ausgeprägten Wanderkultur ist es einfach, an geführten Levada-Wanderungen oder anderen Ausflügen teilzunehmen. Hostels und Pensionen in Funchal vermitteln Alleinreisenden gerne Kontakte zu anderen Reisenden. Wer das Nachtleben sucht, findet im Lido und in der Altstadt ein lebhaftes Angebot. Der öffentliche Nahverkehr ist zuverlässig und ermöglicht es Alleinreisenden, bequem zwischen den Orten zu reisen.
  • Barrierefreies Reisen: Madeiras zerklüftetes Gelände kann Herausforderungen mit sich bringen, doch Funchal ist entlang der Küste und auf den ebenen Plätzen relativ barrierefrei. Einige Seilbahnen (zum Monte, zum Botanischen Garten) sind barrierefrei zugänglich. Einige Hotels (insbesondere neuere) verfügen über angepasste Zimmer und Pools mit Aufzügen. Das neue Cristiano-Ronaldo-Museum in Funchal ist vollständig barrierefrei. Allerdings ist in den Dörfern mit unebenem Gelände zu rechnen, sodass Reisende mit eingeschränkter Mobilität die Nordseite und die Bergpfade größtenteils nicht erreichen können. Die Promenaden an der Südküste und Bootstouren bieten entspannte Erlebnisse.
  • Digitale Nomaden und Remote-Arbeiter: Madeira wird immer attraktiver für Remote-Arbeiter. Das Madeira International Business Center (MIBC) bietet einen der niedrigsten Körperschaftsteuersätze Europas (5 %) und weitere Anreize, die bis 2028 verlängert wurden. Hochgeschwindigkeitsinternet ist in den Städten weit verbreitet, in Funchal haben Coworking-Spaces eröffnet, und zahlreiche Unterkünfte (von Pensionen bis hin zu Apartments) eignen sich für längere Aufenthalte. Das angenehme Klima und die niedrige Kriminalitätsrate machen die Insel ideal für einen Arbeitsurlaub. Die Community wächst – Treffen und Gruppen für digitale Nomaden sind in Sicht.
  • Seniorenreisende: Madeira wird häufig in Reiseführern für Senioren empfohlen. Das milde Klima, die gute medizinische Versorgung (in Funchal) und die Auswahl an entspannten Touren machen die Insel attraktiv. Flusskreuzfahrten und geführte Rundreisen führen Madeira in die Atlantikrouten ein. Allerdings sollten steile Wanderungen und Kopfsteinpflasterstraßen sorgfältig ausgewählt werden, und manche ältere Touristen bevorzugen die Region um Funchal und die Badeorte.

Ganz gleich, welcher Reisetyp Sie sind, Madeiras Mischung aus Natur und Annehmlichkeiten bietet für jeden etwas. Wichtig ist, die eigenen Prioritäten – ob ausgedehnte Wanderungen oder entspanntes Verweilen am Pool – mit dem passenden Teil der Insel in Einklang zu bringen (siehe „Unterkünfte“ oben). Der gut ausgebaute Tourismussektor Madeiras sorgt dafür, dass Touren, Reiseführer und Services (wie Babyausstattungsverleih oder seniorengerechte Transportmittel) auf Anfrage verfügbar sind.

Festival- und Veranstaltungskalender

Madeiras Festivalkalender bereichert das Jahr zusätzlich. Viele Veranstaltungen ziehen internationale Besucher an:

  • Karneval (Ende Januar/Februar): Das Stadtzentrum von Funchal füllt sich mit Paraden aufwendig gestalteter Festwagen, Straßenfesten und Samba-Bands (lokale Musik). Zeilen (Sie versuchen, sich gegenseitig zu übertreffen). Es ist eine Zeit der Musik und der Kostüme, die den Feierlichkeiten in Brasilien in kleinerem Rahmen Konkurrenz macht. (Prüfen Sie die Termine frühzeitig – z. B. findet der Karneval 2026 vom 21. bis 25. Februar in Funchal statt.)
  • Blumenfest (April/Mai): Wenn der Frühling erblüht, feiert Funchal mit Blumenteppichen in den Straßen, botanischen Ausstellungen und dem großen Fest. Allegorische Prozession (Parade blumengeschmückter Wagen). Das Festival dauert etwa drei bis vier Wochen. In dieser Zeit duftet die Stadt wahrhaftig nach frischen Blumen; in der offiziellen Beschreibung heißt es „eine Parade der Aromen, der Magie und des Zaubers“, an der Tausende teilnehmen.
  • Atlantisches Festival (Juni): Das Festival, dessen Mittelpunkt der Atlantiküberquerung des Sommers bildet, umfasst allabendliche Gratis-Konzerte (oft am Largo da Restauração in Funchal) und ein Feuerwerksspektakel am 1. Juli. Die Bucht von Funchal wird jeden Abend von Pyrotechnik erleuchtet, die von schwimmenden Barken aus erzeugt wird – ein Spektakel, das im portugiesischen Fernsehen übertragen wird.
  • Weinfest (Ende August – Anfang September): In Câmara de Lobos und den umliegenden Dörfern wird die Weinlese gefeiert. Traditionelle Musik, das Traubenstampfen in steinernen Lagares und reich gedeckte Tische mit regionalen Spezialitäten prägen die Festlichkeiten. Die Termine variieren, typischerweise finden sie jedoch Ende August bis Anfang September statt (z. B. vom 27. August bis 13. September 2026).
  • Silvester & Feuerwerk (31. Dez.): Das Silvesterfeuerwerk in Funchal ist weltberühmt. Die achtminütige Show über dem Hafen ist musikalisch synchronisiert. Sie wurde einst als größtes Feuerwerk der Welt im Guinness-Buch der Rekorde ausgezeichnet. Jedes Jahr versammeln sich Zehntausende (Einheimische und Touristen mit gebuchten Unterkünften), um das Spektakel zu bewundern – der Himmel über der Bucht scheint von Funken zu regnen. Unterkünfte sollten Monate im Voraus gebucht werden, wenn man über Silvester reist.
  • Weitere Veranstaltungen: Die Weihnachtsbeleuchtung in Funchal ist prachtvoll; die Stadt beherbergt Ende Dezember ein ganzes „Weihnachtsdorf“. Neben dem Glanz und Glamour zum Jahreswechsel bietet Madeira auch die Reitmesse Santo da Serra (Juli), regionale Volksfeste (wie die Vereda de Encumeada im Sommer) und kleinere kulinarische Festivals (z. B. das Kastanienfest Curral das Freiras im November). Gartenliebhaber können sich auf das Blumenfest im Oldhand Rosa dos Ventos Hotel in Santana (Ende April) freuen. Sportbegeisterte finden auf Madeira jährlich im Januar einen Halbmarathon und am 31. Dezember in Funchal den berühmten Straßenlauf São Silvestre (eine weltweite Silvestertradition).

Zusamenfassend, Fast jeden Monat gibt es etwas Besonderes in Madeira.Die Termine ändern sich jährlich, daher sollten Sie sich immer über die aktuellen Pläne informieren. Für viele Veranstaltungen (Blumenfest, Atlantikfest, Weinfest) ist eine frühzeitige Buchung von Hotels und Ferienwohnungen erforderlich, da diese schnell ausgebucht sein können. Einheimische sagen: „Feiern auf Madeira bedeutet, Kultur und Natur vereint zu erleben“ – beispielsweise bei der Blumenparade oder beim Feuerwerk wird die natürliche Kulisse der Insel Teil des Spektakels. Besucher, die ihre Reise mit einem dieser Feste abstimmen, erleben Madeira aus einer besonders festlichen Perspektive.

Madeira im Vergleich zu anderen Inselreisezielen

Wie schneidet Madeira im Vergleich zu anderen bekannten Atlantik- oder europäischen Inseln ab? Die folgende Tabelle hebt einige wichtige Unterschiede hervor:

Besonderheit

Holz

Kanarische Inseln

Azoren

Balearen (Mallorca usw.)

Klima

Subtropisch-mediterran; mild (15–26 °C ganzjährig)

Subtropisch; heiße/trockene Sommer, milde Winter (z. B. Teneriffa bis zu ~30 °C)

Ozeanisch-mediterranes Klima; kühler (15–25 °C), mehr Regen

Mediterran; heiße, trockene Sommer, milde, feuchte Winter

Terrain

Sehr zerklüftete, steile Vulkanberge (höchster Gipfel 1862 m)

Ebenfalls vulkanischen Ursprungs (Teneriffa 3.715 m), mit eher wüstenähnlichen Gebieten

Vulkankegel und Calderen (Pico A. 2.351 m), sehr grün

Größtenteils flach bis hügelig (Serra de Tramuntana 1.445 m); weniger dramatische Höhenunterschiede

Strände

Es gibt nur wenige natürliche Sandstrände; meist bestehen sie aus Kieselsteinen oder Felsen. Einen bedeutenden goldenen Strand gibt es nur auf Porto Santo.

Zahlreiche Sandstrände (insbesondere Gran Canaria, Teneriffa). Lebhafte Ferienorte.

Es gibt nur sehr wenige Sandstrände (ein paar auf São Miguel); die meisten Küsten bestehen aus Klippen.

Viele weitläufige Sandstrände (Mallorca, Ibiza); im Sommer extrem touristisch.

Kultur/Tourismus

Traditionelle portugiesische Inselkultur; bekannt für Levada-Wanderungen, Wein und Blumen

Spanischsprachig; große touristische Infrastruktur, Ferienorte und Themenparks

Portugiesische Kultur; ruhiger, naturverbunden (Walbeobachtung, Wandern)

Spanische (katalanische) Kultur; berühmtes Nachtleben und Strandclubs (Ibiza, Mallorca).

Aktivitäten

Wandern (Levadas), Paragliding, Golf, Walbeobachtung

Surfen, Wandern, Nachtleben, Canyoning

Walbeobachtung, Thermalbäder, Wandern in der Natur

Segeln, Einkaufen, Radfahren, Strände

Auszeichnung/Atmosphäre

Von Reisenden zur beliebtesten „Insel“ gewählt (11 Jahre in Folge); Fokus auf Nachhaltigkeit

Bekannt als „Las Vegas Europas“ (insbesondere das Nachtleben von Teneriffa/Gran Canaria)

Unberührt und umweltfreundlich (Die Azoren sind ein EU-Natura-2000-Hotspot)

Ausgebauter Tourismus; Sommeransturm und Kreuzfahrtausflüge

Madeira zeichnet sich durch seinen milden Geschmack aus ganzjährig Das Klima und die dramatischen Berglandschaften vereinen sich mit einem gemächlicheren Lebensrhythmus. Anders als die feierfreudigen Balearen oder die touristisch stark frequentierten Kanarischen Inseln legt Madeira Wert auf Natur und Kultur. Die Azoren ähneln Madeira vielleicht am meisten – beides sind portugiesische Vulkaninseln –, doch Madeira ist deutlich wärmer und touristisch besser erschlossen (und wurde mehrfach als beste Insel der Welt ausgezeichnet). Kurz gesagt: Wer unberührte Natur und charmante Boutique-Hotels den großen Resorts vorzieht, findet auf Madeira eine einzigartige Mischung aus europäischem und atlantischem Flair.

Praktische Reisetipps für Madeira

  • Entry Requirements: Als Außengebiet Portugals unterliegt Madeira den Einreisebestimmungen der EU. EU-/EWR-Bürger benötigen lediglich einen Personalausweis; andere benötigen gegebenenfalls ein Schengen-Visum für Portugal. (Madeira gehört zum Schengen-Raum.)
  • Währung und Geld: Der Euro wird überall akzeptiert. Kreditkarten werden weitgehend akzeptiert, dennoch sollten Sie etwas Bargeld für kleine Läden, Trinkgelder für Levada-Fahrer oder Restaurants auf dem Land dabei haben. Geldautomaten sind in den Städten leicht zu finden.
  • Sprache: Portugiesisch ist die Amtssprache. Englisch ist in Touristengebieten, Hotels und Restaurants weit verbreitet, und die Beschilderung ist oft mehrsprachig. Einheimische freuen sich, wenn man ein paar grundlegende portugiesische Sätze lernt.
  • Sicherheit: Madeira ist im Allgemeinen sehr sicher. Die Kriminalitätsrate ist niedrig – Kleindiebstähle sind selten, und Gewaltverbrechen kommen praktisch nicht vor. Gesunder Menschenverstand (Taschen im Auge behalten, Autotüren abschließen) ist meist ausreichend. Die Notrufnummer in Portugal ist 112 für Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei.
  • Gesundheit: Madeira verfügt über moderne Gesundheitseinrichtungen. EU-Bürger sollten ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) für die öffentliche Gesundheitsversorgung mitführen; andernfalls wird eine Reiseversicherung mit medizinischer Deckung empfohlen (hauptsächlich für Unfälle oder Bergrettung).
  • Strom: Gleiche Steckdosen und 230-V-Stromversorgung wie in Kontinentaleuropa. Für europäische Stecker werden keine Adapter benötigt.
  • Wasser: Das Leitungswasser auf Madeira ist sicher und von hoher Qualität. Es ist aufgrund des Kalksteins aus den Bergen etwas hart, aber dennoch trinkbar. (Flaschenwasser ist auf Wunsch überall erhältlich.)
  • Transport: Wie bereits erwähnt, bietet ein Mietwagen mehr Flexibilität. Bei der Nutzung von Bussen ist zu beachten, dass diese möglicherweise nicht spät abends oder sonntags verkehren. Taxis berechnen eine Grundgebühr von ca. 4 € und 1–2 € pro Kilometer. Fragen Sie immer nach dem Fahrpreis oder überprüfen Sie den Taxameter.
  • Kippen: Nicht obligatorisch, aber 5–10 % Trinkgeld in Restaurants sind üblich, wenn der Service gut war. Taxifahrten werden in der Regel aufgerundet oder mit einem kleinen Trinkgeld vergütet. Hotelgepäckträger und Reiseführer erhalten unter Umständen ein paar Euro pro Gepäckstück oder pro Tag.
  • Packen für Mikroklimata: Das Wetter auf Madeira kann je nach Region variieren. Selbst an warmen Tagen empfiehlt sich Kleidung im Zwiebellook – eine leichte Jacke für die Abende oder höhere Lagen (ab 1.500 m kann es kühl werden). Gutes Schuhwerk ist unerlässlich. Im Sommer genügt normale Sommerkleidung; im Winter ist eine Regenjacke ratsam. Festes Schuhwerk ist für Levada-Wanderungen ein Muss.
  • Fahrtipps: Auf Madeira herrscht Rechtsverkehr. Die Straßen schlängeln sich durch die Berge – rechnen Sie mit Serpentinen und Tunneln (die meisten Tunnel sind einspurig und mit Ampeln ausgestattet). Ortschaften erlauben 50 km/h, Landstraßen 90 km/h. In ländlichen Gebieten gibt es häufig kurze Tunnel ohne Ampeln; fahren Sie dort langsamer. Legen Sie immer den Sicherheitsgurt an.
  • Konnektivität: Kostenloses WLAN ist in Cafés weit verbreitet, und viele Hotels bieten kostenloses Internet an. Wer ständig Datenvolumen benötigt, sollte sich eine lokale SIM-Karte besorgen (Vodafone und MEO bieten eine gute Netzabdeckung). Die Mobilfunkabdeckung ist in Funchal und im Süden gut, in den Bergen und im Norden hingegen lückenhafter.
  • Lokale Bräuche: Die Einwohner Madeiras sind herzlich und höflich. Zur Begrüßung gibt es einen Händedruck und Guten Morgen (Guten Morgen) oder Guten Tag Das ist üblich. Die Essenszeiten ähneln denen auf dem portugiesischen Festland (Mittagessen ca. 12:30–14:00 Uhr, Abendessen ab 19:30 Uhr). In kleineren Orten schließen Geschäfte möglicherweise zwischen 13:00 und 14:00 Uhr für die Mittagspause. Feilschen ist unüblich.

Da diese Details nun geregelt sind, können Sie sich entspannen und Ihr Erlebnis voll und ganz genießen. Madeiras Kombination aus sicherer, sauberer Infrastruktur und natürlicher Schönheit sorgt dafür, dass Sie sich weniger Sorgen machen und mehr genießen können.

Endgültiges Urteil: Lohnt sich eine Reise nach Madeira?

Madeira hält, was es verspricht: ein wahres Inselparadies. Die zahlreichen Auszeichnungen im Tourismusbereich untermauern die Insel mit ihren unvergleichlichen Wandermöglichkeiten (über 3.000 km Wanderwege), einem ganzjährig milden Klima und einer herzlichen Kultur, die portugiesische Traditionen mit inseltypischem Flair verbindet. Besucher erinnern sich nicht nur an die atemberaubende Landschaft, sondern auch an die Herzlichkeit der Madeirer – von Bauern, die selbstgemachten Wein anbieten, bis hin zu Fischern, die ihre Geschichten und Legenden erzählen.

Madeira hat zwar wenige Sandstrände, bietet dafür aber grüne Berge, einzigartige Levada-Abenteuer und eine entspannte, authentische Atmosphäre. Dank ihrer überschaubaren Größe lässt sich in einer Woche viel erleben – vom Sonnenaufgang auf einem wolkenverhangenen Gipfel bis zum Sonnenuntergang über dem Atlantik. Die Insel erfreut sich großer Beliebtheit: Über zwei Millionen Besucher im Jahr 2024 sprechen für sich – ein Beweis dafür, dass sie für viele Reisearten attraktiv ist (Paare, Familien, Alleinreisende) und ihren Titel als „Weltweit führende Insel“ weiter festigt.

Natürlich ist Madeira nicht für jeden etwas: Wer lange Sandstrände oder ein pulsierendes Nachtleben sucht, ist vielleicht an einem anderen Reiseziel besser aufgehoben. Doch wer atemberaubende Natur, ganzjährig mildes Wetter und eine gelungene Mischung aus Entspannung und Abenteuer sucht, wird auf Madeira reichlich belohnt. Die schiere Vielfalt an Erlebnissen – Gärten und Märkte, Bergwanderwege und Klippensprünge, entspannte Küstenorte und Kulturfestivals – macht die Insel zu einem absoluten Muss, sowohl bei Kritikern als auch bei Touristen. Wir sagen: Ob für eine Woche oder länger, Ja, Madeira ist absolut einen Besuch wert. – Seien Sie einfach darauf vorbereitet, dem subtilen Zauber des ewigen Frühlings und der beständigen Gastfreundschaft zu erliegen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Wofür ist Madeira bekannt?
A: Madeira ist vor allem für seine üppigen, bergigen Landschaften und sein mildes Klima das ganze Jahr über bekannt. Es ist berühmt für die Tausenden von getragen Wege (Bewässerungskanäle) durch uralte Lorbeerwälder, seine befestigten Madeiraweinund seine spektakuläre Blumenfest im Frühling. Außerdem gewinnt es regelmäßig Reiseauszeichnungen (11 Jahre in Folge als „Weltweit führendes Inselreiseziel“), was seine Schönheit und den gut entwickelten Tourismus widerspiegelt.

F: Wie komme ich auf Madeira ohne Auto voran?
A: In vielen Orten können Sie das öffentliche Busnetz (Horários do Funchal) nutzen und für kürzere Strecken Taxis nehmen. Funchal verfügt über einen Stadtbusverkehr und Fernbusse fahren nach Câmara de Lobos, Machico, Santana usw. Organisierte Touren decken die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab. Dank der Seilbahn auf den Monte und der Levada-Wanderungen können Sie wichtige Orte auch ohne Auto erreichen. Einige Attraktionen (wie abgelegene Becken an der Nordküste oder Aussichtspunkte) sind jedoch am besten mit dem Auto oder im Rahmen einer Tour zu erreichen.

F: Ist Reisen auf Madeira teuer?
A: Madeira ist preislich im mittleren Segment angesiedelt. Unterkünfte und Restaurants sind oft günstiger als in den großen Städten Portugals oder anderen westeuropäischen Touristenzentren. Nahverkehr, Lebensmittel und Mahlzeiten kosten ähnlich viel wie auf dem portugiesischen Festland. Es gibt saisonale Unterschiede: Im Sommer sind die Preise höher. Sie finden Unterkünfte für jeden Geldbeutel, von preiswert bis luxuriös. Spartipp: Essen Sie in den lokalen „Tascas“ (Kneipen) oder kaufen Sie Ihre Lebensmittel auf dem Markt ein, um Kosten zu sparen.

F: Welche traditionellen Gerichte sollte ich auf Madeira probieren?
A: Nicht verpassen Schwert mit Banane (Madeiras Fischspezialität mit Banane), und Spieß (Mariniertes Rindfleisch am Spieß). Beispiel Wie war es? (Knoblauchfladenbrot), Blätter (gegrillte Napfschnecken) und nippen Poncha (Rum-Honig-Getränk). Besuchen Sie eine lokale Taverne oder einen Markt, um diese Getränke zu probieren. Madeiraweinproben (von trocken bis sehr süß) sind ebenfalls ein Muss, um das kulturelle Erbe der Insel kennenzulernen.

F: Wann ist die beste Reisezeit für Wanderungen auf Madeira?
A: Das beste Wanderwetter ist in Frühling oder HerbstVon März bis Mai locken kühle, feuchte Wege und blühende Pflanzen; September und Oktober bieten warme, trockene Tage und kühlere Nächte – ideal für lange Wanderungen. Im Sommer kann es auf manchen Wegen heiß (oder überlaufen) werden, und im Winter können die Wege matschig sein. Informieren Sie sich über die Wettervorhersage für Berggebiete und führen Sie auch im Sommer Regenkleidung mit sich – das Wetter auf der Insel kann wechselhaft sein.

F: Kann man in Madeira schwimmen?
A: Ja – aber hauptsächlich in Pools oder geschützten Bereichen. Der Atlantik um Madeira kann rau sein. Die bekanntesten Badestellen sind: Die natürlichen Lavabecken von Porto Moniz und die Lido-Pools (Salzwasseranlagen direkt am Meer) von Funchal. Zum Schwimmen am Strand empfiehlt sich der lange Sandstrand von Porto Santo. Schnorcheln und Tauchen sind ebenfalls beliebt, wo das Wasser ruhig ist, beispielsweise im Naturschutzgebiet Garajau.

F: Welche Währung wird auf Madeira verwendet und ist es dort sicher?
A: Madeira verwendet die Euro (Portugals Währung). Karten werden weitgehend akzeptiert, Geldautomaten sind zahlreich vorhanden und Banken sind sicher. Madeira ist ein sehr sicheres Reiseziel. Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu Großstädten niedrig; Gewalttaten sind äußerst selten. Sichern Sie Ihre Wertsachen und nutzen Sie Hotelsafes, aber insgesamt ist es ein sorgenfreies Reiseziel.

F: Benötige ich eine Reiseversicherung für Madeira?
A: Eine Reiseversicherung (Kranken- und Reiseschutz) ist empfehlenswert, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es ist ratsam, eine Krankenversicherung (EU-Bürger nutzen die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC)) und einen Schutz gegen Wanderunfälle oder unvorhergesehene Reiseänderungen abzuschließen. Wenn Sie Abenteuersportarten wie Canyoning, Tauchen oder andere Aktivitäten planen, ist eine Versicherung, die diese abdeckt, empfehlenswert.

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