Ziferblat ist ein Anti-Kaffee Ziferblat ist eine Mischung aus Café, Coworking-Space und Gemeinschaftslounge, in der die Gäste minutengenau zahlen, anstatt für Speisen und Getränke. Laut eigener Aussage ist es ein Ort, an dem „alles kostenlos ist, außer der Zeit, die man dort verbringt“. In der Praxis stempeln die Kunden buchstäblich beim Betreten ein und beim Verlassen aus. Alle Getränke (Kaffee, Tee, Wasser, Softdrinks) und Snacks (Kekse, Gebäck, Obst usw.) sind zur Selbstbedienung und inklusive. Die Einrichtung ist bewusst einem gemütlichen Wohnzimmer nachempfunden – komplett mit Sofas, Bücherregalen, Brettspielen, Zeitungen, einem Klavier und Bastelmaterialien. Laut Wikipedia ist Ziferblat eine „Anti-Café-Kette“, bei der die Gäste minutengenau für die im Lokal verbrachte Zeit zahlen, während Speisen und Getränke ansonsten kostenlos sind. Besucher werden ermutigt, sich wie zu Hause zu fühlen: Es gibt keine Baristas oder Kellner, nur Gastgeber am Empfang, und von allen Gästen wird erwartet, dass sie sich selbst bedienen und nach Gebrauch sogar aufräumen.
- So funktioniert Ziferblat: Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ziferblat-Preisgestaltung erklärt: Lohnt es sich?
- Was ist im Ziferblat erhältlich: Speisen, Getränke & Annehmlichkeiten
- Aktuelle Ziferblat-Standorte: Wo man sie findet
- Ist Ziferblat für Remote-Arbeit geeignet?
- Veranstaltung und Meetings bei Ziferblat
- Die Ziferblat-Gemeinschaft und -Kultur
- Das Geschäftsmodell: Wie Ziferblat Geld verdient
- Andere Cafés weltweit, die pro Minute bezahlen.
- Tipps für Ihren ersten Besuch bei Ziferblat
- Häufig gestellte Fragen
Definition: Anti-Kaffee Ziferblat ist ein aus Russland stammendes, zeitbasiertes Café-Konzept. Kunden zahlen nur für die im Café verbrachte Zeit; alle Getränke und Annehmlichkeiten sind kostenlos. Anders als in einem traditionellen Café gibt es bei Ziferblat keinen Mindestverzehr – die einzige Rechnung ist die verstrichene Zeit.
Die Bedeutung des Namens: Das Wort Ziferblat stammt aus dem Russischen/Deutschen zifferblattDer Name bedeutet „Zifferblatt“ und spiegelt das Kernkonzept wider: Zeit selbst ist das Gut. Bei der Ankunft erhält jeder Gast einen kleinen Timer oder Wecker für seinen Tisch, der die Minuten bis zum Check-out herunterzählt.
Ziferblat im Kontext: Mehr als nur ein Café wird Ziferblat oft als ein „öffentliches Wohnzimmer“ oder ein informeller Coworking-Salon beschrieben. Die gemeinschaftliche Atmosphäre passt zum modernen Ethos der Sharing-Economy. Gäste können sich mit Freiberuflern, Künstlern, Studenten und Reisenden mischen; ein Beobachter bemerkte, dass Besucher „frei sind, sich zu entspannen, zu arbeiten, zu studieren, ein Treffen oder einen Workshop abzuhalten, ein Buch zu lesen, Klavier zu spielen [oder] nette Leute kennenzulernen“ in diesem offenen Raum. Menschen jeden Alters und Hintergrunds sind willkommen, und die alkoholfreie Politik schafft eine entspannte, familienfreundliche Stimmung. Kurz gesagt: Ziferblat ist weder ein typisches Café noch ein formeller Arbeitsplatz – es ist ein Experiment im gemeinschaftlichen Leben.
So funktioniert Ziferblat: Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung
Bei Ihrem ersten Besuch betreten Sie einen geräumigen Raum, der an ein gemütliches Wohnzimmer erinnert. Dort finden Sie Sofas oder Tische und gehen zum Empfangstresen. Ein Mitarbeiter von Ziferblat begrüßt Sie und gibt Ihnen einen kleinen Timer oder eine Uhr. Sie notieren sich die Startzeit und nehmen die Uhr mit zu Ihrem Platz. Die Uhr tickt leise auf Ihrem Tisch – so erfasst Ziferblat Ihren Aufenthalt. Sie müssen nichts bestellen: Sie können sich direkt in der Küche bedienen.
Schritt-für-Schritt-Besuch:
1. Einchecken: Nennen Sie dem Gastgeber an der Tür Ihren Namen und nehmen Sie einen Wecker oder Timer mit. Dieser dient als Zeitstempel für Ihre Ankunft. (Hinweis: Es gibt keine Mindestaufenthaltsdauer – Sie können kommen und gehen, wann immer Sie möchten.)
2. Genießen: Bedienen Sie sich an den Automaten für Tee oder Kaffee und nehmen Sie sich Snacks. Ziferblats Vorratskammer ist frei zugänglich: Greifen Sie zu Müsli, Obst, Gebäck oder anderen Leckereien. Nutzen Sie bei Bedarf das kostenlose WLAN und die Steckdosen. Entspannen Sie sich auf dem Sofa oder arbeiten Sie an Ihrem Laptop – Sie haben die Wahl.
3. Teilnehmen: Zur Kultur gehört auch Rücksichtnahme. Wenn Sie eine Tasse oder einen Teller benutzen, spülen Sie ihn bitte am Spülbecken ab, bevor Sie ihn zurückstellen (viele Gäste tun dies aus Höflichkeit). Sie können sich gerne unter die anderen Gäste mischen oder an einer der laufenden Aktivitäten teilnehmen – viele Unterkünfte bieten Vorträge, Buchgruppen oder Live-Musik an, an denen Gäste teilnehmen können.
4. Ausstempeln: Wenn Sie abreisen möchten, bringen Sie die Uhr bitte dem Gastgeber zurück. Dieser zählt die verstrichenen Minuten und berechnet daraus Ihre Gebühr. Da Speisen, Getränke und sogar WLAN kostenlos sind, zahlen Sie lediglich die Zeit.
Anders als in einem herkömmlichen Café gibt es hier keinen Barista, der die Getränke zubereitet – alles ist Selbstbedienung. Wie eine Rezension treffend feststellte: „Man kann sich selbst Kaffee holen, in der hauseigenen Küche etwas zu essen zubereiten oder mit der bereitgestellten Maschine Kaffee kochen.“ Alle „Mitarbeiter“ sind einfach Gastgeber, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Das Ambiente ist egalitär: Anstelle von Kellner und Kunde spricht man von Gastgeber und Gast, und alle sind gleichberechtigt. Die einzige Faustregel lautet: Behandle andere mit Respekt. Tatsächlich gibt es eine strikte Regel: Alkohol wird nicht ausgeschenkt. Gründer Ivan Mitin hat den Alkoholverkauf ausdrücklich verboten, damit die Atmosphäre locker und gesellig bleibt. (Mitin selbst sagte, er wolle „ein soziales Netzwerk im echten Leben“ – lebhaft, aber nicht laut.)
Im Lieferumfang enthalten: In jedem Ziferblat finden Sie eine Auswahl an Erfrischungen ohne Aufpreis. Zum Standardangebot gehören Kaffee (oft eine spezielle Hausmischung), verschiedene Teesorten, Mineralwasser und Softdrinks. Kostenlose Snacks sind in der Regel Müsli, Brot, Kekse, Gebäck, Obst und manchmal auch Suppe oder Salat. So warb beispielsweise eine Londoner Filiale damit, dass „Tee, Kaffee, Müsli, Obst und Backwaren reichlich vorhanden sind“, und in einer Rezension aus Manchester wurde sogar erwähnt, dass Kuchen und Kekse kostenlos erhältlich sind. Sie können so viel Kaffee trinken oder Ihren Teebecher nachfüllen, wie Sie möchten. (Traditionelle Barista-Getränke wie Cappuccino müssen Sie jedoch möglicherweise an der Maschine zubereiten oder selbst zubereiten.) Von Haushaltszucker und Milch bis hin zu Keksdosen und Müsliriegeln ist alles unbegrenzt erhältlich.
Neben Speisen und Getränken bietet Ziferblat viele Annehmlichkeiten. Die Gemeinschaftsräume sind ausgestattet mit Brettspiele, Bücher, Zeitungen und ein Klavier oder eine GitarreBequeme Sitzmöbel und Tische stehen zur Auswahl – manche Filialen bieten sogar Basteltische oder Legosteine – um zum Arbeiten oder Spielen einzuladen. Schnelles WLAN und Ladestationen sind überall vorhanden. Private Besprechungsräume können reserviert werden (oft zu einem höheren Preis oder mit einem Mindestumsatz). Diese Räume – liebevoll als Vintage-Esszimmer oder sogar Klassenzimmer gestaltet – bieten dieselben kostenlosen Annehmlichkeiten (WLAN, Steckdosen und Erfrischungen) wie der Hauptraum. Wenn Sie einen Workshop, eine Nachhilfestunde oder ein Geschäftstreffen planen, unterstützt Ziferblat Sie gerne: Viele Filialen laden Gäste ein, selbst Veranstaltungen auszurichten, und die Filialleiter unterstützen oder bewerben oft gemeinschaftlich organisierte Kurse und Vorträge.
Ausstattung auf einen Blick: – Unbegrenzte Selbstbedienungs-Heißgetränke (Kaffee, Tee, Wasser) und Snacks (Müsli, Obst, Gebäck). (Der Hauskaffee stammt oft von einer lokalen Rösterei – zum Beispiel verwendete Ziferblat in Manchester Bohnen von Ancoats Coffee.) – Entspannter „Wohnzimmer“-Bereich: Sofas, Stühle, Brettspiele, Bücher, Instrumente und Bastelmaterial. – Kostenloses High-Speed-WLAN und Steckdosen an jedem Platz. – Private Besprechungs- oder Veranstaltungsräume (stunden- oder tageweise mietbar) mit kompletter Technik und unbegrenzten Erfrischungen.
Ziferblat-Preisgestaltung erklärt: Lohnt es sich?
Die Preise bei Ziferblat werden immer zeitbasiert abgerechnet, der Tarif beträgt aber typischerweise Tropfen Je länger der Aufenthalt. In der neuesten Version Londons (Stand 2020) ist das System gestaffelt: 8 Pence pro Minute für die erste Stunde, dann 5 Pence/Minute für die Stunden 2–3 und 4 Pence/Minute für die Stunden 3–4. Nach vier Stunden erreichen die Kosten ihren Höchstwert: Sie würden bezahlen 12,60 £ insgesamt Für jede weitere Minute fallen zusätzliche Kosten an (effektiv ca. 3 Pence/Minute). In anderen Städten und zu anderen Zeiten gelten abweichende Tarife; so berechnete beispielsweise die erste Londoner Ziferblat-Filiale bei ihrer Eröffnung 2014 nur 3 Pence/Minute. (Bitte informieren Sie sich immer über die Tarife der jeweiligen Filiale – diese können saisonal variieren.) Wichtig: Es gibt keine versteckten Kosten: Jeder Teebeutel, jede Kaffeekapsel und jedes Stück Kuchen ist im Zeitpreis enthalten. Ein Reiseführer fasst es so zusammen: „Je länger Sie bleiben, desto günstiger wird es“ – bis zum Tageslimit.
- Aktuelle Londoner Tarife: 0–60 Min.: 8 P/Min.; 61–120 Min.: 5 P/Min.; 121–180 Min.: 4 P/Min.; 181+ Min.: pauschal 12,60 £ (Tagesmaximum).
- Beispiel: 30 Minuten kosten 2,40 £; 2 Stunden kosten 7,20 £; 4 Stunden und mehr kosten 12,60 £.
- Tagessatz: In der Praxis entspricht eine vierstündige Nutzung oft der faktischen Tageskarte (danach fallen keine weiteren Gebühren an).
Zum Vergleich: Ziferblat berichtete, dass die meisten Kunden etwa eine Stunde blieben. Eine Filiale in Manchester verzeichnete eine durchschnittliche Besuchszeit von ca. 75 Minuten bei einer Rechnung von rund 4,50 £. Zum Vergleich: In einem Café würden Sie wahrscheinlich für zwei oder drei Getränke einer Kette so viel ausgeben. Tatsächlich kann Ziferblats All-inclusive-Konzept bei längeren Aufenthalten sehr günstig sein – nach vier Stunden zahlen Sie effektiv nur noch ca. 3 Pence pro Minute.
Geheimtipp: Planen Sie Ihren Besuch so, dass Sie Ihre Zeit optimal nutzen: die Gebühr pro Minute sinkt Die Kosten pro Stunde sind begrenzt, daher sind längere Aufenthalte proportional günstiger. Beispielsweise kostet eine dreistündige Sitzung in London etwa 7,20 £ (8 Pence + 5 Pence + 4 Pence), während ein vierstündiger Tag auf 12,60 £ begrenzt ist (nur 3 Pence pro Minute). Wenn Sie viel Arbeitszeit benötigen, lohnt es sich oft, länger als drei bis vier Stunden zu bleiben, um die Tagesobergrenze auszuschöpfen.
Es gibt keine Mitgliedschaften oder Verträge; Sie zahlen einfach pro Besuch. (Einige Filialen haben Monatsabos oder Tageskarten angeboten, diese variieren jedoch je nach Standort.) Aktuell bietet Ziferblat in der Regel keine Rabatte an, Studierende erhalten aber gelegentlich Sonderpreise, wenn diese vor Ort angekündigt werden. Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu beurteilen, vergleichen Sie den Tagespreis (ca. 12–13 £) mit einem ganzen Tag Coworking, der oft über 20 £ kostet. Für viele Freelancer und Studierende ist Ziferblat aufgrund der Kombination aus Selbstbedienung und niedrigen Kosten besonders attraktiv.
Was ist im Ziferblat erhältlich: Speisen, Getränke & Annehmlichkeiten
Jedes Ziferblat ist bestrebt, seinem Namen alle Ehre zu machen, indem es seine Gäste mit kostenlosen Erfrischungen verwöhnt. Man findet dort in der Regel Kaffee des Tages (Oft eine Bio- oder Fairtrade-Hausmischung) aus einem Selbstbedienungsautomaten, dazu Wasserkocher und Teezapfhähne mit einer großen Auswahl an Teesorten. Nachfüllen ist kostenlos. In allen Filialen findet man mindestens ein Dutzend Teesorten und den hauseigenen „Ziferblend“-Kaffee (eine Mischung aus brasilianischen und kolumbianischen Bohnen) – die Speisekarte kann je nach Standort auf Russisch oder Englisch sein. Milch, Zucker, Sirup und Gewürze (Zimt, Kakao usw.) stehen kostenlos zur Verfügung, sodass man sich Latte Macchiato, Mokka oder Chai-Getränke selbst zubereiten kann.
Snacks & Essen: Die Speisekammer ist in der Regel gut gefüllt: Schüsseln mit Keksen, Tabletts mit Gebäck, Stapel von Brot und Müslischachteln. Ein Gast beschrieb ein „All-you-can-eat“-Angebot an Kuchen, Keksen und sogar Süßigkeiten wie Nutella. Manche Ziferblats bieten einfache warme Speisen an – morgens Suppe oder Haferbrei oder belegte Brote –, während andere die Mahlzeiten den Gästen überlassen. Viele Standorte erlauben dies ausdrücklich. Essenslieferungen im Freien (Pizza, Essen zum Mitnehmen) oder Sie bringen Mikrowelle und Besteck mit, um Ihr Mittagessen selbst aufzuwärmen. (Aus Höflichkeit sollten Sie Geschirr und Besteck nach Gebrauch abspülen.) Einem Bericht zufolge gibt es in Moskau sogar Frühstücksgerichte wie Pfannkuchen und Eier. Kurz gesagt: Wenn Sie hungrig sind, zahlen Sie außer Ihrer Zeit keinen Aufpreis. Die einzige Einschränkung ist, dass Alkohol nicht erlaubt ist. niemals Einschließlich – grundsätzlich werden hier weder Bier noch Wein verkauft.
Ausstattung: Ziferblat ist als multifunktionaler sozialer Treffpunkt konzipiert. Erwarten Sie Folgendes:
– Brettspiele & Unterhaltung: Schachsets, Puzzles, Karten- und Brettspiele stehen in Regalen (Scrabble, Jenga usw. sind üblich). Viele Gäste spielen zusammen oder nutzen einfach die bereitgestellten Puzzles und Legosteine.
– Bücher & Basteln: Eine kleine Bibliothek mit Büchern und Zeitschriften ist üblich, die teilweise von Nutzern gespendet werden. Einige Zweigstellen bieten auch Bastelmaterialien (Farben, Wolle) oder Künstlerbedarf für spontane Projekte an.
– Musik & Kreativität: Viele Cafés haben ein Klavier oder eine Gitarre, die Gäste spielen können – eine offene Bühne für alle, die im Hintergrund Musik machen möchten. An manchen Orten hängen auch Kunstwerke von lokalen Künstlern an den Wänden.
– WLAN & Steckdosen: Schnelles Internet ist Standard. Jeder Tisch verfügt über Steckdosen. (Eine gängige Erkenntnis: Ziferblat möchte, dass Sie genauso arbeiten können wie zu Hause.)
– Tagungs-/Veranstaltungsräume: Wie bereits erwähnt, verfügen die meisten Ziferblats über mindestens einen buchbaren Raum. Diese sind sofort einsatzbereit – inklusive Beamer, Leinwand und Whiteboard (falls benötigt) – und alle kostenlosen Erfrischungen sind inklusive. Es ist, als würde man einen Konferenzraum in einem Café mieten.
Praktische Informationen: Ziferblat bietet Ihnen die Möglichkeit, es wie ein Büro oder einen Club zu nutzen. Alles oben Genannte (Getränke, Snacks, Spiele, WLAN, Steckdosen) ist in Ihrer Nutzungsgebühr enthalten – bedienen Sie sich also nach Herzenslust. Ihre einzigen persönlichen Ausgaben wären beispielsweise Druck-, Kopier- oder Sonderbestellungen; selbst Snacks sind im Rahmen des Gemeinschaftsmodells inbegriffen.
Aktuelle Ziferblat-Standorte: Wo man sie findet
Ziferblats Reichweite hat im Laufe der Zeit zugenommen und abgenommen. Heute (Stand 2025) Nur die ursprünglichen russischen Filialen sind noch geöffnet.In Russland betrieb die Marke Filialen in Moskau, St. Petersburg, Kasan, Nischni Nowgorod und Rostow am Don. Aktuell sind nur noch Moskau, St. Petersburg und Rostow am Don aktiv. Diese russischen Cafés werden weiterhin nach dem gleichen Konzept geführt. Touristen, die Moskau besuchen, finden Ziferblat in der Twerskaja-Straße (im Puschkin-Viertel) und weitere Filialen in Einkaufszentren, wobei die Websites und Schilder möglicherweise nur auf Russisch sind.
Anderswo geschlossen: In Großbritannien wurden alle Filialen geschlossen. Ziferblat eröffnete 2014 eine Filiale in London (Shoreditch) und später weitere in Manchester, Liverpool und Coventry, die jedoch aufgrund von Mietproblemen und der Pandemie ebenfalls geschlossen wurden. Die Londoner Filiale befand sich in [Adresse einfügen]. 1 Vince Street, EC1V 9HB (in der Nähe der U-Bahn-Station Old Street), und Manchesters war bei Edge Street 23, M4 1HW(Beide sind derzeit geschlossen.) Slowenien und die Ukraine hatten einst Ziferblat-Filialen in Ljubljana bzw. Kiew, diese sind aber aktuell nicht in Betrieb. Kurz gesagt: Wer Ziferblat heute noch live erleben möchte, sollte eine Reise nach Russland planen.
Tipp: Prüfen Sie vor einer Reise den Status der jeweiligen Filiale. Britische Reiseführer und Google-Einträge führen möglicherweise noch veraltete Adressen auf. Aktuelle Informationen finden Sie am besten auf der offiziellen Ziferblat-Website oder in lokalen Expat-Foren für Moskau und St. Petersburg.
Ist Ziferblat für Remote-Arbeit geeignet?
Viele Besucher kommen zu Ziferblat in der Hoffnung auf einen flexiblen Arbeitsplatz. In mancher Hinsicht erfüllt es diese Erwartung: Es ist explizit als solcher konzipiert. Alternative zum Arbeiten von zu Hause ausZiferblat bietet eine Art „öffentliches Wohnzimmer“ mit flexibler Bezahlung. Der Raum verfügt über WLAN und Schreibtische wie jedes Coworking-Café, ist aber deutlich ungezwungener. Ziferblat gilt als Vorbild für die Veränderung von Arbeitsgewohnheiten. Sie experimentierten sogar mit Monatsmitgliedschaften und festen Tagespreisen, damit Stammkunden den Raum für ganze Arbeitstage nutzen konnten.
Die Vorteile für Remote-Arbeiter sind greifbar: Man erhält Gratis Kaffee und Highspeed-Internet Ohne den Koffein-Kick überteuerter Lattes und mit der Freiheit, so lange zu bleiben, wie Sie möchten. Ein Reiseartikel hebt beispielsweise hervor: „Alles, von Heißgetränken und Snacks bis hin zu Steckdosen und superschnellem WLAN, ist kostenlos; nur die Zeit, die Sie dort verbringen, ist kostenlos.“ Steckdosen sind an jedem Tisch vorhanden, und die verschiedenen Sitzmöglichkeiten (Sofas zum Brainstorming, Arbeitsplätze zum konzentrierten Arbeiten) eignen sich für unterschiedliche Arbeitsstile. Es gibt auch private Besprechungsräume, falls Sie telefonieren oder eine Präsentation halten müssen – Mitin wies darauf hin, dass die Besprechungsräume von Ziferblat den „vertraulichen“ Raum bieten, den ein Café wie Costa nicht bieten kann.
Ziferblat ist jedoch keine stille Bibliothek. Die Atmosphäre ist gemeinschaftlich und oft gesprächig, besonders bei organisierten Veranstaltungen. Sie sollten sich mit Hintergrundgeräuschen und gelegentlichen Geräuschen (z. B. Klavierspielende Gäste oder Projektgespräche) wohlfühlen. Viele Nutzer berichten jedoch, dass es ruhiger und respektvoller ist als in einem belebten Café. Wie der Gründer bemerkte, verstehen sich die Menschen bei Ziferblat: „Sie stören sich nicht mit lautem Lachen, wenn es ruhig ist, und spülen danach viel mehr Geschirr ab.“ Tech-Mitarbeiter und Studierende, die Ziferblat ausprobiert haben, schätzten den eigenen Raum ohne die Verpflichtung, regelmäßig Tickets zu kaufen. Wenn Ihre Arbeit konzentriertes Arbeiten und soziale Flexibilität erfordert, kann Ziferblat ähnlich wie eine Tageskarte für einen Coworking-Space funktionieren – insbesondere aufgrund des geringen Tageslimits.
Veranstaltung und Meetings bei Ziferblat
Ziferblat fördert Gemeinschaftsveranstaltungen. In den Kalendern der Zweigstellen sind oft solche Veranstaltungen aufgeführt. Vorträge, Workshops und Kurse Die Veranstaltungen werden von Gästen oder Partnerorganisationen geleitet. So bewarb beispielsweise ein Londoner Ziferblat alles Mögliche, von Tech-Talks der Zeitung Guardian über Yoga, Buchclubs und Strickgruppen bis hin zu Filmabenden und Akustikkonzerten. Gäste sind herzlich eingeladen, eigene Treffen oder Clubs zu organisieren. Wenn Sie ein Hobby oder eine berufliche Fähigkeit teilen möchten, fragen Sie einfach die Gastgeber – sie helfen Ihnen gerne bei der Verbreitung.
Für formellere Anlässe bieten die meisten Ziferblats mietbare Räume an. Diese eignen sich als Besprechungsräume, kleine Konferenzsäle oder Räumlichkeiten für private Feiern. Die Mietpreise variieren je nach Standort und Zeitraum, folgen aber in der Regel dem gleichen Abrechnungsmodell (zeitlich oder als Tagespauschale). Der Vorteil: Diese Räume bieten dieselben Annehmlichkeiten wie der Hauptbereich: WLAN, bei Bedarf AV-Technik und vieles mehr. unbegrenzte Erfrischungen Im Rahmen der Buchung. Das heißt, Sie könnten einen Workshop für 10 Personen in einem stilvollen Esszimmer im Vintage-Stil veranstalten, und die Teilnehmer könnten sich während der Arbeitszeit nach Belieben stärken. Ein attraktives Angebot für kleine Gruppen: deutlich günstiger als Veranstaltungsräume in Hotels oder Cafés und dazu noch mit einem besonderen Flair. (Um einen privaten Raum zu buchen oder sich nach den Preisen für Veranstaltungen zu erkundigen, kontaktieren Sie bitte rechtzeitig den lokalen Ziferblat-Manager.)
Die Ziferblat-Gemeinschaft und -Kultur
Was Ziferblat so besonders macht, ist sein Gemeinschaftsgefühl. Es gibt keine Kassen, kein Trinkgeld und keine Vorurteile – vom Büroangestellten bis zum pensionierten Schriftsteller ist jeder einfach ein „Gast“, dessen Anwesenheit die Miete deckt. Das schafft eine freundliche, egalitäre Atmosphäre. Besucher beschreiben es oft als ein Gefühl von „Zuhause“ innerhalb weniger Minuten und kommen an den Gemeinschaftstischen ins Gespräch. Die Gastgeber (die Guides am Empfang) behandeln die Gäste wie Freunde, nicht wie Kunden. Fremde können zu Kooperationspartnern werden: Es ist üblich, dass sich jemand, der programmiert, mit jemandem unterhält, der zeichnet.
Die Atmosphäre ist im Allgemeinen herzlich und kooperativ. Wie ein langjähriger Beobachter von Ziferblat bemerkt: „Die Gäste werden zu einer Art Mikro-Mieter des Raumes und werden ermutigt, sich wie zu Hause zu fühlen.“ Tatsächlich ist der Begriff Mikro-Mieter Das Konzept spiegelt die Idee wider: Jeder Gast ist quasi ein Mieter des Zimmers. Gegenseitigkeit wird erwartet – hilft man beispielsweise einem anderen Gast beim Abwasch oder bietet eine freie Steckdose an, bereichert das das Erlebnis für alle. Die einzige größere Einschränkung ist das bereits erwähnte Alkoholverbot: So bleibt die Atmosphäre ungezwungen und respektvoll. Laut Gründer Mitin ermöglicht der Verzicht auf Alkohol und kommerziellen Druck den Gästen, „offen miteinander umzugehen“ und sich einfach bei einer Tasse Kaffee und über Ideen auszutauschen.
GeheimtippBehandle Ziferblat wie deine eigene Lounge. Spiele ein Brettspiel mit deinem Nachbarn oder frag nach den Kunstwerken an der Wand. Viele Stammgäste werden schnell Teil der Gemeinschaft; manche bringen sogar jedes Mal ihre eigenen Tassen mit (vergiss nur nicht, sie abzuwaschen!). Denk daran: Dies ist keine stille Bibliothek, sondern ein Gemeinschaftsatelier. Gespräche und Aktivitäten (Jam-Sessions, Gruppenworkshops) ergeben sich ganz natürlich. Wenn du Ruhe brauchst, such dir eine Ecke oder buche einen Besprechungsraum. Ansonsten genieße einfach die spontanen Begegnungen mit den anderen.
Das Geschäftsmodell: Wie Ziferblat Geld verdient
Von außen betrachtet wirkt Ziferblats Modell kontraintuitiv. Wie kann ein Café so viel verschenken? Das Geheimnis liegt in seiner geringe Gemeinkosten und mehrere Einnahmequellen. Laut einer Analyse beschäftigt Ziferblat weder ausgebildete Baristas noch Köche und hat nur sehr geringe Personalkosten. Der Gastgeber sitzt am Schreibtisch und stempelt ein und aus, die meisten Aufgaben (Kaffeezubereitung, Abwaschen, Snacks nachfüllen) erledigen die Gäste selbst. Gründer Mitin erklärt, dass Teebeutel und Kaffeebohnen günstig sind, daher ist das kostenlose Anbieten keine große Ausgabe. Im Wesentlichen monetarisiert Ziferblat Raum und Zeit, nicht Verbrauchsmaterialien. Dadurch kann selbst eine moderate Gebühr pro Minute Miete und Nebenkosten decken, wenn der Personalaufwand minimal ist.
Zusätzlich zu den Gebühren für die Zeiterfassung verdient Ziferblat an Folgendem: ExtrasWenn Sie den ganzen Tag zum Festpreis bleiben, ist das eine verlässliche Einnahmequelle pro Gast. Stammgäste erwerben gegebenenfalls Tages- oder Monatskarten. Unternehmen, die Tagungsräume mieten, zahlen höhere Preise oder Mindestumsätze. Veranstaltungen oder Workshops haben mitunter Eintrittskarten oder Spendenempfehlungen (insbesondere Kulturveranstaltungen mit externen Partnern). Merchandise-Artikel (z. B. Tassen oder Bücher mit Firmenlogo) tragen ebenfalls zu den Einnahmen bei. Insgesamt helfen diese Einnahmen, die kostenlosen Angebote zu subventionieren.
Allerdings hat das Modell seine Grenzen. Hohe Mieten in den Städten haben Probleme verursacht: 2018 Ziferblat London Ziferblat musste seinen Standort in Shoreditch schließen, nachdem die Vermieter Mieterhöhungen forderten, die das Unternehmen mit seinen geringen Gewinnmargen nicht stemmen konnte. Ein Mietstreit zeigte, dass die Abrechnung ausschließlich nach Nutzungsdauer das Unternehmen in eine rechtliche Grauzone zwischen Coworking-Space und Gastronomiebetrieb brachte. Generell benötigt Ziferblat ein sensibles Gleichgewicht zwischen Auslastung und dem Wohlwollen der Community, um langfristig bestehen zu können. Wie ein Journalist anmerkt, wäre es vielleicht treffender, Ziferblat als genossenschaftlichen Arbeitsplatz mit zusätzlichen Vorteilen zu betrachten. Gründer Mitin selbst gibt zu, dass er es eher als soziales Projekt denn als konventionelles gewinnorientiertes Unternehmen sieht. Die Rentabilität resultiert in der Praxis aus einer Kombination aus Stammkunden und kostensparender Einfachheit.
Geheimtipp: Ziferblat überlebt, indem es auf Einfachheit setzt. keine Baristas oder bezahlten KellnerDie Personalkosten bleiben niedrig. Ihre Zeitgebühr deckt größtenteils Miete und Nebenkosten. Tatsächlich kommt eine Analyse zu dem Schluss, dass der Mangel an geschultem Café-Personal genau der Grund dafür ist, dass Ziferblat sich kostenlosen Kaffee leisten kann. Wenn Sie neugierig sind, betrachten Sie Ihre Zeitgebühr einfach als „Miete“ für die Nutzung eines gemütlichen Büros und bedienen Sie sich an den kostenlosen Leckereien!
Andere Cafés weltweit, die pro Minute bezahlen.
Ziferblats Modell hat weltweit ähnliche Veranstaltungsorte inspiriert. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehören:
- AntiCafé (Paris, Frankreich): In der Nähe des Centre Pompidou gelegen, erhebt dieses Café Gebühren 4 € für die erste Stunde, 3 € für jede weitere Stunde oder pauschal 12 € für den ganzen TagWie bei Ziferblat sind Tee, Kaffee und Kuchen unbegrenzt. Es gibt sogar Baristas für Kaffeespezialitäten.
- Slow Time Café (Wiesbaden, Deutschland): Hier zahlen die Kunden einen Grundbetrag. €2 (umfasst die ersten 30 Minuten) und dann 0,05 € pro Minute Anschließend (ca. 3 € pro Stunde). Kostenloser Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck stehen allen Gästen zur Verfügung.
- Glass Hour (Brooklyn, USA): Ein zweistöckiges „Anticafé“ in Brooklyn setzt 6 $ für die erste Stunde und 0,10 $/Minute danach, mit einer täglichen Obergrenze von $24Ein attraktives Merkmal: „Unbegrenzt Kaffee, Tee, Müsliriegel und Kekse“ sind inklusive.
- The Minute Bistro (Bangalore, Indien): In Bangalore berechnet Minute Bistro Gebühren 5 ₹ (etwa 0,06 $) pro Minute Aufenthalt. Wie bei Ziferblat sind Snacks und Getränke kostenlos, um die Produktivität zu steigern.
Sie alle folgen demselben Prinzip: Man bezahlt für Zeit, nicht für Essen. (In Städten wie Peking, Moskau, Vancouver und anderen gibt es viele kleinere oder einmalige Anticafés.) Besucher vergleichen sie oft mit Coworking-Spaces oder sozialen Clubs. Ziferblat gilt als einer der Pioniere dieses Konzepts, bei dem man pro Minute bezahlt, doch die Bewegung breitet sich überall dort aus, wo Freiberufler und Unternehmer Alternativen zu formellen Büros oder überteuerten Cafés suchen.
Tipps für Ihren ersten Besuch bei Ziferblat
– Was Sie mitbringen sollten: Bringen Sie einen Laptop, ein Notebook oder ein Tablet mit, falls Sie arbeiten möchten. Kopfhörer für Musik oder Telefonate. Eine Kredit-/Debitkarte (viele Ziferblats akzeptieren nur Bargeld). Snacks, falls Sie etwas Abwechslung benötigen (was aber meist nicht der Fall ist). Persönliche Gegenstände wie eine Jacke oder Schuhe zum Entspannen – es ist ein lockerer Ort.
– Bei der Ankunft: Melden Sie sich bitte am Empfang und nehmen Sie die Uhr. Notieren oder stellen Sie die Uhrzeit ein. Anschließend können Sie sich gerne sofort Kaffee oder Tee holen – es gibt keine Wartezeit. Bei Fragen (z. B. zum WLAN-Passwort oder zur Lage von Gegenständen) hilft Ihnen der Gastgeber gerne weiter.
– Dauer: Erstbesucher bleiben oft 1–2 Stunden. Sie können jederzeit gehen. Wenn Sie länger als 3 Stunden bleiben möchten, beachten Sie bitte, dass der Preis sinkt. Die Preisliste am Eingang hilft Ihnen dabei, die günstigeren Tarife zu erkennen. Für einen ruhigeren Platz empfiehlt sich eine Ankunft am späten Vormittag oder Nachmittag; am frühen Abend und zur Mittagszeit ist es oft am vollsten.
– Etikette: Halten Sie die Unterhaltung in einem freundlichen Rahmen. Sie können sich ungezwungen unterhalten und Kontakte knüpfen, vermeiden Sie jedoch laute Telefongespräche. Besprechungsräume bieten die beste Privatsphäre. Spülen Sie Ihre Tasse/Ihren Teller selbst ab, bevor Sie ihn/sie zurückstellen – das ist höflich und wird erwartet. Behandeln Sie die Möbel pfleglich (sie sind alle gespendet oder werden von Freiwilligen betreut) und zögern Sie nicht, die Gastgeber um Dinge zu bitten (zusätzlicher Zucker, Servietten oder ein Kissen).
– Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt: Bitte verlassen Sie das Lokal nicht, ohne sich an der Rezeption auszuchecken – Sie müssen die Uhr zurückgeben, um zu bezahlen. Nehmen Sie bitte niemals Essen oder Tassen ohne zu fragen mit nach draußen. Trinkgeld ist nicht nötig (belohnen Sie sich selbst, indem Sie für die Zeit bezahlen, anstatt dem Personal Geld zu geben). Alkohol ist strengstens verboten; wenn Sie etwas trinken möchten, müssen Sie das Lokal verlassen.
– Stromverbrauch: Steckdosen sind zwar reichlich vorhanden, aber denken Sie daran, dass auch andere sie benötigen könnten. Wenn Ihr Akku fast leer ist und Steckdosen rar sind, nutzen Sie die Steckdose für den Händetrockner im Badezimmer – ein bekannter Tipp von Ziferblat. Laden Sie Ihren Akku am besten frühzeitig auf, wenn Sie länger bleiben.
– Tagungsräume: Wenn Sie einen Raum für eine private Sitzung buchen möchten, fragen Sie bei Ihrer Ankunft nach oder kontaktieren Sie uns im Voraus. Einige Anbieter ermöglichen die Reservierung per E-Mail oder Telefon.
Planungshinweis: Es gibt keine empfohlene Spende oder sonstige Kosten über die zeitlich begrenzte Teilnahmegebühr hinaus, die Sitzplätze werden jedoch nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben. Wenn Sie einen bestimmten Platz benötigen (z. B. einen Fensterplatz, eine ruhige Ecke oder einen Besprechungsraum), sollten Sie möglichst frühzeitig anreisen. Viele Filialen sind sonntags geschlossen oder haben montags verkürzte Öffnungszeiten – informieren Sie sich daher vor einer Anreise immer auf der Website oder in den sozialen Medien über die aktuellen Öffnungszeiten.
Häufig gestellte Fragen
- Was ist Ziferblat und wie funktioniert es? Ziferblat ist ein „Anti-Café“, bei dem man pro Minute bezahlt. Gäste zahlen nur für die Zeit, die sie im Café verbringen. Bei Ankunft erhält man einen Wecker oder Timer, um die verstrichenen Minuten zu erfassen. Alle Speisen, Getränke und Annehmlichkeiten (Kaffee, Tee, Snacks, WLAN, Spiele usw.) sind kostenlos. Beim Verlassen des Cafés gibt man den Timer ab und bezahlt die insgesamt genutzten Minuten.
- Wie viel kostet Ziferblat pro Minute? Die Preise variieren je nach Standort und Uhrzeit, wobei die erste Stunde in der Regel am teuersten ist und danach sinkt. In der Londoner Filiale (Preise von 2020) kostete die erste Stunde 8 Pence/Minute, die zweite 5 Pence/Minute und die dritte 4 Pence/Minute, mit einer Tagesobergrenze von 12,60 £. Ältere Preise (2014) begannen bei 3 Pence/Minute. Bitte überprüfen Sie immer die aktuellen Preise in der jeweiligen Ziferblat-Filiale. Oft gibt es auch Festpreise für die ganztägige Nutzung.
- Ist bei Ziferblat wirklich alles kostenlos? Ja – abgesehen von Ihrer Teilnahmegebühr sind alle Erfrischungen und Einrichtungen kostenlos. Dazu gehören unbegrenzt Tee, Kaffee, alkoholfreie Getränke, Snacks (Gebäck, Müsli, Obst, Kekse usw.) sowie die Nutzung von WLAN, Steckdosen, Brettspielen und vielem mehr. Ausgenommen sind lediglich alkoholische Getränke und kostenpflichtige Extras (z. B. separat angebotene Tickets für Sonderveranstaltungen).
- Wer hat Ziferblat gegründet? Es wurde gegründet von Ivan MitinDer in Moskau lebende Schriftsteller und Kulturaktivist Mitin eröffnete im September 2011 in Moskau das erste Ziferblat, inspiriert von dem Wunsch, einen erschwinglichen kulturellen Begegnungsraum zu schaffen. Das Konzept entstand aus gemeinschaftlichen Kunstprojekten und einem Prototyp eines „Baumhauses“, wodurch er sich den Ruf eines Innovators im Bereich der Gestaltung gemeinschaftlicher Räume erwarb. Mitin sagte später, Ziferblat sei eher ein soziales Projekt als ein Unternehmen und bezeichnete es treffend als „Baumhaus für Erwachsene“.
- Wo befinden sich die Ziferblat-Standorte? Ziferblat war international tätig, doch ab 2025 befinden sich die einzigen verbliebenen Cafés in Russland. Aktive Filialen gibt es in Moskau, St. Petersburg und Rostow am DonAlle britischen Filialen (London, Manchester, Coventry, Liverpool) sind geschlossen. Es gab früher Filialen in Slowenien (Ljubljana) und der Ukraine (Kiew), diese sind aber derzeit nicht geöffnet. Bitte informieren Sie sich stets auf der offiziellen Website oder in lokalen Verzeichnissen über die aktuellen Adressen und Öffnungszeiten, da die meisten Ziferblat-Filialen außerhalb Russlands in naher Zukunft nicht wiedereröffnen werden. (Zur Information: Das ehemalige Londoner Café befand sich in der Vince Street 1, EC1V.)
- Ist Ziferblat im Jahr 2025 noch geöffnet? Ja, aber nur in Russland. Das britische Pilotprojekt endete 2022, und auch andere internationale Standorte wurden geschlossen. Besucher werden Ziferblat ab 2025 nur noch in russischen Städten finden. Jede Filiale hat ihre eigenen Öffnungszeiten (oft ist sie einen Tag pro Woche geschlossen), daher sollten Sie die Website der Ziferblat-Filiale Ihrer Wunschstadt besuchen. In Russland sind die Filialen in der Regel die ganze Woche über geöffnet.
- Kann ich bei Ziferblat arbeiten? Absolut. Ziferblat wurde sogar explizit als flexible Alternative zu herkömmlichen Arbeitsräumen konzipiert. Viele Freelancer, Studierende und Remote-Mitarbeiter nutzen es als ruhiges Büro. Man kann mit dem Laptop arbeiten, WLAN nutzen, Steckdosen anschließen und unbegrenzt Kaffee oder Tee zubereiten. Die Atmosphäre ist wie in einem lockeren Büro, und es gibt sogar separate Räume für Meetings oder Telefonate. Man sollte nur die Abrechnung beachten: Die Internetnutzung wird minutengenau abgerechnet. Wer den ganzen Tag arbeiten muss, sollte die maximale Nutzungsdauer von vier Stunden einplanen, um das Angebot optimal zu nutzen. Insgesamt funktioniert Ziferblat ähnlich wie ein Coworking-Space auf Abruf und ist für viele günstiger als ein Büro mit Mitgliedschaft.
- Muss ich bei Ziferblat einen Platz reservieren? Für spontane Besuche ist in der Regel keine Voranmeldung nötig. Sie können einfach vorbeikommen und sich einchecken. Zu Stoßzeiten (Mittag oder früher Abend) kann es jedoch vorkommen, dass eine Filiale voll ist. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig zu erscheinen, wenn Sie einen Sitzplatz benötigen. Wenn Sie einen privaten Besprechungsraum reservieren oder eine Veranstaltung ausrichten möchten, kontaktieren Sie bitte vorab die Mitarbeiter. Einige Ziferblat-Filialen bieten die Möglichkeit, Gruppen online oder telefonisch zu reservieren. Für den täglichen Besuch gilt jedoch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Kommen Sie einfach vorbei, checken Sie mit einer Uhr ein und starten Sie Ihren Timer!

