Das große blaue Loch „BELIZE“

Das große blaue Loch in Belize
Das Great Blue Hole ist eine atemberaubende Erinnerung an die Kräfte, die unseren Planeten formen, und repräsentiert die Kunstfertigkeit der Natur. Es lädt abenteuerlustige Menschen dazu ein, seine Tiefen zu erforschen und die unter der Oberfläche verborgenen Geheimnisse zu lüften. Wenn die Sonne über dem Horizont untergeht und das Meer in ein goldenes Licht taucht, kann man sich den Geheimnissen des Ozeans und der zeitlosen Schönheit von Belizes berühmtestem Naturwunder nur zutiefst verbunden fühlen.

Dieses nahezu kreisrunde Dolinenloch hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern und eine Tiefe von 125 Metern und zählt damit zu den größten marinen Dolinen der Welt. Mitten im Belize Barrier Reef Reserve System (einem UNESCO-Welterbe) gelegen, erscheint das Blue Hole auf Satellitenbildern (siehe oben) wie ein tiefblaues Auge, umgeben von helleren türkisfarbenen Riffen und flachen Sandbänken. Es entstand durch den Einsturz einer uralten Kalksteinhöhle, die beim Anstieg des Meeresspiegels während der Eiszeit unter Wasser lag. Dieses Naturphänomen fasziniert Wissenschaftler und Reisende gleichermaßen mit seinen hoch aufragenden Stalaktitenformationen, seiner einzigartigen Ökologie und seiner jahrhundertealten Erforschungsgeschichte.

Geologie & Entstehung

Das Great Blue Hole entstand während der letzten Eiszeit als eine Reihe trockener Höhlen, als der Meeresspiegel deutlich niedriger war. Vor 153.000 bis 15.000 Jahren bildeten sich in diesen Höhlen Tropfsteinformationen (Stalaktiten und Stalagmiten), wie die heute in Tiefen von etwa 40 bis 40 Metern freigelegten, unter Wasser liegenden Stalaktiten belegen. Mit dem Anstieg des Meeresspiegels nach der Eiszeit wurden die Höhlen überflutet und stürzten schließlich ein, wodurch die heute sichtbare, senkrechte Schlucht entstand. Geologen identifizieren Felsvorsprünge an den Wänden des Blue Hole in Tiefen von etwa 21, 49 und 91 Metern – Zeugnisse vergangener Meeresspiegelstände. Heute stürzt das Blue Hole atemberaubende 124 Meter (407 Fuß) tief in einen sauerstofffreien Boden. Eine Schicht aus giftigem Schwefelwasserstoff („Sulfidschicht“) befindet sich üblicherweise in etwa 90 Metern Tiefe; unterhalb dieser Schicht existiert weder Sauerstoff noch Leben.

Geologische Untersuchungen bestätigen die Einzigartigkeit des Blue Hole. Daten des NASA Earth Observatory zeigen, dass der Kalksteinring, der das Loch umgibt, stellenweise bei Ebbe die Meeresoberfläche durchbricht und so zu den helleren Farben des umliegenden Riffs beiträgt. Bemerkenswerterweise ist das Blue Hole aus dem Weltraum deutlich als dunkelblauer Kreis sichtbar – sein starker Kontrast zum Riff und dem flachen Sand macht es zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen. Die NASA bezeichnet das Blue Hole daher als „das weltweit größte seiner Art“ und betont seine Bedeutung innerhalb des größeren Riffsystems.

Entdeckungs- und Erforschungsgeschichte

Das Great Blue Hole fasziniert Forscher seit jeher. Der britische Naturforscher Charles Darwin sah das Barriereriff von Belize (einschließlich des Gebiets um das Blue Hole) während seiner Reise im Jahr 1832 und nannte es später „das bemerkenswerteste Riff der Westindischen Inseln“. Das Blue Hole selbst erlangte in der Neuzeit dank des Meeresforschers Jacques Cousteau breite Bekanntheit. 1971 brachte Cousteau sein Schiff dorthin. Calypso Er reiste zum Lighthouse Reef in Belize und erklärte das Blue Hole zu einem der fünf besten Tauchplätze der Welt. Er filmte im Inneren des Lochs und machte es so einem internationalen Publikum bekannt. Wissenschaftler der Expedition bestätigten den Karstursprung des Dolinens (die vier Felsvorsprünge und die Unterwasserstalaktiten) und vermuteten sogar, dass sich das gesamte Plateau bei der Entstehung des Lochs leicht geneigt haben könnte.

Auch in den folgenden Jahrzehnten zog das Blue Hole weiterhin Forscher an. Bei einem wissenschaftlichen Tauchgang im Jahr 1997 wurden Kernproben vom Meeresboden entnommen, wofür Kenntnisse im Höhlentauchen und im Umgang mit Mischgasen erforderlich waren. In jüngster Zeit gab es ein hochkarätiges Projekt, das die Forschung am Blue Hole intensiv begleitete. Discovery Channel Die Ausstrahlung im Dezember 2018 erregte beispielloses Aufsehen. Ende 2018 leitete die National Geographic-Forscherin Erika Bergman ein Team in zwei U-Booten, das bis in die Tiefe des Blue Hole vordrang – bis zu 124 Meter. Gemeinsam mit Sir Richard Branson und dem Ozeanographen Fabien Cousteau (dem Enkel von Jacques Cousteau) absolvierte die Crew innerhalb von zwei Wochen 22 Tauchgänge, kartierte das Innere des Blue Hole und lieferte Live-Bilder für eine weltweite Übertragung.

Diese Mission erstellte eine vollständige 360°-Sonarkarte des Kraters und enthüllte seine Geheimnisse – darunter massive Stalaktiten, die noch immer in über 120 Metern Tiefe hängen, und die Gräber zweier verunglückter Taucher. (Das Team meldete die beiden gefundenen Skelette respektvoll den Behörden, barg sie aber nicht, um deren friedvolle Ruhestätte zu ehren.) Die Erfolge der Expedition wurden als historisch gefeiert und rückten Belizes Bemühungen im Meeresschutz in den Fokus.

Jacques Cousteau & Frühe Tauchgänge

Jacques Cousteaus Tauchgang 1971 legte den Grundstein für den Boom des Unterwassertourismus in Belize. Er soll das Great Blue Hole zu einem der fünf besten Tauchplätze der Welt erklärt haben. Cousteaus Filmaufnahmen zeigten atemberaubende Ansichten der kreisrunden Öffnung und ihrer inneren Höhlen und inspirierten Generationen von Tauchern, es auf ihre Wunschliste zu setzen. Wissenschaftliche Analysen bestätigten damals bereits die mehrstufige Karstbildung des Lochs. Seit Cousteaus Besuch haben Tausende von Tauchern die Pilgerreise unternommen, und das Great Blue Hole ist zu einem Wahrzeichen des Belize-Barriere-Riffs geworden.

Die U-Boot-Expedition 2018

Die NatGeo/Discovery-Mission von 2018 (eine moderne Tiefseeerkundung) wurde von Pilotin Erika Bergman von Aquatica Submarines zusammen mit Branson und Cousteau Jr. geleitet. Bei 22 Tauchgängen entdeckte das Team beispiellose geologische und menschliche Spuren. Branson berichtete von „riesigen Stalaktiten an Felswänden“ in der Tiefe. Sie dokumentierten auch Meereslebewesen bis zur H₂S-Schicht: Tropische Fische, Schildkröten und sogar Riffhaie schwammen in den oberen 90 Metern. Gleichzeitig bestätigten Bergman und ihre Crew düstere Realitäten: Eine dicke, giftige Schwefelwasserstoffschicht in etwa 90 Metern Tiefe bildet eine sauerstofffreie Zone, in der nur noch tote Schalentiere liegen. Wie Branson es ausdrückte, überzeugte ihn der Anblick dieser geologischen Merkmale von den Auswirkungen des Klimawandels auf den Meeresspiegel – ein eindrucksvoller Moment, der ihn an die Magie des Blauen Lochs erinnerte.

Planung Ihres Besuchs – Flüge, Touren & Unterkünfte

Ein Besuch des Great Blue Hole erfordert etwas Planung, da es 43 Seemeilen von der Küste des belizischen Festlandes entfernt liegt.

  • Anreise: Die meisten internationalen Reisenden landen am Philip S. W. Goldson International Airport (BZE) nahe Belize City. Ab 2025 bietet BZE zahlreiche Direktflüge aus den USA (Miami, Dallas, Charlotte, Houston, Chicago, Atlanta, New York u. v. m.) und aus Kanada (Toronto). American Airlines fliegt beispielsweise Miami–BZE (ca. 2 Std.) und Dallas–BZE (ca. 2 Std. 50 Min.); United bedient Houston und Chicago (ca. 2 Std. 20 Min.–4 Std. 15 Min.); Air Canada und WestJet fliegen (saisonal) Toronto in ca. 4 Std. 15 Min. Copa Airlines verbindet Belize City (PTY), und zentralamerikanische Fluggesellschaften wie TAG fliegen Guatemala-Stadt an. Dank der verbesserten Anbindung (Air Canada fliegt seit Ende 2025 nach Montreal) ist Belize so gut erreichbar wie nie zuvor.
  • Entry Requirements: Belize heißt Staatsangehörige vieler Länder für Kurzaufenthalte visumfrei willkommen. Reisende aus den USA, Kanada, der EU/dem Schengen-Raum und anderen Ländern können bis zu 30 Tage visumfrei einreisen. Der Reisepass muss mindestens sechs Monate gültig sein. Bei einem längeren Aufenthalt ist eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung bei der Einwanderungsbehörde erforderlich. US-amerikanische und kanadische Staatsbürger erhalten in der Regel bei der Einreise einen 30-Tage-Stempel.
  • Verbindung zu den Cayes: In Belize City angekommen, starten die meisten Touren zum Great Blue Hole entweder von San Pedro (Ambergris Caye) oder Caye Caulker. Besucher erreichen diese Inseln oft mit dem Wassertaxi oder einem Kleinflugzeug. Tropic Air und Maya Island Air bieten regelmäßige Flüge an (San Pedro ca. 15–20 Minuten von Belize City, Caye Caulker ca. 20 Minuten). Fähren verkehren zwischen Belize City, Caye Caulker und San Pedro. Von San Pedro oder Caye Caulker aus bringen Boote Tauch- und Schnorchelgruppen zum Lighthouse Reef.
  • Reisezeit: Mit dem Schnellboot dauert die Fahrt von Ambergris Caye zum Blue Hole etwa 90–120 Minuten pro Strecke (25–30 Knoten). Bei Anreise vom Festland von Belize oder Caye Caulker sollten Sie einen Ganztagesausflug einplanen (insgesamt ca. 11 Stunden inklusive An- und Abreise). Alternativ stehen Helikoptertransfers zur Verfügung: Ein kurzer Flug von 15–20 Minuten von Belize City oder Dangriga bringt Sie direkt zum Riff, oft in Kombination mit einer Bootstour.
  • Touroptionen & Kosten: Geführte Tauch- und Schnorcheltouren zum Blue Hole kosten in der Regel zwischen 250 und 400 US-Dollar pro Person (inklusive Ausrüstung, Mittagessen und mehreren Tauchgängen/Schnorchelgängen). Ein Tauchveranstalter in Belize bietet beispielsweise eine 11-stündige Tour mit drei Tauchgängen zum Blue Hole für 285 US-Dollar an. Helikopterrundflüge (30–45 Minuten) kosten zwischen 250 und 350 US-Dollar pro Person. Die Angebote variieren je nach Anbieter: Premium-Charter (kleinere Gruppen, Nitrox, Fotoguides) kosten zwischen 350 und 395 US-Dollar, während Budget-Optionen (größere Gruppen, Basisservice) ab ca. 250 US-Dollar erhältlich sind. Bitte beachten Sie, dass die Parkgebühren (insgesamt 40 US-Dollar) nicht im Preis enthalten sind.t Der Eintritt ist immer inklusive und muss bar bezahlt werden. Bitte bringen Sie US-Dollar für den Parkeintritt mit (30 $ für das Blue Hole, 10 $ für Half Moon Caye) sowie Trinkgelder.
  • Beste Jahreszeit: Die ideale Reisezeit ist die Trockenzeit in Belize (November bis Mai), wenn Wind und See ruhiger sind, der Himmel klar ist und die Sicht unter Wasser am besten ist. In der Hurrikansaison (Juni bis Oktober) ist Vorsicht geboten, da Touren dann abgesagt werden können.
  • Wo übernachten: Die meisten Besucher übernachten auf den Cayes oder in Belize City und unternehmen Tagesausflüge. Wer es entspannter mag, kann ein Öko-Resort im Turneffe-Atoll oder auf der Hauptinsel Placencia als Ausgangspunkt wählen und von dort aus Tauchsafaris oder Tauchpakete zum Lighthouse Reef buchen. (Die Oceanic Society bietet beispielsweise mehrtägige Touren ab Turneffe an, die das Blue Hole und Half Moon Caye einschließen.) Die Preise für Unterkünfte auf Ambergris Caye und Caye Caulker reichen von günstigen Pensionen (50–100 US-Dollar pro Nacht) bis hin zu Luxusresorts (ab 200 US-Dollar), insbesondere in der Hochsaison.

✈️ Flüge & Reisen — Die wichtigsten Fluggesellschaften nach Belize City (BZE)

Herkunft (Stadt)Fluggesellschaft(en)FlugzeitHinweise
Miami (MIA)Amerikaner (AA)ca. 2 StundenTäglicher Service
Dallas (DFW)Amerikaner (AA)ca. 2 Std. 50 Min.Nonstop
Charlotte (CLT)Amerikaner (AA)ca. 3 Std. 24 Min.Saisonal
Houston (IAH / HOU)United, Southwestca. 2 Std. 20 Min.Ganzjährig
Chicago (ORD)United (UA)ca. 4 Std. 15 Min.Nonstop (saisonale Häufigkeit kann variieren)
New York (JFK)JetBlue (B6)ca. 4 Std. 45 Min.Nonstop
Toronto (YYZ)WestJet, Air Canadaca. 4 Std. 15 Min.Saisonbedingt (Höhepunkt November–Mai)

Tauchen und Schnorcheln im Blue Hole

Tauchen im Great Blue Hole ist ein adrenalingeladenes Erlebnis. Die Tiefe nimmt rapide ab – die Wände fallen von 12 Metern auf 40 Meter ab, wo Stalaktiten emporragen. Tauchlehrer schicken die Taucher üblicherweise für einen kurzen, gezielten Tauchgang (oft nur 7–10 Minuten Grundzeit) auf 40–40 Meter Tiefe, um die Stalaktitenformationen zu bewundern. Anschließend steigen die Taucher langsam auf, wobei obligatorische Dekompressionsstopps (meist in 5 Metern Tiefe) vor dem Auftauchen erforderlich sind. Viele Tauchboote kombinieren dies mit zwei weiteren, flacheren Tauchgängen (12–18 Meter) an nahegelegenen Steilwänden (Half Moon Caye Wall, The Aquarium at Long Caye), um noch mehr Meereslebewesen zu entdecken.

  • Tauchvoraussetzungen: Alle Taucher sollten zertifiziert sein, idealerweise mit Advanced Open Water Diver oder einer vergleichbaren Zertifizierung (für Tauchgänge unter 18 Metern). PADI und lokale Tauchschulen betonen, dass Anfänger vor einem Tauchgang im Blue Hole unbedingt einen Advanced/Deep Diver Kurs absolvieren sollten. (Ein Anbieter weist darauf hin, dass Taucher in den letzten sechs Monaten einen Tauchgang von mindestens 24 Metern Tiefe absolviert haben müssen.) Um die sichere Tauchzeit zu verlängern, wird häufig Nitrox (angereicherte Luft) angeboten. Sicherheit hat oberste Priorität – es können starke Strömungen auftreten, daher ist eine geführte Tauchtour mit erfahrenen Guides unerlässlich.
  • Unterwasser-Highlights: Inside the Blue Hole’s deep water, few fish are visible – the environment is mostly geological. Divers descend a sheer limestone wall, with massive white stalactites suspended from overhangs (relics of the cave ceiling). These structures, over 35 feet long, impress even veteran cave divers. As one dive guide describes, “the hole starts with a drop-off at 40 feet that goes right to the bottom past 400 feet… we will go down fast to 100 feet where stalactites come down from this overhang”.
  • Haie sind ein HighlightKaribische Riffhaie und gelegentlich Ammenhaie patrouillieren entlang der oberen Steilwände. Riffhaie wurden häufig im äußeren Randbereich vor der Schwefelwasserstoffschicht gesichtet, wie Erika Bergman während des Tauchgangs mit dem U-Boot beobachtete. Weitere Meereslebewesen – wenn auch in der Tiefe spärlich – sind Fechterschnecken und gelegentlich Zackenbarsche. Interessanterweise entdeckten Meeresbiologen einen „Friedhof der Fechterschnecken“ an der Sulfidgrenze: eine Schicht toter Fechterschnecken und Einsiedlerkrebse, die sich auf dem 90 Meter tiefen Felsvorsprung angehäuft hatten – Opfer des Erstickens in der sauerstoffarmen Tiefe.
  • Schnorchel-Alternative: Man muss nicht tauchen, um die Faszination des Blue Hole zu erleben. Der flache Rand des Lochs und die nahegelegenen Riffe eignen sich hervorragend zum Schnorcheln. An der Oberfläche kann man beim gemütlichen Schnorcheln entlang der Korallenriffe oft Schildkröten, Rochen, bunte Rifffische und sogar Delfine oder Wale in Riffnähe beobachten. Viele Touren beinhalten einen Schnorchelstopp (insbesondere in der Lagune von Half Moon Caye) für Nichttaucher. So kann jeder die einzigartige Aussicht und die Tierwelt genießen, während sich die zertifizierten Taucher für den Tiefseetauchgang ausrüsten.

Tipps für Luftaufnahmen und -fotografie

Für viele Besucher ist der Blick auf das Great Blue Hole aus der Luft ein unvergessliches Erlebnis. Um die beste Aussicht zu genießen, starten frühmorgens Rundflüge mit Kleinflugzeugen und Hubschraubern von Ambergris Caye oder Belize City. Die Flüge führen in der Regel in südöstlicher Richtung über das Great Barrier Reef und bieten atemberaubende Ausblicke auf farbenprächtige Atolle. Anschließend umkreisen sie das Blue Hole mehrmals. Sowohl ein achtsitziges Kleinflugzeug (Cessna) als auch ein viersitziger Hubschrauber bringen Sie dorthin – buchen Sie am besten im Voraus, insbesondere in der Hochsaison.

Fotografen sollten das Licht am späten Vormittag oder späten Nachmittag nutzen. Gegen Mittag taucht die Sonne das blaue Wasser des Great Blue Hole in ein warmes Licht und verstärkt so den Farbkontrast. (Direktes Sonnenlicht kann jedoch grell wirken; das Licht am frühen Morgen verleiht dem Riff wärmere Töne.) Das Great Blue Hole bietet beeindruckende Muster: den dunklen Kern, den umgebenden hellen Riffring und weiße Sandflecken. Auf Luftbildern ist Half Moon Caye (die kleine grüne Insel 19 Kilometer südöstlich) oft knapp außerhalb des blauen Kreises zu sehen. Es ist beliebt, beides zusammen abzubilden: Vögel oder Boote im Bildrahmen verleihen dem Blue Hole zusätzliche Dimension.

Drohnen & Rechtliche Hinweise: Drohnenflüge rund um das Great Blue Hole erfordern Vorsicht. Drohnenaufnahmen aus der Luft sind verboten (Sicherheitsrisiko). Um eine Drohne in der Nähe des Lochs fliegen zu lassen, muss man sie von einem Boot am Riffrand aus starten und Wochen im Voraus eine Genehmigung einholen. Die Zivilluftfahrt- und Meeresparkbehörde von Belize verlangt eine Registrierung und ein Genehmigungsverfahren von 4–8 Wochen für Drohnenflüge. Nicht genehmigte Drohnen können beschlagnahmt und mit Geldstrafen (ca. 1.000 US-Dollar) belegt werden. In der Praxis bevorzugen die meisten Besucher daher Aufnahmen aus Flugzeugen oder Hubschrauberrundflügen. Sicherheitshinweis: Achten Sie darauf, dass die Kameragurte während des Fluges sicher befestigt sind – Turbulenzen können über der offenen Karibik unberechenbar sein.

Von oben sind der perfekte Kreis des Blue Hole und das umliegende Riff unverkennbar. Wenn Sie aus einem Flugzeug fotografieren, sitzen Sie am besten auf der Seite, die dem Riff zugewandt ist – links, wenn Sie aus Richtung Belize City kommen. Verwenden Sie einen Polarisationsfilter, um Spiegelungen auf dem Wasser zu reduzieren.

Ökologie und Naturschutz

Das Great Blue Hole liegt inmitten eines der artenreichsten Meeresökosysteme der Erde – dem Belize Barrier Reef Reserve System (BBRRS). Dieses UNESCO-Welterbe (seit 1996) erstreckt sich über 298 Kilometer Riff und umfasst mehrere Atolle (Lighthouse, Turneffe, Glover’s), Sandinseln und Mangroven. Die UNESCO betont den außergewöhnlichen Naturwert und die besondere Gefährdung dieses Gebiets: Mehr als die Hälfte der Schutzgebiete von Belize liegen in diesem System, was es zur „wichtigsten Naturlandschaft“ für den Naturschutz macht. Charles Darwins Beobachtung aus dem Jahr 1840 – er nannte es „das bemerkenswerteste Riff der Westindischen Inseln“ – unterstreicht seine seit langem anerkannte Bedeutung.

Die Meeresfauna hier ist artenreich. Das Belize-Barriere-Riff beheimatet über 500 Fischarten und mehr als 65 Arten von Steinkorallen. Zu den bekannten Bewohnern zählen Karettschildkröten und Grüne Meeresschildkröten, Ammenhaie, Stachelrochen und gelegentlich auch Seekühe oder Barrakudas. Zu den bedrohten Arten, die in der Region geschützt werden, gehören die Karibik-Manati, das Spitzkrokodil und alle einheimischen Meeresschildkröten. Half Moon Caye ist besonders für seine Tierwelt bekannt: Sein Küstenwald beherbergt eine der wenigen Brutkolonien von Rotfußtölpeln in der Karibik, und seine Strände dienen als Nistplätze für die gefährdeten Unechten Karettschildkröten, Karettschildkröten und Grünen Meeresschildkröten. Glover's Reef ist ein wichtiges Meeresschutzgebiet mit rund 850 Korallenriffen und bedeutenden Laichplätzen für Zackenbarsche und andere Fische.

  • Naturschutznachrichten: Trotz seiner Isolation ist das Blue Hole nicht immun gegen globale Einflüsse. 2018 fanden Forscher selbst in diesen Tiefen Spuren von Plastikverschmutzung. Taucher einer U-Boot-Expedition berichteten, Plastikflaschen und eine 2-Liter-Colaflasche am Meeresgrund gefunden zu haben. Sir Richard Branson kommentierte: „Wir haben Plastikflaschen am Grund des Blue Holes entdeckt – eine wahre Plage für die Ozeane.“ Solche Entdeckungen trugen maßgeblich dazu bei, die Naturschutzbemühungen in Belize zu beschleunigen. 2019 verbot Belize landesweit Einwegplastik und konnte sein Riffsystem durch strenge Meeresschutzmaßnahmen von der UNESCO-Liste der gefährdeten Arten streichen.

Am Weltozeantag 2023 startete Belize die augenzwinkernde Social-Media-Kampagne „Reef With A Beef“. Diese Kampagne personifiziert das Riff als Mahnmal gegen die Verschmutzung. Über Twitter und Instagram (@ReefWithABeef) werden Umweltverschmutzer weltweit auf humorvolle Weise angeprangert, um das Bewusstsein für den Zustand der Ozeane zu schärfen. Das Belize Tourism Board betont, dass fast die Hälfte des Landes unter Schutz steht und sich das Riff über 298 Kilometer erstreckt und Hunderte von Korallen- und Fischarten beherbergt. Diese Bemühungen – von Meeresschutzgebieten bis hin zu lokalen Initiativen – unterstreichen Belizes Engagement für den Schutz der Riffe.

  • Praktische Informationen: Bitte beachten Sie bei Ihrem Besuch die örtlichen Regeln: Ankern im Blue Hole ist verboten (Bojen dürfen benutzt werden), Angeln und Speerfischen sind untersagt (das gesamte Gebiet ist Meeresschutzgebiet). Bitte verhalten Sie sich riffschonend. Vermeiden Sie es, Korallen zu berühren oder Meerestiere zu füttern, verwenden Sie riffschonende Sonnencreme und achten Sie beim Schnorcheln oder Tauchen darauf, dass Ihre Ausrüstung das Riff nicht beschädigt. Spenden an lokale NGOs (wie BREEF oder lokale Meeresschutzgebiete) tragen zur Finanzierung von Riffreinigungsaktionen und Schutzmaßnahmen bei. Wenn möglich, unterstützen Sie uns mit einer Spende oder beteiligen Sie sich an einer Strandreinigungsaktion.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

  • Half Moon Caye (Naturdenkmal): Nur eine kurze Bootsfahrt vom Blue Hole entfernt liegt Half Moon Caye, ein kleines Inseljuwel. Als erstes Meeresschutzgebiet (1982) und Vogelschutzgebiet von Belize (1924) ist es berühmt für seine Tierwelt. Besuchen Sie die Tölpelkolonie im Siricote-Wald: Rotfußtölpel und Prachtfregattvögel kreisen in der Trockenzeit über Ihnen. Beim Schnorcheln in der Lagune des Atolls entdecken Sie blühende Korallengärten, die von Papageifischen, Doktorfischen und Riffhaien wimmeln. An Land führt ein Holzsteg durch den Wald zu einem Aussichtspunkt auf einem Hügel mit Blick auf die Karibik. Schildkrötenliebhaber werden sich freuen, dass die von kleinen Inseln umgebenen Strände (Juni–November) Nistplätze für Unechte Karettschildkröten, Echte Karettschildkröten und Grüne Meeresschildkröten bieten. (Insider-Tipp: Die Parkeintrittsgebühr gilt sowohl für Half Moon Caye als auch für das Blue Hole. Nutzen Sie die Gelegenheit und verbringen Sie ein paar Stunden mit der Erkundung der Insel.)
  • Lighthouse Reef Atoll: Jenseits des Dolinenlochs hat Lighthouse Reef noch viel mehr zu bieten. Der Rand des Atolls (Half Moon, Long Caye, Northern Caye) bietet hervorragende Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten – zu den bekannten Tauchplätzen gehören: Half Moon Caye Wall Und Das Aquarium (Nahe Long Caye). Mangroven und Seegraswiesen rund um die Inseln bieten Jungfischen und Rochen einen Lebensraum. Die Vogelwelt ist vielfältig: Halten Sie Ausschau nach Reihern, Seeschwalben und dem seltenen Brauntölpel auf der nahegelegenen Man-O-War Caye. Naturliebhaber können bei einer Übernachtung in einer Öko-Unterkunft auf einer der Inseln (z. B. in einer der Gästeunterkünfte des Turneffe Atoll Trust) den Sternenhimmel ungestört genießen.
  • Glover's Reef Atoll: Etwa 40 Kilometer südlich des Blue Hole liegt Glover's Reef, ein weiteres UNESCO-Atollreservat. Das weitläufige, ovale Atoll (32 × 12 km) ist mit rund 850 kleinen Korallenriffen übersät. Glover's Reef gilt als eines der am besten entwickelten Korallenriffe und zeichnet sich durch üppiges Korallenwachstum und ein intaktes Lagunenökosystem aus. Taucher entdecken hier Rotfeuerfische, Adlerrochen und einen großen Laichplatz für Nassau-Zackenbarsche am nördlichen Riff. Schnorchler können über flache Riffe treiben, die von Schnappern und Papageifischen wimmeln. Im Reservat ist die Entnahme von Korallen strengstens verboten; nahegelegene Forschungsstationen arbeiten an der Wiederherstellung der Korallen- und Muschelbestände.
  • Weitere Highlights in Belize: Wenn es die Zeit erlaubt, sollten Sie sich die Sehenswürdigkeiten auf dem Festland von Belize nicht entgehen lassen. Im Landesinneren erwarten Sie Maya-Ruinen (Lamanai, Caracol) und üppige Regenwälder. An der Küste lockt die lebhafte Stadt Belize City mit Geschäften und dem Belize Museum. Das Turneffe-Atoll und South Water Caye (weitere vorgelagerte Riffe) bieten jeweils Meeresschutzgebiete zum Schnorcheln. Schnorchler sollten einen Abstecher zur Shark Ray Alley vor Ambergris Caye unternehmen, um dort freundliche Ammenhaie zu beobachten. Für die meisten Reisenden ist das Lighthouse Reef (Blue Hole + Half Moon) jedoch das absolute Highlight.

Wissenswertes und Kurioses

  • Darwins Lob: Der berühmte Naturforscher Charles Darwin segelte 1832 vorbei und bezeichnete das Riff von Belize später als das „bemerkenswerteste“, das er je gesehen hatte. Auch heute noch teilen Tauchlehrer oft seine Begeisterung für das Ökosystem des Riffs und die Erhabenheit des Blue Hole.
  • Discovery Channel #1: Im Jahr 2012 wurde das Great Blue Hole vom Discovery Channel in die Liste der besten Reiseziele aufgenommen. Platz 1 auf der Liste der „10 erstaunlichsten Orte der Erde“(Derselbe Sender strahlte 2018 eine Sondersendung über die Branson/Cousteau-Expedition und Erika Bergman aus.)
  • Tiefster Punkt: Mit einer Tiefe von 124 Metern ist sie tiefer als ein Fußballfeld breit ist. Paradoxerweise ist das Wasser am Grund jedoch leblos – Taucher sehen nur die unteren Bereiche als Silhouette.
  • „Muschelfriedhof“: In etwa 40 Metern Tiefe befindet sich eine Schicht aus toten Fechterschnecken und Einsiedlerkrebsen – Opfer des giftigen Schwefelwasserstoffs im Untergrund. Dies verleiht dem Meeresboden ein gespenstisches Aussehen, das von Forschern oft beobachtet wird.
  • Drei vermisste Taucher: Mindestens drei Taucher sind hier verschwunden (vermutlich aufgrund der Tiefe desorientiert). Zwei Leichen wurden 2018 gefunden und unberührt gelassen. Erika Bergman kommentierte: „Wir sind zwei der vermutlich drei Personen begegnet, die im Blue Hole vermisst werden… es ist sehr dunkel und friedlich dort unten, lasst sie einfach dort.“.
  • Aus dem Weltraum sichtbar: Die markante Form und der Farbkontrast des Erdfalls machen ihn zu einem der bekanntesten Oberflächenmerkmale der Erde, die auf Satellitenbildern zu sehen sind. NASA-Wissenschaftler und Astronauten haben ihn über Jahrzehnte hinweg fotografiert.
  • Größter seiner Art: Man geht davon aus, dass es sich bei dem Loch um das größte marine Dolinenloch der Erde handelt. Zum Vergleich: Das Dean’s Blue Hole in Belize wird oft als tiefstes marines Dolinenloch bezeichnet (über 202 Meter), das Great Blue Hole ist jedoch breiter und Teil eines Atollkomplexes.
  • Cousteaus Top Ten: Cousteau stufte es nicht nur hoch ein; auch in den offiziellen Tourismusunterlagen von Belize heißt es. “Jacques Cousteau declared [the Great Blue Hole] one of the top 10 dive sites on earth”Auch heute noch gilt es für abenteuerlustige Taucher als ein Tauchgang, den man unbedingt einmal im Leben machen muss.
  • Erstaunliche Höhlen: Diese riesigen Stalaktiten in der Tiefe sind bis zu 12 Meter lang – „Felskathedralen“, die von einer Zeit erzählen, als dies noch trockenes Land war.
  • Ein Riff, das die Geschichte umspannt: Das Belize-Barriere-Riff, einschließlich des Lighthouse-Riffs, beherbergt in seinen Gewässern archäologische Artefakte (hauptsächlich aus der Maya-Zeit) – Überreste der maritimen Geschichte.

Planungstipps & Reiseverlauf

Egal, ob Sie Ihre Belize-Reise um das Blue Hole herum planen oder es in eine längere Reise einbinden, hier sind einige Planungstipps:

  • Besuchsdauer: Die meisten Ausflüge zum Blue Hole dauern einen ganzen Tag. Planen Sie 10–12 Stunden ein, wenn Sie tauchen möchten (Abfahrt vor Sonnenaufgang, Rückkehr am späten Nachmittag). Wenn Sie nur schnorcheln möchten, gibt es kürzere Touren von 6–8 Stunden. Erwägen Sie eine Übernachtung auf Ambergris Caye oder Caye Caulker, um frühes Aufstehen zu vermeiden.
  • Wann buchen? Buchen Sie Tauchgänge und Flüge mindestens mehrere Wochen im Voraus, insbesondere in der Hauptsaison. Aufgrund der Beliebtheit des Blue Hole sind die Touren schnell ausgebucht. Buchen Sie auch Ihre Unterkunft frühzeitig, wenn Sie zwischen November und April reisen.
  • Was Sie einpacken sollten: Sonnenschutzmittel (riffschonend), Hut, polarisierte Sonnenbrille, ein Rashguard oder Neoprenanzug (die Sonne ist sehr stark), riffschonende Badebekleidung und Ihre Schnorchelausrüstung (falls vorhanden). Wenn Sie tauchen, bringen Sie Ihre Tauchscheine, Ihr Logbuch und Ihre persönliche Ausrüstung mit. Eine wasserdichte Kamera oder GoPro ermöglicht es Ihnen, Ihre Tauch- oder Schnorchelausflüge festzuhalten (denken Sie an Ersatzakkus/Speicherplatz). Eine Reiseversicherung, die Tauchgänge abdeckt, wird dringend empfohlen.
  • Währung und Kosten: In Belize zahlt man mit dem Belize-Dollar (BZD), der im Verhältnis 2:1 an den US-Dollar gekoppelt ist. US-Dollar werden weitgehend akzeptiert (insbesondere auf den Cayes). Pro Person sollten Sie etwa 60 US-Dollar in kleinen Scheinen für Parkgebühren und Trinkgelder einplanen (40 US-Dollar Parkgebühr + zusätzliche Kosten für die Crew). Kreditkarten werden in vielen Resorts und Restaurants akzeptiert, für Bootsfahrten und abgelegene Gebiete ist jedoch Bargeld erforderlich.
  • Genehmigungen & Vorschriften: Alle Taucher müssen sich beim Belize Parks Department anmelden. Bringen Sie Ihre Tauchscheine (ATM) mit. Informieren Sie jemanden an Land über Ihren Tauchgangsplan. Berühren Sie unter Wasser nichts – die Formationen sind geologische Schätze.
  • Gesundheit: Die Region ist ganzjährig warm (Lufttemperatur 27–32 °C, Wassertemperatur ca. 26–28 °C). Das Spritzwasser vom Tauchboot ist warm, im Winter tragen manche Taucher jedoch einen 3-mm-Neoprenanzug. Regen ist von November bis April selten, kann aber vorkommen; bitte informieren Sie sich über die Wettervorhersage. Trinken Sie ausreichend Wasser und verwenden Sie Sonnenschutz, um Hitze und Sonneneinstrahlung an Deck zu vermeiden.
  • Essen und Trinken: Die meisten Tauchboote bieten ein leichtes Frühstück, Mittagessen und Snacks an. Essen Sie vor der Abfahrt an Land ein herzhaftes Frühstück (Obst, Müsli). Wenn Sie zu Seekrankheit neigen, nehmen Sie eine Stunde vor Abfahrt Medikamente ein. Bringen Sie Akupressurbänder oder Ingwer gegen Reiseübelkeit mit und konzentrieren Sie sich auf den Horizont.
  • Beteiligung am Naturschutz: Unterstützen Sie das Riff während Ihres Besuchs. Werfen Sie keinen Müll weg. Einige Unternehmen bieten eine „Riffschutz“-Garantie an. Erwägen Sie, einen Dollar an lokale Meeresschutzorganisationen zu spenden. Vermeiden Sie Einwegplastik (wiederverwendbare Wasserflaschen und umweltfreundliche Ausrüstung).

Häufig gestellte Fragen

F: Wie tief ist das Great Blue Hole?
A: Das Dolinenloch ist an seiner tiefsten Stelle etwa 124 Meter tief. Taucher erreichen üblicherweise eine Tiefe von 40 bis 41 Metern, um die Stalaktiten zu sehen.

F: Wer hat das Great Blue Hole berühmt gemacht?
A: Jacques Cousteau machte den Tauchplatz 1971 bekannt und bezeichnete ihn als einen der fünf besten Tauchplätze. Eine Live-Übertragung im Jahr 2018 mit Sir Richard Branson, Fabien Cousteau und Erika Bergman trug 2018 maßgeblich zu seiner weltweiten Bekanntheit bei.

F: Welche Zertifizierungen benötige ich, um dort zu tauchen?
A: Taucher sollten über ein Advanced Open Water-Zertifikat oder eine vergleichbare Tieftauchausbildung verfügen. Viele Tauchbasen setzen einen dokumentierten Tauchgang in Tiefen von über 24 Metern innerhalb der letzten sechs Monate voraus. Aus Sicherheitsgründen wird Nitrox empfohlen.

F: Kann man im Great Blue Hole schnorcheln?
A: Man kann an der Oberfläche schwimmen, aber beim Schnorcheln im flachen Riffbereich sind die Höhlenstrukturen nicht zu sehen. Die meisten Schnorcheltouren beinhalten Tauchgänge an flachen Riffen wie Lighthouse Reef oder Half Moon Caye, um Korallen und Fische zu beobachten. Wenn Sie schnorcheln möchten, informieren Sie den Veranstalter, damit die Tour entsprechend angepasst werden kann.

F: Wie komme ich dorthin?
A: Fliegen Sie nach Belize City (BZE). Von dort geht es per Taxi oder Flugzeug weiter nach Ambergris Caye oder Caye Caulker. Von dort aus starten Schnellboot-Touren (90–120 Minuten) oder Hubschrauberflüge zum Blue Hole. Einige Touren beginnen direkt in Belize City oder im Süden von Ambergris.

F: Sind die Touren teuer?
A: Tauch- und Schnorchelausflüge zum Blue Hole kosten üblicherweise zwischen 250 und 400 US-Dollar pro Person. Im Preis enthalten sind Bootsfahrt, Ausrüstung, Guides, Mittagessen und zwei zusätzliche Tauchgänge am Riff. Helikopterflüge kosten etwa 250 bis 350 US-Dollar für 30- bis 45-minütige Flüge. Die Gebühren für den Meerespark (40 US-Dollar) sind nicht inbegriffen.

F: Welche Wildtiere werde ich sehen?
A: Im Inneren des Dolinenlochs (ab ca. 90 m Tiefe) ist das Leben aufgrund des geringen Sauerstoffgehalts spärlich. In Randnähe lassen sich jedoch Karibische Riffhaie, Ammenhaie, Schildkröten, Adlerrochen und zahlreiche tropische Fische beobachten. Die auf Half Moon Caye nistenden Tölpel und Fregattvögel sind ein besonderes Highlight über Wasser.

F: Ist es sicher, während der Hurrikansaison dorthin zu reisen?
A: Das Blue Hole ist ganzjährig zugänglich, allerdings herrscht von Juni bis Oktober Hurrikansaison. Die See kann rau sein. Die meisten Reiseveranstalter bevorzugen die Trockenzeit von November bis Mai, da dann ruhigeres Wetter herrscht. Informieren Sie sich unbedingt über die Wettervorhersage und buchen Sie bei einem seriösen Reiseveranstalter, der Ihre Tour im Bedarfsfall stornieren kann.

F: Benötige ich ein Visum für die Einreise nach Belize?
A: Viele Reisende (USA, Kanada, EU usw.) tun das. nicht Für Aufenthalte unter 30 Tagen benötigen Sie ein Visum. Informationen zu den Bestimmungen für Ihre Staatsangehörigkeit finden Sie auf der Website der belizischen Einwanderungsbehörde. Ihr Reisepass muss über Ihren Aufenthalt hinaus noch mindestens sechs Monate gültig sein.

F: Wie lange dauert das Auffüllen mit Sand?
A: Wissenschaftler schätzen, dass Sand das Blue Hole langsam erodiert. Manche beschreiben es als eine Art „Unterwasser-Sanduhr“ – jeden Tag tragen winzige Sandablagerungen den Rand ab. Irgendwann (wahrscheinlich in vielen Jahrtausenden) könnte es sich wieder füllen, aber das ist ein geologischer Zeitraum.

F: Was ist die „Reef with a Beef“-Kampagne?
A: Es handelt sich um eine Kampagne des Belize Tourism Board, die im Juni 2023 gestartet wurde, um das Bewusstsein für die Verschmutzung der Ozeane zu schärfen. Das Riff (als Online-Persönlichkeit) prangert Umweltverschmutzer in den sozialen Medien an. Die Kampagne hebt die Erfolge von Belize im Naturschutz hervor (50 % der Landfläche stehen unter Schutz, UNESCO-Welterbe-Riff usw.), um weltweit zu Veränderungen anzuregen.

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