Eingebettet in die östliche Ägäis gegenüber der türkischen Küste liegt Kos, die drittgrößte Insel des Dodekanes. Ihre 42 × 11 km lange Küste besticht durch üppige Hügel, jahrhundertealte Olivenhaine und Dutzende von Sandbuchten mit türkisfarbenem Wasser. Die Insel ist reich an Geschichte – einst Sitz des Hippokrates, birgt sie noch heute antike Monumente und mittelalterliche Burgen – und ist in der heutigen Zeit gleichermaßen für ihre Vielseitigkeit bekannt. Im Sommer strömen Tausende von Besuchern wegen des pulsierenden Nachtlebens hierher, was dem offiziellen Tourismusverband den Ruf eingebracht hat, Kos sei „eine der feierfreudigsten Inseln im östlichen Mittelmeer“. Und tagsüber locken die Strände von Kos Wind- und Kitesurfer aus ganz Europa an, dank der beständigen Sommerbrisen, die von der Ägäis herüberwehen.
Kos hat sich über Jahrzehnte einen Ruf als Partyinsel erworben, ohne dabei seinen authentischen Charme zu verlieren. In den kompakten Orten laden lebhafte Tavernen und Cafés zum Verweilen ein, die sich abends in pulsierende Clubs und Cocktailbars verwandeln. Außerhalb der Städte weht fast das ganze Jahr über die ägäische Brise. „Windsurfen und Kitesurfen sind zwei sehr beliebte Aktivitäten auf Kos“, dank des berühmten Meltemi-Windes. Besonders die Nordküste – von Tigaki bis Mastichari – profitiert von beständigen Seitenwinden. Am Strand von Marmari beispielsweise wirkt die schmale Meerenge zwischen Kos, Kalymnos und Pserimos wie ein Windkanal und sorgt für optimale Bedingungen. ideale Bedingungen auch für Anfänger.
Das Ergebnis ist eine Insel der Kontraste. Besucher können um Mitternacht in einer Rooftop-Bar in Kos-Stadt Cocktails schlürfen und am nächsten Morgen vor dem Frühstück mit dem Kajak über die ruhige See paddeln. Kos' Motto könnte genauso gut lauten: „Genieße das Leben unter der griechischen Sonne, Tag und Nacht.“ In diesem Reiseführer tauchen wir tief in beide Seiten von Kos ein: die pulsierenden Nachtclubs und Strandbars sowie die Surfspots und Küstenorte, wo Windsurfer ihre Boards wachsen. Nebenbei verweben wir die kulturellen Hintergründe – von Hippokrates' Platane bis zur Kreuzritterburg – damit die Leser ein umfassendes Bild von Kos' vielfältigen Erlebnissen erhalten.
Kos erstreckt sich über eine Fläche von etwa 290 km² und hat rund 37.000 Einwohner (sie ist nach Rhodos die zweitbevölkerungsreichste Insel des Dodekanes). Die Hauptstadt und der Hafen (ebenfalls Kos oder Koζ genannt) liegen an der Nordostküste und beherbergen die meisten Hotels und das pulsierende Nachtleben der Insel. Zu den weiteren Orten zählen Kardamena an der Südküste (ein beliebter Ferienort für Partytouristen), Tigaki und Marmari an der Nordküste sowie Kefalos an der Südwestspitze. Das Inselinnere ist größtenteils ländlich geprägt: Olivenhaine, Zitrusplantagen und Mandelfarmen füllen sanfte, von Wäldern umgebene Täler. Der höchste Punkt ist der Berg Dikeos (846 m) im Zentrum von Kos, doch selbst die Hügelkuppen sind mit Olivenbäumen bewachsen und lassen sich gut besteigen.
Wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich Kos-Stadt. Die Uferpromenaden und engen Gassen erstrahlen im Licht von Neonlichtern, Musik und Stimmengewirr. Das pulsierende Zentrum des Nachtlebens von Kos ist die Promenade Akti Kountouriotou (oft auch „Barstraße“ genannt) mit ihren Abzweigungen in den Straßen Diakon, Nafklirou und Platia Kalinchou. Hier reihen sich trendige Cocktailbars an Tavernen und Nachtclubs und bilden eine kompakte Partyzone, in der Touristen bequem von Bar zu Bar ziehen können. Die Atmosphäre ist lebhaft, international und jung: Ein australischer Backpacker nippt vielleicht neben einem schwedischen Studenten an einem Mojito, während sich griechische Inselbummler und türkische Fährpassagiere unter die Menge mischen. Der alte Hafen von Kos-Stadt verleiht der Stadt ein kosmopolitisches Flair, wo sich DJ-Beats mit dem Klirren von Gläsern am mondbeschienenen Meer vermischen.
Lokale Reiseführer betonen, dass Kos-Stadt für ihr pulsierendes Nachtleben mit einer Fülle an Möglichkeiten bekannt ist. An jedem Sommerabend reihen sich die Bars aneinander und bieten alles von Hip-Hop bis Deep House. Eine offizielle Quelle schwärmt, dass Kos allen Besuchern ermöglicht, das lebendige und abwechslungsreiche Nachtleben zu erleben und dabei den Sonnenuntergang – oder vielleicht sogar den Sonnenaufgang – zu genießen. In der Praxis bedeutet das, dass im Juli und August fast jede Nacht Festivals und Clubnächte stattfinden und selbst traditionelle Tavernen manchmal bis 2 Uhr morgens Popmusik oder Live-DJs auflegen.
Zahlreiche kleinere Cocktailbars und Lounges säumen die Barstraße; jede mit ihrer eigenen Spezialität (Weinbars, Rumbars usw.). Beim Bummeln durch die Gegend hört man immer wieder griechische Tanzmusik aus den Tavernen – an manchen Abenden taucht spontan eine Bouzouki-Band oder eine traditionelle Tanzgruppe auf. Da die Straße kurz ist, kann man problemlos zwischen zwei oder drei Lokalen hin und her wechseln und so noch am selben Abend hier tanzen und dort in einer ruhigen Ecke einen Kaffee genießen.
Nach Mitternacht erreicht die Stimmung ihren Höhepunkt. Die Bars in Kos-Stadt verwandeln sich in einige Open-Air-Clubs: Mylos (untergebracht in einer umgebauten Mühle) ist berühmt für House- und kommerzielle Tanzmusik, Str8 Und Zweite Der Club Kalua, außerhalb der Stadt am Strand von Psalidi gelegen, ist der größte Nachtclub der Insel (Kapazität ca. 2000 Personen) und wurde in einen Steinbruch am Hang hineingebaut.Es ist ein Stück vom Zentrum von Kos entfernt, allerdings fahren in den Nächten mit besonders hohem Besucheraufkommen „Partybusse“ zum Treffpunkt.Viele Clubs veranstalten Themenpartys (Schaumpartys, Neon-/UV-Nächte, Reggae-/Dancehall-Abende), die viele Besucher anlocken. An Sommerwochenenden können Clubgänger unter Stroboskoplichtern und Palmen bis zum Morgengrauen tanzen; die Musik verstummt erst mit dem Sonnenaufgang.
In der Stadt selbst, Bar 55 (ehemals Revolution) und Str8 Diese Clubs sind beliebte After-Party-Locations. Sie öffnen in der Regel gegen Mitternacht mit Live-DJs und haben bis 6 oder 7 Uhr morgens geöffnet. Dank der vielen Bars und Clubs findet man in Kos-Stadt bis zum Morgengrauen immer etwas, das man unternehmen kann.
Nur 13 km südwestlich von Kos-Stadt hat sich das Dorf Kardamena einen Namen als Partyhochburg der Insel gemacht. Einst ein beschaulicher Fischerhafen, ist die Uferpromenade heute gesäumt von Bars und kleinen Clubs, die sich an junge Touristen richten. Hier findet man Open-Air-Musikbars, in denen die ganze Nacht Pop, EDM und griechische Dance-Hits laufen, sowie günstige Bierstände und Dönerbuden. Viele Ausländer buchen All-inclusive-Hotels in Kardamena, um nach dem Baden im Pool nachmittags ausgelassene Schaumpartys zu feiern.
Ein paar Dinge, die man über Kardamena wissen sollte:
– The scene here is largely British and Scandinavian. Numerous pubs in town cater to UK tastes (karaoke nights, football games, rubber-boot races). Brits joke that in summer, nearly every visitor is holidaying with a group from Britain!.
– The main strip (Dimokratias Street) hosts dozens of bars within a few hundred meters. Notable names include Die Kapelle von St. Anthony (beliebtes Pub im irischen Stil), Crossroads Bar (Billardtische, Tanzfläche) und SternenlichtclubEin großer Veranstaltungsort, der für seine nächtlichen Schaum- und Farbpartys bekannt ist. Der Eintritt in die Clubs hier kostet üblicherweise 5–8 €, oft inklusive eines Freigetränks.
– Strandclubs und Poolpartys: Manche Resorts und Strandbars veranstalten Nachmittagspartys. Zum Beispiel: Café del Mar Die Strandbar im Ort bietet an ausgewählten Nachmittagen DJs und Schaumkanonen. Hotels in der Nähe des Strandes, wie das Casa Cook oder die Argiri Beach Hostels, werben oft mit abendlicher Unterhaltung.
Club-Highlight – Starlight Club (Kardamena): Der größte Club der Insel, ausgestattet mit Neonlichtern und Lasershows. Hier erwarten Sie Schaumpartys und Sets internationaler DJs. (Wochentags ist es ruhiger; die Hauptsaison ist Donnerstag bis Samstag.)
Trotz des Trubels lädt Kardamena mit seinem dörflichen Charakter (fußgängerfreundlich, schachbrettartig angelegt) und den vielen günstigen Bars zum Kneipenbummel ein. Die Happy Hour findet von 17 bis 20 Uhr statt, und ab 22 Uhr herrscht reges Treiben auf den Straßen. Die Stimmung ist ganz klar: „Party von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang“. Ein Einheimischer witzelte auf TripAdvisor: „Kardamena ist der richtige Ort für alle, die ein lebhaftes, lautes Nachtleben suchen – ideal für Rucksacktouristen und junge Leute.“ (Diese Anekdote spiegelt den bodenständigen Ton der meisten Reiseführer für die Stadt wider.) Merke: Kardamena ist ideal für ausgelassenes Clubleben und Strandpartys. Zwar fehlen hier die schicken Cocktailbars von Kos-Stadt, dafür bietet der Ort aber eine endlose, unbeschwerte Kneipentour.
Nicht jede Nacht auf Kos ist eine Partynacht. Wer es lieber etwas ruhiger mag, findet auf der Insel auch malerische Sunset-Bars und gemütliche Tavernen. Diese Orte sind besonders bei Paaren, älteren Reisenden oder allen, die einen leichten Kater auskurieren, beliebt. Beispiele gefällig?
Kos bietet auch Lokale, die beide Welten miteinander verbinden: Strandbars, die tagsüber und abends geöffnet sind. Zum Beispiel Iguana Beach Bar (Psalidi) Hier finden wöchentliche Strandpartys statt (oft mittwochs oder freitags), bei denen die Gäste vom Sonnenuntergang bis in die Dunkelheit am Strand tanzen. Bei diesen Veranstaltungen legen mitunter Gast-DJs auf und Besucher aus Kos-Stadt kommen zusammen, wodurch die Grenzen zwischen entspannter Strandatmosphäre und Club-Nachtclub verschwimmen.
Kos bietet Unterkünfte für jeden Geschmack, darunter viele, die sich an ein Partypublikum richten. Im Allgemeinen:
Tagsüber verlagert sich das Geschehen auf Kos vom Essen zum Segeln. Windsurfen und Kitesurfen sind fast schon fester Bestandteil der lokalen Kultur. Die Geografie der Insel schafft einen effektiven Windkorridor: Jeden Sommer weht der nördliche Meltemi vom griechischen Festland herab und wird von den Buchten und Nachbarinseln gebündelt. Daher ist Kos sehr beliebt für Wassersportarten in der Ägäis. Mehrere Clubs und Schulen (z. B. Anemos Windsurfing in Mastichari, Kos Windsurfing Pro) sind auf der ganzen Insel aktiv.
Kos ist auch für seine Kitesurf-Begeisterung bekannt. Die wichtigsten Kitespots überschneiden sich mit Windsurfstränden, mit Flachwasserabschnitten zum Üben und einigen Wellenbereichen zum Freeriden. Top-Kitespots sind Psalidi (beste Windrichtung), Tigaki (langer Startstrand), Marmari und sogar Mastichari. Jeder dieser Spots verfügt über Kiteschulen und Ausrüstungsverleih. Besonderheiten der Spots: In Psalidi weht der stärkste Wind (Kite-Hersteller geben für Juli/August eine durchschnittliche Kitegröße von 11 m² an). Tigaki und Marmari sind aufgrund des ablandigen Windes und der vielen flachen Bereiche sicherer für Anfänger. Ein Kitesurfer auf Kos bemerkte, dass der Wind in Psalidi „normalerweise gegen 11 Uhr weht“ und es dort nur wenige Leute gibt, was den Spot ideal zum Trainieren macht.
Fast jeder Badeort hat mindestens eine Windsurf-/Kiteschule mit Kursen und Ausrüstungsverleih. Beliebte Zentren (Mastichari Windsurf, Marmari Windsurf Center, Windsurf Pro Kos) bieten zertifizierten Unterricht an. Mietpreise (Beispiele von 2025): Ein komplettes Windsurf-Set für Anfänger kostet ca. 25–35 €/Tag, ein High-Performance-Set 35–50 €/Tag. (Wir haben veröffentlichte Preislisten gesehen, die Tagesmieten je nach Boardgröße für ca. 30–45 € ausweisen.) Ein Standard-Anfängerkurs (2 Stunden) kostet etwa 40–50 €, ein 5-Tages-Kurs 150–220 €. Die meisten Schulen vermieten auch Kitesurf-Ausrüstung zu ähnlichen Preisen. Helme und Westen sind optional (Windsurf-Neoprenanzüge sind in der Regel ab Juni nicht mehr nötig, da die Wassertemperaturen dann ca. 25 °C erreichen).
Kos' Strände bieten für jeden Geschmack etwas, von ausgelassenen Partyzonen bis hin zu einsamen Buchten. Neben den bereits erwähnten Windsurf-/Kite-Stränden zählen folgende Strände zu den Highlights:
Kos' natürliche Schönheit ist auch außerhalb der Partyzeiten ein großer Anziehungspunkt. Viele Besucher verbringen die Nachmittage mit Erkundungen im Landesinneren: Sie wandern auf den Gipfel des Zia, radeln durch terrassenförmig angelegte Olivenhaine oder besuchen das kleine Bergkloster Agios Georgios, um den Panoramablick zu genießen. Skala-Wanderweg Die Gegend um Zia bietet sowohl malerische Ausblicke als auch eine Auszeit vom Trubel, lediglich ab und zu hört man das Blöken von Ziegen. An all diesen Orten sorgt der Wind selbst in der Sommerhitze für angenehme Kühle.
Auch für Partygänger ist die Geschichte von Kos allgegenwärtig. Einige kulturelle Sehenswürdigkeiten sind ein absolutes Muss:
Kos' moderne Kultur vereint griechische Tradition mit dem Zustrom von Touristen. Traditionelle Musikcafés bieten gelegentlich bis spät in die Nacht Auftritte von einheimischen Bouzouki-Spielern; religiöse Feste (wie die Verklärung Christi im August oder die winterliche Segnung des Meeres zu Epiphanias) ziehen nach wie vor Scharen von Inselbewohnern an. Auch Segelregatten und Sportwettkämpfe stehen im Sommer auf dem Programm. Doch um Mitternacht weicht all diese Geschichte stillschweigend einem pulsierenden Nachtleben und Wassersport – ein weiterer Beweis dafür, dass Kos ebenso sehr Gegenwart wie Vergangenheit verkörpert.
Wie schlägt sich Kos im Vergleich zu bekannteren Partyinseln? Die Insel nimmt eine Mittelstellung zwischen dem glamourösen Mykonos, dem hedonistischen Ios und dem familienfreundlichen Santorini ein:
Zusammenfassend lässt sich sagen: Kos vs. Mykonos/Ios: Wer ausgelassen feiern möchte, ohne viel Geld auszugeben, ist auf Kos genau richtig. Die Insel ist in der Regel günstiger als Mykonos (weniger Luxusaufschlag) und weniger auf ein junges Publikum ausgerichtet als Ios. Laut einer Reiseumfrage zieht Kardamena hauptsächlich Urlauber aus Großbritannien und Skandinavien an – also Touristen, die unkompliziert feiern wollen. (Auf Kos gibt es zwar keinen Gastauftritt von Kylie Minogue, aber …) Wille (Günstiges Bier und Karaoke.)
Kos bietet zwei Urlaube in einemUm das Beste daraus zu machen, beachten Sie bitte die folgende Checkliste: