Wo man in Bangkok übernachtet: Ein Reiseführer für jedes Viertel

Bangkok ist eine Stadt mit vielen Vierteln, jedes mit seiner eigenen Atmosphäre, seinen eigenen Attraktionen und seinen Vorzügen für Reisende. Die Wahl der Unterkunft kann Ihr Erlebnis prägen – wünschen Sie sich hochmodernen Komfort, traditionellen Charme, Luxus am Flussufer oder Backpacker-Flair? Nachfolgend finden Sie einen umfassenden Leitfaden zu den beliebtesten Vierteln Bangkoks und erfahren, was Sie dort erwarten können.

Sukhumvit: Das kosmopolitische Herz des modernen Bangkok

Die Sukhumvit Road ist eine der Hauptverkehrsadern Bangkoks und erstreckt sich über Dutzende von Kilometern. Der zentrale Abschnitt der Sukhumvit (ungefähr Soi 1 bis Soi 63 auf der ungeraden Seite und Soi 2 bis Soi 42 auf der geraden Seite) ist ein erstklassiges Viertel mit Hotels, Restaurants, Nachtleben und Einkaufsmöglichkeiten. Sie gilt als das kommerzielle und kosmopolitische Zentrum der Stadt und ist bei Touristen und Auswanderern gleichermaßen beliebt. Die Sukhumvit-Linie des BTS Skytrain verläuft entlang der Straße und ist daher gut erreichbar.

Nana und Asok (Bereich Sukhumvit Soi 3–4 bis Soi 21): Diese belebte Gegend ist für ihr Nachtleben und ihre Annehmlichkeiten bekannt.

  • Atmosphäre: Lebhaft, etwas chaotisch, nachts neonbeleuchtet. Nana (rund um die BTS-Station Nana, Soi Nana Tai) ist berühmt (oder berüchtigt) für seine Erwachsenenunterhaltung, wie zum Beispiel die Nana Plaza (ein mehrstöckiger Barkomplex). Auch im unteren Teil von Sukhumvit findet man deutliche Einflüsse aus dem Nahen Osten – mit arabischen Restaurants und Shisha-Cafés – die Gegend wird manchmal „Klein-Arabien“ genannt. Asok, eine wichtige Kreuzung (an der BTS Asok und MRT Sukhumvit zusammentreffen), ist ein geschäftiges Geschäftszentrum mit Einkaufszentren wie Terminal 21 und unzähligen Restaurants.
  • Wer sollte bleiben: Reisende, die mitten im Geschehen sein möchten, in der Nähe von Clubs, Bars und dem Straßenleben. Asok ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und daher sehr praktisch für die Fortbewegung. Es gibt eine große Auswahl an Unterkünften – von günstigen Pensionen in Seitengassen über Mittelklassehotels bis hin zu einigen Luxushotels wie dem Westin oder dem Sheraton Grande.
  • Highlights: Das Einkaufszentrum Terminal 21 (mit Flughafen-Thema und tollem Food Court), das Nachtleben in Soi 11 (trendige Clubs, Rooftop-Bars, Restaurants) und die gute Anbindung an andere Stadtteile per BTS/MRT. Wenn Sie Nachtmärkte mögen, sind die neuen Jodd Fairs (eine Neuauflage des alten Ratchada-Zug-Nachtmarkts) nur eine kurze MRT-Fahrt von Sukhumvit entfernt.

Phrom Phong und Thong Lo (Sukhumvit Soi 24, 55 usw.): Gehoben, trendig und bei Auswanderern sehr beliebt.

  • Atmosphäre: Diese Viertel vereinen Luxus und Hipster-Flair. Phrom Phong (rund um BTS Phrom Phong, Soi 24/Emporium) bietet exklusive Einkaufszentren wie The Emporium und EmQuartier, schicke Restaurants und eine große japanische Auswanderergemeinde (beachten Sie die vielen japanischen Restaurants). Thong Lo (Sukhumvit Soi 55) ist Bangkoks Viertel zum Sehen und Gesehenwerden, voller schicker Weinbars, Cocktailbars, Boutiquen und einiger der besten Cafés und Restaurants der Stadt. Aufgrund seiner wohlhabenden Bewohner und trendigen Lokale wird es oft als das „Beverly Hills von Bangkok“ bezeichnet.
  • Wer sollte bleiben: Für alle, die ein anspruchsvolleres Stadterlebnis suchen – vielleicht Stammgäste, digitale Nomaden oder Reisende, die ein modernes Apartment oder Boutique-Hotel in einer angesagten Gegend suchen. Die Stadt ist ideal für Feinschmecker und Nachtschwärmer (aber ein anspruchsvolleres Nachtleben – denken Sie eher an stylische Bars als an Go-Go-Clubs).
  • Unterkunft: Viele Boutique-Hotels und Serviced Apartments. Thonglor bietet einige Designhotels und erstklassige Serviced Suiten für japanische Geschäftsleute. Phrom Phong bietet Luxusunterkünfte wie das Hilton Sukhumvit oder günstigere Hotels in Soi 22 usw.
  • Highlights: Das kulinarische Angebot ist ein Highlight – von Streetfood (Thonglors Nachtlokal Soi 38 bietet trotz seiner Verlegung immer noch lokale Spezialitäten) bis hin zu mit Michelin-Sternen ausgezeichneter thailändischer Küche (z. B. war hier früher Bo.Lan). Thonglor und das benachbarte Ekkamai (Soi 63) beherbergen außerdem Kunstgalerien und Vinyl-Bars. Tagsüber gibt es zahlreiche Brunch-Lokale und einige kleine Einkaufszentren. Das Viertel ist nur eine kurze BTS-Fahrt von den zentralen Einkaufszentren entfernt, bietet aber ein eher lokal-schickes Flair.

Ekkamai und On Nut (Sukhumvit Soi 63 und darüber hinaus): Ekkamai (BTS Ekkamai) setzt den Trend von Thonglor fort, ist aber etwas dezenter. Hier befindet sich der Eastern Bus Terminal für Pattaya und Ostthailand. On Nut (BTS On Nut) liegt etwas weiter außerhalb, ist aber aufgrund der etwas günstigeren Mieten und der dennoch guten Anbindung bei Langzeitreisenden und Expats beliebt.

  • Atmosphäre: Ekkamai bietet Cafés, Coworking-Spaces und Boutiquen sowie eine Mischung aus lokalem Leben. On Nut hat eine eher lokale Atmosphäre – Nachtmärkte, Einkaufszentren wie Century und Tesco Lotus – aber auch eine steigende Anzahl von Eigentumswohnungen und einige neue Hotels.
  • Wer sollte bleiben: Wenn Sie eine ausgewogene Mischung aus Einheimischen- und Expat-Atmosphäre bevorzugen und vielleicht etwas mehr Platz für Ihr Geld wünschen, ist On Nut eine Option. Es ist nicht so touristisch, aber dennoch eine bequeme Skytrain-Fahrt (10-15 Minuten) nach Asok/Siam. Ekkamai spricht jüngere Expats oder Reisende an, die in der Nähe des Geschehens in Thonglor sein möchten, aber vielleicht weniger bezahlen möchten.
  • Unterkunft: Auf On Nut gibt es einige sehr günstige Hotels und Pensionen sowie viele Eigentumswohnungen auf Airbnb. Auch in Ekkamai gibt es Serviced Apartments und einige Hostels in der Nähe.
  • Highlights: Der Nachtmarkt On Nut (für Straßenessen und einen Biergarten), Wat That Thong (ein goldener Tempel in Ekkamai), Bars mit Livemusik in Ekkamai (z. B. Jazzbars usw.) und der Gemeinschaftsraum W District in der Nähe der Phra Khanong Station, der die Atmosphäre eines internationalen Lebensmittelmarkts bietet.

Vorteile von Sukhumvit: Die Lage ist äußerst praktisch für den öffentlichen Nahverkehr (mehrere BTS-Haltestellen, MRT-Kreuzung in Asok), bietet unzählige Restaurants und Ausgehmöglichkeiten, viele Einkaufszentren und moderne Annehmlichkeiten und ist gut auf Ausländer zugeschnitten (englische Speisekarten usw.). Wenn Sie ein dynamisches Stadtleben suchen, sind Sie hier genau richtig.

Nachteile: Es ist geschäftig, manchmal überfüllt und bietet nicht besonders viele traditionelle Sehenswürdigkeiten (keine großen Tempel oder den Charme der Altstadt in Sukhumvit). Manche finden die Barviertel vielleicht heruntergekommen (Nana und Soi Cowboy in der Nähe von Asok sind Rotlichtviertel) oder einfach zu laut. Aufgrund der Nachfrage sind Hotels hier im Durchschnitt teurer als beispielsweise in der Gegend von Khao San.

Silom: Das zentrale Geschäftsviertel mit zwei Gesichtern

Silom ist tagsüber Bangkoks „Wall Street“ – ein bedeutendes Finanzviertel voller Bürotürme und Banken – und verwandelt sich nachts in ein belebtes Viertel mit Restaurants und Nachtleben. Die Hauptstraßen Silom Road und Sathorn Road verlaufen parallel durch dieses Gebiet. Silom ist zentral gelegen und sehr gut angebunden (BTS Silom Line und MRT Blue Line).

Tagsüber Finanzzentrum, nachts Unterhaltungszone:

  • Bei Tageslicht erwarten Sie belebte Bürgersteige voller Büroangestellter und eine formellere Atmosphäre. Es gibt einige hervorragende Lokale zum Mittagessen und einen berühmten Hindutempel (Sri Maha Mariamman) auf der Silom Road. Außerdem füllt sich das Viertel um den Patpong Markt am späten Nachmittag. Bei Einbruch der Dunkelheit ändert sich alles. Patpong (zwei parallele Gassen abseits der Silom Road) wird zum Nachtmarkt und war einst Bangkoks erstes Rotlichtviertel. Es gibt hier noch immer Go-Go-Bars und dergleichen, aber es hat etwas an Glanz verloren und ist mittlerweile recht touristisch. Ebenfalls auf Silom liegt Soi 4 ​​(gleich an der Silom in der Nähe von Sala Daeng), das Zentrum des schwulen Nachtlebens von Bangkok – eine Ansammlung von Open-Air-Bars, die immer gut besucht sind und ein internationales Publikum anlocken (denken Sie an DJ Station, Telephone Pub usw.). In der nahegelegenen Soi 2 befinden sich Nachtclubs (darunter auch Schwulenclubs), in denen bis spät in die Nacht gefeiert wird. Mittlerweile bietet auch der weitere Stadtteil Silom ein respektables Nachtleben – Dachbars wie die berühmte Sky Bar im Lebua State Tower (am nahegelegenen Bang Rak-Ende von Silom) oder elegante Restaurants entlang der Sathorn-Straße.
  • Wer sollte bleiben: Silom ist ideal für alle, die eine zentrale Lage mit relativ elegantem Ambiente und dennoch Zugang zu Unterhaltungsmöglichkeiten nach Einbruch der Dunkelheit suchen. Geschäftsreisende übernachten oft hier (viele 4- bis 5-Sterne-Hotels und die Nähe zu Büros). Touristen schätzen aber auch die gute Erreichbarkeit des Flusses (kurze Taxifahrt oder sogar zu Fuß), der Altstadt (10-15 Minuten mit dem Taxi außerhalb der Stoßzeiten oder 20 Minuten mit MRT und Boot) und der Einkaufsmöglichkeiten von Siam (5 Minuten BTS-Fahrt). Silom hat eine etwas erwachsenere Atmosphäre als Sukhumvit – weniger chaotisch, obwohl es in manchen Teilen (Patpong) auf seine Weise etwas lauter zugeht.
  • Unterkunft: Sie finden einige Luxushotels (SO/Bangkok mit Blick auf den Lumphini-Park, Banyan Tree mit seiner Vertigo-Bar auf dem Dach, Lebua Tower Club für Luxussuiten), Businesshotels der Mittelklasse und einige preisgünstige Hostels/Gästehäuser, die in den Seitenstraßen verstreut liegen.
  • Highlights: Der Lumphini-Park am östlichen Rand ist ein echtes Highlight – eine grüne Oase für morgendliche Joggingrunden oder abendliche Spaziergänge. Im Teich können Sie mit etwas Glück Warane (große Eidechsen) beobachten. Dank des Einkaufszentrums Silom Complex und der zahlreichen Imbissstände sind Sie immer gut aufgehoben. Besuchen Sie Thipsamai auf der Maha Chai Road (direkt an der Silom Road) für das berühmte Pad Thai, falls Sie in der Gegend sind, oder das Restaurant Eat Me für moderne Küche.

Lumphini Park: Eine urbane Oase: Obwohl es kein „Viertel“ an sich ist, ist es ein Genuss, Bangkoks größten zentralen Park direkt vor der Haustür zu haben (wenn Sie in Silom oder Sathorn wohnen). Der Lumphini Park bietet Laufstrecken, einen See mit Tretbooten, Picknickplätze und oft kostenlose Aerobic-Stunden sowie gelegentliche Konzerte auf seinem Musikpavillon. Frühmorgens praktizieren die Einheimischen Tai Chi oder joggen, und in der Abenddämmerung hört man mitunter die glitzernde Musik des Eisverkäufers, während sich Familien entspannen. Das steigert die Lebensqualität eines Aufenthalts in der Gegend von Silom/Sathorn, die in Sukhumvit an Grünflächen mangelt (mit Ausnahme des Benjakitti Parks bei Asok und des kleinen Benjasiri Parks bei Phrom Phong, die kleiner sind).

Vorteile von Silom: Central bietet sowohl lokales als auch internationales Flair und eine deutlich „kulturellere“ Mischung als Sukhumvit (viele alte Geschäfte, ein wenig Straßenleben und die Nähe zum historischen Viertel Bang Rak mit seinen alten Ladenhäusern und Tempeln). Die BTS-Stationen Sala Daeng und MRT Silom sind leicht zu erreichen, und auch die Flusspiers sind nicht weit entfernt, wenn man zum Großen Palast oder nach Chinatown möchte. Das Nachtleben ist vielfältig (von schäbig über kultiviert bis hin zu LGBTQ+-freundlich).

Nachteile: Aufgrund der vielen Büros kann der Verkehr an Wochentagen zur Hauptverkehrszeit sehr stark sein. Am Wochenende ist es in der Gegend ruhiger (was ein Vorteil sein kann, wenn Sie ruhigere Tage mögen, aber einige Restaurants, die sich an Büroangestellte richten, könnten sonntags geschlossen sein). Patpong kann abends aufgrund der vielen Schlepper etwas kitschig oder aufdringlich wirken. Es gibt weniger günstige Unterkünfte als in Khao San oder Sukhumvit (obwohl es einige gibt).

Siam: Das Epizentrum des Shoppings und der Jugendkultur

Siam gilt oft als das Herz des modernen Bangkok – hier laufen mehrere Hauptstraßen zusammen und die größte Konzentration an Einkaufszentren und jugendorientierten Aktivitäten ist hier zu finden. Wenn Bangkok eine Innenstadt hätte, würden viele sagen, Siam sei sie (obwohl sie geografisch etwas östlich der Altstadt liegt).

Was Sie erwartet:

  • Einkaufsmekka: Siam beherbergt Siam Paragon, CentralWorld, Siam Center, MBK Center, Siam Discovery und mehr – alle nur ein oder zwei Blocks voneinander entfernt. Dies ist ein Einkaufsparadies, von Luxusmarken über erschwingliche Mode bis hin zu originellen lokalen Designer-Outlets. Außerdem gibt es Attraktionen wie Madame Tussauds, SEA LIFE Bangkok Ocean World (ein Aquarium im Paragon) und KidZania für Familien sowie Kinos.
  • Jugend und trendiges Publikum: Aufgrund der Nähe zur Chulalongkorn-Universität und vielen Schulen ist Siam ständig voller Studenten und junger Leute. Nachmittags wimmelt es auf den Bürgersteigen von Teenagern in Schuluniformen, und der Siam Square (ein Viertel mit kleinen Gassen gegenüber dem Siam Paragon) ist ein legendärer Treffpunkt für Teenager mit Boutiquen, Plattenläden, Dessert-Cafés und Streetwear-Shops. Hier hat die thailändische Popkultur oft ihren Ursprung.
  • Zentrale Lage: Die BTS-Station Siam ist der Umsteigepunkt der beiden Skytrain-Linien und daher sehr gut erreichbar. Von Siam aus erreichen Sie Silom in 5 Minuten, Sukhumvit in 5-10 Minuten und den Chao Phraya in etwa 15 Minuten (mit dem BTS und dann mit der Fähre von Saphan Taksin).

Wer sollte in Siam übernachten:

  • Natürlich für Käufer. Wenn Sie bis zum Umfallen shoppen und die Taschen problemlos wieder tragen möchten, ist Siam der ideale Standort.
  • Auch Familien könnten hier wegen der Unterhaltungsmöglichkeiten (Aquarium, kinderfreundliche Restaurants usw.) und der einfachen Fortbewegung mit BTS ohne Taxis auf ihre Kosten kommen.
  • Erstbesucher, die einen zentralen Ausgangspunkt suchen, um von allem etwas zu probieren – denn von Siam aus sind andere Gebiete bequem mit der BTS oder sogar zu Fuß zu erreichen (von hier aus können Sie zum Jim Thompson House oder zum Pratunam-Marktgebiet laufen).

Unterkunft: Interessanterweise gibt es in Siam weniger Hotels, als man angesichts seiner Bedeutung vermuten würde. Es gibt einige bemerkenswerte: das Siam Kempinski (ein 5-Sterne-Resort hinter dem Siam Paragon), das Centara Grand im CentralWorld (mit Dachbar und Aussicht), ein Novotel am Siam Square sowie das Mercure und Holiday Inn in der Nähe von Chidlom (etwas weiter entfernt, aber zu Fuß erreichbar). Auch einige Boutique-Hotels befinden sich rund um den BTS-Bahnhof Ratchadamri (der benachbart ist, in der Nähe der Pferderennbahn/des Royal Bangkok Sports Club). Budgetreisende finden direkt in Siam weniger Hostels (Grundstücke sind teuer), aber nur einen kurzen Spaziergang oder eine BTS-Haltestelle entfernt (Nationalstadion oder Ratchathewi) gibt es einige Pensionen und Hostels.

Highlights in Siam (außer Shopping): Der Erawan-Schrein an der Ratchaprasong-Kreuzung (neben dem Grand Hyatt Erawan Hotel) ist ein berühmter Hindu-Schrein unter freiem Himmel, der stets von Gläubigen und traditionellen Tänzern belebt wird. Das bereits erwähnte Jim Thompson House (Museum des traditionellen Teakholzhauses des Seidenunternehmers) befindet sich am Ende der Soi Kasemsan 2 in der Nähe des Nationalstadions. Das BACC (Bangkok Art and Culture Centre) gegenüber dem MBK ist eine kostenlose Galerie für zeitgenössische Kunst und ein kreativer Ort, der für Kunstliebhaber einen Besuch wert ist. Und natürlich sollten Sie sich einen Film in einem der luxuriösen Kinosäle ansehen – thailändische Kinos sind modern und bieten teilweise schicke Sofas an.

Vorteile: Zentraler geht es nicht. Der BTS-Umsteigepunkt ermöglicht bequeme Anbindung. Wenn Sie die Energie der Stadt und die Nähe zum Wirtschaftszentrum lieben, werden Sie hier aufblühen.

Nachteile: Der traditionelle thailändische Charme ist kaum spürbar, da es überwiegend moderne Gebäude gibt. Es ist fast immer überfüllt. Das Nachtleben in Siam selbst ist begrenzt (andere Viertel sind jedoch schnell zu erreichen). Die Hotels hier sind eher mittel- bis gehobener Preisklasse, sodass Backpacker mit ihrem Budget eher außerhalb übernachten sollten (z. B. in Ratchathewi oder am Victory Monument und täglich).

Riverside (Chao Phraya): Luxus, Geschichte und atemberaubende Aussichten

Am Ufer des Chao Phraya treffen Bangkoks historische Wurzeln auf modernen Luxus. Viele der ältesten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen am Fluss, und in den letzten Jahrzehnten haben zahlreiche Luxushotels den malerischen Blick auf den Fluss genutzt. Wenn Sie gerne mit einem Sonnenaufgang über dem Wasser aufwachen oder mit Blick auf die von Tempeln beleuchtete Skyline speisen, ist diese Gegend genau das Richtige für Sie.

Wichtige Orte entlang des Flusses:

  • Rattanakosin/Altstadtseite: Das Gebiet in der Nähe des Großen Palastes, Wat Pho usw. liegt am Fluss, aber in unmittelbarer Nähe gibt es keine großen Hotels (das Land wird von Palästen und Ministerien beansprucht). Etwas südlich davon, entlang des Flusses, befinden sich jedoch einige Hotels wie das Praya Palazzo (Boutique, auf der Thonburi-Seite mit dem Boot erreichbar) oder das Riva Surya in der Nähe von Phra Athit. Die meisten Hotels liegen jedoch weiter flussabwärts.
  • Zwischen der Taksin-Brücke und der Krung-Thonburi-Brücke: In diesem Abschnitt befinden sich viele der legendären 5-Sterne-Hotels: Das Mandarin Oriental (legendärer, klassischer Luxus mit kolonialem Erbe), Shangri-La, Peninsula (auf der Thonburi-Seite), Millennium Hilton, Royal Orchid Sheraton, Chatrium Riverside und das neuere Four Seasons & Capella Bangkok (weiter südlich im Stadtteil Sathorn). Diese Gegend (um die BTS-Station Saphan Taksin/Sathorn Pier) ist äußerst praktisch, da Sie sowohl Zugang zum Fluss als auch zur BTS-Station haben.
  • Weiter südlich (Gebiet Rama III): Einige Neuerungen wie Asiatique The Riverfront (ein großer Nachtmarkt/Einkaufszentrum im Freien) haben mehr Besucher an den unteren Flussabschnitt gelockt und es gibt dort auch einige Hotels (wie das Anantara Riverside).
  • Thonburi-Seite: Historisch gesehen war es ruhiger, aber jetzt, mit der Eröffnung des riesigen Luxus-Einkaufszentrums ICONSIAM im Jahr 2018 und einigen neuen Hotels, ist auch das Westufer des Flusses belebt.

Wer sollte am Fluss bleiben:

  • Für alle, die einen luxuriösen oder romantischen Aufenthalt suchen. Die Flusshotels gehören in der Regel zur gehobenen Kategorie (mit Ausnahmen im mittleren Preissegment). Hochzeitsreisende lieben oft das Ambiente.
  • Wenn Sie historische Sehenswürdigkeiten (Großer Palast, Wat Arun usw.) besichtigen möchten, ist die Nähe zum Fluss praktisch, da Sie die Fähren nutzen und dem Verkehr aus dem Weg gehen können. Viele Flusshotels bieten kostenlose Shuttleboote zum Sathorn Pier (BTS) oder sogar bis zum Großen Palast an.
  • Wer Ruhe schätzt – überraschenderweise kann die Flussgegend im Vergleich zur Innenstadt ruhiger sein. Abends von einer ruhigen Terrasse aus den vorbeigleitenden Booten zuzusehen, ist ein Genuss. Durch die Brise ist es auch kühler.
  • Auch Fotografen und Familien könnten hier ihre Freude haben, da es Pools mit Aussicht usw. gibt.

Unterkunft: Wie bereits erwähnt, überwiegend Luxushotels. Es gibt aber auch einige günstigere Optionen: Ältere Mittelklassehotels wie das Ramada Plaza Menam Riverside oder das Royal Orchid Sheraton bieten möglicherweise Angebote; außerdem gibt es charmante Boutique-Hotels entlang des Flusses (wie das Siam – ein ultraluxuriöses Boutique-Hotel – oder das Sala Rattanakosin – ein kleines, schickes Hotel gegenüber dem Wat Arun, allerdings an einer belebten Touristenmeile in der Nähe von Wat Pho, sodass die Lage sowohl ein Pro als auch ein Kontra ist). Hostels gibt es nur wenige, aber ich habe einige neue Hostels rund um das Einkaufszentrum River City entdeckt.

Vorteile: Die Aussicht und das Ambiente sind unvergleichlich – das Frühstück am Fluss ist unvergesslich, und abends bieten einige Hotels Dinner-Kreuzfahrten oder kulturelle Shows an. In der Nähe von Kulturdenkmälern. Ideal zum Entspannen.

Nachteile: Normalerweise teurer; wenn Sie spät in Sukhumvit unterwegs sind, benötigen Sie möglicherweise ein Taxi, um zum Flussufer zurückzukehren (allerdings nicht zu weit). Direkt vor der Tür gibt es an manchen Abschnitten nur begrenzte Straßenimbisse (obwohl es in Teilen von Thonburi usw. lokale Märkte gibt). Wenn sich kein BTS- oder Bootsanleger in der Nähe befindet, sind Sie möglicherweise eher auf Taxis angewiesen.

Altstadt (Rattanakosin): Die historische Seele Bangkoks

Die Insel Rattanakosin (keine echte Insel, sondern durch Kanäle abgegrenzt) ist das alte Bangkok mit dem Großen Palast, Wat Pho, Wat Saket sowie zahlreichen Regierungsgebäuden und Museen. Hier tauchen Sie in das historische und kulturelle Herz der Stadt ein.

Atmosphäre: Tagsüber wimmelt es hier von Touristen in den Tempeln, Schulkindern auf Exkursionen und Beamten in den Ministerien. Nachts wird es relativ ruhig – abgesehen von einigen Ecken wie der Phra Athit Road oder den Ausgehstraßen des nahegelegenen Banglamphu. Das Viertel hat seine alte Architektur bewahrt: alte Geschäftshäuser, baumgesäumte Boulevards und keine Wolkenkratzer (die Gebäudehöhe ist in der Nähe des Palastes begrenzt).

Wer sollte bleiben: Kulturinteressierte Reisende, Geschichtsinteressierte und Fotografen, die historische Architektur und Tempel im Morgengrauen lieben. Auch preisbewusste Reisende schätzen die Lage wegen der Khao San Road (die sich genau genommen in Banglamphu, neben Rattanakosin, befindet). Wenn Sie nur wenig Zeit haben und die großen Tempel besichtigen und vielleicht einen kurzen Tagesausflug nach Ayutthaya oder zu den schwimmenden Märkten unternehmen möchten, können Sie sich von hier aus die Anreise zu diesen Orten sparen.

Unterkunft: In der Altstadt gibt es hauptsächlich Pensionen der mittleren bis mittleren Preisklasse und einige Boutique-Hotels. Es gibt kaum große Ketten (die liegen meist auf der anderen Flussseite oder in der Innenstadt). Man findet idyllisch renovierte Villen, die zu Gasthäusern umgebaut wurden. Die Preise liegen bei vergleichbarer Qualität meist unter denen in Sukhumvit/Silom. Bemerkenswerte Orte: Riva Surya (Boutique am Flussufer), Sala Rattanakosin (Boutique gegenüber Wat Arun), Buddy Lodge (in Khaosan, Mittelklasse mit Pool), Dang Derm oder D&D Inn (beliebte Budget-Unterkunft in Khaosan), Villa Phra Sumen (charmantes kleines Hotel in der Nähe der Festung) usw. Es gibt sogar ein Luxusjuwel, The Siam in der Nähe von Dusit – ultraexklusiv.

Highlights in der Nähe: Großer Palast & Wat Phra Kaew (natürlich), Wat Pho (liegender Buddha, Massageschule), Wat Arun (auf der anderen Seite des Flusses), Nationalmuseum, Wat Bowonniwet (wichtiger Tempel in Banglamphu), Loha Prasat / Wat Ratchanatdaram (Metallburg), Golden Mount (Aufstieg für eine tolle Aussicht), Khao San Road und Soi Rambuttri für Backpacker-Nachtleben und Streetfood. Die Expressboote des Chao Phraya River bringen Sie von hier aus auch hin und zurück (Tha Chang, Tha Maharaj usw. haben alle Haltestellen).

Vorteile: Viele Sehenswürdigkeiten, zu denen andere pendeln müssen, können Sie zu Fuß erreichen. Hier herrscht ein authentisches Gefühl von Heimat und dem Charme des alten Bangkok – von Mönchen auf Almosenrunden am Morgen bis hin zu zeremoniellen Anlässen. Die Atmosphäre ist etwas entspannter (abgesehen von den Touristenmassen zwischen 10 und 16 Uhr) – hier gibt es keine Wolkenkratzer und Betonwüsten. Tagsüber gibt es viele Märkte und günstige Restaurants (probieren Sie Thip Samai für das berühmte Pad Thai oder den Nang Loeng Markt zum Mittagessen).

Nachteile: Nachts kann der Transport etwas schwieriger sein – derzeit gibt es keine BTS/MRT-Linie, die bis ins Herz der Altstadt fährt (die blaue MRT-Linie hat jedoch jetzt die Station Sanam Chai beim Museum Siam, was hilfreich ist). Um ins Nachtleben von Sukhumvit oder in die Einkaufszentren zu gelangen, sind Sie auf Taxis/Tuk-Tuks angewiesen. Wie bereits erwähnt, wird es nachts in vielen Gegenden ruhig (manche empfinden es als zu gedämpft oder sogar etwas dunkel). Auch die Unterkünfte sind möglicherweise nicht so modern eingerichtet; selbst gute Pensionen können aufgrund älterer Gebäude einige Besonderheiten aufweisen.

Khao San Road und Banglamphu: Das Paradies für Rucksacktouristen

Die Khao San Road ist ein legendärer Ort für Backpacker – eine kurze Straße, die seit Jahrzehnten das Backpacker-Ghetto Bangkoks (und wohl ganz Südostasiens) ist. Sie liegt im Stadtteil Banglamphu der Altstadt von Bangkok, nördlich des Großen Palastes. Banglamphu selbst ist ein größeres Viertel mit lokalen Märkten, Tempeln und dem Fluss Chao Phraya auf der einen Seite.

Atmosphäre:

  • Khao San Straße – Tagsüber relativ ruhig mit Souvenirläden, Reisebüros und ein paar Tagesbars. Nachts verwandelt es sich in eine Partyzone: laute Musik, Neonreklamen, Straßenbars, die Cocktails in Eimern verkaufen, junge Reisende aus aller Welt tummeln sich, tanzen, kaufen Hosen mit Elefantenprint, lassen sich Dreadlocks oder Henna-Tattoos machen usw. Es ist lebendig, chaotisch und manchmal chaotisch. Betrachten Sie es als Übergangsritus für Rucksacktouristen – ob Sie es lieben oder hassen, es ist einzigartig. Die nahegelegene, parallel verlaufende Soi Rambuttri bietet eine etwas entspanntere Atmosphäre (eher entspannte Bars und Restaurants unter Banyanbäumen).
  • Banglamphu – Jenseits von Khao San ist die Gegend ein charmantes Viertel. Tagsüber wimmelt es auf dem Banglamphu-Markt und in der Samsen Road von Straßenständen, Ständen mit preiswerter Kleidung und dem alltäglichen Bangkok-Leben. Es gibt auch eine Reihe von Tempeln wie Wat Bowonniwet (wo einige thailändische Könige zu Mönchen ordiniert wurden), die ein historisches Flair vermitteln.

Wer sollte bleiben: Budgetreisende, Rucksacktouristen, Alleinreisende, die andere kennenlernen möchten, alle, die in der Nähe der Touristenattraktionen, aber dennoch in einem sehr ungezwungenen Ambiente sein möchten. Wenn Nachtleben für Sie billiges Bier mit Mitreisenden und Tanzen auf der Straße statt gehobener Clubs bedeutet, sind Sie hier genau richtig. Immer mehr Flashpacker (mit etwas mehr Budget) übernachten auch hier, da in der Umgebung schönere Boutique-Hotels eröffnet haben (um diejenigen anzusprechen, die Khao San-Nostalgie verspüren, aber eine private Warmwasserdusche wünschen!).

Unterkunft: Alles von Betten im Schlafsaal für 5 $ bis zu 3-Sterne-Hotels unter 50 $. In dieser Gegend gibt es viele Hostels und einfache Pensionen. Einige gehobenere Optionen in der Umgebung wie das Nouvo City Hotel oder die Villa Cha-Cha bieten Komfort der mittleren Preisklasse. Im Großen und Ganzen müssen Sie jedoch mit einfachen Unterkünften rechnen (Zimmer mit Ventilator oder Klimaanlage, aber minimalem Service). Einige alteingesessene Unterkünfte: Mad Monkey Hostel (Party-Hostel), NapPark Hostel (gesellig, sauber), Viengtai (ibis Styles) – ein altes, renoviertes Hotel. Hinweis: Lärm kann ein Problem sein, wenn Sie in Khao San oder Rambuttri übernachten – so mancher Reisende hat sich über dröhnende Musik bis 3 Uhr morgens beschwert. Wenn Sie schlafen möchten, suchen Sie sich eine Unterkunft in einer ruhigeren Seitenstraße oder eine, die für ihre Schallisolierung bekannt ist (einige neue Hostels werben mit Schallisolierung usw.). Alternativ gibt es in der Phra Athit Road in der Nähe des Flusses einige ruhigere Pensionen und sie ist nur 5–10 Gehminuten vom Geschehen entfernt.

Highlights: Abgesehen von der Partyszene liegt Khao San in der Nähe des Phra Athit Piers (für Flussboote), nur einen kurzen Spaziergang vom Großen Palast entfernt (ca. 20 Minuten zu Fuß oder mit einer kurzen Tuk-Tuk-Fahrt) und in der Nähe der Nationalgalerie und des Phra Sumen Forts am Fluss. Hervorragendes Streetfood findet man auf der nahegelegenen Chakrabongse Road und rund um den Banglamphu-Markt (am frühen Abend gibt es dort Stände, die alles von Satay bis Curry verkaufen). Es ist auch ein Zentrum für Reisebüros: Wenn Sie Busse, Visa oder Bahntickets buchen möchten, finden Sie viele günstige Optionen (die Qualität variiert allerdings).

Vorteile: Günstige Unterkunft und Verpflegung; sehr gesellige Atmosphäre (man lernt leicht andere Reisende kennen); zahlreiche Reiseeinrichtungen (Wäscherei, Internetcafés, Massagesalons usw. – alles speziell für Rucksacktouristen). Die Nähe zu historischen Sehenswürdigkeiten ist angenehm.

Nachteile: Nicht repräsentativ für die „authentische“ thailändische Kultur – es ist in vielerlei Hinsicht eine Touristenblase. Kann überwältigend oder irritierend sein, wenn man keine Lust auf Massen junger Partygänger, Anzugverkäufer oder Tischtennisshows hat. Die Ausstattung (wie Toiletten usw.) kann in den billigsten Unterkünften recht dürftig sein. Es gibt auch keinen direkten öffentlichen Nahverkehr – man muss Boote, Busse oder Taxis nutzen, um zu anderen Orten zu gelangen.

Chinatown (Yaowarat): Eine lebendige und historische Enklave

Bangkoks Chinatown, das sich um die Yaowarat Road erstreckt, ist eines der ältesten und stimmungsvollsten Viertel der Stadt. Es ist ein geschäftiges Labyrinth aus Marktgassen, Goldgeschäften, Straßenimbissen und chinesischen Tempeln. Ein Aufenthalt hier bietet Ihnen die Möglichkeit, eine einzigartige Seite Bangkoks mit einer Mischung aus thailändisch-chinesischer Kultur kennenzulernen.

Atmosphäre:

  • Tagsüber wimmelt es in den Yaowarat und Charoen Krung Straßen von Großhandelsgeschäften (Textilien, Autoteile, Kräuter, Schmuck). Enge Gassen wie die Sampeng Lane sind vollgestopft mit Käufern, die billige Waren in großen Mengen kaufen. In manchen Gegenden wie Yaowarats Soi Wanit (dem chinesischen Medizinviertel) liegt der Duft von Gewürzen und traditioneller Medizin in der Luft. Es ist chaotisch, bunt und mit Schildern auf Chinesisch und Thailändisch.
  • Nachts verwandelt sich die Yaowarat Road in eine der berühmtesten Straßen Bangkoks. Leuchtreklamen leuchten in chinesischen Schriftzeichen, und auf den Bürgersteigen tummeln sich Händler, die Haifischflossensuppe, Dim Sum, Meeresfrüchte, geröstete Kastanien und vieles mehr verkaufen. Einheimische und Touristen strömen gleichermaßen hierher, um in legendären Restaurants wie Lek & Rut Seafood oder T&K Seafood zu essen oder Nudeln von den Ständen am Straßenrand zu schlürfen. Ein wahres Paradies für Feinschmecker, die chinesische und thailändische Straßengerichte mögen.
  • In Chinatown verbergen sich auch kulturelle Juwelen: alte Schreine, das Odeon Circle-Tor, ein historisches Opernhaus (Sala Chalermkrung) und Talat Noi – ein Stadtteil am Fluss, der für seine skurrile Straßenkunst und seine Schrottplätze für Autoteile bekannt ist.

Wer sollte bleiben: Abenteuerlustige Reisende, die das Straßenleben genießen und nichts gegen etwas Raues haben. Feinschmecker auf jeden Fall. Auch wenn Sie ein authentischeres Stadterlebnis abseits der Touristenzentren suchen. Chinatown ist in vielerlei Hinsicht noch sehr lokal geprägt (obwohl es aufgrund seines kulinarischen Rufs in letzter Zeit bei immer mehr Touristen beliebter wird). Fotografen finden in den belebten Straßen endlose Inspiration. Die neue MRT-Linie (Station Wat Mangkon) ist jetzt auch angebunden, was es einfacher macht, hier zu übernachten und sich fortzubewegen.

Unterkunft: Historisch gesehen gab es in Chinatown neben einigen chinesischen Gasthäusern nur wenige Hotels. Doch das ändert sich: Es gibt mittlerweile eine Handvoll Boutique-Hotels in renovierten Geschäftshäusern (z. B. Shanghai Mansion – ein Boutique-Hotel im Shanghai-Stil der 1930er Jahre in Yaowarat; Baan 2459 – ein charmantes Gästehaus in einem restaurierten Haus). Es gibt auch einfache Budget-Hotels und Hostels, die sich an diejenigen richten, denen Khao San zu laut war. Die Preise sind moderat – günstiger als am Flussufer, vielleicht ähnlich oder etwas niedriger als in Sukhumvit.

Eine einzigartige Option: Hua Lamphong am Rande von Chinatown, in der Nähe des alten Hauptbahnhofs (der 2021 für Fernzüge geschlossen wurde, aber teilweise noch ein Pendlerknotenpunkt ist). Im alten Bahnhofshotelgebäude befindet sich beispielsweise ein interessantes neues Hostel/Hotel im Art-déco-Stil.

Highlights in Chinatown: Straßenessen (ein absolutes Highlight Bangkoks) – gegrilltes Schweinefleisch-Satay, Austernomeletts, Guay Jub (pfeffrige Reisnudelsuppe) in Nai Ek, Mango-Klebreis – die Liste ist endlos. Auch Tempel: Wat Traimit am Ende von Yaowarat beherbergt den Goldenen Buddha (eine 5,5 Tonnen schwere Statue aus massivem Gold). Der Wat Mangkon Kamalawat ist ein bedeutender chinesischer buddhistischer Tempel, der während Festen wie dem chinesischen Neujahrsfest brechend voll ist. Für Shoppingbegeisterte ist das Angebot in der Sampeng Lane oder auf dem Thieves Market (Antiquitäten) überwältigend. Ebenfalls in der Nähe liegt Pak Khlong Talat (der Blumenmarkt, etwas südlich von Chinatown), falls Sie sehen möchten, woher Bangkoks Blumen kommen.

Vorteile: Intensives kulturelles Flair, fantastisches Essen direkt vor der Haustür, zentral gelegen (nicht weit vom Fluss oder der Altstadt – der Große Palast ist sogar in 20–30 Minuten zu Fuß oder mit dem Taxi erreichbar). Mit der MRT erreicht man jetzt bequem andere Stadtteile (Chinatown – Silom in zwei Haltestellen, Sukhumvit in fünf bis sechs Haltestellen). Generell günstigeres Essen und Einkaufen.

Nachteile: Es kann laut, überfüllt und etwas verwirrend sein (für das Labyrinth der Sois ist eine Karte oder ein GPS erforderlich). Das Viertel ist älter, daher können Gehwege beschädigt oder schmal sein. Es ist nicht so komfortabel oder gepflegt; Englische Beschilderung und die Sprache der Einheimischen sind hier weniger verbreitet (die meisten sprechen Thai oder Chinesisch). Die Auswahl an Unterkünften ist im Vergleich zu anderen Vierteln noch begrenzt, verbessert sich aber.

Pratunam: Das Großhandelsviertel für Mode und Einkaufsparadies

Pratunam ist ein geschäftiges Geschäftsviertel in der Innenstadt von Bangkok, bekannt für seine Modegroßmärkte und Straßenmärkte. Es liegt ungefähr an der Kreuzung von Phetchaburi Road und Ratchaprarop Road, nicht weit östlich von Siam. Wenn Sie gerne Kleidung und Accessoires kaufen oder einfach nur eine lebhafte, etwas chaotische Marktatmosphäre direkt vor Ihrer Tür erleben möchten, ist Pratunam der richtige Ort.

Atmosphäre:

  • Stellen Sie sich überfüllte Gassen voller Kleidung vor – Kleiderständer über Kleiderständer, Schaufensterpuppen, die die neueste (manchmal knallige) Mode präsentieren, Händler, die mit Schnäppchen werben, und Käufer, die Rollgepäck mit Waren (oft Einzelhändler aus anderen Provinzen oder Ländern, die in großen Mengen einkaufen) hinter sich herziehen. Der wichtigste Treffpunkt ist der Pratunam-Markt selbst (rund um die alte Pratunam-Kreuzung erstreckt er sich in ein Labyrinth aus Innen- und Außenräumen).
  • Über dieses organisierte Chaos wacht der Baiyoke Tower II, eines der höchsten Gebäude Bangkoks mit einer rotierenden Dachterrasse und vielen Großhandelsgeschäften im Inneren.
  • Es gibt auch besser organisierte, klimatisierte Mode-Einkaufszentren wie die Platinum Fashion Mall – eine Art mehrstöckiger Indoor-Markt mit Hunderten von kleinen Ständen, an denen Kleidung verkauft wird, oft zu Großhandelspreisen, wenn Sie drei oder mehr Teile kaufen.
  • Die Atmosphäre ist energisch, etwas düster und stark kommerziell. Es ist nicht unbedingt entspannend, aber aufregend für Schnäppchenjäger. Abends gibt es Straßenimbisse und einige Nachteinkäufe auf den Bürgersteigen, obwohl es später ruhiger wird.

Wer sollte bleiben: Shoppingbegeisterte mit kleinem Budget – insbesondere für Kleidung und Accessoires. Auch Reisende, die einen kurzen Zwischenstopp zum Shoppen einlegen, könnten Pratunam aufgrund der günstigen Hotels und der Nähe zu den Einkaufszentren wählen. Die günstige Lage ermöglicht zudem die Anbindung an den Ratchaprarop Airport Rail Link (direkter Zug zum Flughafen Suvarnabhumi) und macht Pratunam zu einem idealen Ausgangspunkt für alle, die eine schnelle Flughafenverbindung benötigen. Reisende aus Indien schätzen Pratunam aufgrund der vielen indischen Restaurants und Schneidereien (Südasien ist in der Region stark vertreten).

Unterkunft: Pratunam bietet zahlreiche Budget- und Mittelklassehotels. Viele bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie zwar nicht das Prestige einer Lage am Flussufer oder in Sukhumvit genießen, dafür aber komfortable Unterkünfte zu einem niedrigeren Preis bieten. Einige bekannte Hotels: Amari Watergate (4 Sterne gegenüber der Platinum Mall), Centara Watergate Pavillion, Baiyoke Sky Hotel (wenn Sie im ikonischen hohen Turm übernachten möchten – 3-Sterne-Zimmer mit fantastischer Aussicht), Berkeley Hotel (großes, neueres 4-Sterne-Hotel) und unzählige Gästehäuser in den kleineren Sois. Hier bekommt man oft ein gutes 3- bis 4-Sterne-Hotel günstiger als ein vergleichbares in Sukhumvit/Silom.

Highlights: Natürlich das Einkaufen – abgesehen vom Platinum und Pratunam Markt sind Sie in Gehweite zu CentralWorld und Big C Supercenter auf der Ratchadamri Road und etwa 15 Gehminuten vom Siam Paragon entfernt. Auch der Erawan-Schrein und andere Schreine nahe der Ratchaprasong-Kreuzung sind nicht weit entfernt. Was das Essen angeht, gibt es lokale Straßenimbisse (berühmt für thailändischen Milchtee, Wan Tan-Nudeln usw.) sowie das Panthip Plaza, falls Sie sich für Elektronik interessieren (obwohl es mittlerweile weniger dominant ist, aber noch immer ein bekannter Ort für Gadgets). Das Einkaufszentrum Indra Square ist älter, bietet aber mehr günstige Einkaufsmöglichkeiten. Am frühen Morgen ist die Pratunam-Kreuzung faszinierend, da der Großmarkt dann Spitzenzeiten hat (etwa von 5 bis 7 Uhr, die Händler verkaufen Unmengen, ein ziemlicher Anblick, wenn Sie wach sind).

Vorteile: Shoppen Sie bis zum Umfallen, ohne ein Transportmittel zu benötigen. Hotels sind hier oft günstiger. Ziemlich zentral gelegen – Sie können zu Fuß oder mit dem Taxi nach Siam gehen oder ein Kanalboot vom Pratunam Pier nehmen (um zum Beispiel in die Altstadt zu gelangen).

Nachteile: Der Verkehr in Pratunam ist notorisch schlecht (die Kreuzung ist oft verstopft). Überfüllte Bürgersteige können mit Waren und Menschen beschwerlich sein. Das Ambiente ist weder besonders malerisch noch luxuriös (viel Beton, laut). Auch das Nachtleben ist minimal (abgesehen von einigen Dachbars wie Baiyoke gibt es kaum Clubs oder Ähnliches; dafür würde man in andere Gegenden gehen).

Ari: Das angesagte und aufstrebende Viertel

Ari (oft Aree geschrieben) ist ein Stadtteil etwas nördlich der wichtigsten Touristengebiete und bekannt als trendiges Wohnviertel mit baumgesäumten Straßen, hübschen Cafés und einer florierenden Szene kreativer Restaurants. Es liegt an der BTS-Linie Sukhumvit (in der Nähe der Stationen Ari und Sanam Pao, nur wenige Haltestellen nördlich des Siegesdenkmals).

Atmosphäre:

  • Ari ist im Vergleich zur Innenstadt ein relativ ruhiges Wohnviertel – niedrige Häuser, einige gehobene Eigentumswohnungen und eine Mischung aus älteren Bewohnern. Es ist zu einem beliebten Wohnviertel für junge Berufstätige und gut informierte Expats in Bangkok geworden, die das lokale Flair und die Lifestyle-Angebote genießen.
  • Cafékultur wird in Ari großgeschrieben: Hier finden Sie instagramtaugliche Cafés, Brunch-Lokale und Eisdielen in den Sois. Außerdem gibt es viele Boutique-Restaurants – von authentischen Thai-Nudel-Läden bis hin zu Fusion-Bistros. Besonders die Gegend um Soi Ari 1, 2 und 3 ist davon übersät.
  • Das Nachtleben ist eher ruhig: Es gibt eine Handvoll Bars (z. B. Craft-Beer-Bars, Weinbars und einige Pubs mit Live-Musik). Es ist eher ein Ort zum Entspannen als zum Feiern.
  • Da es in Ari keine Touristenattraktionen gibt, fühlt es sich bei einem Aufenthalt hier so an, als ob man vorübergehend ein Einwohner Bangkoks wäre und nicht nur ein Besucher.

Wer sollte bleiben: Wiederkehrende Besucher, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bereits besichtigt haben und das lokale Stadtleben kennenlernen möchten. Digitale Nomaden oder Langzeitbesucher schätzen oft die entspanntere Atmosphäre und das Gemeinschaftsgefühl. Ari ist außerdem eine praktische Lage, wenn Sie geschäftlich mit thailändischen Behörden zu tun haben, da viele nicht weit entfernt sind (wie z. B. die Einwanderungsbehörde, die mittlerweile allerdings weiter entfernt ist). Wenn Sie kleine Boutique-Hotels oder Airbnb-Apartments großen Hotelketten vorziehen, bietet Ari Ihnen die passende Unterkunft.

Unterkunft: Es gibt nicht viele Hotels (da es nicht touristisch ist), aber mit der wachsenden Popularität von Ari haben einige Boutique-Pensionen und neue kleine Hotels eröffnet. Beispielsweise genießt das Yard Hostel (ein umweltfreundliches, geselliges Hostel) einen guten Ruf. Das Josh Hotel ist ein neues Boutique-Hotel mit Retro-Dekor und Pool. Airbnb ist hier recht aktiv – die Anmietung einer Wohnung für einen Kurzaufenthalt ist üblich (prüfen Sie einfach die thailändischen gesetzlichen Beschränkungen für Kurzzeitaufenthalte, aber viele bieten diese noch an). Die Preise sind moderat.

Highlights in der Nähe: Nicht viele Touristen, aber dennoch einige: Der Chatuchak-Wochenendmarkt ist nur zwei BTS-Stationen entfernt (Ari nach Mo Chit) und eignet sich hervorragend für einen Wochenend-Shoppingbummel. Das Victory Monument (eine Station entfernt) ist ein lokaler Verkehrsknotenpunkt mit eigener Nachtgastronomie und Marktständen. Auch der Dusit-Zoo (der alte Zoo ist geschlossen, ein neuer befindet sich im Bau) und die Vimanmek-Villa sind nur eine kurze Taxifahrt entfernt.

In Ari selbst sind die Hauptattraktionen die Restaurants: wie Salt (populäres Restaurant/Bar), Porcupine Café, Landhaus Bakery (für deutsches Brot) und jede Menge thailändischer Straßenstände auf dem Markt von Ari Soi 1 (besonders abends gibt es viel Straßenessen entlang der Straße in der Nähe des BTS).

Vorteile: Ruhige Nächte, stilvolle Treffpunkte und eine zentrale Lage (nur 3-4 BTS-Stationen nach Siam, ca. 10 Minuten). Eine Mischung aus lokaler und kosmopolitischer Kultur, ohne Touristenfallen zu sein.

Nachteile: Sehenswürdigkeiten sind nicht zu Fuß erreichbar, daher nutzen Sie für die meisten Besichtigungen BTS oder Taxis. Wenn Sie Nachtleben und Action direkt vor der Haustür suchen, ist diese Gegend möglicherweise zu verschlafen. Die Hotelauswahl ist begrenzt, wenn Sie große Full-Service-Hotels bevorzugen (Sie müssten in der Nähe von Victory Mon übernachten oder in die Innenstadt zurückkehren).


Bangkoks Vielfalt bietet für jeden Geschmack etwas. Manche Reisende teilen ihren Aufenthalt sogar auf verschiedene Gebiete auf – z. B. ein paar Nächte am Fluss für Luxus und Tempel, dann ein paar Nächte in Sukhumvit oder Siam zum Shoppen und für das moderne Stadtleben, und vielleicht zum Abschluss noch ein Aufenthalt in Khao San für Backpacker-Flair (oder umgekehrt). Dank der guten Verkehrsanbindung der Stadt sind die übrigen Gebiete meist tagsüber oder nachts erreichbar, selbst wenn Sie in einem Gebiet übernachten. Überlegen Sie, welche Prioritäten Sie haben (Tempel? Nachtleben? Shopping? Lokales Flair? Budget?) und wählen Sie entsprechend. Und denken Sie daran: Bangkoks berüchtigter Verkehr kann einen Unterschied machen – die Nähe zu einer BTS/MRT-Station ist ein großer Vorteil, um sich effizient fortzubewegen, es sei denn, Sie geben sich mit einem Ort zufrieden. Wo auch immer Sie sich niederlassen, Sie werden die unglaubliche Vielfalt Bangkoks erleben.