Sicherheit, Betrug und Etikette: Ein versierter Reiseführer für Bangkok
Bangkok ist im Allgemeinen eine sichere und einladende Stadt für Touristen, doch wie jedes größere Reiseziel gibt es auch hier Betrügereien und kulturelle Gepflogenheiten, derer sich Besucher bewusst sein sollten. Indem Sie informiert und aufmerksam bleiben, können Sie Fallstricke leicht vermeiden und eine reibungslose Reise genießen. Dieser Abschnitt bietet praktische Tipps zu Sicherheit, häufigen Betrügereien, respektvollem Verhalten und Gesundheitsvorkehrungen.
Ist Bangkok sicher für Touristen? Eine realistische Einschätzung
Allgemeine Sicherheit: Ja, Bangkok ist für Touristen weitgehend sicher. Gewaltverbrechen gegen Ausländer sind sehr selten. Die Stadt ist fast rund um die Uhr belebt, und man befindet sich oft in Menschenmengen, was beruhigend sein kann. Kleindiebstahl kommt zwar vor, ist aber im Vergleich zu vielen anderen Großstädten nicht so weit verbreitet. Dennoch ist es ratsam, an überfüllten Orten Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (z. B. die Tasche geschlossen zu halten und vor sich zu tragen, insbesondere auf Märkten oder im Skytrain während der Hauptverkehrszeit).
Tipps zur persönlichen Sicherheit:
- Vermeiden Sie nachts abgelegene Gebiete: Bleiben Sie nach Einbruch der Dunkelheit in gut beleuchteten, belebten Straßen. In manchen kleinen Sois kann es spät in der Nacht sehr ruhig werden.
- Transportsicherheit: Nutzen Sie spät abends nur registrierte Taxis oder Mitfahr-Apps und nicht etwa zufällige Motorradtaxis. Bangkoks Taxis sind mit Taxametern ausgestattet und insgesamt sicher. Achten Sie jedoch darauf, dass der Fahrer das Taxameter benutzt und eine Hoteladressenkarte dabeihat, um Verwirrung zu vermeiden. Die BTS/MRT sind extrem sicher und verfügen über Sicherheitspersonal.
- Betrug statt Verbrechen: Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Betrugs zu werden (jemand versucht, Sie um Geld zu übervorteilen oder zu täuschen), ist deutlich höher als die eines Überfalls oder Angriffs. Im Folgenden werden häufige Betrugsfälle detailliert beschrieben.
- Alleinreisende Frauen: Bangkok ist für alleinreisende Frauen im Allgemeinen angenehm. Viele Frauen nutzen öffentliche Verkehrsmittel, besuchen Nachtmärkte und gehen problemlos alleine essen. Ein allgemeiner Ratschlag: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Getränke von Fremden annehmen oder spät abends allein jemanden zu Hause oder an einem unbekannten Ort besuchen. Es gibt Schlafsäle und Abteile nur für Frauen in Zügen, falls gewünscht. Anzügliche Bemerkungen sind nicht üblich, freundliche Neugier kann jedoch vorkommen. Kleiderordnung: Shorts usw. sind grundsätzlich erlaubt, aber dezentere Kleidung kann zusätzliche Aufmerksamkeit vermeiden, insbesondere in Tempeln oder ländlichen Gebieten.
- Verkehr: Das wohl größte Risiko in Bangkok ist der Verkehr und das Überqueren von Straßen. Schauen Sie immer in beide Richtungen (Motorräder können auf Einbahnstraßen sogar entgegenkommen). Benutzen Sie nach Möglichkeit Überführungen oder Fußgängerüberwege mit Ampel. Versuchen Sie in Seitenstraßen ohne Ampel, die Straße mit Einheimischen als menschlichem Schutzschild zu überqueren, oder suchen Sie Blickkontakt mit den Autofahrern und überqueren Sie die Straße vorsichtig.
- Verschmutzung und Hitze: Dies sind Umweltprobleme. Bangkok kann insbesondere von Februar bis April eine hohe Luftverschmutzung (Smog) aufweisen. An besonders schlechten Tagen sollten Sie körperliche Anstrengungen im Freien einschränken oder eine Maske tragen (viele Einheimische tun dies). Hitze und Feuchtigkeit können zu Dehydration oder Hitzschlag führen. Sorgen Sie daher für ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ruhen Sie sich bei Überhitzung in einer klimatisierten Umgebung aus.
- Notfälle: Wichtige Nummern: Touristenpolizei (1155, englischsprachig), allgemeine Notrufnummer (191 für Polizei, 1669 für medizinische Versorgung). Große Krankenhäuser wie Bumrungrad und BNH verfügen bei Bedarf über internationale Standards.
Generell gilt: Seien Sie vernünftig: Bewahren Sie Ihre Wertsachen sicher auf (denken Sie an Hotelsafes für Ihren Reisepass oder nehmen Sie eine Fotokopie mit und lassen Sie das Original verschlossen, sofern Sie es nicht brauchen), laufen Sie nicht betrunken in unbekannten Gegenden herum, und Sie werden Bangkok in Bezug auf die persönliche Sicherheit wahrscheinlich sicherer finden als viele westliche Großstädte.
Ist Bangkok für alleinreisende Frauen sicher?
Um dies zu erweitern: Viele alleinreisende Frauen berichten, dass sie sich in Thailand, einschließlich Bangkok, sicher oder zumindest allein zurechtfinden. Das Konzept der thailändischen Kultur von kreng jai (Rücksichtnahme, sich anderen nicht aufzudrängen) und ein allgemein respektvolles Verhalten führen dazu, dass Frauen normalerweise nicht offen belästigt werden. Thailändische Männer scheuen sich möglicherweise, Ausländer direkt anzusprechen.
Spezifische Tipps:
- Wenn Sie spät in Clubs gehen, bleiben Sie in bekannten Gegenden (die touristenfreundlichen Clubs in Sukhumvit Soi 11 oder die Expat-Bars in Silom usw.). Wenn Sie sich unwohl fühlen, können Sie sich jederzeit an das Personal oder den Sicherheitsdienst wenden; diese sind in der Regel hilfsbereit. Es gibt auch viele frauenfreundliche oder von Expats geführte Bars in Bangkok (z. B. Hidden Agenda in Ari usw.).
- Transport: Wenn ich alleine bin, benutze ich für späte Fahrten lieber Grab oder ein gekennzeichnetes Taxi, anstatt auf einer verlassenen Straße einfach eins anzuhalten. Setz dich auf den Rücksitz. Wenn du dir Sorgen machst, kannst du dir das Nummernschild des Taxis merken oder die Fahrgemeinschaftsfunktion von Grab mit einem Freund nutzen.
- Kleiden Sie sich so, wie Sie sich wohlfühlen; Sie müssen sich nicht von Kopf bis Fuß bedecken (außer in Tempeln, wo dies vorgeschrieben ist). Die Mode junger Frauen in Bangkok ist tatsächlich recht trendig und manchmal freizügig (Shorts, bauchfreie Tops usw.). Achten Sie jedoch darauf, sich bei Besuchen von Behörden oder Tempeln angemessen zu bedecken. Abends zieht moderate Kleidung möglicherweise weniger unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich, in Touristenzonen ist jedoch alles erlaubt.
- Viele Hostels und Hotels bieten Schlafsäle oder Etagen nur für Frauen an, falls du diesen zusätzlichen Komfort bevorzugst. Es gibt auch Touren oder Kochkurse speziell für Frauen, bei denen du andere Frauen kennenlernen kannst.
- An Straßenständen und in gemütlichen Lokalen kann man problemlos alleine essen; viele Einheimische tun das auch. Man wird vielleicht neugierig gefragt, wie „Woher kommst du?“, aber in der Regel ist man freundlich. Thailänder loben einen oft dafür, dass man alleine reist („Keng mak!“ – so mutig/geschickt).
- Wenn ein thailändischer Mann oder jemand anderes Sie unwohl fühlen lässt, ist ein bestimmtes „Mai ow, ka“ (Ich möchte diese Aufmerksamkeit nicht) oder einfach selbstbewusst wegzugehen akzeptabel. Die thailändische Kultur neigt dazu, Konfrontationen zu vermeiden, daher beendet es die Situation meist, sich einfach zu entschuldigen und zu gehen.
Häufige Betrügereien in Bangkok und wie man sie vermeidet
Die Betrügereien in Bangkok sind gut dokumentiert und halten sich hartnäckig, da sie auch ahnungslose Touristen in die Falle locken. Vorsicht ist die beste Verteidigung. Hier sind die größten Betrüger:
- Betrugsmasche „Der Grand Palace ist geschlossen“: Wenn Sie sich dem Großen Palast oder Wat Pho nähern, sagt Ihnen vielleicht ein freundlicher Fremder oder sogar jemand mit offiziellem Auftreten: „Heute ist Feiertag, der Palast ist heute Morgen geschlossen“ und schlägt Ihnen dann eine günstige Tuk-Tuk-Tour woanders vor. Wenn Sie zustimmen, bringt Sie das Tuk-Tuk zu einer Reihe von Juweliergeschäften, Souvenirläden und vielleicht auch zu einem beliebigen Tempel (der sowieso kostenlos ist), wo die Fahrer eine Provision erhalten. Wirklichkeit: Der Große Palast ist täglich von 8:30 bis 15:30 Uhr geöffnet, außer bei seltenen Sonderveranstaltungen. Wäre er geschlossen, stünde das Schild am Eingang, nicht draußen auf der Straße. Ignorieren Sie daher bitte die Leute, die Ihnen etwas anbieten. Gehen Sie direkt zum Eingang. Auch wenn Ihnen ein Tuk-Tuk eine 20-Baht-Tour zu „anderen Tempeln“ anbietet, lehnen Sie ab – das ist ein typisches Angebot. Seriöse Tuk-Tuk-Fahrer oder Taxifahrer werden Sie nicht von selbst mit solchen Angeboten ansprechen.
- Edelstein-/Schmuckbetrug: Dies ist oft die Folge von oben oder Ähnlichem. Touristen werden mit Versprechen von hohen Rabatten, „staatlichen Aktionen, letztem Tag“ usw. in ein Juweliergeschäft gelockt. Sie drängen einen dazu, Schmuck oder Edelsteine zu hohen Preisen zu kaufen, mit der Behauptung, man könne sie zu Hause mit Gewinn weiterverkaufen. In Wahrheit sind die Steine überteuert und nicht investitionswürdig. Meiden Sie Juweliergeschäfte, die Ihnen von Fremden oder Fahrern empfohlen werden. Wenn Sie wirklich Schmuck suchen, wenden Sie sich an seriöse Juweliere (mit Zertifikaten und klaren Rückgabebedingungen). Thailand hat zwar gute Edelsteine, aber als Gelegenheitstourist verfügen Sie wahrscheinlich nicht über das nötige Fachwissen. Seien Sie daher bei solch teuren Käufen sehr vorsichtig.
- Schneider-Betrug: Nicht ganz so bösartig, aber viele Anzugschneider beschäftigen auf der Straße (vor allem rund um Nana/Sukhumvit und in der Nähe des Großen Palastes) Schlepper, um Touristen mit billigen Maßanzügen anzulocken („Armani-Anzüge, guter Preis für Sie, mein Freund!“). Manche Schneider sind gut, andere machen Schnellarbeit mit minderwertigen Stoffen und Nähten und liefern sie erst nach Ihrer Abreise, sodass Sie sie nicht mehr anpassen können. Wenn Sie Anzüge suchen, suchen Sie sich einen guten Schneider (es gibt viele mit gutem Ruf) und rechnen Sie mit 3-4 Tagen für mehrere Anproben. Kaufen Sie nicht spontan bei Schleppern.
- Überhöhte Tuk-Tuk-Gebühren oder unerwünschte Stopps: Manche Tuk-Tuk-Fahrer, insbesondere in der Nähe von Sehenswürdigkeiten, bieten zwar einen günstigen Fahrpreis an, bestehen dann aber darauf, an einem Geschäft anzuhalten: „Nur 5 Minuten, schau mal, ich bekomme einen Tankgutschein.“ Das ähnelt dem Juwelenbetrug – sie erhalten Tankgutscheine oder Provisionen. Man kann entschieden sagen: „Keine Stopps, direkt zu X“ und den Preis entsprechend vereinbaren. Besser noch: Taxis (mit Taxameter) oder Grab-Fahrzeuge nutzen, um solche Unsicherheiten zu vermeiden.
- Ping-Pong-Show-Betrug: Wie bereits erwähnt: Schwarzhändler in Patpong oder Soi Cowboy bieten Ihnen möglicherweise eine „Sondershow, Eintritt frei, nur Getränk zahlen“ an. Drinnen präsentieren sie Ihnen dann oft eine überhöhte Rechnung (z. B. 3000 Baht für ein paar Bier), die von den Türstehern kontrolliert wird. Touristen berichten von Einschüchterungen zum Bezahlen. Vermeiden Sie Schwarzhändler. Wenn Sie eine solche Show unbedingt sehen möchten, tun Sie dies in bekannten Go-Go-Bars, die diese Shows offen anbieten (einige Bars in Patpong werben mit Schildern für Shows – fragen Sie im Voraus nach den Kosten, z. B. Eintritt plus Getränk, und klären Sie, ob zusätzliche Kosten anfallen).
- Taxi-Tricks: Manche Taxifahrer in der Nähe von Touristengebieten lehnen Taxameter ab und versuchen, einen hohen Pauschalpreis auszuhandeln (z. B. 500 Baht für eine Fahrt, die mit Taxameter 150 kosten würde). Lösung: Bestehen Sie auf Taxameter („Chai meter, na khrap?“), gehen Sie ein Stück weg und rufen Sie ein anderes Taxi heran oder nutzen Sie Grab. Ein weiterer Trick: Nehmen Sie eine längere Strecke. Das ist schwieriger zu erkennen, wenn Sie neu sind, aber Google Maps kann hilfreich sein. Wenn der Fahrer eindeutig Kreise fährt, können Sie es erwähnen oder einfach wissen, dass Sie im schlimmsten Fall etwas mehr bezahlen (meist nur einen kleinen Unterschied in Baht).
- Jet-Ski-Betrug (Pattaya/Phuket mehr als Bangkok): Wenn Sie an Strände fahren, sollten Sie sich vor Betrug bei der Jetski-Vermietung in Acht nehmen. Dort wird behauptet, Sie hätten Schäden verursacht, und hohe Reparaturkosten werden verlangt. Vermeiden Sie Jetskis oder nutzen Sie seriöse Anbieter mit unterzeichneten Verträgen. Überprüfen Sie den Zustand des Jetskis vorab anhand von Fotos.
- Falsche Touristenpolizei oder übermäßig hilfsbereite Einheimische: Gelegentlich gibt es Berichte über Personen, die sich als Polizisten ausgeben, um Sie für etwas Falsches zu bestrafen. Echte Touristenpolizisten oder Polizisten verlangen keine hohen Bußgelder vor Ort für Kleinigkeiten. Im Zweifelsfall fragen Sie nach Ihrem Ausweis oder sagen Sie, dass Sie die Touristenpolizei unter der Nummer 1155 anrufen möchten, um dies zu überprüfen. Normalerweise ziehen sich Betrüger zurück.
- SIM-Karten-/Shop-Betrug: Am Flughafen oder an offiziellen Orten ist alles in Ordnung. Wenn Ihnen auf der Straße jemand eine SIM-Karte zum Schnäppchenpreis anbietet, gehen Sie besser zu einem 7-Eleven oder einem Handyladen. Auch einige Kamera- oder Elektronikläden in MBK oder Panthip könnten ahnungslosen Touristen zu hohe Preise anbieten. Informieren Sie sich über die ungefähren Preise oder nutzen Sie offizielle Geschäfte.
- Allgemeine Überladung: Nachtmärkte oder Straßenhändler können die Preise übertreiben, wenn sie kein Thailändisch hören. Das ist kein Betrug an sich, sondern nur opportunistisch. Feilschen ist auf Märkten üblich (nicht in Einkaufszentren oder Restaurants). Wenn etwas viel zu teuer erscheint, gehen Sie weiter oder verhandeln Sie. Ein Satz wie „Lot noi dai mai?“ (Können Sie etwas Rabatt geben?) bringt die Sache ins Rollen.
So vermeiden Sie Betrug:
- Seien Sie skeptisch gegenüber Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein: Tuk-Tuk-Fahrten für 10 Baht, 50 % Rabatt auf Smaragde usw. – wahrscheinlich nicht seriös.
- Recherchieren und Fragen: Aktuelle Preise (für Taxis, Waren usw.) finden Sie in Reiseführern oder beim Hotel-Concierge. Fragen Sie im Zweifelsfall die Einheimischen.
- Behalten Sie die Kontrolle: Lassen Sie sich nicht von Fremden ausführlich führen. Lehnen Sie unaufgeforderte Führungen höflich ab.
- Verwenden Sie Ihren gesunden Menschenverstand: Wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder Ihnen etwas nicht passt, vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und entfernen Sie sich aus der Situation.
- Lächeln Sie weiter, aber bleiben Sie standhaft: Thailänder vermeiden Konfrontationen. Oftmals kann man sich durch Lächeln, Kopfschütteln und Weggehen aus der Affäre ziehen. Ärgern oder Schreien ist nicht nötig (das hilft selten und man verliert sein Gesicht).
- Bei Bedarf melden: Wenn Sie Opfer eines schweren Betrugs werden, wenden Sie sich an die Touristenpolizei. Diese greift manchmal ein, insbesondere wenn das Image des Tourismus geschädigt wird (z. B. ging sie gegen Edelsteinbetrug vor, als viele Beschwerden darüber eingingen).
Denken Sie daran: Tausende Touristen reisen durch Bangkok, ohne auf größere Betrügereien zu stoßen, nur weil sie aufmerksam sind. Die Stadt möchte ihren Besuchern wirklich eine gute Zeit bieten, und es gibt harte Maßnahmen gegen Betrüger. Betrüger passen sich jedoch an, daher ist persönliche Wachsamkeit entscheidend.
Thailändische Kultur und Etikette verstehen
Um respektvoll zu reisen und herzliche Reaktionen von den Einheimischen zu erhalten, ist es hilfreich, einige thailändische Bräuche zu kennen:
Der „Wai“: Der traditionelle thailändische Gruß
Thailänder grüßen mit einem Wai – einer gebetsähnlichen Geste mit den Händen auf Brust- oder Nasenhöhe und einer leichten Verbeugung. Im Allgemeinen:
- Wenn Ihnen jemand winkt (z. B. ein Hotelangestellter oder ein Ladenbesitzer), ist es höflich, zurückzuwinken (außer, wenn Sie viel älter sind oder einen höheren Status haben, dann ist ein Nicken/Lächeln in Ordnung).
- So verhält man sich richtig: Die Handflächen (Finger nach oben) irgendwo zwischen Brust und Nase zusammenpressen. Eine höhere Handposition und eine tiefere Verbeugung zeigen mehr Respekt (wird bei Mönchen oder Ältesten angewendet). Bei den meisten Begegnungen sind die Hände auf Brusthöhe und ein leicht gesenkter Kopf ausreichend.
- Warten Sie nicht zuerst auf Kinder oder Servicepersonal (das könnte ihnen peinlich sein). Normalerweise werden sie warten und Sie geben es zurück.
- Händeschütteln ist zwar weniger üblich, wird aber vor allem von Menschen akzeptiert, die an Ausländer gewöhnt sind. Ein kurzes Nicken oder Lächeln kann im Zweifelsfall genügen.
- Von Ausländern wird kein perfekter Wai erwartet, aber ein freundlicher Versuch wird geschätzt.
Respekt vor der Monarchie und der Religion
Thailand schätzt seine königliche Familie und den Buddhismus sehr. Fauxpas, die Sie vermeiden sollten:
- Monarchie: Beleidigen Sie den König oder die königliche Familie nicht und machen Sie keine Witze über sie – das ist illegal (Majestätsbeleidigung) und gesellschaftlich äußerst anstößig. Porträts des Königs und der königlichen Familie sind überall zu sehen; Respekt ist wichtig (zum Beispiel stehen die Menschen still, wenn im Kino vor Filmen die königliche Hymne gespielt wird).
- Behandeln Sie die thailändischen Baht-Geldscheine respektvoll – da sie das Bild des Königs tragen, sollten Sie das Geld weder zerreißen noch werfen. Wenn eine Banknote herunterfällt, treten Sie NICHT darauf, um sie aufzuhalten (auf das Gesicht des Königs zu treten ist absolut verboten).
- Buddhismus: Klettern Sie nicht auf Buddha-Statuen und machen Sie keine albernen Fotos mit ihnen. Tragen Sie beim Betreten von Tempeln angemessene Kleidung (bedeckte Schultern, keine kurzen Shorts). Ziehen Sie Ihre Schuhe aus, wenn Sie Tempelgebäude oder ein Haus betreten.
- Frauen sollten Mönche nicht berühren (Mönche sollten keinen Körperkontakt mit Frauen haben). Wenn eine Frau einem Mönch etwas reichen muss, kann sie es über einen männlichen Vermittler auf einen Tisch legen oder in die Hand geben.
- Richten Sie Ihre Füße auch nicht auf Buddha-Statuen oder Menschen – Füße gelten als der niedrigste/schmutzigste Teil des Körpers, daher ist es unhöflich, sie darauf zu richten oder sie auf einem Stuhl usw. abzustellen.
- Umgekehrt hat der Kopf das höchste/spirituell wichtigste Gut – vermeiden Sie es, den Kopf einer Person zu berühren oder ihr durch die Haare zu fahren (bei Kindern, die Sie gut kennen, ist das vielleicht okay, bei Fremden jedoch nicht üblich).
- Sie werden vielleicht Leute sehen, die vor Geisterhäusern oder Tempeln Waisen machen oder ihnen Ehrerbietung erweisen. Selbst wenn sie an einem Schrein vorbeigehen, neigen sie vielleicht leicht den Kopf. Seien Sie in diesen Momenten einfach respektvoll, auch wenn Sie nicht daran teilnehmen.
Soziale Normen und öffentliches Verhalten
- Lächeln und Sanuk: Thailänder legen Wert darauf, die Dinge leicht und angenehm zu halten (Konzept von Tasche – Spaß an Dingen finden). Lächeln ist ein Standard-Kommunikationsmittel – nutzen Sie es oft, auch in unangenehmen oder angespannten Situationen, um die Spannung zu entschärfen. Die Beherrschung zu verlieren oder zu schreien ist verpönt (Sie werden sehen, dass Thailänder das in der Öffentlichkeit selten tun). Wenn etwas schiefgeht, versuchen Sie, ruhig und höflich zu bleiben; das führt wahrscheinlich zu einem besseren Ergebnis.
- Gesicht wahren: Vermeiden Sie es, jemanden öffentlich direkt zu kritisieren oder bloßzustellen – das kann zu einem Gesichtsverlust führen. Wenn Sie ein Problem haben (falsches Essen usw.), sprechen Sie es möglichst behutsam und vertraulich an. Oftmals wird das Personal bemüht sein, das Problem zu beheben.
- Begrüßungen/Titel: Die Verwendung von „khun“ (Herr/Frau) vor dem Namen einer Person ist höflich, wenn man auf Englisch oder Thai mit ihr spricht. Beispiel: „Khun Somchai, danke.“ Sprechen Sie Ältere nicht anfangs nur mit dem Vornamen an.
- Höfliche Partikel: Im Thailändischen beendet man einen Satz mit einfrieren (männliche Sprecher) oder bitter (Sprecherinnen) trägt zur Höflichkeit bei. Z. B. „Sawadee khráp“ (Hallo), „Khop kun ka“ (Danke). Einheimische schätzen es, wenn Ausländer diese verwenden.
- Allgemeine öffentliche Etikette: An vielen Orten (z. B. an BTS-Stationen) muss man Schlange stehen. Drängeln Sie sich nicht vor. Im BTS wird Mönchen, älteren Menschen und schwangeren Frauen oft Platz angeboten. Das sollten Sie auch tun.
- Öffentliche Liebesbekundungen: Händchenhalten ist in Ordnung, ein schnelles Küsschen ist in der Stadt wahrscheinlich okay, aber ausgiebiges Rummachen in der Öffentlichkeit ist nicht üblich und könnte als unschicklich angesehen werden.
- Zeigen: Verwenden Sie die offene Hand statt des Zeigefingers, wenn Sie jemandem Gesten machen oder eine Richtung angeben (auf Personen zu zeigen kann als unhöflich angesehen werden).
- Essen: Es ist in Ordnung, Gerichte im Familienstil zu teilen. Für thailändische Gerichte werden üblicherweise Gabel und Löffel verwendet (die Gabel schaufelt das Essen auf den Löffel); Stäbchen hauptsächlich für Nudeln. Finger oder Löffel nicht ablecken. In ungezwungener Atmosphäre ist es in Ordnung, beim Schlürfen von Nudeln oder Suppen Lärm zu machen.
- Schuhe aus: Ziehen Sie Ihre Schuhe aus, wenn Sie eine Wohnung betreten, und oft auch in Geschäften oder Cafés mit einer Stufe am Eingang (wenn Sie Schuhe an der Tür sehen, tun Sie dasselbe). Auch einige kleine Geschäfte oder sogar Schneider verlangen, dass Sie Ihre Schuhe an der Tür ausziehen. Beobachten Sie also, was andere tun.
Solltest du versehentlich gegen die Etikette verstoßen, kann ein kurzes „Oh, Entschuldigung“ und ein Lächeln die Situation wiedergutmachen; Thailänder sind Ausländern gegenüber, die es gut meinen, im Allgemeinen nachsichtig. Zeige Interesse an ihrer Kultur, indem du dich an die Gepflogenheiten hältst, und gewinne Respekt und herzlichere Interaktionen.
Wichtige Gesundheits- und medizinische Informationen
Um in Bangkok gesund zu bleiben, sind lediglich grundlegende Vorsichtsmaßnahmen erforderlich und man muss wissen, an wen man sich wenden kann, wenn man Hilfe benötigt:
Kann man in Bangkok Leitungswasser trinken?
Nein, es wird nicht empfohlen, Leitungswasser in Bangkok direkt zu trinken. Das Leitungswasser ist zwar an der Quelle aufbereitet und sicher, kann aber in alten Leitungen verunreinigt werden. Einheimische kochen Leitungswasser üblicherweise ab, verwenden Filter zum Trinken oder trinken häufiger einfach Flaschenwasser.
- Verwenden Sie zum Trinken und Zähneputzen Wasser aus Flaschen (sehr günstig, 7-Eleven verkauft 1,5 Liter für etwa 15 Baht), wenn Sie besonders sicher sein wollen.
- Eis in Getränken an etablierten Orten wird in der Regel aus gefiltertem Wasser in Fabriken hergestellt (Eis in Röhren mit Loch ist in der Regel unbedenklich). Straßenhändler kaufen dieses Eis meist auch, da es nach lokalen Standards als unbedenklich gilt. Ich persönlich trinke in Bangkok häufig Eisgetränke und hatte bisher keine Probleme.
- Restaurants servieren Wasser oft aus großen Flaschen oder Spendern – das ist normalerweise kein Problem. Fragen Sie im Zweifelsfall nach Flaschenwasser.
- Duschen und dergleichen ist in Ordnung, aber schlucken Sie das Wasser nicht in großen Mengen.
Apotheken und Krankenhäuser finden
- Apotheken (Drogerien): In Thailand gibt es viele Apothekenketten wie Boots, Watsons und lokale Apotheken wie Fascino oder Save Drug. Boots/Watsons finden Sie in Einkaufszentren und Einkaufsstraßen – sie führen rezeptfreie Medikamente und Körperpflegeprodukte. Für speziellere Medikamente gibt es überall unabhängige Apotheken – achten Sie auf die Schilder „Pharmacy“ oder „Ya“ (Medizin). Apotheker sprechen oft ausreichend Englisch und können viele Medikamente rezeptfrei abgeben, für die man anderswo ein Rezept benötigt (z. B. Antibiotika oder Antibabypillen rezeptfrei). Nutzen Sie jedoch seriöse Apotheken, um gefälschte Medikamente zu vermeiden (ein Risiko in einigen Touristengebieten).
- Gängige Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen, Durchfallmittel (Imodium), Elektrolytpulver (ORS), Kohletabletten und Tabletten gegen Reisekrankheit sind leicht erhältlich. Auch Mückenschutzmittel usw.
- Wenn Sie etwas Bestimmtes benötigen, können Sie den generischen Namen oder ein Bild Ihres Hausmittels vorzeigen. Oft gibt es dann ein Äquivalent.
- Krankenhäuser: Bangkoks Krankenhäuser, insbesondere die privaten, die sich auf Expats und Medizintourismus spezialisiert haben, sind ausgezeichnet. Das Bumrungrad International (Sukhumvit Soi 3) ist weltweit für seine medizinische Versorgung bekannt. Das Personal ist englischsprachig, und die Ärzte sind oft in den USA und Großbritannien ausgebildet. Weitere Krankenhäuser sind das Bangkok Hospital, das Samitivej Hospital (Sukhumvit 49), das BNH (in Silom), das Bangkok Christian Hospital und das Mission Hospital – alle genießen einen guten Ruf. Im Notfall oder bei schwerwiegenden Problemen können Sie diese Notaufnahmen aufsuchen; Sie werden dort behandelt (bringen Sie gegebenenfalls einen Versicherungsnachweis mit oder zahlen Sie bar/auf Kredit und stellen Sie die Kosten später in Rechnung – die Kosten sind in der Regel niedriger als in westlichen Krankenhäusern für eine vergleichbare Versorgung).
- Es gibt auch die Thai Travel Clinic (im Hospital for Tropical Diseases), falls Sie an Denguefieber erkranken oder Reiseimpfungen benötigen; aber auch größere Krankenhäuser können das leisten.
- Viele Krankenhäuser haben Internationale Kliniken rund um die Uhr – für nicht in der Notaufnahme durchgeführte, aber dringende Behandlungen (z. B. Fieber, Infektionen, leichte Verletzungen).
- Für kleinere Probleme haben manche Hotels Bereitschaftsärzte oder können einen Arzt zu Ihnen rufen (gegen Gebühr). Ansonsten können Sie einfach in die Ambulanzen oder Kliniken eines Krankenhauses gehen – dort werden oft auch Patienten ohne Termin akzeptiert. Die Wartezeiten in privaten Krankenhäusern sind in der Regel kurz.
- Bezahlung: Rechnen Sie mit Kosten für Dienstleistungen. Prüfen Sie, ob Ihre Reiseversicherung direkt zahlt oder ob Sie erst bezahlen und dann die Kosten geltend machen. Bringen Sie eine Kreditkarte mit – eine Arztkonsultation kann 1000 Baht kosten, Notaufnahmebesuche mehr, Übernachtungen mehrere hundert Dollar. Im Vergleich zu den USA/EU ist es zwar oft günstiger, kann sich aber bei größeren Eingriffen summieren.
Wichtige Gesundheitsvorkehrungen
- Impfungen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Routineimpfungen (MMR, DPT usw.) aktuell sind. Für Reisen nach Thailand werden Hepatitis A und Typhus (über Lebensmittel/Wasser) empfohlen. Hepatitis B, falls keine Immunität besteht. Bei Kurzreisen nach Bangkok ist das Risiko für Erkrankungen wie Japanische Enzephalitis extrem gering; das gilt eher für längere Aufenthalte auf dem Land. Eine Covid-19-Impfung wird selbstverständlich wie überall empfohlen.
- Reisedurchfall: Auch bei sorgfältiger Ernährung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, wenn man sich an neue Lebensmittel gewöhnt. Nehmen Sie Loperamid (Imodium) zur Linderung der Symptome mit, gegebenenfalls auch ein verschriebenes Fluorchinolon-Antibiotikum als Reserve (oder suchen Sie bei starkem Durchfall eine Apotheke oder ein Krankenhaus auf). Die meisten Fälle verlaufen mild und klingen innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Rehydrieren Sie Ihren Körper mit Elektrolytlösungen (ORS), die in Apotheken erhältlich sind (fragen Sie nach „Oral Rehydratation Salts“).
- Hitzeerschöpfung: In Bangkok kann es unerträglich heiß sein. Tragen Sie Sonnenschutzmittel, tragen Sie einen Hut und trinken Sie viel. Bei Schwindel oder starker Müdigkeit suchen Sie einen kühlen Ort auf und trinken Sie ausreichend. Viele Convenience Stores verkaufen Elektrolytgetränke (Pocari Sweat, Gatorade oder lokale Anbieter wie Sponsor).
- Mücken: In Bangkok selbst ist Malaria kein Thema. Es gibt jedoch Denguefieber (das durch tagsüber lebende Mücken übertragen wird). Verwenden Sie Mückenschutzmittel mit DEET, insbesondere in der Dämmerung oder an schattigen Orten, und tragen Sie in Grünflächen langärmlige Kleidung. Auch in Parks oder an Stadträndern hilft ein Schutzmittel, Mückenstiche zu vermeiden. Wenn Sie nach einem Stich hohes Fieber und starke Schmerzen bekommen, suchen Sie einen Arzt auf, um sich auf Denguefieber testen zu lassen.
- Luftqualität: Wenn Sie Atemprobleme haben oder während der Brennsaison von Januar bis April reisen, sollten Sie an Tagen mit Smog eine N95-Maske tragen. In Bangkok ist der Luftqualitätsindex gelegentlich ungesund, im Allgemeinen jedoch niedriger als in Nordthailand.
- Sexuelle Gesundheit: Wer in Bangkok Sexarbeit macht, sollte sich schützen. Die HIV-Rate unter Sexarbeiterinnen ist zwar gesunken, aber immer noch vorhanden; dazu kommen noch andere sexuell übertragbare Krankheiten. Kondome sind in allen 7-Eleven-Filialen günstig erhältlich (sie befinden sich meist hinter der Kasse, einfach fragen).
- Streunende Tiere: Es gibt einige streunende Hunde und Katzen. Wenn Sie gekratzt oder gebissen werden, waschen Sie sich sofort und suchen Sie ein Krankenhaus zur möglichen Tollwut-Postexpositionsprophylaxe auf – in Thailand gibt es Tollwut bei Tieren, also gehen Sie kein Risiko ein. Dort können Sie eine Impfserie erhalten. Vermeiden Sie es aber grundsätzlich, streunende Hunde/Katzen zu streicheln.
Notfallkontakte und Ressourcen
- Touristenpolizei: Wählen Sie 1155 (rund um die Uhr, Englisch gesprochen). Sie kümmern sich um touristische Probleme, Betrug, Diebstahlmeldungen usw. und sind im Allgemeinen hilfreiche Vermittler.
- Allgemeine Polizei: Wählen Sie in Notfällen, die einen Polizeiruf erfordern, die 191 (ähnlich wie 911).
- Krankenwagen/Medizinischer Notfall: Wählen Sie 1669. Sie gelangen so zu einem staatlichen Rettungsdienst. Wenn Sie sich jedoch in der Stadt befinden und ein Taxi nehmen können, ist es oft schneller, selbst zum nächsten Krankenhaus zu gelangen. Einige private Krankenhäuser haben auch eigene Notrufnummern.
- Botschaften: Informieren Sie sich über die Kontaktadresse der Botschaft Ihres Landes in Bangkok. Diese kann Ihnen bei Reisepassverlust usw. helfen. Auch in den großen Botschaften der USA, Großbritanniens und Australiens gibt es Notrufnummern außerhalb der Geschäftszeiten.
- Thailändischer Sprachführer oder App: Google Translate oder ein Sprachführer können lebensrettend sein, wenn man ein Problem kommunizieren muss und jemand nicht gut Englisch spricht. In Touristengebieten findet man aber meist jemanden, der einen versteht.
- Vertrauenswürdige Kontakte: Wenn Sie thailändische Freunde oder den Concierge Ihres Hotels haben, bewahren Sie deren Nummer auf. Hotels können Ihnen helfen, wenn Sie einen Arzt rufen oder einen verlorenen Gegenstand im Taxi suchen müssen usw.
- Ihre Reiseversicherung: Halten Sie Ihre Reiseversicherungskarte/-nummer bereit. Viele Versicherungen bieten rund um die Uhr Hotlines an, die Sie an die richtige medizinische Einrichtung verweisen oder Ihnen im Notfall helfen können.
Bangkok ist gut auf Touristenprobleme vorbereitet – die medizinische Versorgung ist erstklassig, und die Polizei möchte, dass sich Besucher sicher fühlen. Wenn Sie vorbereitet sind und sich mit den lokalen Gegebenheiten auskennen, verringern Sie die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Zwischenfälle erheblich. Selbst bei kleineren Problemen wissen Sie, wie Sie vorgehen müssen.

