Bangkok nach Einbruch der Dunkelheit: Ein umfassender Leitfaden zum Nachtleben der Stadt
Wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich Bangkok in einen pulsierenden Spielplatz. Das Nachtleben der Stadt ist legendär und bietet alles von eleganten Cocktailbars über rauschende Clubs und geschäftige Nachtmärkte bis hin zu kulturellen Veranstaltungen. Bangkok hat nach Einbruch der Dunkelheit wirklich für jeden etwas zu bieten, egal ob Sie einen entspannten Abend oder eine abenteuerliche Nacht verbringen möchten.
Rooftop-Bars: Cocktails schlürfen mit Aussicht
Bangkoks Skyline mit ihren glitzernden Hochhäusern lässt sich am besten von einer der vielen Rooftop-Bars aus genießen. Diese erhöhten Bars bieten spektakuläre Panoramen und ein exklusives Flair. Zu den Top-Empfehlungen gehören:
- Sky Bar im Lebua State Tower: Vielleicht Bangkoks berühmteste Dachbar, dank ihres Auftritts in Hangover 2Es befindet sich im 63. Stock. Die runde, leuchtende Bar ragt über die Stadt hinaus, und der Blick auf den Chao Phraya, der sich durch die Metropole schlängelt, ist atemberaubend. Cocktails wie der Hangovertini sind hier zwar teuer (ca. 20 Dollar pro Drink), aber das ist das Erlebnis, für das man bezahlt. Kleiderordnung: Smart Casual (keine Shorts oder Flip-Flops).
- Vertigo und Moon Bar (Banyan Tree): Im 61. Stock befindet sich das Vertigo, ein Open-Air-Grillrestaurant auf dem Dach, direkt nebenan die Moon Bar. Es gibt kein Dach – nur Himmel und einen 360°-Rundumblick. Das Ambiente, so hoch oben unter den Sternen zu speisen oder zu trinken, ist unvergesslich. Es werden exzellente Steaks und Meeresfrüchte serviert, und Cocktails wie der Vertigo Sunset sind beliebt. Kleiderordnung: gehoben leger.
- Octave (Marriott Hotel Sukhumvit, Thonglor): Diese dreistöckige Bar (45.–49. Stock) bietet im Vergleich zu den Dächern von Silom eine entspanntere Atmosphäre. Im obersten Stockwerk bietet sich ein 360°-Blick und oft legt ein DJ chillige House-Musik auf. Ein toller Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Kein Eintritt und etwas günstigere Getränkepreise. Trendiges Publikum, aber die Kleiderordnung ist etwas lockerer (aber bitte generell auf Sandalen und Strandkleidung verzichten).
- Above Eleven (Fraser Suites Sukhumvit, Soi 11): Eine vom New Yorker Central Park inspirierte Dachterrasse mit Formschnitt und grünem Design. Es ist ein peruanisch-japanisches (Nikkei) Restaurant mit Bar, sodass Sie zu Ihrem Pisco Sour exzellentes Ceviche und Sushi genießen können. Der Aussichtspunkt im 33. Stock ist zwar niedriger als andere, bietet aber dennoch einen herrlichen Blick auf die Sukhumvit. Ein Favorit unter Expats.
- Zoom Sky Bar (Anantara Sathorn): Ein weniger bekanntes Juwel im 40. Stock mit großzügiger Raumaufteilung und Panoramablick auf die Türme des Geschäftsviertels. Manchmal finden dort Themenpartys statt. Es liegt etwas abseits der Touristenzentren, bietet aber eine gute Atmosphäre ohne große Menschenmassen.
- Three Sixty (Millennium Hilton): Einzigartig, weil es sich nur im 32. Stock befindet, aber direkt am Fluss in Thonburi liegt und einen direkten Blick auf die Skyline von Bangkok über das Wasser bietet. Es ist eine Jazz-Lounge mit Innen- und Außenbereich – ideal für ein romantisches Date mit Live-Jazz und den Lichtern der Stadt, die sich im Chao Phraya spiegeln.
Achtung: Fast alle Rooftop-Bars haben eine Kleiderordnung. Männer: Lange Hosen, geschlossene Schuhe und ein Hemd mit Kragen oder ein schickes T-Shirt; Frauen: Kleider oder ein schönes Oberteil mit Hose/Rock und High Heels/schicken Sandalen. Es geht um die Atmosphäre – sich etwas schicker zu kleiden, gehört zum Spaß dazu.
Normalerweise öffnen diese Bars gegen 17 Uhr (um den Sonnenuntergang zu erleben) und haben bis Mitternacht oder 1 Uhr morgens geöffnet. Einige bieten schon am frühen Abend Happy Hour-Angebote an. Sie sind außerdem oft überfüllt, daher sichert Ihnen frühes Kommen einen erstklassigen Platz am Rand.
Die Cocktailszene: Speakeasys und Meister der Mixologie
Jenseits der Dächer blüht Bangkoks Cocktailkultur mit Weltklasse-Barkeepern und versteckten Flüsterkneipen:
- Speakeasy-Bars: Viele sind versteckt und haben keine gekennzeichneten Türen, was ein abenteuerliches Gefühl vermittelt:
- Jugendliche aus Thailand (ToT): Liegt in einer kleinen Gasse in Chinatowns Soi Nana (nicht zu verwechseln mit der Sukhumvit Soi Nana). Es zählt zu den 50 besten Bars Asiens. Der Schwerpunkt liegt auf Gin, mit einer ständig wechselnden Tafel mit handwerklich hergestellten Gin Tonics und Gin-Cocktails. Schwaches Licht, hippes Publikum, typische „Brooklyn meets Bangkok“-Atmosphäre.
- Asien heute: Eine Schwesterbar von ToT, nur einen Steinwurf entfernt, ist bekannt für die Verwendung exotischer lokaler Zutaten (seltsamer und wunderbarer Aufgüsse wie Ameiseneier oder lokaler Honig) in Cocktails. Sowohl ToT als auch Asia Today sind nur durch ein kleines Neonschild oder so ausgeschildert – ein Teil des Spaßes besteht darin, sie zu finden.
- Iron Balls Gin Parlour: Versteckt in einem Concept Store in Ekkamai ist es eigentlich die Probierbar von Iron Balls, einer in Bangkok destillierten Gin- und Rum-Marke. Steampunk-Dekor, starke Drinks.
- Maggie Choo's: Unter dem Novotel Silom – obwohl nicht „geheim“ (wie sie werben), befindet sich eine Bar im Speakeasy-Stil, die ein Shanghaier Kabarett der 1930er Jahre nachbildet. Man betritt sie durch eine Tür, die an ein chinesisches Restaurant und einen Gefrierschrank erinnert. Drinnen: Live-Jazz, Kabarett-Tänzer, gemütliche, gewölbeartige Nischen. Das Ambiente ist fantastisch.
- Meister der Mixologie: Einige Bars, in denen die Barkeeper Künstler sind:
- Vesper (Kraft): Stilvolle Bar mit einer preisgekrönten Cocktailkarte, die oft von der Kunst inspiriert ist (es gab eine Karte, auf der jedes Getränk von einem klassischen Gemälde inspiriert war). Durchweg hoch bewertet.
- Backstage Cocktail Bar (Thonglor): Die Einrichtung wirkt wie hinter den Kulissen eines Theaters (Kosmetikspiegel, Samtvorhänge). Die Barkeeper zaubern auf Wunsch klassische und kreative Cocktails nach Ihren Wünschen. Ein gemütlicher Ort.
- Kaninchenbau (Thonglor): Von außen nicht gekennzeichnet, aber für seine hervorragenden Cocktails bekannt. Dunkler, enger Raum über mehrere Etagen. Die Barkeeper verwenden oft thailändische Aromen (wie einen Tom-Yum-Twist-Cocktail).
- Tropenstadt (Charoenkrung): Eine unterhaltsame Bar im tropischen Stil mit Neonlicht, die sich auf Rum und Fruchtcocktails konzentriert. Gute Musik, eher leger.
Diese Bars öffnen normalerweise zwischen 19:00 und 1:00 Uhr. Die Cocktailpreise liegen bei etwa 280–400 THB (8–12 $), was für Bangkok zwar hoch ist, aber qualitativ deutlich niedriger als beispielsweise in New York oder London.
Jedes Restaurant hat sein eigenes Konzept, doch was sie alle vereint, ist der Fokus der Bangkoker Barszene auf Qualität und Kreativität. Viele Barkeeper setzen zudem verstärkt auf die Verwendung lokaler Kräuter, Früchte und Spirituosen, was für unverwechselbare Aromen sorgt.
Live-Musik-Locations und Clubs für jeden Geschmack
Wenn Sie Musik hören oder die Nacht durchtanzen möchten:
- Veranstaltungsorte für Livemusik:
- Saxophone Pub (in der Nähe des Siegesdenkmals): Eine legendäre Jazz-/Blues-Bar, die seit Jahrzehnten besteht. Jeden Abend Live-Bands. Tolle Atmosphäre, Holzdekor und kräftige Cocktails oder kühles Bier. Oft treten thailändische Top-Jazzmusiker und gelegentlich auch internationale Künstler auf. Gemischtes Publikum aus Einheimischen und Auswanderern.
- Adhere 13th Blues Bar (Altstadt in der Nähe von Khao San): Eine kleine, urige Bar mit großem Charakter. Live-Blues und Jazz in einem engen Ladenlokal – intim und oft rappelvoll. Sehr entspannte und unkonventionelle Atmosphäre.
- Brauner Zucker (Gebiet Pratunam): Alteingesessene Jazzbar (seit 1985) – vor kurzem in die Nähe von Ratchadamri umgezogen. An den meisten Abenden gibt es Live-Jazz/Funk.
- Moonshine Pub (Ari): Unaufdringlicher Veranstaltungsort mit Schwerpunkt auf Indie-Bands und alternativer Musik, wenn Sie etwas abseits des Mainstreams suchen.
- Patpongs Schwarze Pagode oder The Rock Pub (Ratchathewi): Für Rock-/Metal-Fans gibt es im Rock Pub in der Nähe des BTS-Bahnhofs Ratchathewi Rock-Tribute-Abende usw. Die Black Pagoda in Patpong bietet eine alternative Atmosphäre.
- Hotels verfügen auch über Lounges mit Livemusik – zum Beispiel die Bamboo Bar im Mandarin Oriental (Jazz von Weltklasse in kolonialem Ambiente).
- Nachtclubs:
- Ebenen (Sukhumvit Soi 11): Mehrstöckiger Club mit EDM und Pop, jungem, internationalem Publikum. Verfügt über verschiedene Bereiche, darunter eine Dachterrasse.
- Route 66 (RCA): Die RCA (Royal City Avenue) ist eine ausgewiesene Ausgehstraße. Die Route 66 ist dort eine Institution: mehrere Räume (Hip-Hop, EDM, thailändische Live-Band). Im Eintrittspreis sind einige Getränke enthalten (für Ausländer, Thailänder haben freien Eintritt). Sehr beliebt bei Studenten und jungen berufstätigen Thailändern, aber auch bei Ausländern.
- Onyx (RCA): Großer EDM-Club im „Big Room“-Stil, der regelmäßig internationale DJs einlädt. Wenn Sie elektronische Musik im Festivalstil und CO2-Kanonen mögen, sind Sie hier genau richtig.
- Sing Sing Theater (Phrom Phong): Ein optisch beeindruckender Club im Stil eines chinesischen Opernhauses mit Burlesque-Künstlern und House-DJs. Das Publikum ist zwischen Mitte 20 und 40, eine Mischung aus Einheimischen und Expats. Einzigartig und oft überfüllt.
- Strahl (Durch): Im Nachtclub 72 Courtyard befindet sich das Beam, ein Underground-Club mit Schwerpunkt auf Techno/House und einem hochwertigen Soundsystem. Trendy, eher Boutique.
- Der Club im Khaosan: Wenn Sie in der Gegend von Khao San sind und tanzen möchten, spielt der Club in einem lasergefüllten Raum EDM/Trance für Rucksacktouristen und Einheimische gleichermaßen. Nicht gehoben, aber unterhaltsam.
- Demo (Thonglor Soi 10): Zwei-Club-Kombination: Demo (Hip-Hop & House) und Funky Villa (Thai-Pop-Hits). Beliebt bei angesagten Thailändern und trendigen Partygängern. Ideal für thailändische Freunde oder für den Austausch mit einheimischen Partygängern.
In Bangkok sind Clubs oft erst spät geöffnet (Spitzenzeit: Mitternacht bis 2 Uhr morgens). Die offizielle Schließung ist gegen 2–3 Uhr morgens, manche Clubs gehen aber auch später noch offen, wenn sie nicht auffallen. Es gibt auch After-Hour-Clubs (z. B. Spicy oder Bossy in der Nähe von Ratchada), die nach 2 Uhr morgens öffnen und bis zum Morgen geöffnet haben. Diese können allerdings etwas heruntergekommen sein.
Hinweis: Bringen Sie Ihren Ausweis mit (Originalpass oder eine Kopie mit Foto auf dem Handy reicht oft aus), da Clubs manchmal Kontrollen durchführen, insbesondere bei Razzien der Polizei. Sie möchten Ihren Ausweis sehen und möglicherweise eine kurze Drogenkontrolle durchführen (selten bei Ausländern, außer Sie verhalten sich verdächtig). Viele Clubs bieten Frauen und Thailändern freien Eintritt, verlangen von Ausländern und Männern jedoch einen Eintrittspreis, der mit Getränkegutscheinen verbunden ist. Das kann diskriminierend wirken, ist aber gängige Praxis. In RCA zahlen Ausländer ca. 500 Baht, erhalten dafür aber Getränke im Gegenwert.
Die berüchtigten Ausgehviertel: Ein Leitfaden für Erwachsene
Bangkoks Nachtleben hat eine berüchtigte Seite: die Rotlichtviertel wie Soi Cowboy, Nana Plaza und Patpong. Ein „reifer Reiseführer“ bedeutet, sie offen anzusprechen:
- Soi Cowboy: Eine kurze Straße (ca. 150 Meter) in der Nähe von Terminal 21/Asok, voller Neonlichter und etwa 20 Go-Go-Bars. Benannt nach dem afroamerikanischen Cowboyhut tragenden Gründer der Straße in den 70er Jahren. Es ist wahrscheinlich die ausländerfreundlichste Rotlichtstraße – recht öffentlich, und oft schlendern sogar Touristenpaare durch, um das Spektakel zu genießen. Bars wie Baccara, Tilac und Long Gun sind bekannt. Man sollte mit lauter Musik, Tänzerinnen in Bikinis und teuren Getränken (Bier ca. 180 Baht) rechnen. Der Eintritt in jede Bar ist frei (manche haben einen Eintritt inklusive Getränk). Es ist bunt, aber relativ entspannt. Kameras sind nicht erlaubt.
- Nana Plaza: Abseits der Sukhumvit Soi 4, die sich ironischerweise „Weltgrößter Spielplatz für Erwachsene“ nennt, befindet sich ein dreistöckiger, quadratischer Komplex voller Go-Go-Bars. Die Atmosphäre ist härter als in der Soi Cowboy. Bars wie Rainbow, Spankys und Angelwitch (mit Rockmusik und Show) gehören zum festen Inventar. Für alleinstehende männliche Touristen oder Expats ist es ein beliebter Treffpunkt; manche Touristen gaffen aber auch nur. Achten Sie auf Ladyboys in manchen Bars und draußen; wenn Ihnen das nicht gefällt, bleiben Sie höflich.
- Patpong: Bangkoks ursprüngliches Rotlichtviertel in Silom, das heute durch den hindurchführenden Nachtmarkt etwas verwässert ist. Patpong hat zwei parallele Sois. In Patpong 1 befindet sich der berühmte Nachtbasar, auf dem gefälschte Handtaschen, Uhren usw. verkauft werden. Darunter sind Go-Go-Bars (z. B. Kings Castle, Queens Castle – einige bieten Ladyboy-Shows). Patpong ist berüchtigt für Ping-Pong-Shows (und andere „Sexshows“), bei denen es sich oft um Betrügereien handelt – jemand auf der Straße lockt Sie mit einem Angebot wie „Show gratis, zahlen Sie nur für das Getränk“ in eine schäbige Bar im oberen Stockwerk, überrascht Sie dann aber mit einer exorbitanten Rechnung oder schüchtert Sie ein. Meiden Sie sicherheitshalber Schwarzhändler bei Ping-Pong-Shows. Wenn Sie neugierig und einwilligungsfähig sind, gehen Sie mit einem vertrauenswürdigen Führer oder akzeptieren Sie, dass Sie möglicherweise zu viel bezahlen. Patpong 2 hat einige bei Auswanderern beliebte Bars wie das Bada Bing oder The Black Pagoda auf einer Skybridge sowie eine Institution, die Madrid Bar (Bar/Restaurant aus der Kriegszeit).
- Soi Twilight (verschwunden): In Silom in der Nähe von Patpong gab es früher einen Schwulen-Go-Go-Streifen namens Soi Twilight, der aber aufgrund von Sanierungsmaßnahmen größtenteils geschlossen ist.
Eine reife Perspektive: Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Bereiche seit den 1960er Jahren Teil der Tourismuswirtschaft Bangkoks sind. Während manche Reisende sie als unangenehm oder ausbeuterisch empfinden, betrachten andere sie als einvernehmliche Unterhaltung für Erwachsene. Wenn Sie dorthin gehen, seien Sie aufmerksam und vorsichtig:
- Behalten Sie Ihre Getränke im Auge (Phthalatvergiftungen kommen selten vor, können aber überall auf der Welt vorkommen).
- Halten Sie sich an das Fotoverbot und respektieren Sie die Privatsphäre von Mitarbeitern und Kunden.
- Wenn sich eine Frau oder ein Transmann an Sie heranmacht, seien Sie sich bewusst, dass das Gespräch höchstwahrscheinlich in Anbahnung enden wird (wenn Sie nicht interessiert sind, ist eine höfliche Ablehnung am besten, machen Sie keine falschen Hoffnungen).
- Achten Sie auf Ihre Rechnungen – manchmal berechnen Bars zusätzliche Gebühren. In Go-Go-Bars ist es in der Regel in Ordnung, wenn Sie nur einen Drink trinken und dann gehen. Wenn Sie eine Tänzerin auf einen Ladydrink einladen, zahlen Sie extra. Wenn Sie jemanden ausführen (Bargebühr), ist das eine ganz andere Transaktion, auf die ich hier nicht näher eingehen werde.
- Für Frauen oder Paare: In diesen Vierteln (vor allem in Soi Cowboy und Patpong) kann man sich normalerweise sicher umsehen – man sieht andere Touristen. Die Atmosphäre kann seltsam karnevalsartig sein. In den Bars sollte man jedoch beachten, dass manche Mädchen weibliche Besucher nicht mögen (andere haben überhaupt nichts dagegen, je nach Bar).
Kurz gesagt: Diese Rotlichtviertel können einen schockieren oder neugierig machen. Viele Besucher halten sich an die belebten Außenbereiche und meiden die eigentlichen Bars, und das ist völlig in Ordnung. Es gehört zum komplexen Charakter Bangkoks.
Ein entspannterer Abend: Nachtmärkte, kulturelle Shows und Flusskreuzfahrten
Nicht jeder Abend muss mit feuchtfröhlichen Feiern verbunden sein. Bangkok bietet viele entspannte Abendaktivitäten:
- Nachtmärkte: Wie bereits erwähnt, laden Flaniermärkte wie Talad Rot Fai, JJ Green (derzeit geschlossen, könnte aber wieder öffnen) oder Yaowarat Chinatown abends zum Essen, Shoppen und Genießen ein. Der Chang Chui Markt bietet oft Kunstinstallationen und Live-Musik in entspannter Biergartenatmosphäre.
- Kulturelle Shows:
- Siam Niramit: Eine spektakuläre Bühnenshow (früher in Bangkok, jetzt nur noch in Phuket, aber Bangkok kehrt nach Covid möglicherweise Ende 2022 zurück) präsentiert thailändische Geschichte und Kultur mit über 100 Darstellern, aufwendigen Kostümen, Elefanten auf der Bühne usw. Es ist eine großartige theatralische Einführung in die thailändische Kultur und Mythologie. Auf Wunsch wird vor der Show auch ein thailändisches Abendbuffet serviert.
- Calypso Cabaret: Im Asiatique erwartet Sie eine berühmte Transgender-Kabarettshow mit glanzvollen Gesangs- und Tanzdarbietungen, ähnlich wie im Moulin Rouge, aber mit thailändischem Flair. Es ist unterhaltsam, unbeschwert und familienfreundlich (keine Nacktheit, nur Glamour).
- Muay Thai Live: Früher war es im Asiatique – eine Theateraufführung, die die Geschichte des Thaiboxens mit echten Kampfvorführungen erzählte. Ich bin mir nicht sicher, ob sie noch läuft, aber es war eine unterhaltsame Möglichkeit, Kampfsport zu erleben, ohne einen echten Kampf zu besuchen.
- Dinner-Kreuzfahrten auf dem Chao Phraya: Eine beliebte Abendoption – verschiedene Unternehmen (z. B. Chao Phraya Princess, Loy Nava, Wan Fah) bieten Kreuzfahrten mit thailändischem Abendessen (manchmal Buffet, manchmal Menü) und Live-Musik oder klassischem Tanz an, während Sie am beleuchteten Wat Arun, dem Großen Palast usw. vorbeifahren. Es ist touristisch, aber unbestreitbar malerisch und romantisch. Die Preise variieren (zwischen 40 und 80 $ mit Abendessen). Normalerweise dauert die Fahrt zwei Stunden und startet gegen 19 Uhr von Anlegestellen wie River City oder Iconsiam.
- Abendliche Flussspaziergänge: Wenn Sie keine Kreuzfahrt machen, können Sie einfach am Flussufer des Asiatique, am Yodpiman River Walk (Blumenmarktbereich) oder in einer Bar am Flussufer (wie im Tha Maharaj oder auf Hotelterrassen) entspannen. Das Restaurant Eat Sight Story in der Nähe von Wat Arun bietet beispielsweise einen Blick auf den nächtlich beleuchteten Tempel und gutes thailändisches Essen – ein ruhigerer Abend als Clubbing.
- Jazz- oder Blues-Bars: Nicht so laut wie Clubs, können diese entspannend und dennoch spannend sein. Brown Sugar bietet beispielsweise oft ruhige Jazzabende; Adhere 13th für Blues ist sehr entspannt – gedämpftes Licht, eine kleine Gruppe von Fans, die mit den Füßen wippen; Smalls in Sathorn – eine unkonventionelle Bar mit Live-Jazz an manchen Abenden, verteilt auf drei Etagen eines alten Hauses.
- Thailändisches Puppenspiel: Joe Louis Puppentheater Im Asiatique gibt es manchmal abendliche Shows mit traditionellem thailändischem Puppenspiel, bei denen Tänzer und Puppenspieler Epen wie das Ramayana zum Leben erwecken. Es ist eine sehenswerte Kunstform (es gibt auch Künstlerhaus in Thonburi, wo tagsüber Puppentheater stattfindet).
- Einfach eine Spa-Nacht: Bangkoks Spas haben bis spät in die Nacht geöffnet. Verbringen Sie Ihren Abend mit einer ausgiebigen Thai-Massage oder einer Aromatherapie-Sitzung in einem schönen Spa wie dem Health Land (geöffnet bis 23 Uhr) oder dem Lavana. Nach einem Tag voller Besichtigungen ist eine zweistündige Massage mit anschließendem Kräutertee der perfekte Schlummertrunk, der Sie für den nächsten Tag erfrischt.
Im Grunde ist Bangkok nachts das, was man daraus macht – laut oder friedlich, hochkulturell oder entspanntes Straßenvergnügen. Es ist eine der wenigen Städte, in denen man tagsüber Tempel besichtigen, in der Abenddämmerung Straßennudeln genießen, nach dem Abendessen eine Ladyboy-Kabarettshow ansehen, Cocktails auf einem Wolkenkratzer genießen und anschließend zu elektronischer Musik tanzen kann – alles an einem Tag, wenn man die nötige Ausdauer hat.
Die Stadt schläft wirklich nie; selbst um 3 Uhr morgens gibt es immer etwas zu essen oder zu unternehmen (und sei es nur, Leute im 7-Eleven zu beobachten, wo jemand einen Mitternachtssnack kauft). Denken Sie wie überall an Ihre persönliche Sicherheit: Bleiben Sie in seriösen Lokalen, übertreiben Sie es nicht mit dem Alkohol und vertrauen Sie Fremden nicht zu schnell. Nutzen Sie die zahlreichen öffentlichen Verkehrsmittel oder Taxis (oder Grab), um sicher zu Ihrem Hotel zurückzukehren.

