Fava Santorinis: Seidig gelbes Erbsenpüree

Santorini Seidig-gelbes Erbsenpüree (Santorini-Spezialität)

Fáva Santorínis ist eine geschätzte Spezialität der Vulkaninsel Santorin. Dieses seidige Püree wird aus einer einzigartigen lokalen Sorte gelber Spalterbsen (g.U. „Fava Santoríni“) hergestellt und verkörpert eine jahrhundertealte Tradition. Archäologische Funde in Akrotiri zeigen diese Erbsen in über 3.500 Jahre alten Töpferwaren und zeugen damit von einem tief verwurzelten Erbe. Auch heute noch säen die Bauern die Erbsen von Hand und trocknen sie in der Sonne auf Leinwand, wodurch eine alte, handwerkliche Methode bewahrt wird. Der einzigartige, mit Vulkanasche angereicherte Sandboden Santorins verleiht diesen gelben Spalterbsen einen außergewöhnlichen Geschmack. Tatsächlich erhielt Fava Santorini 2010 zum Schutz seines Erbes den Status einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.). Diese Erbsen werden nur auf den Terrassen Santorins geerntet, was das Gericht zu einem Wahrzeichen der Insel macht. Obwohl es „Fava“ heißt, werden für das Gericht Spalterbsen und keine echten Favabohnen verwendet.

Das Gericht hat eine einfache Zusammensetzung, aber einen intensiven Geschmack. Um den Erbsen ihren Charakter zu entlocken, werden nur Olivenöl, Zwiebeln und Wasser benötigt. Nach dem Einweichen und Köcheln, bis sie matschig sind, werden die Erbsen zu einer cremigen Masse püriert. Ein abschließender Spritzer vollmundigen nativen Olivenöls extra, eine Handvoll fein gehackter süßer roter Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln und pikante Kapern verwandeln den Püree in einen köstlichen Dip oder eine Beilage. Das Püree ist warm und wohltuend, mit einem samtigen Mundgefühl und einer leicht süßen Note der Zwiebeln. Garnituren aus salzigen Kapern und würzigen rohen Zwiebeln sorgen für Kontrast – jeder Bissen ist cremig und doch leuchtend. Traditionell wird Fava mit knusprigem Brot gegessen oder auf Pita gestrichen. Es kann auch als Brotaufstrich oder Grundlage für andere Brotaufstriche bei Zusammenkünften dienen. Über Santorin hinaus ist es in Städten in ganz Griechenland und der ganzen Welt beliebt geworden und ein Sinnbild der griechischen vegetarischen Küche.

In Griechenland wird diese Fava typischerweise bei Zimmertemperatur als Teil einer Meze-Platte genossen. Sie passt hervorragend zu knackigem Gemüse, gegrillten Meeresfrüchten oder warmem Pitabrot. Da sie von Natur aus vegan und glutenfrei ist, ist die Fava Santorini ein fester Bestandteil der Fastenzeit und der Fastenmahlzeiten. Ihre cremige Fülle macht sie jedoch zu jeder Jahreszeit zu einer beliebten Vorspeise. Besucher Santorins probieren sie oft zusammen mit lokalen Weißweinen wie Assyrtiko, da die Säure des Weins die salatartige Frische der Beläge widerspiegelt.

Die Einfachheit von Fava macht es für Hobbyköche leicht, sie zuzubereiten. Die Zubereitungstechnik ist jedoch entscheidend: Sanftes Köcheln verhindert, dass die Erbsen körnig werden, und das langsame Einrühren von Olivenöl vom Herd ergibt die cremigste Konsistenz. Trotz der Einfachheit verwandelt das sorgfältige Servieren des Gerichts – beträufelt mit hochwertigem Olivenöl und kunstvoll angerichteten gehackten Zwiebeln und Kapern – aus einem einfachen Bohnenpüree ein Gericht, das einer feinen Taverne würdig ist.

Fava Santorini wird aus einfachen, gesunden Zutaten zubereitet und verbindet die Gäste mit der griechischen Geschichte und dem einfachen Inselleben. Es ist ein Gericht, das man gemütlich teilen, auf Brot oder Cracker löffeln oder als Sauce zu gegrilltem Fisch oder Lamm verwenden kann.

Fava Santorini (griechisches Rezept für gelbes Erbsenpüree)

Rezept von ReisehelferGang: SeitenKüche: griechischSchwierigkeit: Einfach
Portionen

4

Portionen
Vorbereitungszeit

15

Minuten
Kochzeit

60

Minuten
Kalorien

557

kcal
Einweichzeit

8

Std.

Eingeweichte gelbe Spalterbsen werden mit Zwiebeln geköchelt, bis sie vollständig zerfallen sind. Anschließend wird die Mischung abgegossen, zurück in den Topf gegeben und mit Olivenöl und einem Spritzer Zitronensaft (oder Essig) püriert oder püriert, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Garniert wird der Dip mit gewürfelten roten Zwiebeln (oder Frühlingszwiebeln), Kapern und einem zusätzlichen Spritzer Olivenöl. Das Ergebnis ist ein herzhafter, proteinreicher Aufstrich, der durch die Erbsen süß und durch die Toppings frisch ist – perfekt auf Brot, Crackern oder als Teil eines Meze.

Zutaten

  • Gelbe Spalterbsen: 1¼ Tassen (ca. 250 g), abgespült. (Verwenden Sie, falls verfügbar, die Sorte Santorini oder andere gelbe Spalterbsen. Zur Not können auch Kichererbsen verwendet werden.)

  • Wasser oder Gemüsebrühe: ~4–5 Tassen, zum Köcheln. (Brühe verleiht Geschmack, aber Wasser ist auch in Ordnung.)

  • Mittlere Zwiebel: 1, geviertelt (in den Topf geben).

  • Rote Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln: ¼ Tasse fein gehackt, zum Garnieren.

  • Natives Olivenöl extra: ¼ Tasse (plus etwas mehr zum Servieren).

  • Zitronensaft: 1 Esslöffel (optional, für die Helligkeit).

  • Koscheres Salz und schwarzer Pfeffer: nach Geschmack.

  • Kapern: 2 Esslöffel, abgetropft. (Oder ersetzen Sie sie durch gehackte, in Salzlake eingelegte Oliven.)

  • Frische Kräuter (optional): gehackte Petersilie oder Dill zum Garnieren.

Wegbeschreibung

  • Die Erbsen einweichen. Die gespaltenen Erbsen in eine große Schüssel geben und 5 cm hoch mit Wasser bedecken. 8–12 Stunden oder über Nacht einweichen lassen, um die Garzeit zu verkürzen und die Konsistenz zu verbessern. (Für eine schnellere Variante die Erbsen mit kochendem Wasser bedecken und 1 Stunde einweichen lassen.)

  • Die Erbsen köcheln lassen. Die Erbsen abgießen, abspülen und in einen großen Topf geben. 4–5 Tassen frisches Wasser oder Brühe und die geviertelte Zwiebel hinzufügen. Zum Kochen bringen und dabei den Schaum abschöpfen. Hitze reduzieren, teilweise abdecken und 45–60 Minuten köcheln lassen, bis die Erbsen sehr weich sind und zusammenfallen. Gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt; bei Bedarf mehr Wasser hinzufügen, damit die Erbsen bedeckt bleiben.

  • Zerdrücken oder pürieren. Die gekochten Zwiebelstücke herausnehmen und wegwerfen. Im selben Topf (ohne Hitze) die Erbsen mit einem Kartoffelstampfer oder einem Stabmixer pürieren, bis eine sehr glatte Masse entsteht. Alternativ können Sie die Erbsen auch in einen Mixer geben und pürieren (bei Bedarf portionsweise).

  • Würzen und fertigstellen. ⅓ Tasse Olivenöl und Zitronensaft nach und nach unterrühren, bis alles gut vermischt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte der Dip zu dick sein, etwas Wasser oder warme Brühe unterrühren, um ihn zu verflüssigen.

  • Garnieren und servieren. Die Fava in eine Schüssel geben und in der Mitte eine flache Mulde formen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit gehackten roten Zwiebeln (oder Frühlingszwiebeln) und Kapern bestreuen. Nach Belieben mit Kräutern bestreuen. Bei Zimmertemperatur mit warmem Pitabrot, knusprigem Brot oder Gemüse servieren.

Tipps, Fehlerbehebung und Variationen

  • Serviervorschläge & Kombinationen: Fava Santorini eignet sich perfekt als Teil eines griechischen Meze. Servieren Sie es auf gegrilltem Pitabrot, Gurkenscheiben oder Pita-Chips. Dazu passen Oliven, gefüllte Weinblätter oder Tomatenscheiben. Es eignet sich auch hervorragend als Brotaufstrich (probieren Sie es in einem vegetarischen Pitabrot mit Gurke). Ein frischer Weißwein wie Assyrtiko oder Sauvignon Blanc gleicht die zitronige Note und die reichhaltige Olivenölnote aus.
  • Aufbewahrung & Aufwärmen: Reste bis zu 4 Tage in einem abgedeckten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Die Fava wird im kalten Zustand fester; vor dem Verzehr mit warmem Wasser und etwas Zitronensaft auflockern. Es wird nicht empfohlen, die Fava einzufrieren (die Konsistenz kann sich trennen). Warm servieren und immer vorsichtig (bei niedriger Hitze oder in der Mikrowelle) erwärmen. Bei zu dicker Konsistenz etwas Flüssigkeit hinzufügen.
  • Variationen – Gewürze: Für mehr Wärme geräuchertes Paprikapulver oder gemahlenen Kreuzkümmel unterrühren. Rote Pfefferflocken sorgen für Schärfe. Kräuter: Für eine frische Note gehackten Dill, Minze oder Petersilie unterheben. Alternative Basis: Manche Rezepte verwenden gelbe Linsen oder Mungobohnen. Für eine andere Konsistenz können Sie die Hälfte der Erbsen durch gekochte Limabohnen oder Kichererbsen ersetzen. Für nicht-vegan: Für extra Cremigkeit einen Löffel Joghurt oder ein Stück Butter abseits des Herdes unterrühren.
  • Tipps vom Küchenchef: Kochen Sie die Erbsen langsam und ohne zu hektische Rührarbeit; starkes Kochen kann sie zu Brei machen. Leichtes Köcheln und gelegentliches, vorsichtiges Rühren sind entscheidend. Behalten Sie etwas Kochflüssigkeit zurück: Wenn der Dip zu dickflüssig ist, hilft die Zugabe von etwas heißem Kochwasser, eine geschmeidige Konsistenz zu erzielen. Verwenden Sie das beste Olivenöl, das Sie finden können: Sein Aroma kommt besonders gut zur Geltung. Ein Spritzer hochwertiges Öl vor dem Servieren veredelt das Gericht.
  • Optionale Zutaten: Einkaufsliste: gelbe Spalterbsen, Kirschtomaten, frische Petersilie. Vorbereitung: Die Erbsen bis zu einem Tag im Voraus einweichen und kochen; nach dem Kochen wieder erhitzen und zerstampfen. Garnituren (Zwiebeln, Kapern) im Voraus hacken.
  • Benötigte Ausrüstung: Großer Topf oder Schmortopf, Sieb oder Durchschlag, Stabmixer oder Küchenmaschine (oder Kartoffelstampfer), Rührlöffel und Schüsseln, Servierschüssel.

Nährwertangaben

ErnährungPro Portion
Kalorien557 kcal
Fett23 g (gesättigte Fettsäuren 3 g)
Kohlenhydrate70 g (Ballaststoffe 24 g, Zucker 3 g)
Protein24 g
Natrium(hängt vom zugesetzten Salz ab)
AllergeneKeine (vegan, glutenfrei)
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