Sperrgebiete: Die außergewöhnlichsten und verbotensten Orte der Welt
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An der nördlichen Adria kehrt jeden Winter ein Gericht wieder auf den Tisch: Jota, ein herzhafter Eintopf aus Bohnen und Sauerkraut, gekocht mit Kartoffeln und geräuchertem Schweinefleisch. In Istrien, der kroatischen Halbinsel, die an Italien und Slowenien grenzt, erscheint dieser Eintopf einfach als Istrische Jota und zählt neben Maneštra zu den typischen Wohlfühlgerichten der Region.
Die historischen Wurzeln dieses Gerichts führen in verschiedene Richtungen. Lebensmittelhistoriker bringen den Namen mit Friaul in Verbindung, wo ähnliche Bohnen- und Sauerkrautsuppen unter österreichischem Einfluss entstanden und sich dann entlang der Küste in Richtung Triest, der slowenischen Küste und Istrien ausbreiteten. Die Zutatenliste erzählt eine ähnliche Geschichte: Bohnen und Kartoffeln aus der Neuen Welt vereinen sich mit Schweinefleisch, Sauerkraut, Knoblauch und Lorbeerblatt. Geräuchertes Fleisch und Sauerkraut spiegeln mitteleuropäische Essgewohnheiten wider; Olivenöl und lokales Schmalz verankern das Gericht fest in der mediterranen Küche. Das Ergebnis wirkt zutiefst regional und erinnert gleichzeitig an die Küchen der Nachbarländer.
In Kroatien genießt istrische Jota oft den stillen Status eines regionalen „Nationalgerichts“, ein Symbol für die ländliche Küche, die einst auf haltbaren Lebensmitteln basierte, um die kalten Monate zu überstehen. In älteren Haushalten köcheln Köche noch immer getrocknete Borlotti-Bohnen mit Rippchen, Würstchen oder gepökelten Schweinshaxen und geben dann Sauerkraut und Kartoffeln hinzu – ein Eintopf, der mit einfachen Zutaten viele Menschen satt macht. Heute findet man ihn das ganze Jahr über in Tavernen und Familienküchen, doch besonders gut schmeckt er, wenn es draußen kalt wird und warmes Brot auf dem Tisch steht.
Das Geschmacksprofil ruht auf drei Säulen. Da ist zunächst die milde Säure des Sauerkrauts, das nur leicht abgespült wird, damit es seine Frische behält, ohne den Geschmack des Topfes zu dominieren. Dann kommt die cremige Konsistenz von lange gekochten Bohnen und Kartoffeln, die gerade so weit zerfallen, dass die Brühe andickt. Schließlich sorgt geräuchertes Schweinefleisch – Rippchen, Wurst oder eine Mischung – für Tiefe und Salzigkeit. Knoblauch, Lorbeerblätter und süßes Paprikapulver runden den Eintopf ab; manche Köche geben noch eine Prise Kümmel oder Kreuzkümmel hinzu, eine Gewohnheit, die sie mit friaulischen und slowenischen Varianten teilen.
Diese Variante orientiert sich an der traditionellen Struktur und ist gleichzeitig modern küchentauglich. Getrocknete Borlottibohnen sorgen für die beste Konsistenz, Dosenbohnen sind aber auch eine gute Alternative, wenn es schnell gehen muss. Geräucherte Schweinerippchen und Wurst bilden eine herzhafte Basis, Tomatenmark und Paprika verleihen dem Gericht eine warme Farbe. Ein Teil der Bohnen und Kartoffeln wird gegen Ende der Garzeit kurz unter den Eintopf gestampft, wodurch eine natürlich dicke, löffelfeste Konsistenz entsteht – ganz ohne Mehl.
Aus praktischer Sicht lohnt sich die Zubereitung von istrischer Jota durch gute Planung. Der Geschmack intensiviert sich bis zum nächsten Tag, und der Eintopf lässt sich aufwärmen, ohne an Charakter zu verlieren. Daher eignet er sich hervorragend zum Vorkochen größerer Mengen, für stressige Wochentage oder als gemeinsames Essen, das auf dem Herd warmgehalten werden muss, falls Gäste später eintreffen. Das Gericht ist glutenfrei, wenn es ohne Weizenbrot serviert wird, und die bohnenreiche Konsistenz ermöglicht eine schmackhafte vegetarische Variante mit Olivenöl und geräuchertem Paprika anstelle von Schweinefleisch.
Auf dem Tisch liegt Jota irgendwo zwischen Suppe und Eintopf: dickflüssig genug, um sättigend zu sein, aber auch dünn genug, um Brotkrusten aufzusaugen oder neben einer Scheibe gegrillter Wurst zu serviert zu werden. In Istrien und den angrenzenden Regionen wird sie oft mit Polenta, Sauerteigbrot oder einfachen Salzkartoffeln gereicht, mal als Vorspeise, mal als Hauptgericht. Wie auch immer sie serviert wird, eine dampfende Schüssel istrische Jota vermittelt eine klare Botschaft: Dieses Essen ist wie geschaffen für kalte Luft, lange Abende und genussvolles Essen.
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Portionen20
Minuten90
Minuten450
kcalIstrische Jota ist ein traditioneller kroatischer Bohnen-Sauerkraut-Eintopf von der istrischen Halbinsel. Er wird aus getrockneten Borlotti-Bohnen, würzigem Sauerkraut, Kartoffeln und geräuchertem Schweinefleisch zubereitet. Die Bohnen kochen cremig, die Kartoffeln werden weich und das Sauerkraut verleiht dem Eintopf eine angenehme Säure. Knoblauch, Paprikapulver, Lorbeerblätter und eine Prise Kümmel sorgen für einen wärmenden Geschmack, der besonders an kalten Tagen gut schmeckt. Die Zubereitung erfolgt in einem einzigen Topf, wobei der Eintopf die meiste Zeit sanft köchelt. Reste lassen sich gut aufbewahren und wieder aufwärmen, sodass sich der Eintopf ideal zum Vorkochen, für stressige Wochen oder ein entspanntes Mittagessen am Wochenende mit viel knusprigem Brot oder Polenta eignet.
Getrocknete Borlotti- oder Pintobohnen – 300 g (etwa 1½ Tassen) — über Nacht in reichlich Wasser einweichen; oder 2 × 400 g Dosen gekochte Bohnen verwenden, abgetropft und abgespült.
Geräuchertes Schweinefleisch (Rippchen, Wurst oder Schweinshaxe) – 300 g — in mundgerechte Stücke schneiden; gut geräucherte, aber nicht übermäßig salzige Stücke wählen.
Sauerkraut – 400–450 g, abgetropft — kurz unter kaltem Wasser abspülen und anschließend ausdrücken; falls verfügbar, rohes, fermentiertes Sauerkraut verwenden.
Festkochende Kartoffeln – 400 g (etwa 3 mittelgroße) — geschält und in 2 cm große Stücke geschnitten, damit sie ihre Form behalten, aber in der Brühe weich werden.
Karotten – 2 mittelgroße (ca. 150 g) — geschält und in dicke Scheiben geschnitten.
Gelbe Zwiebel – 1 große (ca. 180 g) — fein gehackt für eine gleichmäßige Basis.
Knoblauch – 4–5 Zehen — gehackt.
Schmalz oder neutrales Öl – 2 EL — zum Anbraten; Olivenöl eignet sich, traditionelle Köche bevorzugen jedoch Schmalz.
Tomatenmark – 1 EL — vertieft die Farbe und verleiht eine sanfte Süße.
Süßes Paprikapulver – 2 TL — vorzugsweise milder kroatischer oder ungarischer Paprika; geräucherter Paprika verleiht eine stärkere Rauchnote.
Lorbeerblätter – 2 — getrocknet.
Kümmel- oder Kreuzkümmelsamen – ½ TL (optional) — leicht zwischen den Fingern zerdrückt; verleiht eine subtile mitteleuropäische Note.
Wasser oder leichte Brühe – 1,5–1,75 l (6–7 Tassen) — genug, um die Zutaten zu bedecken und noch etwas Platz zum Köcheln zu lassen.
Feines Salz – 1–1½ TL oder nach Geschmack — je nach Salzgehalt des geräucherten Fleisches und des Sauerkrauts anpassen.
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer – ½–1 TL — wurde gegen Ende hinzugefügt.
Natives Olivenöl extra – ein Schuss pro Schüssel — für Reichhaltigkeit und Aroma.
Frische Petersilie – eine kleine Handvoll, fein gehackt — darüber gestreut.
Knuspriges Brot oder feste Polenta — traditionelle Beilagen; bei Bedarf glutenfreies Brot wählen.
Weichen Sie die Bohnen ein (falls Sie getrocknete verwenden). Die Bohnen mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 8–12 Stunden einweichen lassen, dann abgießen und abspülen.
Die Bohnen kochen. Die eingeweichten Bohnen in einen Topf geben und mit frischem Wasser bedecken (3–4 cm über den Bohnen), 1 Lorbeerblatt hinzufügen, aufkochen lassen und dann 40–60 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar, aber nicht zerfallen; gegen Ende der Garzeit leicht salzen.
Das geräucherte Fleisch auslassen und anbraten. In einem schweren Topf mit einem Fassungsvermögen von 4–5 Litern das Schmalz oder Öl bei mittlerer Hitze erwärmen, die geräucherten Schweinefleischstücke dazugeben und 5–7 Minuten braten, bis etwas Fett austritt und die Ränder anfangen, Farbe anzunehmen.
Die Aromaten anbraten. Die gehackte Zwiebel und die Karotten in denselben Topf geben, mit einer kleinen Prise Salz bestreuen und bei mittlerer bis niedriger Hitze 8–10 Minuten garen, dabei gelegentlich umrühren, bis die Zwiebel weich und hellgolden ist.
Knoblauch und Gewürze hinzufügen. Den gehackten Knoblauch, Paprikapulver, das restliche Lorbeerblatt und Kümmel oder Kreuzkümmel (falls verwendet) unterrühren und 1 Minute kochen lassen, bis es duftet.
Das Tomatenmark anrösten. Tomatenmark hinzufügen und unter Rühren 1–2 Minuten kochen lassen, bis es leicht nachdunkelt und das Gemüse überzieht.
Sauerkraut und Flüssigkeit hinzufügen. Das Sauerkraut in den Topf geben, gut umrühren, dann 1 Liter (etwa 4 Tassen) Wasser oder Brühe dazugeben; zum leichten Köcheln bringen.
Kohl und Fleisch köcheln lassen. Den Topf teilweise abdecken und 20 Minuten köcheln lassen, damit das Sauerkraut weich wird und das geräucherte Fleisch die Brühe aromatisiert.
Kartoffeln hinzufügen. Die Kartoffelstücke unterrühren, so viel Wasser oder Brühe hinzufügen, dass alles etwa 2 cm hoch bedeckt ist, und 20–25 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gerade gar sind.
Füge die Bohnen hinzu. Die gekochten Bohnen abgießen (etwas Kochflüssigkeit aufbewahren), in den Topf geben und vorsichtig umrühren; falls der Eintopf zu dickflüssig ist, mit etwas Bohnenflüssigkeit oder heißem Wasser verdünnen.
Natürlich eindicken. Mit einer Schöpfkelle eine Tasse Bohnen und Kartoffeln mit etwas Brühe entnehmen, mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken, dann diese Mischung zurück in den Topf geben und umrühren; weitere 10–15 Minuten köcheln lassen, bis der Eintopf cremig aussieht und eine homogene Konsistenz hat.
Saison und Ruhe. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, gegebenenfalls nachwürzen, dann die Hitze abstellen und den Eintopf abgedeckt mindestens 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen entfalten können.
Aufschlag. Die Jota in vorgewärmte Schüsseln füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Petersilie bestreuen und mit Brot oder Polenta servieren.
Ungefähre Werte, berechnet für eine von sechs Portionen aus einer Charge mit Borlottibohnen, geräucherter Schweinswurst und Rippchen, Schmalz und 400 g Sauerkraut:
| Nährstoff | Ungefährer Betrag |
|---|---|
| Kalorien | ~450 kcal |
| Kohlenhydrate | ~44 g |
| Protein | ~20 g |
| Fett | ~16 g |
| Faser | ~13 g |
| Natrium | ~1400 mg |
| Wichtigste Allergene | Schweinefleisch; mögliche Glutenspuren in verarbeiteten Fleischwaren; Gluten nur bei Servierung mit Weizenbrot |
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