Amsterdams Rotlichtviertel (De Wallen) ist ein einzigartiges und historisches Viertel im Herzen der Stadt. Es vereint enge mittelalterliche Gassen, malerische Grachten und eine offene Erotikkultur. Dieser umfassende Reiseführer (aktualisiert im Januar 2026) bietet alles Wissenswerte für Reisende: Hintergrundinformationen, lokale Gesetze, Spazierwege, Sicherheitstipps und die neuesten Bestimmungen. Wir beantworten außerdem zahlreiche häufig gestellte Fragen und bieten detaillierte praktische Informationen, Karten und verlässliche Quellen.
Das Amsterdamer Rotlichtviertel (oft genannt) Die Mauern Das Amsterdamer Rotlichtviertel (von Einheimischen so genannt) ist das älteste und bekannteste Rotlichtviertel der Stadt. Sein Herzstück bildet ein Labyrinth aus engen Gassen und Kanälen, deren Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Rote Lichter über den Fenstern weisen auf legale Bordelle hin, in denen registrierte Sexarbeiterinnen ihre Dienste anbieten (der Preis wird vom Kunden an der Tür ausgehandelt). Prostitution ist in den Niederlanden seit dem Jahr 2000 ein legaler Beruf. In Amsterdam gilt zum Schutz junger Frauen sogar ein Mindestalter von 21 Jahren für Sexarbeiterinnen (seit 2013 liegt es bei 18 Jahren).
Bei einem Spaziergang durch De Wallen begegnet man Folgendem:
Kurz gesagt, Amsterdams RLD operiert offen und legal und verbindet auf ungewöhnliche Weise Unterhaltung mit Respekt für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Besucher sollten die einzigartige Atmosphäre genießen und dabei die örtlichen Verhaltensregeln beachten.
Das Rotlichtviertel ist tief in der Geschichte Amsterdams verwurzelt. Seine Geschichte reicht von mittelalterlichen Seeleuten bis zu aktuellen politischen Debatten.
Diese Geschichte verdeutlicht, wie das Rotlichtviertel seit jeher zwischen Toleranz und Kontrolle balanciert. Heute gilt es sowohl als Symbol der liberalen Tradition Amsterdams als auch als Brennpunkt aktueller stadtpolitischer Debatten. Im Folgenden betrachten wir die Geografie des Viertels und wie man sich dort am besten zurechtfindet.
De Wallen liegt zentral im mittelalterlichen Stadtkern Amsterdams. Es befindet sich südlich des Hauptbahnhofs, östlich des Dam-Platzes und westlich der Oude Kerk (Alten Kirche). Das Viertel erstreckt sich grob entlang der Grachten Oudezijds Achterburgwal (Alter Seiten-Hinterkanal) und Oudezijds Voorburgwal (Alter Seiten-Vorderkanal). Zu den wichtigsten Straßen zählen die Warmoesstraat (eine der ältesten Einkaufsstraßen der Stadt) und der Zeedijk (das alte chinesische Viertel).
Bemerkenswerte Straßen und Sehenswürdigkeiten:
Anreise:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Rotlichtviertel sehr zentral liegt und gut zu Fuß zu erkunden ist. Für Erstbesucher empfiehlt es sich, am Hauptbahnhof zu beginnen, über den historischen Altkirchenplatz (Oudekerksplein) zu schlendern und anschließend die nahegelegenen Gassen von De Wallen zu erkunden.
Das Rotlichtviertel heißt Besucher willkommen, ist aber gleichzeitig auch Wohngebiet und Arbeitsplatz. Um den Respekt vor den Anwohnern und Arbeitern zu gewährleisten, gelten in Amsterdam klare Regeln. Wer diese missachtet, muss mit Bußgeldern oder Konfrontationen rechnen. Bitte lesen Sie die Regeln sorgfältig durch, bevor Sie das Viertel besuchen.
Fotografieren Sie keine Sexarbeiterinnen. Dies ist die wichtigste Regel überhaupt. Fotos oder Videos von Personen in den Fenstern zu machen, gilt als äußerst respektlos und ist strengstens verboten. Wer versucht, einen Angestellten zu fotografieren, riskiert, dass dieser ihn anbrüllt, die Vorhänge zuzieht, die Bedienung verweigert oder die Polizei ruft. Dieses „Fotografieren verboten“-Verbot ist ein ungeschriebenes Gesetz im Viertel – es ist zwar nicht illegal, wird aber strengstens durchgesetzt.
Wenn Sie diese Regeln befolgen, sorgen Sie für einen sichereren und respektvolleren Besuch. Weiter geht es mit: Was kostet etwas in De Wallen?
Ein wichtiger Aspekt beim Besuch des Rotlichtviertels ist, die Kosten der angebotenen Dienstleistungen und die zu erwartenden Abläufe zu kennen. Die Preise sind zwischen Ihnen und dem/der jeweiligen Mitarbeiter/in verhandelbar, hier sind jedoch einige Richtlinien.
Rechnen Sie mit mindestens 100–150 €, wenn Sie einen Fensterputzer für einen kurzen Einsatz engagieren möchten. Planen Sie zusätzlich Geld für Essen, Getränke oder Museumsbesuche ein. Es empfiehlt sich, sowohl Bargeld (Euro) als auch Kartenzahlungskarten dabei zu haben. Überprüfen Sie die Preise immer sorgfältig. before sich zu einem Dienst verpflichten.
Viele Besucher fragen sich: Ist es sicher, im Rotlichtviertel von Amsterdam herumzulaufen? Die Antwort lautet im Allgemeinen ja, unter Einhaltung üblicher Vorsichtsmaßnahmen. Die Stadt Amsterdam investiert aufgrund der enormen Menschenmengen in diesem Kernbereich massiv in Polizeipräsenz und Überwachung.
Wann man hinfährt, hängt davon ab, was man erleben möchte. Das RLD hat je nach Tageszeit, Wochentag und Jahreszeit eine ganz andere Atmosphäre.
Im Allgemeinen ist das Rotlichtviertel offen und interessant. ganzjährigWer Menschenmassen und die Hochsaison meiden möchte, sollte es an einem Wochentag oder an einem Winterabend versuchen. Für ein lebhafteres Ambiente ist ein Samstagabend im Juli oder ein Winterkunstfestival unschlagbar.
Eine geführte Reiseroute hilft Ihnen, das Beste aus Ihrem Spaziergang herauszuholen. Hier sind zwei Beispielrouten:
Karten und GPS sind zwar hilfreich, aber das Rotlichtviertel ist kompakt und gut ausgeschildert. Tragen Sie bequeme Schuhe (das Kopfsteinpflaster ist uneben), und Sie werden feststellen, dass Sie die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen können.
Das Rotlichtviertel bietet jenseits der Bordellfenster eine überraschende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten:
Ob man nun die Rotlichtviertel nutzt oder nicht, De Wallen ist reich an kulturellem Erbe. Nehmen Sie sich Zeit, die Museen, Kirchen und gemütlichen Cafés zu erkunden – und nicht nur die Schaufenster zu betrachten.
Freies Erkunden ist zwar in Ordnung, aber manche Besucher bevorzugen geführte Touren oder kuratierte Erlebnisse:
Aktuelle Einschränkungen: Bitte beachten Sie, dass große Reisegruppen weiterhin verboten sind. Kleine, genehmigte Touren sind am besten geeignet – und beinhalten immer einen Stopp in einem lizenzierten Café oder an einer Sehenswürdigkeit (gemäß städtischer Verordnung von 2020).
Unabhängig von der Art der Tour wird stets Wert auf respektvolles Verhalten gelegt. Auf jeder Tour werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie die Angestellten nicht mit der Kamera fotografieren dürfen. Ziel ist es, kulturelle Einblicke zu gewinnen, nicht Voyeurismus zu betreiben.
Wer in der Nähe übernachten möchte, findet in der Amsterdamer Altstadt Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel. Beachten Sie jedoch, dass in allen Hotels innerhalb oder in der Nähe von De Wallen, insbesondere an Wochenenden, mit Straßenlärm zu rechnen ist.
Die meisten Hotels in dieser Gegend bieten private Schließfächer oder Safes an (nutzen Sie diese). Viele können Ihnen auch Tipps für ein sicheres Vorankommen im Viertel geben.
Als bedeutendes reguliertes Zentrum der Sexindustrie unterliegt das Rotlichtviertel verschiedenen Gesundheits- und Rechtsvorschriften, die dem Schutz der Beschäftigten und der Öffentlichkeit dienen:
Generell sind die Gesundheitsversorgung und der Rechtsschutz im Amsterdamer Stadtbezirk (RLD) im Vergleich zu vielen anderen Teilen der Welt gut. Sexarbeiter*innen und Freier*innen mit gesundheitlichen oder sicherheitsrelevanten Bedenken können sich auf die städtischen Systeme verlassen, die ihnen umgehend helfen.
Das Rotlichtviertel ist nicht nur eine Touristenattraktion; es liegt am Schnittpunkt niederländischer Kultur, Politik und Ethik.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Rotlichtviertel einen umfassenderen Balanceakt in den Niederlanden verkörpert: Freiheit versus Ordnung, Tradition versus Wandel. Angesichts der sich ändernden Richtlinien (wie dem Rauchverbot ab Mai 2023 und der Ausgangssperre ab 1 Uhr) sollten Reisende erkennen, dass sie nicht nur eine „Show für Erwachsene“, sondern ein fortlaufendes kulturelles Experiment erleben.
Wie bereits erwähnt, hat Amsterdam nicht nur ein Rotlichtviertel. Hier ein Vergleich der drei:
Welchen Ort soll man besuchen? Die meisten Besucher konzentrieren sich auf De Wallen, da es das gesamte Spektrum an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten bietet. Ein kurzer Abstecher nach Singelgebied oder Ruysdaelkade kann jedoch interessant sein, wenn Sie das lokale Leben kennenlernen möchten. In Singelgebied befindet sich beispielsweise eine bemerkenswerte Kirche (die Vorgängerkirche des Paradiso), und Ruysdaelkade besticht durch seinen Blick auf den Kanal. Wählen Sie je nach Ihren Interessen: De Wallen bietet das typische Rotlichtviertel, während die anderen Viertel eine ruhigere, authentischere Variante darstellen.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Ist Prostitution in Amsterdam legal? | Ja. In den Niederlanden wurde die freiwillige Prostitution im Jahr 2000 legalisiert. Lizenzierte Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (ab 21 Jahren) dürfen ihre Dienste legal anbieten. Die Branche ist hinsichtlich Sicherheit und Arbeitnehmerrechten reguliert. |
| Warum heißt es Rotlichtviertel? | Weil Bordelle mit roten Neonlichtern gekennzeichnet sind. Rote Lampen symbolisieren seit jeher Bordelle in ganz Europa. |
| Wie viele Rotlichtviertel gibt es in Amsterdam? | Drei: Die Mauern (größte, zentrale), Einzelbereich (entlang des Singel-Kanals) und Ruysdaelkade (östlich in der Nähe der Amstel). |
| Dürfen Touristen das Gebiet besuchen? | Ja. De Wallen ist ein öffentliches Viertel. Führungen und spontane Besuche sind üblich; bitte beachten Sie die örtlichen Regeln. |
| Darf ich fotografieren? | Sie dürfen Straßen und Gebäude fotografieren, aber niemals Sexarbeiterinnen oder deren FensterVerstöße können zu Konflikten führen. |
| Gibt es geführte Touren? | Ja, aber nur autorisierte Führungen. Das Prostitutionsinformationszentrum bietet offizielle Führungen an. Nicht autorisierte Gruppenführungen sind verboten. |
| Altersvoraussetzung für die Teilnahme? | Zutritt zu Bars, Bordellen und Sexshows ab 18 Jahren. Angestellte müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Ausweiskontrollen sind üblich. |
| Wann hat es geöffnet? | Das Viertel ist rund um die Uhr zugänglich, die Geschäfte haben jedoch feste Öffnungszeiten. Bordelle schließen üblicherweise gegen 2–3 Uhr morgens, Bars gegen 2 Uhr und Cafés um Mitternacht. |
| Ist es nachts sicher? | Im Allgemeinen ja. Es ist gut bewacht und belebt. Gewaltverbrechen sind selten; achten Sie auf Taschendiebe. |
| Darf ich dort Cannabis rauchen? | Nicht auf der Straße. Seit Mai 2023 ist der Konsum von Cannabis im Freien in De Wallen verboten. Erlaubt ist er nur in lizenzierten Coffeeshops. |
| Darf ich auf der Straße Alkohol trinken? | Nein. Offene Alkoholbehälter sind verboten. Alkohol darf nur in lizenzierten Lokalen oder auf Terrassen konsumiert werden. |
| Was passiert, wenn ich illegale Aktivitäten beobachte? | Anruf 112 Für Notfälle. In allen anderen Fällen wenden Sie sich bitte an die Polizei. Verdacht auf Menschenhandel: 0800-7000 (anonym). |
| Gibt es Taschendiebe oder Betrügereien? | Taschendiebstahl kommt vor. Schützen Sie Ihre Wertsachen und lassen Sie sich nicht ablenken. Größere Betrugsfälle sind zwar selten, dennoch ist Vorsicht geboten. |
| Was kann ich dort kaufen? | Souvenirs, Kaffee, Snacks, Kunst, Kleidung und Geschenkartikel. Die Preise sind in der Regel ausgezeichnet; Kartenzahlung ist in vielen Geschäften möglich. |
| Dürfen Frauen zu Besuch kommen? | Ja. Frauen besuchen das Hotel häufig und fühlen sich im Allgemeinen sicher. Für alle Besucher gelten die gleichen Regeln. |
| Gibt es LGBTQ+-Sexarbeiter*innen? | Ja. Es gibt Trans- und männliche Sexarbeiter, schwule Stripclubs und LGBTQ+-freundliche Bars. |
| Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin? | Die Straßenbahnlinien 4, 9, 14, 16 und 24 sowie der Bus 22 halten in der Nähe des Dam-Platzes bzw. des Hauptbahnhofs. Die Gegend lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. |
| Kann ich die Gegend mit dem Fahrrad erkunden? | Ja, aber die Straßen sind eng und überfüllt. Zu Fuß ist es oft einfacher. Fahrräder sollten ordnungsgemäß angeschlossen werden. |
| Welche Sprachen werden gesprochen? | Niederländisch ist die Amtssprache, aber Englisch ist weit verbreitet. Viele sprechen auch Spanisch oder Deutsch. |
| Wie lange haben Cafés geöffnet? | Üblicherweise bis Mitternacht oder 1:00 Uhr nachts. Nicht rund um die Uhr. |
| Durchschnittliche Servicezeit? | Üblicherweise 15–20 Minuten. Längere Sitzungen sind teurer. Bitte vorher bestätigen. |
| Ist Verhandeln erlaubt? | Manchmal, höflich. 100 € sind in der Regel der Mindestbetrag. Drängen Sie nicht. |
| Gibt es versteckte Gebühren? | Nein. Die Preise werden im Voraus vereinbart. Klären Sie immer, was im Preis enthalten ist. |
| Soll ich Trinkgeld geben? | Optional. Ein Trinkgeld von 5–10 % wird geschätzt, ist aber nicht erforderlich. |
| Gibt es Snacks oder Toiletten? | Ja. Cafés und Schnellimbisse sind weit verbreitet. Öffentliche Toiletten kosten etwa 0,50 € bis 1 €. |
| Darf ich Kinder mitbringen? | Nicht illegal, aber aufgrund der Inhalte für Erwachsene, insbesondere nachts, dringend abzuraten. |
| Was tun bei schlechtem Wetter? | Besuchen Sie Cafés, Kneipen oder Museen wie Red Light Secrets oder Oude Kerk. |
| Werden Kreditkarten akzeptiert? | Viele Orte sind nur Barzahlunginsbesondere Sexarbeiterinnen und Coffeeshops. Führen Sie Euros mit sich. |
| Kann ich Uber oder Taxis benutzen? | Ja, aber die Abholung erfolgt auf größeren Straßen. Schmale Gassen sind für Autos nicht zugänglich. |
| Währung / Wechselkurs? | Euro (EUR). Ab 2025 entspricht 1 € etwa 1,10 USD. Geldautomaten bieten in der Regel die besten Wechselkurse. |
| Darf ich mit dem Auto in den Bezirk fahren? | Autofahren ist eingeschränkt und unpraktisch. Parken Sie in der Nähe und gehen Sie zu Fuß. |
| Muss ich Niederländisch sprechen? | Nein. Englisch funktioniert überall. Grundkenntnisse in Niederländisch sind willkommen, aber nicht erforderlich. |
Amsterdam ist das ganze Jahr über lebhaft, und das Rotlichtviertel bietet oft saisonale Höhepunkte:
Aktuelle Veranstaltungshinweise finden Sie auf der Website des Amsterdamer Tourismusverbands oder in lokalen Veranstaltungskalendern. Auch ohne Festival ist das Rotlichtviertel jeden Abend ein Open-Air-Spektakel.
Das Amsterdamer Rotlichtviertel ist eine Welt für sich – eine Mischung aus charmantem Grachtenpanorama, historischer Faszination und modernem Erotikangebot. Mit den richtigen Informationen und dem nötigen Respekt kann es ein sicheres und faszinierendes Erlebnis sein. Hier die wichtigsten Punkte:
Mit der richtigen Mischung aus unvoreingenommener Neugier und praktischer Vorsicht wird Ihr Besuch im Amsterdamer Rotlichtviertel sicher und unvergesslich. Ob Sie nun wegen der Schaufenster, der Geschichte oder einfach nur wegen des pulsierenden Stadtlebens kommen – De Wallen ist ein unverzichtbarer Teil der Amsterdamer Seele.