Lissabon – Stadt der Straßenkunst
Lissabon ist eine Stadt an der portugiesischen Küste, die gekonnt moderne Ideen mit dem Charme der alten Welt verbindet. Lissabon ist ein Weltzentrum der Straßenkunst, obwohl…
Wer die Tschechische Republik betritt, taucht ein in ein Land, in dem Bier tief in Geschichte und Alltag verwurzelt ist. Oft als Geburtsort des goldenen Lagerbiers gefeiert, braut diese Ecke Europas seit Jahrhunderten Bier. Das erste Pilsner – das ursprüngliche helle Lagerbier der Welt – wurde 1842 in Pilsen (Plzeň) gebraut, und auch heute noch trinken die Tschechen pro Kopf mehr Bier als jedes andere Land (etwa 126 Liter im Jahr 2024). Von mittelalterlichen Klosterbrauereien bis hin zu innovativen Craft-Bier-Pubs reicht die Bandbreite der Brauereien des Landes von traditionsreichen Giganten bis hin zu kleinen, revolutionären Betrieben. Dieser Reiseführer hilft Ihnen dabei, sie alle zu probieren – Prags legendäre Brauereiführungen und gemütliche Braugasthäuser, Pilsens Pilgerweg bei Pilsner Urquell, die Burgen- und Bierroute in Südböhmen (von České Budějovice nach Krumlov) und ungewöhnliche Erlebnisse wie Bier-Spas und Tankovna-Kneipen – mit Karten, Routenvorschlägen und Insider-Tipps für die Fortbewegung.
Für einen schnellen Einstieg hier ein kurzer Überblick: Tagesausflügler können eine Nachmittagstour durch die Pilsner Urquell Brauerei in Pilsen (mit ihren weitläufigen alten Kellern und dem historischen Brauhaus) mit einem Besuch einer Burg oder eines nahegelegenen tschechischen Kurortes verbinden. Bei einer 3- bis 5-tägigen Reise bietet sich eine Rundreise von Prag nach Pilsen und weiter nach České Budějovice (Brauerei Budvar) oder Český Krumlov (charmante Altstadt, Kurort Svachovka) an. Und für eine einwöchige Bierreise empfiehlt sich eine Radtour entlang der Bierrouten Südböhmens (durch Dörfer wie Třeboň und vorbei an Burgen wie Orlík) sowie ein Aufenthalt in einem traditionellen Kurort (z. B. Svachovka, wo man in einem warmen Malzbad entspannt und dabei frisches Lagerbier genießt).
Unterwegs geben wir Ihnen praktische Tipps („Können meine Kinder an einer Führung teilnehmen?“, „Sollte ich Touren im Voraus buchen?“, „Wie liest man tschechische Bieretiketten?“) sowie kulturelle Hinweise (Prost!, Bier bestellen, typische Kneipengerichte). Laden Sie hier die Brauereikarte und die Routenpläne herunter, um Ihre Reise zu planen. Egal, wie entspannt Sie sein möchten, die tschechische Bierlandschaft bietet für jeden Geschmack etwas. Mit dem ersten Schluck frisch gezapften Bieres tauchen Sie ein in eine Tradition, die bis in die Klöster des 10. Jahrhunderts und noch weiter zurückreicht. Prost!
Inhaltsverzeichnis
Im Kern ist die tschechische Bierkultur eine Geschichte von außergewöhnlichen Zutaten und traditionsreicher Braukunst. Das weiche, eisenarme Wasser der Region, die mährische Gerste und die weltberühmten Hopfensorten brachten 1842 in Pilsen das Pilsner Urquell hervor, das allererste goldene Lagerbier. Es legte den Grundstein für Pilsner Lagerbiere weltweit. Dieser hochwertige Hopfen – der Saazer Hopfen – ist nach der Stadt Žatec (deutsch: Saaz) benannt und zählt zu den nur vier „edlen“ Hopfensorten der Welt. Dieser feine, würzige Saazer Hopfen (der seit über 700 Jahren im Nordwesten Böhmens angebaut wird) verleiht tschechischen Bieren noch heute ihr charakteristisches Aroma und ihre Bitterkeit. Die Hopfengärten von Žatec sind sogar Teil einer von der UNESCO anerkannten Kulturlandschaft.
Heute gibt es in Tschechien rund 550 Brauereien, von traditionsreichen Großbrauereien bis hin zu kleinen Braugasthäusern. Jahrhundertelang wurde in Klöstern und städtischen Brauereien gebraut; heute hat der Craft-Beer-Boom Hunderte von Mikrobrauereien hinzugebracht. Besucher finden hier legendäre nationale Brauereien – Pilsner Urquell (Plzeň), Budějovický Budvar (Budějovice), Staropramen (Prag) – neben einer lebendigen, modernen Szene kleiner Brauereien und Braugasthäuser. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Vielfalt an tschechischem Bier: vom hellen Světlý Ležák (oft 11–12° Plato, ca. 4,8–5 % Alkohol) über das kräftige Tmavé Ležák (dunkles Lager) bis hin zum bernsteinfarbenen Polotmavé. Typische tschechische Etiketten für Bierstärke verwenden die Plato-Skala: z. B. 10° ≈ 4 % vol., 12° ≈ 5 % vol., 15–16° ≈ 6–6,5 %. (Biere mit einem Alkoholgehalt zwischen 8° und 10° werden gesetzlich als Výčepní oder „Fassbier“ bezeichnet.)
Bier spielt in Tschechien seit jeher eine zentrale Rolle – in einem der letzten Jahre lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei durchschnittlich 126 Litern – und die Einheimischen sind stolz darauf, es stets frisch zu servieren. Halten Sie Ausschau nach Tankovna-Kneipen: Hier wird das Bier direkt aus Edelstahltanks vor Ort gezapft und ist somit komplett unpasteurisiert. In rund 180 autorisierten Prager Kneipen können Sie ein Glas direkt vom Zapfhahn bestellen, der mit einem Lagertank – einer Tankovna – verbunden ist, in dem das Bier kalt und ungestört gelagert wird. Das Ergebnis ist ein Bier, das oft milder, spritziger und aromatischer ist als Flaschen- oder Fassbier. (Tschechische Brauereien schreiben vor, dass Tankbier innerhalb von 14 Tagen getrunken werden muss, um die Qualität zu erhalten.) Für Kenner ist der Genuss eines wirklich frischen Pilsner na tanku – in einer gut geführten Kneipe wie U Rudolfina oder U Pinkasu – eine Offenbarung und verdeutlicht, warum altes Prager Bier in Sachen Frische nicht mithalten kann.
Pilsner Urquell, der Urvater aller Lagerbiere, ist ein Pilgerort. Die Brauerei in Pilsen lädt Besucher ein. Die OriginaltourEine 110-minütige Tour durch das moderne Brauhaus, die Abfüllanlage und die 9 Kilometer langen unterirdischen Eichenholz-Lagerkeller. Sie sehen die alten Lagerhäuser und lernen sogar, Bier aus einem Eichenfass im Lagertankovna-Keller zu zapfen. Die Tour beinhaltet zwei Gläser unfiltriertes Pilsner und wird in mehreren Sprachen (Tschechisch, Englisch, Deutsch usw.) angeboten. Sie kostet ca. 380 CZK (~15 €) pro Person. (Es gibt auch eine separate Prager Filiale namens …) Pilsner Urquell Erlebnis(worauf wir im Abschnitt „Biertouren“ weiter unten eingehen; aber um das Bier direkt an seinem Ursprungsort zu verkosten, ist die Pilsen-Tour unübertroffen.)
Budvar, oft auch „tschechisches Budweiser“ genannt, ist die staatliche Brauerei der Stadt Budweis. Sie braut ein klassisches tschechisches Lagerbier mit Saazer Hopfen. Budvar bietet einstündige Führungen (mit Verkostung) an, die zwischen 180 und 250 CZK kosten. Im Preis enthalten ist eine Probe des 11°-Lagers sowie ein größeres Verkostungsglas mit 12°. Die Führungen werden auf Tschechisch, Englisch, Deutsch und in mehreren anderen Sprachen angeboten. Das Besucherzentrum von Budvar ist täglich geöffnet, und in der Hochsaison werden zu festgelegten Zeiten (z. B. täglich um 14:00 Uhr) sogar Führungen ohne Voranmeldung angeboten.
Prags bekannteste Brauerei (heute allerdings größtenteils ein Industriebetrieb) bietet Führungen in ihrer Brauerei nahe Smíchov an. Die Tour umfasst die Abfüllanlage und die Gärtanks und endet üblicherweise mit einer Verkostung im Schankraum. Sie ist zwar nicht so historisch bedeutsam wie Budvar oder Urquell, aber von Prag aus gut zu erreichen.
Eingebettet in das Gelände der Abtei Strahov (MALÝ Strahovský klošter) befindet sich diese alte Benediktinerbrauerei, deren Geschichte bis ins Jahr 993 n. Chr. zurückreicht – die erste urkundlich belegte Bierbrauerei in der tschechischen Geschichte. Heute brauen die Mönche (und Laienbrauer) ein klassisches goldenes Lagerbier namens „Benedict“ sowie saisonale Spezialitäten. Besichtigungen des Geländes und der Keller sind nach Vereinbarung möglich. Probieren Sie unbedingt die Klosterbiere Světlý und Černý (hell und dunkel) im angrenzenden Café oder im Brauereigasthof in Dejvice.
Abseits von Staropramen hat sich Prags Craft-Bier-Szene rasant entwickelt. Brauereigaststätten sprießen in angesagten Vierteln: Vinohradský Pivovar (St.-Wenzels-Brauerei) in Vinohrady, Pivovarský Dům in der Nähe der Burg, Lokal U Bílé Kuželky (Brauereigaststätten der Lokal-Kette), Broumovice/CraftHouse-Pubs, Malmöer Brauereien in Žižkov und Mikrobrauereien wie Bad Flash oder die BeerGeek Bar. Jede bietet ihre eigenen Biere vom Fass an, oft saisonale Ales oder IPAs. Die neu eröffnete Mikrobrauerei des Klosters Strahov braut Abteibiere.
Nur 90 Minuten westlich von Prag mit dem Schnellzug liegt die Stadt Pilsen, ein Muss für jeden Bierliebhaber. Neben Pilsner Urquell selbst bietet die Stadt einen Bierpfad, der die Sehenswürdigkeiten von Pilsner mit lokalen Brauereigaststätten verbindet.
Südböhmen (Jihočeský kraj) bietet eine der reichhaltigsten Bierrouten Tschechiens – eine Reise entlang von Burgen und Brauereien durch kurvenreiche Straßen, mittelalterliche Städte und familiengeführte Brauereien.
Neben Brauereibesichtigungen bietet die tschechische Bierkultur einige einzigartige und ungewöhnliche Attraktionen:
So sieht eine typische Brauereiführung in Tschechien aus, von den ersten Schritten bis zum letzten Schluck:
Tipp: Informieren Sie sich auf der Website der Brauerei oder beim Tourismusbüro über die Öffnungszeiten. Die Pilsner Urquell Experience in Prag ist beispielsweise täglich von 11:00 bis 20:30 Uhr geöffnet (letzter Einlass 19:00 Uhr) und die Standardtour inklusive zwei Bieren kostet 549 CZK. Das Besucherzentrum von Budvar in Prag (nicht zu verwechseln mit der tschechischen Brauerei) bietet ebenfalls regelmäßig Führungen an, falls Sie die Brauerei Budějovice nicht erreichen können.
Um Geld zu sparen, bieten sich kombinierte Brauereiführungen durch Prag für etwa 50–100 US-Dollar mit Guide an (die Qualität variiert jedoch stark). Individualreisende steigen oft einfach aus der Straßenbahn in eine lokale Brauerei oder Kneipe. Viele Mikrobrauereien und Braugasthäuser erheben keine Führungsgebühr, verlangen aber den Kauf von Getränken im Schankraum.
Ein Besuch in einer tschechischen Brauerei ist ohne herzhafte regionale Küche nicht komplett. In den Pubs werden typischerweise Klassiker wie Svíčková (mariniertes Rindfleisch in Sahnesauce) und Vepřo Knedlo Zelo (Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut) serviert, die hervorragend zu kräftigen Lagerbieren passen. Auch gebratener Käse (Smažák) und Schnitzel sind beliebte Pub-Gerichte. Bier selbst ist eine der wichtigsten Zutaten für die Speisenbegleitung – in der tschechischen Gastronomie gehört es einfach zum Essen dazu.
Ein paar abschließende praktische Hinweise für eine reibungslose Reise:
Für alle wissenschaftlich Interessierten und Etikettenleser: Hier eine Erklärung einiger tschechischer Bierbegriffe:
Bierliebhaber können sogar zwischen den Fässern übernachten. Einige bemerkenswerte Übernachtungsmöglichkeiten:
Geben Sie bei der Buchung an, ob Sie Bierzubehör (Kühlschrank, Zapfanlage) benötigen, falls dies ein Ausschlusskriterium ist. Und denken Sie daran: Wenn Sie Bierflaschen mit nach Hause nehmen, verpacken Sie diese sicher. Die meisten Hotels lagern einen gekühlten Sechserträger für Sie ein, den Sie günstig nach Hause schicken können.
Zum Schluss noch einige vertrauenswürdige Quellen und Partner:
Im Zweifelsfall halten die Touristinformationen in Prag, Pilsen und Budweis in der Regel Broschüren über Brauereibesichtigungen und lokale Bierfeste bereit.
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