Lissabon – Stadt der Straßenkunst
Lissabon ist eine Stadt an der portugiesischen Küste, die gekonnt moderne Ideen mit dem Charme der alten Welt verbindet. Lissabon ist ein Weltzentrum der Straßenkunst, obwohl…
Inhaltsverzeichnis
Die Wörter „Basar“, „Souk“ und „Markt“ bezeichnen alle Handelszentren, doch ihre Nuancen verraten Geschichte und Region. Basar stammt vom persischen bāzār und bedeutete ursprünglich öffentlicher Marktplatz oder Geschäftsviertel. Über das Italienische gelangte es im 16. Jahrhundert in die europäischen Sprachen. Historisch gesehen bezeichnet es einen überdachten Marktplatz oder ein Viertel mit Geschäften, insbesondere in Zentral- und Westasien. Souk (arabisch sūq) bedeutet ebenfalls Marktplatz, oft unter freiem Himmel und im Herzen einer Stadt im Nahen Osten. Im Spanischen und Portugiesischen bezeichnet mercado einen offenen Marktplatz oder eine Markthalle. In Asien deuten Begriffe wie haat (Indien/Bangladesch) oder pasar (Malaysia/Indonesien) auf ein ähnliches Konzept hin.
Diese Märkte sind weitaus älter als der moderne Tourismus. Viele entstanden aus Karawansereien, die einst die Handelsrouten säumten. Entlang der alten Seidenstraße – einem riesigen Netzwerk, das China mit Rom verband – tauschten Händler Seide, Gewürze, Porzellan und Ideen aus, während sie die Handelsposten passierten. Auch heute noch sind die Marktplätze entlang dieser Routen kulturelle Knotenpunkte. So erlebte beispielsweise das historische Basarsystem Persiens unter den Safawiden (16.–18. Jahrhundert) seine Blütezeit, während osmanische Sultane Bedesten (überdachte Basare) in Istanbul, Kairo und anderen Städten errichteten.
Basare haben sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Mittelalterliche und frühneuzeitliche Märkte waren ebenso soziale Treffpunkte wie Einkaufszentren – Orte, an denen Zünfte und Karawanen zusammentrafen. Im 20. und 21. Jahrhundert wurden viele Basare teilweise modernisiert: Einige Freiluft-Souks verfügen heute über automatisierte Kassen, und überdachte Märkte beherbergen mitunter sogar angeschlossene Einkaufszentren. Dennoch bleiben traditionelle Stile oft erhalten. Die UNESCO erkennt Plätze wie den Djemaa el-Fna in Marrakesch als immaterielles Kulturerbe an, und der Große Basar in Istanbul wird noch immer mitunter als eines der ersten „Einkaufszentren“ der Welt bezeichnet. Dieses Verständnis der Entwicklung hilft Reisenden, Basare als lebendige Museen des Handels zu begreifen, in denen uralte Muster auf digitale Preisschilder treffen.
Nicht alle Märkte sehen gleich aus. Eine praktische Möglichkeit, die Welt der Basare zu strukturieren, ist die Einteilung nach ihrer physischen Form und ihrer Spezialisierung. Am einen Ende des Spektrums stehen überdachte Basare – Labyrinthe aus überdachten Straßen unter gewölbten Ziegel- oder Holzdächern. Beispiele hierfür sind der Große Basar in Istanbul und der Khan el-Khalili in Kairo. Diese entstanden oft in Hauptstädten oder wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Im Gegensatz dazu erstrecken sich Freiluftmärkte (Agoras, Piazzas oder Pasars) auf Plätze oder in offene Pavillons (z. B. die Boqueria in Barcelona, der Chandni-Chowk-Basar in Delhi). Viele Städte haben Nachtmärkte (in Asien weit verbreitet), die erst nach Einbruch der Dunkelheit öffnen, wie der Shilin-Markt in Taipeh oder der Rod-Fai-Markt in Bangkok; hier herrscht reges Treiben mit Streetfood und Live-Unterhaltung.
Ein weiterer Aspekt ist die Spezialisierung auf bestimmte Waren. Historisch gesehen organisierten Händler Märkte nach Waren: Gewürzbasare (vollgepackt mit Kurkuma, Safran und Pfeffer), Goldsouks (mit Goldbarren und Schmuck), Stoffsouks (mit Seide und Wolle in Hülle und Fülle), Lebensmittelmärkte oder sogar Karawansereibasare, die auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet waren. Auch heute noch folgen viele Märkte solchen Nischen. In Istanbul kann ein Viertel voller Teppiche und Kelims sein, ein anderes voller Silberwaren und Schals. Dubais Goldsouk in Deira ist berühmt für seinen glänzenden Schmuck, während der nahegelegene Gewürzsouk mit Räucherstäbchen und exotischen Teesorten überquillt. In Delhi verkaufen lebhafte Freiluftmärkte alles von Seidenschals bis hin zu ayurvedischen Ölen.
Praktische Taxonomie nach Region/Fachgebiet:
Eine einfache Tabelle (Region × Spezialität) kann Reisenden als Orientierung dienen:
Der Charakter jedes Marktes entsteht durch diese Mischung aus Umgebung und Warenangebot. In späteren Abschnitten werden Dutzende bemerkenswerte Märkte nach Regionen detailliert vorgestellt – jedes Kurzprofil enthält Informationen zu „Einkaufsmöglichkeiten, Anfahrt, Öffnungszeiten und Sicherheit“.
Nachfolgend finden Sie eine nach Regionen geordnete Übersicht über bedeutende Märkte. Jeder Eintrag beschreibt Lage, Geschichte und Spezialitäten.
Mitten im alten Istanbul erstreckt sich der Große Basar, ein Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert, dessen 61 überdachte Straßen das pulsierende Zentrum des osmanischen Handels bildeten. Im Jahr 1461 von Sultan Mehmet II. in Auftrag gegeben, beherbergten seine gewaltigen Steinhallen einst Edelsteine, Gewürze und Seide aus dem gesamten Reich. Auch heute noch ist er ein wahres Paradies für Reisende: Rund 4.000 Läden säumen die Gassen, jeder geführt von einer Familie, die ihr über Generationen weitergegebenes Wissen in jeden Verkauf einfließen lässt.
Bei Sonnenuntergang verwandelt sich der große Platz Djemaa el-Fna in Marrakesch in ein pulsierendes Fest für die Sinne. Einst ein Karawanenplatz, säumen heute Hunderte von Essensständen den Platz, und Dutzende von Straßenkünstlern sorgen für ausgelassene Karnevalsstimmung. Angrenzend an den Platz erstreckt sich ein Labyrinth aus Souk-Gassen aus dem 11. Jahrhundert, eingefasst von ockerfarbenen Lehmwänden. Viele Handwerker wohnen noch immer über ihren Läden: Färber, Schreiner und andere. Fondoux (Hostels/Werkstätten) prägen das Bild der Medina.
Dubais traditionelle Souks bieten einen Einblick in den emiratischen Handel, der älter ist als die Wolkenkratzer. Im historischen Gold-Souk (Stadtteil Deira) reihen sich über 300 Geschäfte aneinander, deren Schaufenster mit Halsketten, Armbändern und Goldbarren glänzen. Besucher sehen auf jedem Artikel einen Karatstempel: Laut Gesetz der VAE müssen lizenzierte Goldprodukte einen Feingehaltsstempel tragen (z. B. „916“ für 22-karätiges Gold). Vertrauen wird schriftlich festgehalten: Jeder Kauf wird mit einer beglaubigten Rechnung abgeschlossen.
Feilschen gehört in vielen Regionen fest zur Marktkultur. Der Prozess kann freundlich, ja sogar spielerisch ablaufen. Bedenken Sie, dass es sich dabei ebenso sehr um eine kulturelle Interaktion wie um eine Verhandlung handelt. Um erfolgreich zu sein:
Reisende fragen sich oft, wo sie die beste Qualität eines bestimmten Produkts finden. Hier sind einige Kurzanleitungen:
Wenn Sie sich bei einem Markthändler unsicher sind, ob er seriös ist, prüfen Sie vor allem, ob er Mitglied in Branchenverbänden ist oder bitten Sie um eine Broschüre (viele Läden haben laminierte Informationsmappen in mehreren Sprachen). Im Zweifelsfall ist ein höfliches „Nein, danke“ und ein Schritt zurück besser als ein Spontankauf.
Die meisten Basare akzeptieren nur die Landeswährung. In Marrakesch oder Istanbul werden US-Dollar oder Euro möglicherweise nur in wenigen gehobenen Geschäften und zu ungünstigen Wechselkursen angenommen. Planen Sie daher, die jeweilige Landeswährung (marokkanische Dirham, türkische Lira, VAE-Dirham usw.) mitzuführen. Geldautomaten befinden sich üblicherweise in der Nähe großer Märkte (z. B. vor dem Großen Basar in Istanbul oder den Souks in Dubai). Bringen Sie neue, unbeschädigte Scheine mit – alte oder zerrissene Banknoten werden möglicherweise nicht angenommen.
Tipp: Tragen Sie eine Mischung aus Scheinen (kleine und mittlere Stückelungen) und Münzen bei sich; Verkäufer geben oft nur das kleinste Wechselgeld zurück oder werfen Münzen weg und runden ab, wenn Sie nicht genau zahlen können. Achtung: In manchen Ländern (z. B. Marokko) gibt es zwei Linien gelber oder goldfarbener Münzen in den Werten 1, 2, 5 oder 10 der Landeswährung; nennen Sie beim Bezahlen die gewünschte Münze. „3 Dirham“ statt „3“, um Verwechslungen zu vermeiden.
Führen Sie neben Bargeld auch eine Ersatzkreditkarte in einer sicheren Tasche mit sich. In den meisten modernen Basarvierteln akzeptieren Händler und Geschäfte Kartenzahlung (insbesondere Gold- und Gewürzmärkte in Dubai oder exklusive Einkaufsstraßen in Istanbul). An kleinen Ständen und Imbisswagen ist jedoch in der Regel nur Barzahlung möglich. Beim Verhandeln über größere Anschaffungen (wie Teppiche oder Möbel) kann die Aussage „Ich habe Bargeld dabei“ einen besseren Preis erzielen.
Mehrwertsteuerrückerstattungen. In Europa und einigen asiatischen Städten können Touristen die Mehrwertsteuer auf größere Einkäufe zurückfordern. In der Regel ist dafür ein Mindestumsatz (z. B. 50 € in EU-Geschäften) erforderlich, und am Flughafen muss ein Formular zur Mehrwertsteuerbefreiung abgestempelt werden. Wenn Sie beispielsweise in Barcelona in einem Souk-ähnlichen Geschäft eine Designerhandtasche für 200 € kaufen, erhalten Sie nach Vorlage des Kassenbons und Ihres Reisepasses bei der Ausreise möglicherweise etwa 30 € zurück. Die Regelungen variieren: In der Türkei oder den Vereinigten Arabischen Emiraten sind unter Umständen nur Rohstoffe oder exportiertes Gold (mit Rechnung) von der Mehrwertsteuer befreit. Fragen Sie im Geschäft immer nach: „Steuerfrei für Touristen?“
Versand von sperrigen Artikeln. Viele Märkte verkaufen schwere Gegenstände (Teppiche, Antiquitäten, Möbel). Wenn Sie diese versenden möchten: – Fragen Sie im Geschäft nach.Seriöse Teppich- oder Antiquitätenhändler bieten in der Regel Versandservices an. Sie verpacken und organisieren den Seetransport (günstiger) oder den Lufttransport. Gegebenenfalls versichern sie den Artikel. Rechnen Sie damit, die vollen Versandkosten zuzüglich einer Provision im Voraus zu bezahlen.
– SelbstversendungIn Städten wie Istanbul oder Kairo gibt es auch Speditionsbüros (DHL, Aramex), die Kistenverpackung anbieten. Holen Sie mehrere Angebote ein. Der internationale Versand eines großen Teppichs (10 kg) per Luftfracht kostet etwa 50–100 US-Dollar; per Seefracht sind es 30–50 US-Dollar, die Lieferzeit beträgt jedoch mehrere Monate. Berücksichtigen Sie unbedingt die Zollgebühren in Ihrem Heimatland (die Spedition sollte Sie im Voraus über die Gebühren informieren).
– AusfuhrgenehmigungenBei Antiquitäten und Kunst sollten Sie die Gesetze prüfen. Viele Länder (z. B. Türkei, Indien, Nepal) verlangen eine Genehmigung für die Ausfuhr von Antiquitäten oder Kunstwerken ab einem bestimmten Alter. Ein seriöses Geschäft wird Ihnen keine illegalen Objekte verkaufen (und Sie darauf hinweisen, wenn Sie nach etwas zu Altem fragen). Im Zweifelsfall sollten Sie sich an einen seriösen Händler wenden. "neu" oder neuere Stücke. Manchmal stellt ein Händler bei Bedarf ein Exportzertifikat aus (z. B. Unterlagen des türkischen Kulturministeriums für Teppiche, die älter als 50 Jahre sind). VersicherungErwägen Sie eine Transportversicherung für wertvolle Gegenstände. Einige Geschäfte bieten diese an (gegen einen Aufschlag auf den Warenwert), oder Ihr Kreditkartenunternehmen deckt möglicherweise „Verlust oder Beschädigung von Waren“ ab, wenn Sie mit Karte bezahlen.
Spickzettel für lokale Redewendungen. Kleine Gesten schaffen Vertrauen. Neben Begrüßungen (siehe Verhandeln) sollten Sie Folgendes lernen: – Somethings/kahtay khoob? („Wie viel kostet das?“ auf Urdu) wenn man in pakistanischen Souks ist.
– Qemti daneh (Preis eines Korns) für ein „Goldstück“ auf persischen Goldmärkten.
– Auf spanischen Märkten (z. B. La Boqueria), „Wie viel ist es wert?“ zum Preis „Es ist teuer!“ für „das ist teuer“.
– Thai: "Was ist los?" („Was verkaufen Sie?“ – eine auf Märkten gebräuchliche Frage).
Basare sind berüchtigt für ihre Fälschungen. Hier einige Tipps zu den einzelnen Produkten:
Wenn etwas verdächtig billig erscheint, nickt man am besten höflich und geht weg. Die geringen Kosten, ein schlechtes Geschäft auszuschlagen, sind weitaus geringer als das spätere Bedauern über den Kauf einer Fälschung oder eines überteuerten Betrugs.
Moderne Reisende legen zunehmend Wert auf verantwortungsvolles Einkaufen. Basare bieten Einblicke in lokales Kunsthandwerk, doch ethische Überlegungen tragen dazu bei, Traditionen zu bewahren und fair zu gestalten.
Ethisches Einkaufen ist sowohl bewusst als auch bereichernd. Wie ein bhutanischer Kunsthandwerker einem Besucher erklärte: „In diesem Beutel, den ich herstelle, kann man Münzen aufbewahren. Wenn Sie ihn kaufen, trägt er auch unsere Hoffnung.“
Das Treiben auf Basaren stellt oft eine körperliche Herausforderung dar. Doch mit der richtigen Vorbereitung kann fast jeder ihre Wunder erleben.
Kurz gesagt: Planen Sie, fragen Sie Einheimische nach Abkürzungen oder Hilfe und gehen Sie es gemächlich an. Es geht darum, den Markt zu genießen, nicht darum, sich zu beeilen. Mit etwas mehr Vorsicht kann jeder in Ihrer Gruppe das bunte Treiben auf dem Markt in vollen Zügen genießen.
Essen ist oft der beste Indikator für den Charakter eines Marktes. Ob es sich nun um eine dampfende Schüssel mit … handelt Foto Ob an einem vietnamesischen Straßenstand oder frisch geöffnete Austern in La Boqueria – Märkte bieten lokale Aromen.
Spezialitäten des jeweiligen Marktes:
Genuss ist das Ziel: wie ein Reiseführer für Bangkoks Straßenessen scherzhaft bemerkt. „Am besten schmeckt der heiße Bissen, den man um Mitternacht auf leeren Magen isst.“
Märkte in Ihre Reiseplanung einzubeziehen, kann richtig Spaß machen. Hier sind einige Beispielrouten (mit ungefähren Zeitangaben):
Kartierung & Zeitmessung: Nutzen Sie Google Maps, um Märkte (oftmals verzeichnet) zu finden und Routen zu planen. Beachten Sie die Öffnungszeiten – die Nachtmärkte in Bangkok öffnen beispielsweise erst gegen 18 Uhr. In heißen Regionen (MENA, Südasien) ist es am späten Nachmittag unerträglich heiß; planen Sie Ihren Besuch der Souks unter freiem Himmel vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr. Berücksichtigen Sie außerdem die Gebetszeiten am Freitag in muslimischen Ländern (viele Souks schließen freitags mittags).
Gepäck- und Packtipp. Lassen Sie Platz für Schnäppchen! Wenn Sie fliegen, bringen Sie eine leere Reisetasche oder Vakuumbeutel zum Komprimieren von Textilien mit. Planen Sie für einwöchige Reisen ein zusätzliches Handgepäckstück oder einen zusätzlichen Koffer für Einkäufe ein. Bei Reisen über Land können Sie sperrige Gegenstände per Kurier an Ihr nächstes Hotel schicken lassen. Verpacken Sie zerbrechliche Keramik in Kleidung oder Luftpolsterfolie (viele Hotels stellen zusätzliche Bettwäsche zum Polstern zerbrechlicher Gegenstände zur Verfügung). Bewahren Sie die Quittungen auf und melden Sie übergroße Sendungen gegebenenfalls beim Zoll Ihres Heimatlandes an.
Ein kleines Packliste Für den Marktbesuch: bequeme Schuhe, Tageslichtlampe/Taschenlampe (zur Edelsteinbegutachtung oder für Nachtmärkte), Handdesinfektionsmittel/Servietten (für Streetfood), Landeswährung (auf manchen Märkten wird Bargeld benötigt), ein Maßband (um zu prüfen, ob ein Teppich in Ihren Raum passt), eine Kamera mit Makroobjektiv (um Schnäppchen festzuhalten) und eine Notiz mit Notfallphrasen (z. B. „Hilfe, Polizei, Übersetzer“).
Nutzen Sie die bereitgestellten, herunterladbaren Reiseverlaufs-PDFs (siehe Ressourcen), um diese an Ihren eigenen Zeitplan anzupassen.
Der beste Zeitpunkt variiert stark je nach Klima und Kultur:
Zusammenfassend lässt sich sagen: Informieren Sie sich über den lokalen Klimakalender und fragen Sie in Ihrem Hotel oder beim Tourismusbüro nach. Der richtige Zeitpunkt kann den Unterschied zwischen einem zauberhaften, ruhigen Markt und einem frustrierenden Gedränge ausmachen.
Sollten Sie einen Reiseführer engagieren oder alleine losziehen? Das hängt von Ihren Bedürfnissen ab.
Vorteile eines Reiseführers:
– Sprache & Verhandlung: Ein Reiseführer, der die Landessprache fließend spricht, kann die Sprachbarriere überwinden. Auf Märkten, wo das Feilschen kompliziert ist (wie beispielsweise in Kairo oder Bangkok), sorgt ein Reiseführer dafür, dass Missverständnisse vermieden werden. So könnte ein Reiseführer in Marrakesch beispielsweise korrekterweise … “meziane” (gut) und die wichtigsten Teppichabschnitte identifizieren.
– Kulturelle Einblicke: Fremdenführer (oft von Tourismusverbänden lizenziert) erzählen die Geschichte und die Geschichten hinter den Marktständen. Sie können auf versteckte Schätze hinweisen – einen familiengeführten Silberschmied in Kairo oder eine geheime Dachziegelwerkstatt in Istanbul –, die einem auf einem Flugblatt vielleicht entgehen würden.
– Sicherheit und Vertrauen: In den verwinkelten Gassen der Märkte dient ein Reiseführer als Orientierungshilfe und bietet Ihnen Sicherheit. Dies ist besonders wertvoll für Reisende, die mit den lokalen Gepflogenheiten nicht vertraut sind oder Angst vor Betrug haben. Manche Touren beinhalten auch Teepausen oder Mittagessen in ausgewählten Restaurants.
– Zeiteffizient: Wenn Ihr Zeitplan eng ist, wird Ihnen ein Reiseführer beim Einkaufen helfen – Sie können sagen, welche Artikel Sie interessieren (Gewürze, Teppiche) und er bringt Sie direkt zu den besten Anbietern.
Wann man sich selbstständig machen sollte:
– Ungezwungenes Stöbern: Wenn Sie gerne ziellos umherwandern und mit Ladenbesitzern plaudern, ermöglicht Ihnen eine Solo-Reise (oder nur mit Reisebegleitern), sich Zeit zu nehmen, um Ihre Fundstücke ausgiebig zu betrachten.
– Budgetreisen: Reiseführer kosten Geld. Wer sich mit Sprach-Apps auskennt und über gute Ortskenntnisse verfügt, kann sich auf großen Märkten auch selbst zurechtfinden. Viele Märkte sind heutzutage mit Schildern in Englisch oder anderen Sprachen ausgestattet.
– Abends und außerhalb der Stoßzeiten: Auf Nachtmärkten und lokalen Basaren werden oft weniger Führungen angeboten. Bei einem kurzen Aufenthalt (z. B. im Rahmen eines Kreuzfahrtstopps) sorgt ein Guide dafür, dass Sie die begrenzte Zeit optimal nutzen. Haben Sie jedoch mehrere Tage Zeit, bietet die Aufteilung der Zeit (erster Tag mit Führung, zweiter Tag auf eigene Faust) sowohl Lernerfahrungen als auch Unabhängigkeit.
Auswahl eines Reiseführers: Wenn Sie sich für eine Tour entscheiden, suchen Sie nach offiziellen oder gut bewerteten Anbietern: – Prüfen Sie Plattformen wie TripAdvisor oder Viator auf Anbieter mit vielen positiven Bewertungen.
– Stellen Sie sicher, dass der Reiseleiter über eine Lizenz verfügt (in einigen Ländern ist dies gesetzlich vorgeschrieben). In Madhya Pradesh, Indien, beispielsweise dürfen nur staatlich lizenzierte Reiseleiter offizielle Touren durchführen.
Vereinbaren Sie die Gebühr im Voraus und klären Sie, ob Trinkgelder, Mittagessen oder eine Servicegebühr in Geschäften enthalten sind. Seriöse Reiseführer sollten Sie nicht zum Kauf von Produkten verpflichten.
– Kleingruppenreisen (6–8 Personen) sind oft ideal: groß genug für eine gesellige Atmosphäre, aber klein genug, dass man sich bei Bedarf aus der Gruppe zurückziehen kann.
Kurz gesagt, ein Guide ist zwar hilfreich, aber nicht immer notwendig. Viele erfahrene Marktbesucher bevorzugen eine geteilte Strategie: Sie nehmen beispielsweise zu Beginn einer Reise an einer geführten Markttour teil und besuchen später ihre Lieblingsstände allein.
Worin besteht der Unterschied zwischen einem Basar und einem Souk?
„Basar“ und „Souk“ bedeuten beide Markt, stammen aber aus unterschiedlichen Sprachen. Basar ist persischen Ursprungs (über das Italienische) und bezeichnet oft einen großen überdachten Marktplatz oder ein Einkaufsviertel (wie beispielsweise den Großen Basar in Istanbul). Souk ist arabisch und bezeichnet oft einen Freiluft- oder Straßenmarkt (z. B. den Gold-Souk in Dubai oder einen überdachten Souk in einer arabischen Medina). In der Praxis sind die Begriffe heute austauschbar: Marrakesch hat SouksIstanbul hat BasareIm Grunde handelt es sich bei beiden um Ansammlungen von Ständen und Läden für den Handel.
Welche sind die berühmtesten Basare und Souks der Welt?
Zu den bekanntesten zählen der Große Basar in Istanbul (Türkei), der Djemaa el-Fna und die Souks in Marrakesch (Marokko), der Khan el-Khalili in Kairo (Ägypten), der Gold- und Gewürzsouk in Dubai (VAE), Chandni Chowk in Delhi (Indien), der Große Basar in Teheran (Iran), der Tsukiji-/Toyosu-Markt in Tokio (Japan) und die Seidenstraße in Peking (China). Ebenfalls erwähnenswert sind die La Boqueria in Barcelona (Spanien) für ihre kulinarischen Köstlichkeiten, La Merced in Mexiko-Stadt und die Rocks Markets in Sydney (Australien), die eher Boutique-Marken bieten. (Siehe auch: Legendäre Märkte Im obigen Abschnitt finden Sie Einzelheiten zu all diesen Punkten und mehr.
Was sollte ich am ___ (spezifischen Markt) kaufen?
Jeder Markt hat seine Spezialitäten. Z. B. Großer Basar Istanbul: Teppiche, türkischer Honig, Gewürze; Jemaa el-Fna: Lederwaren, Laternen, Arganöl; Khan el-Khalili: Papyruskunst, Gewürze, Goldschmuck; La Boqueria: Iberischer Schinken, Zutaten für Safran-Paella, Oliven; Shilin-Nachtmarkt (Taipeh)Stinkender Tofu, frittiertes Hähnchen (scharf gegrillt), Bubble Tea; Tsukiji/Toyosu (Tokio)Sushi, Wasabi, japanische Messer. (Detaillierte Listen nach Märkten finden Sie in den obigen Abschnitten zu regionalen Märkten.)
Wie feilscht man auf einem Souk? Was sind Verhandlungstipps?
Gute Regeln: (1) Seien Sie höflich und freundlich. Ein Lächeln oder eine freundliche Begrüßung beruhigt den Verkäufer. (2) Beginnen Sie mit einem niedrigen Angebot – oft um die Hälfte des geforderten Preises – und gehen Sie dann schrittweise nach oben. (3) Zeigen Sie Bereitschaft, zu gehen, wenn der Preis nicht stimmt; Verkäufer rufen Sie manchmal mit einem besseren Angebot zurück, wenn sie sehen, dass Sie gehen. (4) Bezahlen Sie in der Landeswährung, um den besten Preis zu erzielen. (5) Verwenden Sie die wichtigsten Ausdrücke: „Wie viel?“, „Nein, danke“, „Zu teuer“ oder Ausdrücke im lokalen Dialekt. (6) Kaufen Sie mehrere Artikel im selben Geschäft, um einen Mengenrabatt zu erhalten. (7) Achten Sie auf Körpersprache – Sie und der Verkäufer werden das Feilschen genießen, wenn Sie freundlich bleiben. (Siehe Abschnitt „Wie man verhandelt“ oben für Formulierungen und Beispiele.)
Welche Öffnungszeiten haben Basare und Souks üblicherweise?
Die Öffnungszeiten variieren. Viele Souks im Nahen Osten öffnen gegen 9–10 Uhr und schließen am Nachmittag für eine Pause (besonders im Sommer). Oft öffnen sie am späten Nachmittag wieder bis 19–22 Uhr. Das Freitagsgebet (Freitagmittag) kann in islamischen Ländern den Geschäftsbetrieb unterbrechen (Souks schließen oft von 12 bis 14 Uhr). Westliche Lebensmittelmärkte öffnen in der Regel früh (7–9 Uhr) und schließen am späten Nachmittag. Thailändische Nachtmärkte öffnen üblicherweise nach 18 Uhr und haben bis Mitternacht geöffnet. Informieren Sie sich immer online oder in Ihrem Hotel über die Öffnungszeiten des jeweiligen Marktes, da diese je nach Stadt und Jahreszeit variieren können.
Ist es sicher, Basare und Souks zu besuchen? (Sicherheitstipps, Taschendiebstahl)
Grundsätzlich ja, sofern die üblichen Reisevorkehrungen beachtet werden. Märkte können überfüllt sein, daher sollten Sie Ihre Wertsachen vor Taschendieben im Auge behalten (nutzen Sie versteckte Taschen oder einen Geldgürtel). Tragen Sie möglichst nur wenig Bargeld bei sich. Seien Sie beim Feilschen aufmerksam – freundliche Käufer in Ihrer Nähe sind in Ordnung, aber wenn Ihnen jemand zu nahe kommt, entfernen Sie sich. Kleiden Sie sich in konservativen Gegenden dezent, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden. Die meisten Händler sind ehrlich, dennoch sollten Sie immer das Wechselgeld nachzählen und die Artikel vergleichen. Beachten Sie die oben genannten Sicherheitstipps gegen Betrug: Lehnen Sie unaufgefordert angebotene Tees oder Hilfeleistungen ab.
Sind Basare für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich?
Traditionelle Basare sind oft nicht barrierefrei. Viele wurden vor Jahrhunderten ohne Rücksicht auf Rampen erbaut. Rollstuhlfahrer finden dort häufig enge Gassen, Treppen und schwere Türen vor. Einige modernisierte Märkte (wie die überdachten Bereiche der Souks in Dubai) sind barrierefrei zugänglich. Erkundigen Sie sich, ob der Markt über Eingänge mit Rampen verfügt. Fragen Sie Einheimische nach weniger steilen Wegen oder Aufzügen (der Große Basar in Istanbul bietet beispielsweise einen Aufzug zu einer Moschee mit Blick auf den Basar). Familien sollten einen stabilen Kinderwagen mitbringen (auf dem Kopfsteinpflaster wird er durchgeschüttelt). Touristinformationen oder Reiseführer kennen möglicherweise barrierefreie Wege zu wichtigen Märkten in Großstädten. Ansonsten planen Sie kurze Besuche ein (machen Sie regelmäßig Pausen in Cafés) oder engagieren Sie bei Bedarf einen Gepäckträger vor Ort.
Darf ich in Basaren und Souks fotografieren? Gibt es dabei kulturelle Verhaltensregeln?
Die Regeln zum Fotografieren sind unterschiedlich. In unauffälligen Bereichen sind Fotos im Allgemeinen erlaubt. Auf Märkten im Nahen Osten sollten Sie jedoch vermeiden, Personen (insbesondere Frauen) ohne deren Erlaubnis zu fotografieren – fragen Sie immer vorher. Viele Händler haben nichts gegen ein schnelles Foto ihrer farbenfrohen Auslagen. Blitzlichtaufnahmen sind in der Regel unproblematisch, außer an Ständen mit zerbrechlichen Waren (z. B. Keramik) – fragen Sie im Zweifelsfall nach. Auf manchen Märkten (z. B. Chandni Chowk in Delhi) sind Kameras nicht offiziell verboten, achten Sie aber auf Schilder mit der Aufschrift „Fotografieren verboten“ in der Nähe von Schreinen oder religiösen Bereichen. Wenn ein Kunsthandwerker arbeitet (z. B. Teppiche webt oder Tierhäute gerbt), zeigen Ihnen viele gerne ihren Arbeitsprozess; ein kleines Trinkgeld danach ist üblich.
Wie erkennt man gefälschte Waren im Vergleich zu authentischem Kunsthandwerk?
Betrug kommt vor. Bei Markenartikeln (Uhren, Handtaschen) gilt die Regel: Ist der Preis extrem niedrig, ist es wahrscheinlich eine Fälschung. Echtes Kunsthandwerk weist meist kleine Unregelmäßigkeiten auf (z. B. einen ungleichmäßigen Knoten oder ein unregelmäßiges Muster), während maschinell hergestellte Importwaren zu perfekt aussehen. Fragen Sie nach der Herkunft: Echte Perserteppiche werden beispielsweise mit einem Zertifikat oder Etikett des Verkäufers geliefert. Metallwaren können punziert sein (Gold mit 916/750, Silber mit 925). Achten Sie auf die Produktqualität: Echte Gewürze sollten intensiv und natürlich riechen (riecht Kreuzkümmel staubig, ist er alt oder verdünnt). Bei Souvenirs sollten Sie auf offizielle Siegel achten – manche Städte vergeben beispielsweise „Made in Morocco“-Siegel oder Zertifikate der Tourismusbehörden für authentische Waren. Wenn der Verkäufer sich weigert, Details zu zeigen (z. B. die Rückseite eines Teppichs oder die Innenseite eines Rings), ist Vorsicht geboten.
Kann ich größere Einkäufe nach Hause liefern lassen? Kosten, Zollbestimmungen, vertrauenswürdige Versandunternehmen?
Ja, mit entsprechender Vorbereitung. Wie bereits erwähnt, bieten große Teppichhändler oder Antiquitätenhändler oft den Versand per internationalem Kurierdienst an. Alternativ können Sie lokale Post- oder Kurierdienste nutzen. Luftfracht ist am schnellsten (Tage), aber teuer; Seefracht ist langsam (Wochen), aber pro Kilogramm günstiger. Kosten: Der Seetransport eines Teppichs von Istanbul nach Europa kostet etwa 3–5 US-Dollar pro Kilogramm; per Luftfracht ist er etwa dreimal so teuer. Die Zollgebühren im Heimatland variieren: Für Teppiche ab einem bestimmten Wert können Einfuhrzölle anfallen (informieren Sie sich über die Bestimmungen Ihres Landes – in den USA sind die Zölle auf Bodenbeläge niedrig, gelten aber auch außerhalb der Freibeträge). Bei Antiquitäten kann ein Zollgutachter einen Ursprungsnachweis verlangen; bewahren Sie daher immer die Ausfuhrdokumente auf. Zu den vertrauenswürdigen Versanddienstleistern gehören DHL, FedEx und empfohlene lokale Teppichtransportunternehmen (z. B. haben in Istanbul einige bekannte Teppichtransportfirmen Stände in der Nähe des Basars). Wertvolle Stücke sollten Sie außerdem versichern.
Welche Artikel kauft man am besten in welcher Region? (z. B. Teppiche, Gewürze, Gold)
Dies haben wir teilweise behandelt: – Teppiche/Läufer – Die Türkei und der Iran bieten die größte Auswahl an hochwertigen Teppichen (Isfahan, Tabriz, Fars-Region im Iran; Oushak, Kayseri in der Türkei), außerdem Marokko für Berberteppiche.
– Gewürze – Marokko (Ras el Hanout, Safran), Indien/Pakistan (schwarzer Pfeffer, Kurkuma), Südostasien (Zitronengras, Galgant auf thailändischen Märkten; getrocknete Chilischoten, Ingwer in China/Indonesien).
– Gold/Schmuck – Naher Osten (VAE Gold Souk, Kairo Khan el-Khalili), auch Indiens Mumbai oder Delhi für Gold (18–22K) mit offizieller Punzierung.
– Textilien – Zentralasien (usbekische Ikats, kirgisischer Filz), Peru für Alpakawolle und Andenstickerei, Peru/Guatemala für Webereien, Indien für Baumwolldrucke und Pashminas, Thailand für Seidenschals (Chiang Mai), Mexiko für handbestickte Blusen.
– Essen & Tee – Spanien für Safran und Tapas-Spezialitäten, Japan/Taiwan für Grüntees, Türkei/Indien für Tees und Süßigkeiten usw. Jede Region hat ihre Spezialitäten (viele davon sind in den obigen Abschnitten „Was Sie kaufen sollten“ aufgeführt).
Wie viel sollte ich bezahlen? Was ist ein fairer Preis?
Das hängt ganz vom jeweiligen Artikel und Ort ab. Als grobe Richtlinie: Sehr günstige Souvenirs (Postkarten, kleine Schmuckstücke) kosten umgerechnet etwa 1–3 US-Dollar. Handgefertigte Artikel: Ein kleines Pashmina-Tuch kostet in Asien etwa 15–30 US-Dollar, in Europa hingegen um die 50 US-Dollar. Ein aufwendig geknüpfter Teppich (2,4 x 3 m, antik oder mit hoher Knotenzahl) kann Tausende von Dollar kosten. Am besten handelt man immer noch: Wenn Ihnen der erste Preis des Verkäufers zu hoch erscheint, versuchen Sie, mit der Hälfte oder einem Drittel davon zu beginnen. Ein fairer Preis ergibt sich aus einer Einigung. Die oben genannten Reise-Websites und Foren weisen darauf hin, dass… in vielen Touristenmärkten „Fairer Preis“ bedeutet oft etwas mehr als das, was Einheimische zahlenUnter Berücksichtigung der Gemeinkosten und einer kleinen Gewinnspanne. Im Zweifelsfall sollten Sie eine zweite oder dritte Meinung in einem anderen Geschäft einholen.
Werden auf Basaren Karten akzeptiert oder ist Bargeld erforderlich?
Hauptsächlich Bargeld. Viele Geschäfte auf großen Märkten (vor allem in Dubai oder Istanbul) verfügen mittlerweile über mobile Kartenlesegeräte. Kleinere Händler hingegen meist nicht. Führen Sie daher immer Bargeld in der jeweiligen Landeswährung für die meisten Einkäufe und Trinkgelder mit sich. Auf kleinen Märkten in Entwicklungsländern sind Geldautomaten in der Medina oft rar; heben Sie daher vorher Geld ab. Achten Sie auf den dynamischen Währungskurs – bestehen Sie am Kartenterminal auf der Zahlung in der Landeswährung, um ungünstige Wechselkurse zu vermeiden. Halten Sie außerdem etwas Kleingeld oder kleine Scheine für Trinkgelder oder kleine Geschenke bereit (z. B. könnte ein Händler einen Dollar als Abschiedsgeschenk annehmen).
Wann ist die beste Tages- oder Jahreszeit für einen Besuch im Souk, um Menschenmassen zu vermeiden?
Frühmorgens (kurz nach der Öffnung) und am späten Nachmittag ist es meist ruhiger. Sonntags (in Ländern mit christlicher Mehrheit) oder freitags (in Ländern mit muslimischer Mehrheit, nachmittags) kann es entweder sehr ruhig sein (wenn die Geschäfte geschlossen sind) oder sehr lebhaft (wenn Wochenmarkt ist). Viele Märkte leeren sich um die Mittagszeit. In extrem heißen Regionen halten die Einheimischen am Nachmittag Siesta. In der touristischen Hochsaison (Sommer in Europa, Winterferien weltweit) sind alle großen Märkte natürlich überfüllt. In der Nebensaison (Übergangsmonate) findet man oft mehr Platz zum Stöbern. Mit etwas Glück kann Ihnen ein Mitarbeiter Ihres Hotels einen Tag/eine Uhrzeit empfehlen, an dem/der weniger Touristen unterwegs sind (viele Reiseblogs empfehlen Dienstag für den Großen Basar, da viele Kreuzfahrtschiffe montags und donnerstags anlegen; informieren Sie sich aber bitte über die aktuellen Anlegezeiten).
Wie bereitet man sich auf einen Souk-Besuch vor/Was sollte man dafür anziehen?
Kleiden Sie sich bequem und respektvoll. Atmungsaktive Stoffe sind in warmen Klimazonen empfehlenswert; in konservativen Gegenden sollten Schultern und Beine bedeckt sein. Bequeme Schuhe (ohne Absätze) sind notwendig, da die Souks verwinkelt sind. Ein leichter Rucksack ist aus Sicherheitsgründen besser als eine Umhängetasche. Sonnenschutzmittel und ein Hut für die Märkte sind ebenfalls ratsam. Eine Reiseversicherung, die Diebstahl und Verlust abdeckt, ist empfehlenswert. Frauen können ein leichtes Kopftuch tragen (nicht nur zur Bedeckung der Scham, sondern auch zum Bedecken der Haare beim Betreten einer Moschee). Eine wiederverwendbare Wasserflasche ist bei längeren Bummeln durch die Souks praktisch.
Gibt es Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit beim Essen an Marktständen? Was sollte man probieren?
Wie bereits erwähnt, sollten Sie sich an frisch zubereitete, heiße Speisen halten. Traditionelle Spezialitäten sind in der Regel unbedenklich, da die Verkäufer wissen, dass ihr Ruf in ihrer Heimat auf dem Spiel steht. Seien Sie jedoch vorsichtig mit rohen Salaten oder sehr fettigen Speisen. Fragen Sie im Zweifelsfall Einheimische nach ihrem Lieblingsstand (sie wissen meist, welches Gericht genau richtig ist). Wasser in Flaschen ist am sichersten; bei Säften achten Sie darauf, dass sie frisch gepresst sind. Eine gute Regel: Wenn ein Stand eine gemeinsame Fingerschale oder einen Teller mit Salz anbietet, den jeder berührt, sollten Sie ihn meiden. Probieren Sie typische Gerichte: Marokkanische Tajine auf dem Djemaa el-Fna, Türkische Küche Simit mit Tee in Istanbul, spanischem Jamón und Manchego in der Boqueria, thailändischem Pad Krapow (Basilikum-Pfannengericht) auf einem Nachtmarkt in Bangkok, äthiopischem Injera Und probieren Sie unbedingt die Eintöpfe im Mercato-Viertel von Addis Abeba. Die Straßenhändler wollen vielleicht nicht, dass Sie sie nach dem Rezept fragen, aber bewundern Sie ihr Können – es ist das authentischste Essen, das Sie in vielen Ländern finden werden.
Kann man an Essensständen handeln? (im Gegensatz zu Kunsthandwerksständen)
Selten. Die Preise für Lebensmittel in Souks und an Straßenständen sind in der Regel fest (obwohl manche Obstverkäufer bei größeren Mengen an Bananen oder Datteln kleine Rabatte gewähren). Der Versuch, den Preis für eine Schüssel Nudeln auszuhandeln, gilt gemeinhin als kleinlich. Trinkgeld ist stattdessen üblich. Nach dem Essen wird ein angemessenes Trinkgeld geschätzt: zum Beispiel ein paar Münzen bei einem einfachen Essen oder 10–15 % in einem kleinen Café.
Gibt es lokale Gesetze oder Vorschriften (z. B. Handelsverbote, Beschränkungen für bestimmte Artikel)?
Ja, Kenntnisse der Exportbestimmungen können viel Ärger ersparen. Viele Länder verbieten den Kauf von Antiquitäten (alte Münzen, Manuskripte, archäologische Fundstücke). Elfenbein und Schildkrötenpanzer sind in der Regel überall verboten. In Marokko dürfen Teppiche, die älter als etwa 100 Jahre sind, nicht legal ausgeführt werden (erfragen Sie nach dem Alter des Teppichs). In China unterliegen bestimmte Edelstein- und Korallenprodukte Exportbeschränkungen. Kuba hatte strenge Exportbeschränkungen für Kunst und Zigarren (bitte informieren Sie sich über die aktuellen Bestimmungen). Verlangen Sie vom Verkäufer immer die Ausfuhrpapiere für Antiquitäten. Einige Länder erlauben den privaten Kauf von Kulturgütern nur bis zu bestimmten Wertgrenzen (das EU-Recht erlaubt beispielsweise die zollfreie Einfuhr von Kunstwerken unter 150.000 € mit den entsprechenden Dokumenten).
Darüber hinaus unterliegen bestimmte Märkte Handelsbeschränkungen, z. B. Delhi. Kurta-Basare Lederwaren werden verkauft, was für Vegetarier problematisch sein könnte. Früher war der Verkauf von nicht-halalen Produkten auf indonesischen Märkten während des Ramadan verboten (dieses Verbot wird jedoch aufgehoben). In einigen Städten (wie der Altstadt von Jerusalem) sind die Medinas nach Religionszugehörigkeit unterteilt – im muslimischen Viertel ist angemessene Kleidung angebracht.
Wie haben sich Basare durch Tourismus und Modernisierung verändert?
Viele historische Märkte haben eine Gentrifizierung erlebt. Souvenirstände säumen die Straßen, manchmal auf Kosten traditioneller Geschäfte. Franchise-Läden oder Fast-Food-Restaurants dringen mitunter in Touristenmärkte ein (z. B. eine internationale Kaffeekette auf dem Beyazit-Platz in Istanbul). Umgekehrt wurden einige Märkte zu Fußgängerzonen umgestaltet oder überdacht, um Besucher anzulocken. Moderne Kreditkartenautomaten und mehrsprachige Schilder sind heute allgegenwärtig. Der Tourismus hat auch zu neuen Marktkonzepten geführt: geführte kulinarische Stadtführungen, kleine Kunsthandwerksmärkte in Souks (z. B. ein marokkanisches Kunsthandwerksunternehmen, das fair gehandelte Waren in einem Souk verkauft) oder Museumsmärkte, in denen Kunsthandwerker in einer restaurierten Karawanserei ihre Waren anbieten.
Diese Veränderungen führen jedoch oft zu Spannungen mit der Tradition: Einheimische beklagen Preissteigerungen und den Verlust von Authentizität. Für Reisende kann dies von Vorteil sein (bessere Infrastruktur, englische Beschilderung), doch Vorsicht: Suchen Sie stets nach authentischen Teilen des Marktes – fragen Sie Einheimische oder verlassen Sie die Hauptstraße.
Welche Basare sind UNESCO-Welterbestätten oder stehen unter historischem Schutz?
Mehrere Beispiele: Der Djemaa el-Fna (Marrakesch) ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadtmärkte in Fès und Aleppo gehören ebenfalls zum UNESCO-Welterbe (und stehen daher unter Denkmalschutz). Der Khan el-Khalili in Kairo liegt im UNESCO-Gebiet „Historisches Kairo“. Notiz: Der UNESCO-Schutz bedeutet hauptsächlich Einschränkungen bei der Veränderung historischer Bausubstanz – der Handel wird nicht unterbunden. Allerdings bedarf jede größere Veränderung (wie der Abriss eines Teils) der Genehmigung der Regierung. Oftmals sind auf diesen Märkten Wachleute vor Ort, um das Kulturerbe zu schützen.
Was ist die Geschichte der Basare – Ursprung und Rolle in den Handelsrouten (Seidenstraße)?
Basare entwickelten sich aus einfachen Karawanenstationen und Stadtplätzen. Antike Karawansereien (Gasthäuser für Kamele am Wegesrand) hatten angrenzende Märkte. Entlang der Seidenstraße (ab dem 2. Jahrhundert v. Chr.) wurden Waren wie Seide, Gewürze und Metalle von Stadt zu Stadt transportiert, und die Basare der einzelnen Städte entwickelten sich, um die ankommenden Karawanen und die lokale Bevölkerung zu versorgen. Im Laufe der Zeit formalisierten Reiche wie das Osmanische Reich diese Entwicklung: Sultan Süleyman und seine Nachfolger bauten Basare und erhoben Steuern. Bedesten In Istanbul. Mittelalterliche europäische Händler durchquerten mitunter osmanische Basare, um Wolle oder Keramik zu verkaufen. Basare erfüllten auch soziale und politische Funktionen: Zunfthäuser befanden sich oft in oder neben den Märkten, und Neuigkeiten aus der Umgebung wurden ausgetauscht. Einige Historiker sehen in den Basaren die Zentren der Städte – um sie herum entstanden Moscheen und Regierungsgebäude. (Für eine ausführliche Geschichte siehe beispielsweise den Eintrag „Seidenstraße“ in der Britannica oder die in der Liste „Weiterführende Literatur“ aufgeführten wissenschaftlichen Werke.)
Wie liest und verwendet man lokale Maß- und Qualitätsbezeichnungen (z. B. Karat, Knotendichte, Fadenzahl)?
– Karat Bei Gold gilt: 24 Karat ist Feingold, 18 Karat entsprechen 75 % Feingold und 22 Karat 91,7 % Feingold. Auf Rechnungen von Händlern wird die jeweilige Zahl angegeben (z. B. 750 für 18 Karat, 916 für 22 Karat). Klären Sie immer, ob „Karat“ oder „Reinheit“ gemeint ist – Diamantkarat (Gewicht) und Goldkarat (Reinheit) sind unterschiedliche Begriffe.
– TeppichknotenDie Knotendichte wird oft in KPSI (Knoten pro Quadratzoll) oder KPSM (Knoten pro Quadratmeter) angegeben. Ein feiner Perserteppich kann beispielsweise 1200 KPSM (ca. 75 KPSI) aufweisen. Handgeknüpfte Teppiche sind wertvoll; maschinell hergestellte Teppiche werben oft mit der Fadenzahl (die jedoch kein zuverlässiges Qualitätsmerkmal ist). Fragen Sie nach dem Grundgewebe (Wolle oder Baumwolle).
– Fadenzahl des Stoffes: Beim Kauf von Bettwäsche gibt die Fadenzahl die Glätte des Stoffes an: Über 200 ist gut. Im Handel wird Bettwäsche jedoch oft nach Gramm pro Quadratmeter (g/m²) verkauft – 180–220 g/m² stehen für leichte Baumwolle, 400–500 g/m² für schweren Perkal. Fühlen Sie das Gewicht des Stoffes.
– Schmucklegierungen: Neben dem Karatgehalt sollten Sie nachfragen, ob es sich beim Silber um 925er Sterlingsilber (Standard in Europa und den USA) oder um 800er/830er Sterlingsilber (weniger rein) handelt, wie es bei kontinentalen Stücken üblich ist. Platingegenstände tragen den Stempel „Pt“. Der Qualitätsunterschied zwischen Salzwasser- und Süßwasserperlen ist erheblich; fragen Sie bei Perlen aus Asien immer nach der Herkunft.
– Edelsteinklassifizierung: Wenn Ihnen ein Saphir der Kategorie „AAA“ angeboten wird, bitten Sie darum, ihn unter Vergrößerung zu sehen; oft bedeutet AAA für den Verkäufer lediglich hohe Qualität. Zertifizierte Diamanten (mit GIA- oder vergleichbarem Zertifikat) sind auf Basaren selten; beurteilen Sie stattdessen Reinheit und Farbe.
– Spice-Einheiten: Die meisten werden nach Gewicht (Gramm oder Unzen) verkauft. Karat ist hier irrelevant.
Im Zweifelsfall bieten viele Märkte kleine Juwelier- oder Gemmologiegeschäfte zum Testen an, und Stoffhändler demonstrieren Web- und Färbetechniken. Weitere Begriffe finden Sie im Glossar (Ressourcen), falls Sie diese direkt benötigen.
Gibt es ethische/nachhaltige Möglichkeiten, auf Basaren einzukaufen?
Ja. Suchen Sie nach Kunsthandwerkskooperativen oder Fair-Trade-Ständen (oft ausgeschildert). Vermeiden Sie Wildsammlungsprodukte (wie Korallen oder seltene Hölzer), die Ökosysteme schädigen. Unterstützen Sie Produkte mit Naturfarben oder Bio-Textilien. Fragen Sie nach, ob Teile des Produkts importiert wurden – z. B. Kleidungsstücke. gesucht Achten Sie darauf, dass die Produkte ausschließlich aus der Region stammen; andernfalls wirken sie weniger authentisch. Denken Sie daran, dass ein fairer Preis (Preis geteilt durch 2 statt 10) zu ethischem Einkaufen dazugehört. Tipp: Wenn eine lokale NGO einen Laden im Souk betreibt, fließen möglicherweise 100 % der Einnahmen in soziale Projekte. Einige Märkte veröffentlichen sogar die Geschichten ihrer Kunsthandwerker, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Wie plant man eine Reise mit Schwerpunkt auf dem Souk (Beispielrouten: halbtägig, ganztägig, mehrtägig)?
Siehe die Beispiel-Reiserouten Siehe Abschnitt oben. Für einen kurzen Besuch (½ Tag) wählen Sie einen der wichtigsten Märkte und kommen Sie gleich zur Öffnung. Für einen ganzen Tag kombinieren Sie einen Vormittagsmarkt mit einer kulturellen Sehenswürdigkeit am Nachmittag. Bei einer mehrtägigen Reise (z. B. „48 Stunden in Istanbul“) teilen Sie die Zeit nach Stadtvierteln auf: Tag 1 – Großer Basar und Gewürzbasar (Vormittag/Nachmittag), abends Besuch eines nahegelegenen türkischen Bades oder der Blauen Moschee; Tag 2 – Kadıköy und die Märkte auf der asiatischen Seite (Vormittag), anschließend Galata-Antiquitätenmarkt am Nachmittag. In Marrakesch sollten Sie zwei halbe Tage einplanen: einen für die Souks und den Platz, den anderen für die Mellah (das jüdische Viertel mit Kunsthandwerk und Gewürzmarkt). Wenn Sie durch eine andere Region reisen, können Sie den Sonnenaufgang „erleben“: Beginnen Sie beispielsweise morgens in Dubai im Gold-Souk und fliegen Sie dann mittags nach Kairo, um nachmittags den Khan el-Khalili zu besuchen.
Was sind die besten Märkte für Lebensmittel, Antiquitäten, Textilien, Schmuck und Gewürze?
Beachten Sie die obenstehenden Rohstoffübersichten und Regionslisten. Einige schnelle Kombinationsmöglichkeiten: – LebensmittelmärkteAsiatische Frischmärkte und europäische Freiluftmärkte (z. B. Antwerpen oder Barcelona); Nachtmärkte in Taiwan/Thailand.
– Antiquitäten: Die Flohmärkte von Paris, Portobello in London, Panjiayuan in Peking (für asiatische Antiquitäten).
– TextilienSuzani-Basare Zentralasiens, Seidenbasare Indiens, Hmong-Märkte Südostasiens.
– Schmuck: Dubai Gold Souk, Istanbul Grand Bazaar's Korukhan (Goldstraße), Jaipur's Bapu Bazaar (Halbedelsteine).
– Gewürze: Jaipurs Johari-Basar, Istanbuls Gewürzbasar, Oaxacas Mercado 20. November (Chili-Markt).
Wie viel Platz im Gepäck sollte ich für Markteinkäufe einplanen? Packtipps.
Das hängt von Ihren Interessen ab. Wenn Sie ausgiebig shoppen möchten, nehmen Sie eine zusätzliche Reisetasche mit oder wiegen Sie Ihren Koffer. Als Richtwert: Rechnen Sie damit, dass jede Person 2–3 kg an Kleinigkeiten (Gewürze, Schals) und eventuell einen größeren Gegenstand (z. B. einen kleinen Teppich, Keramik) kauft. Wenn Sie fliegen, erwägen Sie, größere Gegenstände vorab per internationaler Post zu versenden, um Übergepäckgebühren zu vermeiden. Vakuumieren Sie Kleidung zu Hause, um Platz zu sparen. Verwenden Sie Kompressionswürfel für neue Bettwäsche oder Kleidung. Planen Sie nach Möglichkeit immer mindestens 5 % Ihres Freigepäcks für „Importe“ ein; manche Reisende schicken ihre am wenigsten passenden Kleidungsstücke nach dem Souvenirkauf günstig wieder nach Hause.
Kann man auf modernen Touristenmärkten (im Gegensatz zu lokalen Märkten) verhandeln? Sind die Preise festgelegt?
In modernen Einkaufszentren, Duty-Free-Shops und großen Ladenketten sind die Preise fest. Auf Touristenmärkten wie Souks (z. B. karibischen Kunsthandwerksmärkten oder Bollywood-Basaren in Indien) ist leichtes Feilschen üblich, große Rabatte jedoch unüblich. In vielen Ländern ist auf offiziell regulierten Märkten (z. B. staatlichen Märkten wie dem Or Tor Kor in Bangkok) kaum oder gar nicht verhandelbar. Gehört der Verkäufer zu einem größeren Unternehmen (z. B. einem Geschäft mit nationaler Markenlizenz), ist der Preis in der Regel fest. An Straßenständen oder in kleinen, unabhängigen Läden lohnt es sich, freundlich zu verhandeln. Im Zweifelsfall fragen Sie höflich: „Können Sie mir einen Sonderpreis machen?“
Gibt es geführte Touren durch die Basare – lohnen sie sich?
Ja, viele Städte bieten geführte Basartouren an (Spaziergänge oder Tuk-Tuk-Touren). Das Angebot reicht von kostenlosen Gruppentouren (mit optionalem Trinkgeld) bis hin zu kostenpflichtigen Angeboten. Für Erstbesucher eines komplexen Souks ist ein geführter Spaziergang ideal, um sich schnell zu orientieren. Kostenlose Orientierungstouren starten beispielsweise in der Touristeninformation und führen durch die Märkte. Kostenpflichtige Touren bieten historische Einblicke und ermöglichen es, Warteschlangen an stark frequentierten Orten zu umgehen. Bei einem angemessenen Preis (oft 20–50 US-Dollar) lohnt sich die Tour allein schon wegen der interessanten Informationen und Insidertipps (man erfährt beispielsweise, wo es die besten Angebote gibt). Lesen Sie Bewertungen zu Angeboten wie „Lebensmittelmarkt-Tour Bangkok“ oder „Koch- und Souk-Tour Marrakesch“.
Wie kann man Betrügereien vermeiden (Teetricks, gefälschte Workshops, Taxi-Absetzstellen)?
Vieles davon haben wir oben bereits angesprochen. Zusammenfassend: – Immer Unaufgeforderte Angebote ablehnenWenn Sie jemand in den „Schwesterladen“ oder ins „Café“ einlädt, handelt es sich wahrscheinlich um eine List. Sagen Sie höflich, dass Sie lieber selbst entscheiden möchten.
In Medinas sollten Sie vor Fahrtantritt einen Festpreis für Taxis vereinbaren oder Ihr Hotel bitten, Ihnen eins zu rufen. Vorsicht vor Taxis, die Ihnen „von Freunden“ vermittelt wurden – diese Fahrer könnten abseits der Straße fahren, um überhöhte Preise zu verlangen.
Notieren Sie sich im Voraus die Nummer eines vertrauenswürdigen Taxis oder die Nummer einer Mitfahr-App. Wenn Sie ein Tuk-Tuk oder eine Feluke (ein Boot) nehmen, handeln Sie vorher einen Preis aus.
– Wenn ein Verkäufer darauf besteht, dass ein Artikel das „letzte Stück“ oder ein „nur heute zum Sonderpreis“ sei, bleiben Sie vorsichtig. Seriöse Antiquitätenhändler warten auf ernsthafte Käufer; Druckausübung deutet daher auf eine Touristenfalle hin.
Und noch einmal: Gehen Sie weg, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt. Auf einem guten Basar wird ein ehrlicher Händler Sie mit einem faireren Preis zurückrufen. Wenn nicht, verabschieden Sie sich höflich und suchen Sie sich einen anderen Markt.
Welche lokalen Redewendungen sollte man kennen (grundlegende Verhandlungsfloskeln)?
Siehe unser Phrasenblatt: Hier einige Beispiele nach Regionen: – Arabisch: “Kam?” (Wie viel?), "Danke" (Danke), "Schnäppchen" (naqs, oder einfach den Preis aushandeln). – Türkisch: "Wieviel kostet das?" (Wie viel kostet das?), "Sehr teuer" (zu teuer), "Okay" (OK/abgemacht), „Könnten Sie mir bitte einen Rabatt gewähren?“ (Könnten Sie bitte einen Rabatt gewähren?) Thai: "Tao rai?" (Wie viel?), "Bekommen wir jetzt mehr Lob von Ihnen?" (Könnten Sie noch etwas tiefer gehen?), "Morgen!" (Kein Preis). – Hindi/Urdu: "Wie viel kostet das?" (Wie viel kostet das?), „Mach es billig.“ (es billig machen), „Es ist sehr teuer.“ (zu teuer), “Aram se” (Vorsichtig vorgehen; beim Verhandeln ein freundliches Wort verwenden). – Spanisch: "Wie viel kostet es?", „Es ist teuer.“, “¿Me lo deja en [price]?” (will you take [price] for it?). Haggling in local language goes a long way. Even “high, high!” (raising hand) is universally understood to mean “Too expensive!”.
Welche Basare bieten Workshops/Vorführungen an?
Ja, das tun einige. Im Großen Basar von Istanbul werden in manchen Läden Teppichknüpfvorführungen angeboten (sehen Sie den Webern beim Knüpfen zu). In den Souks von Marrakesch zeigen einige Riads und Kooperativen (wie Dar Bellarj) live die Kunst des Fliesenlegens oder der Holzschnitzerei. In Delhi demonstrieren ein oder zwei Schalwerkstätten in Chandni Chowk das Färben von Wolle. Viele Märkte bieten mittlerweile Erlebnisläden an, zum Beispiel türkische Textilgeschäfte, in denen man selbst ein paar Reihen weben kann. Wenn Sie einen Handwerker mit freiem Platz an seinem Webstuhl sehen, fragen Sie höflich, ob Sie kurz zusehen dürfen. Oft freuen sie sich über ausländische Zuschauer (und vielleicht lockt das auch neugierige Käufer an).
Wie kann man die Herkunft von Antiquitäten/Kunstwerken vor dem Kauf überprüfen?
Verlangen Sie zunächst die entsprechenden Dokumente. Seriöse Händler stellen für wertvolle oder antike Objekte Exportzertifikate des jeweiligen Kulturministeriums aus. Fehlen diese, sollten Sie misstrauisch werden. Achten Sie auf bekannte Punzen oder Inschriften: Beispielsweise könnte ein antikes osmanisches Schwert eine kaiserliche Tughra tragen. Fragen Sie bei Gemälden nach dem Künstler oder der Entstehungszeit – skrupellose Verkäufer nennen mitunter generische oder bekannt klingende Namen (wie „Schule Rembrandts“) ohne ausreichende Belege. Vertrauenswürdige Händler sind oft Mitglied in Antiquitätenvereinen oder Auktionshäusern. In großen Ländern sind Auktionen oder geprüfte Basare empfehlenswerter. Im Zweifelsfall sollten Sie den Preis möglichst niedrig halten oder vom Kauf absehen.
Sind für die Ausfuhr von Antiquitäten oder Kulturgütern spezielle Genehmigungen erforderlich?
Ja, und das ist unterschiedlich. In der Türkei, Indien, Nepal, Marokko usw. gelten Beschränkungen. Im Allgemeinen gilt: Artefakte, die älter als 100 Jahre sind often need export permits. Raw antiques (coins, manuscripts) typically require paperwork from a culture ministry. If the seller is honest, they’ll handle it: for instance, Turkish carpet dealers fill out a form for customs. If a vendor shrugs off any question about age or origin, doubt their knowledge. Many countries fine or even jail tourists who take out illegal antiques. Always get a written receipt stating “sold to customer, antique age <100 years” if applicable.
Welche Versicherungsmöglichkeiten gibt es für teure Anschaffungen?
Wertvolle Gegenstände (wie Teppiche und Schmuck) können über den Versanddienstleister oder einen spezialisierten Versicherer versichert werden. Einige Kreditkarten bieten einen Käuferschutz für 90 Tage auf mit Karte gekaufte Artikel (sofern diese nach Hause geschickt werden); prüfen Sie die Leistungen Ihrer Karte. Für im Ausland gekaufte Antiquitäten oder Kunstwerke kann eine internationale Transportversicherung (z. B. Clements Worldwide) den Transport abdecken. Falls Sie nicht versichert sind, sollten Sie sorgfältig Fotos und Unterlagen anfertigen; dies ist hilfreich, falls etwas verloren geht. Viele große Handelsländer verfügen zudem über einen Ombudsmann oder eine Verbraucherschutzbehörde – diese werden zwar selten in Anspruch genommen, aber theoretisch könnte man die Weigerung eines Geschäfts, einen Kaufvertrag einzuhalten (z. B. wenn ein Laden einen „18-karätigen Goldring“ verkauft, der nicht aus reinem Gold besteht), vor Ort anfechten, obwohl in der Praxis nur wenige Touristen davon Gebrauch machen.
Welche Souvenirideen von Basaren eignen sich gut zum Mitnehmen und Transportieren?
– Nicht verderbliche Waren: Teedosen, Gewürze in verschlossenen Gläsern, lokale Schokolade (vakuumverpackt) von Bergmärkten, getrocknete Blumen.
– Kleine Textilien: Schals, Tischdecken, Wandbehänge (eng zusammengerollt). Verwenden Sie diese zuerst, um zerbrechliche Einkäufe zu polstern.
– Metallwaren: Schalen aus Messing oder Silber sind leicht und langlebig.
– Packbare Kunstwerke: Kleine Gemälde oder Drucke (gerollt in einer Röhre).
– Kunsthandwerk: Holzpuzzles, Perlenschmuck oder geknüpfte Freundschaftsarmbänder.
– Vermeiden Sie: Lose Flüssigkeiten, Pulver (Zollkontrolle) und Pflanzen. Falls Sie Keramik oder Glas kaufen, wickeln Sie diese für den Flug in Kleidung ein.
Wesentliche Unterschiede zwischen asiatischen Nachtmärkten und Souks im Nahen Osten?
Asiatische Nachtmärkte (Taipeh, Hongkong, Bangkok) konzentrieren sich stark auf Straßenessen Sie sind oft nachts geöffnet und bieten preiswerte Snacks, Kleidung und technische Geräte an. Meist handelt es sich um informelle Stände ohne Markengeschäfte, und Feilschen ist entweder gar nicht üblich (Aufkleber auf der Kleidung) oder eher unüblich. Sie haben lange geöffnet (20:00–24:00 Uhr) und bieten oft Unterhaltung (Straßenkünstler). Die Souks des Nahen Ostens (Kairo, Marrakesch) befinden sich oft in permanenten Markthallen oder Stadtvierteln, die Jahrhunderte alt sind, und bieten ein breiteres Warenangebot von Lebensmitteln über Schmuck bis hin zu Stoffen. Das Feilschen ist eine jahrhundertealte Kunst, und Der Markt ist ebenso sehr ein soziales Forum wie ein Einkaufsort.Souks können tagsüber und (in Touristenvierteln) nach einer Mittagspause wieder geöffnet sein, schließen aber im Allgemeinen gegen Abend (obwohl Cafés/Lounges dann geöffnet haben).
Verhaltensregeln für Frauen in konservativen Basaren?
Frauen sollten sich dezent kleiden (Schultern, Dekolleté und Bauch bedecken; knielange Röcke). In sehr konservativen Medinas (wie Riad oder Teilen Jakartas) wird unter Umständen sogar erwartet, dass die Haare bedeckt sind. Vermeiden Sie zu enge oder freizügige Kleidung. In gemischten Menschenmengen ist ein freundliches, aber höfliches Auftreten angebracht – ein Nicken oder Lächeln ist in Ordnung, längerer Augenkontakt kann jedoch in manchen Kulturen missverstanden werden. Auf stark männerdominierten Märkten kann es vorkommen, dass Frauen mehr Aufmerksamkeit erfahren; eine männliche Begleitung (sofern kulturell üblich) kann unerwünschte Annäherungsversuche abwehren. In den meisten touristisch frequentierten Souks ist die Atmosphäre jedoch an weibliche Besucherinnen gewöhnt. Reisen Sie also selbstbewusst, aber aufmerksam allein. Wenn Sie fotografieren, sollten Frauen mit Kopftuch nicht ohne deren Einverständnis fotografieren.
Wie kann man gefälschte Designerwaren vermeiden?
Noch einmal: Wenn ein Angebot verdächtig günstig ist, handelt es sich wahrscheinlich um eine Fälschung. Bei bestimmten Marken sollten Sie sich ein Detail merken: Echte Gucci-Gürtel haben beispielsweise eine Seriennummer und fühlen sich charakteristisch an. Kaufen Sie Luxusmarken möglichst in deren Boutiquen (und profitieren Sie von der Mehrwertsteuerrückerstattung) und nicht auf einem Flohmarkt. Falls Sie nach günstigeren Designerimitationen suchen (was viele Käufer aus Spaß tun), achten Sie genau auf die Nähte und die Beschläge. Eine wirklich teure Lederhandtasche Wille Sie riechen nach Leder (nicht nach Vinyl). Die meisten klugen Reisenden betrachten „Designertaschen auf einem Basar“ als Kuriosität, nicht als Investition.
Wo findet man Stände mit zeitgenössischem Kunsthandwerk im Vergleich zu Souvenirständen für Touristen?
Gehen Sie tiefer in die Medina hinein oder abseits der großen Touristenattraktionen. Lokale Kunsthandwerker haben oft Kooperativen oder sogenannte „Foundouks“ weiter hinten (z. B. werden in Marrakeschs Viertel Sidi Ghanem Teppiche geknüpft). Manche Souks beherbergen eine „Kunstecke“ oder Galerie (beispielsweise das Bab Loshita in Fès, das Kunsthandwerk in einem museumähnlichen Ambiente präsentiert). Stände in der Nähe der Hauptattraktionen (gegenüber den Eingängen) sind hingegen touristischer. Reiseblogs weisen manchmal auf solche „Einheimischengassen“ hin – fragen Sie im Zweifelsfall einen Cafébesitzer oder Hotelier nach einer Empfehlung für einen Markt, der nicht so überlaufen ist.
Wie kann man Sprachbarrieren vorbeugen? Sind Übersetzer/Apps hilfreich?
Smartphone-Übersetzer-Apps (z. B. Google Translate mit Kameraeingabe) eignen sich gut für kurze Sätze oder das Lesen von Schildern (allerdings nicht zuverlässig für komplizierte Verhandlungen, sondern am besten für kurze Wörter). Alternativ können Sie einen lokalen Reiseführer engagieren, der Ihre Sprache spricht, zumindest für den ersten Tag. Auf vielen Märkten sprechen die Händler grundlegendes Englisch; falls die Englischkenntnisse nicht ausreichen, helfen Handzeichen und Taschenrechner. Sprachführer und Apps sind hilfreich. Wenn Sie die Zahlen von 1 bis 10 in der Landessprache lernen, können Sie Preise bestätigen. In Ländern wie China oder Japan, wo Englisch weniger verbreitet ist, bieten einige Märkte in der Nähe von U-Bahn-Stationen mehrsprachige Speisekarten an, die speziell auf Ausländer zugeschnitten sind. Ein mobiler WLAN-Router oder eine lokale SIM-Karte sind unerlässlich, wenn Sie auf Apps und Karten angewiesen sind.
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